AOL (Kundenservice)

Erfahrungsbericht über

AOL (Kundenservice)

Gesamtbewertung (42): Gesamtbewertung AOL (Kundenservice)

 

Alle AOL (Kundenservice) Testberichte

 Eigenen Erfahrungsbericht schreiben


 


 


Bitte wählen Sie jetzt...

4  22.10.2003

Pro:
fast immer nette Mitarbeiter am Telefon, nicht ganz so teuer wie bei der Konkurrenz

Kontra:
manchmal schlecht erreichbar

Empfehlenswert: Ja 

Details:

Kundenservice:

Erreichbarkeit:

Kompetenz:


Schnecke999

Über sich:

Mitglied seit:28.04.2000

Erfahrungsberichte:698

Vertrauende:220

Diesen Bericht teilen auf Google+
Dieser Erfahrungsbericht wurde von 98 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet


AOL – bei fast keinem Internetanbieter scheiden sich die Geister so sehr wie bei diesem Anbieter mit den großen 3 Buchstaben. Vor Jahren waren es die technischen Probleme, die dem User graue Haare machten, dann die schlechte Erreichbarkeit der Hotline und dann wieder der schlechte Ruf, dem man in verschiedenen Foren immer mal wieder begegnete. Alles Abzocker, hieß es da, oder man bezeichnete AOL als amerikanische Verbrecherbande – alle redeten negativ von AOL. Als AOL-Mitglied selber ging es einem aber gar nicht mal so schlecht, wenn man denn bereit war, den etwas höheren Preis zu zahlen, den AOL ja verlangt.

So hatte ich auch nie wirklich was zu meckern, wirklich. Die Probleme gingen erst vor kurzem los, und so hatte ich zum Ende meiner AOL-Mitgliedschaft dann auch das erste Mal Kontakt mit dem Kundenservice, mehr als ein Mal, und darüber will ich mal berichten.

Fall 1:
Seit der neuen 8.0 Software ist ja die Nutzung eines Routers möglich. Schön, dachten wir uns, denn nun konnten wir endlich mit mehreren Rechnern gleichzeitig ins Internet gehen. Bei der Telekom war so was ja schon lange möglich. Mein Schatz war schon AOL-Mitglied, als ich bei ihm einzog, und so haben wir einfach abgewartet, denn bis zum Start der Router-Nutzung sollten es nur noch wenige Tage sein.
Irgendwann ging das mit dem Router dann mal, anfangs auch recht fehlerfrei. Doch wo gehobelt wird, da fallen Späne, und so ging es eines Tages nicht mehr.
Mein Router meldete mir, dass mein Passwort falsch sei. Komischerweise konnte ich mich aber per ISDN mit dem gleichen Passwort einloggen.

Okay, dann rufen wir doch mal die Hotline an:
01805 / 31 31 64
„Willkommen bei der AOL Mitgliederbetreuung. Bitte wählen sie zuerst, über was für einen Telefonanschluss sie verfügen“
  • mieps* (so macht mein Telefon, wenn ich eine Taste drücke)
    „Kennen sie schon die neue AOL 8.0 Software? Bla bla bla“
  • grummel*
    “So, nun wählen sie bitte aus dem folgenden Menü aus, damit ich sie mit einem unserer speziell geschulten Mitarbeiter verbinden kann! Wenn sie ein technisches Problem haben, wählen sie bitte die 2“
  • mieps* (ja, ich habe ein technisches Problem und will mir den Rest nicht anhören)
    „Bitte warten sie einen Moment, ich werde sie schnellstmöglich mit einem unserer Mitarbeiter verbinden“
    „Trallala – He´s unbelivable... trallala!” (Sarah Connor in der Warteschleife – wow)
    Ich durfte mir dann auch noch Meat Loaf, irgendeine Boyband und Nena anhören, dann war ich wieder bei Sarah Connor und so ging das munter weiter. Ich wartete geschlagene 15 Minuten in der Warteschleife, die 24 Cent pro Minute kostet.

Nach diesen 15 Minuten hatte ich dann eine Mitarbeiterin am Telefon, die sehr nett war. Sie hörte sich meine Fehlerbeschreibung an, notierte die Meldung genau und informierte mich über technische Probleme im Raum Düsseldorf. Eine Dauer konnte sie nicht nennen, sie beteuerte aber mehrmals, wie leid ihr das täte und dass man fieberhaft an der Fehlerbeseitigung arbeiten würde. Okay, die war echt nett, und dass mal technische Probleme auftreten, ist auch verzeihlich. Ich wollt ja eigentlich auch nur wissen, ob es an mir (oder meinem Router) lag, oder ob ein allgemeines Problem vorlag.
Also war ich nicht unzufrieden, nur diese verplemperten 15 Minuten, die ärgerten mich.

Fall 2:
Mein Freund will gerne von zu Hause arbeiten. Das kann er auch, er hat ja einen Laptop von der Firma und kann sich über diesen dann auf dem Server seiner Firma einloggen. Leider funktionierte das nicht so richtig. Er konnte seine eMails empfangen, aber nicht senden, er konnte nicht auf sein Home-Laufwerk zugreifen, und wenn AOL lustig war, dann schmiss es ihn vom Server. In der Firma stand ein T-Online-Zugang zur Verfügung, über den sich mein Freund probeweise einloggen konnte. Der Administrator aus der Firma meines Freundes meinte, das läge an den Routereinstellungen. Wir mussten also Sachen auf dem Router einstellen, unter anderem auch Portnummern. Mein Routerhersteller konnte mir nicht weiterhelfen, die Ports sollte AOL mir nennen.

Also wieder bei der Hotline angerufen...
Dieses Mal ging es schneller, ich hatte schnell jemanden an der Leitung, der auch sehr nett war, mir aber nicht helfen konnte. Stattdessen nannte er mir eine 0190 – Telefonnummer, dort sollte ein spezieller AOL-Support zu finden sein, die mir sicher helfen könnten. Also biss ich in den sauren Apfel und rief die Hotline an, die immerhin 62 Cent in der Minute kostet.
Dort trug ich mein Anliegen vor und wurde erst mal angemotzt. Das mit dem fehlenden Zugriff läge nicht an AOL, sondern an den Einstellungen des Laptops, dann dürfe mein Freund eben nicht von zu Hause auf seine Laufwerke zugreifen.
Komisch, es geht doch, aber es geht eben nicht so richtig, und eingestellt ist der Laptop korrekt.
Die benötigte Portnummer wollte man mir nicht nennen, so was mache AOL nicht, und an AOL würde der Fehler sowieso nicht liegen.

Nö, oder?
Diese Antworten fand ich mehr als frech, fast schien es mir, als würde der Mitarbeiter schon beim Wort „Portnummer“ die Jalousien runterfahren und abblocken. Und das an einer Hotline, die sehr sehr teuer ist und schon allein deswegen müssten die Leute dort doch kompetenter sein, oder? Ich war sehr enttäuscht.

Wir haben uns dann nochmals in der Firma meines Freundes kundig gemacht, verschiedene Foren befragt und dann kamen wir nach tagelanger Fummelei zu dem Schluss, dass mit AOL das Einloggen auf dem Firmenserver aus irgendeinem, nicht abstellbaren Grund nicht möglich ist. Da AOL ja nun bei weitem nicht der preiswerteste Internetanbieter ist, haben wir uns dann überlegt, ob wir wechseln sollten. Mittlerweile wussten wir, dass bei der Telekom ein solches Einloggen ohne besondere Einstellungen möglich ist, und wir beantragten bei T-Online die DSL-Flatrate (die haben wir mittlerweile und komischerweise klappt es mit dem Laptop – also nix von wegen keine Rechte).

Nun mussten wir nochmals bei AOL anrufen, dieses Mal, um zu kündigen...

Wieder miepste ich mich telefonisch durch das Menü in der Sprachsoftware, dieses Mal direkt zur Kündigungshotline.

Hier hatte ich einen jungen Mann am Telefon. Ganz freundlich fragte er nach dem Grund, warum wir AOL denn „verlassen“ wollten. Ich nannte ihm technische Probleme als Grund, und außerdem nannte ich ihm die Unfreundlichkeit des Mitarbeiters auf der 0190 – Hotline als weiteren Grund, denn das hatte mich ja wirklich aufgeregt.
Er versuchte, nochmals mein Problem zu analysieren, konnte mir aber auch nicht wirklich weiterhelfen. Dann versuchte er, mich über einen niedrigeren Preis zu „ködern“, was ich aber auch nicht wirklich interessant fand. Am Schluss folgte dann ein letzter Versuch, uns zu „halten“, nun machte er mir ein Angebot, was mir gegen geringe Gebühr meine eMail-Adressen „sichert“, okay, da haben wir dann zugesagt.
Ich wollte AOL ja nicht verlassen, weil ich mit AOL an sich unzufrieden war, sondern damit mein Schatz von zu Hause aus arbeiten kann, das sagte ich dem Mitarbeiter am Telefon auch. Dieser junge Mann war wirklich sehr freundlich. Dass er mich zum Bleiben überreden wollte, verstehe ich. Schön, dass AOL was daran liegt, seine Kunden zu halten.


Ich hatte nicht so oft Kontakt mit dem AOL-Kundenservice. Ich hatte einige nette Gespräche, bis auf die Sache mit der 0190 – Hotline, was ich wirklich blöd fand. Man kann übrigens den AOL-Kundenservice auch über die AOL-Software in einem Chat erreichen. Hat man ein technisches Problem, dann wendet man sich unter dem internen AOL-Stichwort „TechPro“ an die Mitarbeiter, hat man Fragen zu seiner Rechnung oder zu Sachen, die die Mitgliedschaft betreffen, dann wählt man „SalesPro“ an. Da hatte ich des öfteren Kontakt mit AOL-Mitarbeitern, das geht schneller als an der Hotline und man muss nicht so viel Geld bezahlen (vorausgesetzt, man kommt online, sonst nutzt einem das ja nix).

Meine Bewertung:
Ich bin ein recht kritischer Mensch. Vor ein paar Jahren war ich schon mal AOL-Mitglied und hatte damals so meine liebe Not mit der Hotline, da hat sich in den vergangenen Jahren wirklich einiges getan. Die AOL-Hotline ist auch auf jeden Fall besser als die Hotline des Konkurrenten T-Online, wo ich schon des öfteren fast Krämpfe bekommen habe, wenn ich dort in der Hotline hing.
Ob Rückrufzusagen eingehalten werden, kann ich nicht sagen, ich brauchte noch keinen und ich weiß nicht einmal, ob AOL das anbietet. Versprochene Informationsmails kommen auf jeden Fall flott an, wobei der Inhalt nicht immer das ist, was man im Kontakt mit dem Mitarbeiter am Telefon versprochen bekam.

Allgemein vergebe ich dem Kundenservice von AOL 4 Sterne, für Freundlichkeit und für Schnelligkeit (eMails). Den einen Stern Abzug gebe ich für die teure 0190 – Hotline und für die schlechte Erreichbarkeit zu Stoßzeiten (Routerausfall – da hätte man meiner Meinung nach auch ein Infoband einstellen können, was den Anrufer schon vorab informiert, ohne dass er in der Warteschleife sitzen muss).

Trotzdem hoffe ich für Euch, dass Ihr auf diese Hotline nicht unbedingt angewiesen seit, denn blöd ist es eigentlich immer, wenn man in irgendeiner Warteschleife hängt und dafür auch noch teures Geld bezahlen muss.

Durchgewählte Grüße
Die Schnecke

Diesen Bericht teilen auf Google+
Sponsoren-Links
Ihre Bewertung dieses Erfahrungsberichtes

Wie hilfreich ist dieser Erfahrungsbericht für Ihre (Kauf-)Entscheidung?

Bewertungsrichtlinien

Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
Hajott

Hajott

31.12.2003 02:36

Bei AOL hat mich immer schon diese furchtbare Klicki-Bunti-Software gestört - bis zu dem Punkt, wo ich Probleme hätte haben können, bin ich beim Ausprobieren (und früher beim Absurfen der Freistunden) nie gekommen. :-)

MSBBonn

MSBBonn

18.11.2003 01:48

Wie, die haben Kundenservice... seit wann das denn??? AOL-leidende Grüße von Martin

DJTOMCAT

DJTOMCAT

06.11.2003 16:41

Hi Schneckchen *g*, also ich kann mich eigentlich nur Positiv über AOL und deren Hotline äußern - das mit den Ports ist aber ein ganz böses Thema, denn geh mal auf die Seite www.port-scan.de und teste das mal mit AOL und dann mit T-Online : AOL hat ne eigene Firewall , bei T-O sind alle Ports offen. Das hat aber auch vor und Nachteile - suche mal in Google nach "Opaserv" , dann siehst du wie schnell sich T-O Kunden Viren einfangen. Ich selber habe es schon live erlebt , nachdem ich einen Kunden PC neuinstalliert habe, 2 sek im Netz , keine Seite offen und trotzdem ging der Virenscanner los. Zu den sog. Überteuerten Preisen : Also ich selber habe immer billiger gesurft als mit T-O, und auch schon den einen oder anderen Mengenrabatt oder Freimonat geschenkt bekommen (zu den nicht Flatzeiten) Hat halt alles seine Vor und Nachteile. Liebe Grüße Björn

Eigenen Kommentar schreiben

max. 2000 Zeichen

  Kommentar abschicken


Bewertungen
Dieser Erfahrungsbericht wurde bislang 2253 mal gelesen und von Mitgliedern wie folgt bewertet:

"sehr hilfreich" von (100%):
  1. SmileAngel
  2. BigSash007
  3. Hajott
und weiteren 95 Mitgliedern

Informationen zur Berechnung der Gesamtbewertung.
Verwandte Tags für AOL (Kundenservice)