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AOL hats drauf! Anstatt einen guten Internetzugang anzubieten, kommen die mit Gefühl und Herz. Dies ist sicherlich nicht falsch, doch kann man ohne weiteres auch bei gmx oder web.de eine E-Mail von Stefan bekommen und zum Beispiel über Freenet günstiger online gehen. Wenn die Mail von Stefan also das einzige ist, was AOL zu bieten hat, verstehe ich nicht, warum die so viele Kunden haben. Aber wieder zurück zur Werbung: die Idee ist erstmal nicht schlecht: Gegen die kühle Informationsgesellschaft, die vorwiegend das Web zu nutzen scheint, ein gefühlsorientierte Werbung ausstrahlen zu lassen. Doch sollte bei dieser Form von Werbung auch das Angebot des Beworbenen gezeigt werden. Bei diesem Spot erfahren wir lediglich, daß man bei AOL persönlich begrüßt wird, einem per Sprachausgabe mitgeteilt wird, wenn Mails eingetroffen sind und daß auch Frauen (das ist nicht frauenfeindlich gemeint!) sich nicht vor dem Internet zu scheuen brauchen.
Letztendlich kann man sagen: Internet mit Gefühl zu verbinden, ist keine schlechte Idee, aber nicht so! Werbung sollte auch irgendwo Information und nicht nur gestellte Handlung sein. Daß sich Gefühl und Internet sehr gut verbinden läßt, beweist Lycos mit seinem Spot. Bei einem Provider wird so etwas zwar etwas schwieriger, doch können sich die AOL-Werbungmacher ruhig 'was einfallen lassen. AOL-Kunden bezahlen dafür Geld genug!