Willkommen am heimischen Brennofen!
03.11.2003
Pro:
schnell, günstig, gutes Preis - Leistungs - Verhältnis
Kontra:
nur mittelmäßige Fehlerkorrektur
Empfehlenswert:
Ja
Details:
Geschwindigkeit
Verarbeitung
Zuverlässigkeit
Installation
mehr
 butler_carlo
Über sich:
Was gibt es schöneres, als in der Sonne auf der Terrasse zu sitzen und einfach nichts zu tun...
Mitglied seit:26.03.2001
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Vertrauende:51
Dieser Erfahrungsbericht wurde von 99 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
Brennmeister Butler Carlo hat wieder einmal zugeschlagen! Die Kronprinzessin des Hauses, lieb Töchterlein, raunzt, dass die Disketten langsam aber sicher zu klein werden, um darauf ihre Fotos abzuspeichern. Gut, das sehen wir ein! Außerdem möchte sie sich ihre eigenen Sampler erstellen, denn was man da zu kaufen bekommt, entspricht alles nicht ihren Vorstellungen. Gut, auch das sehen wir ein (wenngleich wir wenig für die Katzenmusik übrig haben, die uns da aus dem herrschaftlichen Kinderzimmer entgegen kreischt). Und außerdem müssen "wir" unbedingt gleich einen CD-Brenner haben, den "wir" dann gleich einbauen müssen! Da ist er wieder... der Majestätsplural, mit dem eigentlich nur eine einzelne Person gemeint ist – der Haus- und Hofsklave, Ernährer und absoluter Familienleibeigene Butler Carlo! Nun, Befehl ist Befehl und so begeben wir uns zum Hardwarehändler unseres Vertrauens und kaufen dort um lächerliche € 44,- einen Brenner von Aopen, den uns der Verkäufer wärmstens ans Herz legt, weil billig und gut. Wieder im herrschaftlichen Haushalt angelangt, erdreisten wir uns gar nicht erst das Schuhwerk abzustreifen, sondern begeben uns schnurstracks in die Kemenate der Prinzessin, um das Ding sofort einzubauen. Dummerweise müssen wir uns auch noch einen Rüffel gefallen lassen, weil wir wieder einmal nicht angeklopft haben. Sapperlot, wo haben wir auch unsere Manieren gelassen!
Wie üblich haben wir uns für die billigere, kartonlose Variante entschieden, die nur aus dem Brenner und einem Kunststoffbeutel besteht, der als Verpackung dient. Einbau und Installation: °°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°° Da die liebe Verwandt- und Bekanntschaft prinzipiell immer unsere Telefonnummer findet, wenn der Hut brennt, haben wir schon eine gewisse Erfahrung im Einbauen von Laufwerken. Im Gehäuse eingeschraubt, Datenkabel angesteckt, Audiokabel ebenso, Stromzufuhr hergestellt, fertig. Vorher sollte man vielleicht noch überprüfen, ob man nicht bereits ein anderes Gerät an dem selben Kabel verwendet und dieses möglicherweise als Master konfiguriert ist, denn es darf nur einen Meister an einem IDE-Port geben, das andere Gerät wird zum Slave (... warum erinnert uns dieser Wort immer an irgendetwas?...). Bei einem Brenner empfiehlt es sich jedoch diesen als Master einzustellen, was relativ einfach mit den Steckbrücken an der Rückseite des Gerätegehäuses bewerkstelligt werden kann. Die Anleitung dafür findet sich – zumindest beim Aopen CRW5224 auf einem Aufkleber am Gehäuse. Beim Hochfahren des Rechners wird der Brenner dann unter WinXP selbständig erkannt und kann danach sofort verwendet werden, wenn man über ein geeignetes Brennprogramm verfügt.
Aussehen: °°°°°°°°° Vom Design gibt er ja nicht besonders viel her – ein Alletags-Brenner könnte man sagen. Leider bleibt auch Aopen, wie so viele andere Hersteller der Linie treu, hellbeige Gehäuseblenden für ihre Laufwerke anzufertigen – und das in Zeiten, wo die Gehäuse der PC’s immer bunter werden. Was soll es! Zumeist ist der Gehäusedeckel eh zu, da sieht es kein Mensch. An der Stirnseite findet sich einerseits die CD-Lade, ein Auswurfbutton, ein Vorspulbutton – dessen Sinnhaftigkeit uns bis heute ein Rätsel blieb – ein hässlich schwarzes Rändelrad für die Lautstärkereglung und eine Anschlussbuchse für einen Kopfhörer. Natürlich findet sich auch das unvermeidliche Arbeitslämpchen an der Frontseite. Technische Daten: °°°°°°°°°°°°°°°°° Leider können wir euch ein paar technische Details bei einem Brenner nicht ersparen, daher, für jene die keinen Tau davon haben: Jetzt wird’s Zeit mit der Maus weiter zu scrollen! Beginnen wir mit dem Verständlichsten, der Lese- und Brenngeschwindigkeit. Der CRW5224 liest CD’s – wie man bereits unschwer aus der Typenbezeichnung entnehmen kann - mit bis zu 52facher Geschwindigkeit. Die voreingestellte Lesegeschwindigkeit ist ab Werk mit 40fach definiert, durch die Funktion Speed Boost kann die Geschwindigkeit, durch längeres Drücken des Auswurfbuttons, die bis zum Limit erhöht werden. Durch einen Neustart wird die Geschwindigkeit wieder auf 40fach zurückgestellt. Wofür man diese Geschwindigkeitsänderungen brauchen kann entzieht sich unserer Kenntnis – lieb Töchterlein braucht sie gewiss nicht.
Beim Schreiben von CD-Rs kann ebenfalls mit bis zu 52facher Geschwindigkeit arbeiten. CD-RWs drehen bekanntlich langsamer, daher ist das Brennen nur mit bis zu 24facher Geschwindigkeit möglich. Die durchschnittliche Zugriffszeit beträgt 120ms – ob das tatsächlich stimmt, können wir leider nicht bestätigen, es fehlte uns an einem geeigneten Messgerät. Der Pufferspeicher ist mit 2 MB ausreichend dimensioniert. Um die gefürchteten Buffer-Underruns zu vermeiden bedient sich Aopen der JustLink und Just-Speed-Technologie – eigentlich eh alles dasselbe, die Technologien heißen nur anders, bezwecken aber alle das Gleiche, nämlich das Verhindern von übermäßig vielen verbrannten CD-Rohlingen. Für jene, die es gerne außergewöhnlich lieben, lässt sich der CRW5224 sowohl horizontal als auch vertikal einbauen.
Auf dem Teststand: °°°°°°°°°°°°°°°°°° Sehr zum Missfallen der Kronprinzessin musste der Aopen CRW5224 natürlich auch einige Testläufe hinter sich bringen. Prinzipiell hat er mit verschiedenen Rohlingen kein Problem. Auch die eigentlich sonst so problematischen CD’s von Koch lassen sich ohne Schwierigkeiten beschreiben. Während des Betriebs läuft er recht ruhig, keine übermäßigen Geräuschentwicklungen sind vernehmbar. Da manche Brenner ein Problem mit dem Lesen von zerkratzten oder sonst in irgendeiner Form abgenutzten CDs haben, ließen wir uns für derartige Tests schon vor einiger Zeit von unserem Freizeit-Chef eine solche anfertigen. Im Umgang mit Silberscheiben kennt dieser gute Mann nämlich kein Pardon und so sieht jede CD, die er in seine Griffel bekommt, in kurzer Zeit eher wie ein mit Schmirgelpapier behandeltes Stück Holz aus, als ein moderner Datenspeicher. All jene Laufwerke, die eines dieser Dinger noch lesen, können nicht schlecht sein. Und auch diesen Test bestand der CRW5224 – allerdings erst nach dem zweiten Anlauf.
Nun gibt es ja deren vielen Brennprogramme und alle zeichnen sich durch irgendwelche Vor- oder Nachteile aus. Natürlich wollen wir auch wissen wie der CRW5224 mit diesen zusammen arbeitet. Da hätten wir einmal WinonCD in der Version 5 – Test bestanden. Auch mit Clone CD Version 4 gibt es keine Probleme – dasselbe gilt auch für Nero Version 6. Auch bei Feurio 1.66, ein Programm zum Audiobrennen, machte keinerlei Anstalten abzustürzen, allerdings wies es uns darauf hin, dass der ASPI-Treiber fehlerhaft installiert wurde. Ei der Daus! Haben wir geschlampt? Mehr Tests von Brennprogrammen wurden uns durch die kleine Herrschaft leider nicht erlaubt! Resümee: °°°°°°°° Alles in allem können wir durchaus zufrieden sein. Um diesen Preis haben wir einen durchaus guten Brenner erstanden. Zwischenzeitlich ist der Preis sogar noch um € 5,- gefallen, d.h. man bekommt das Ding jetzt sogar schon um € 39,-. Übrigens haben wir festgestellt, dass es bei Aopen doch eine Wende im Design gibt, denn den Aopen CRW5224 bekommt man auch mit einer schwarzen Blende. Die von Aopen angewendeten Technologien zur Buffer-under-Run-Vermeidung dürften auch nicht schlecht sein, denn das kleine Fräulein (lächerliche Bezeichnung für einen 1,80 cm großen Fratzen) hat seit dem Einbau noch keine CD verbrannt. Wirklich rätselhaft ist uns allerdings noch immer dieser Speed-Booster, den wir sicherlich nicht brauchen werden. Sonst kann man den Aopen schon alleine wegen seines guten Preis-Leistungs-Verhältnisses weiterempfehlen.
Als dann, servus, B.C.
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05.11.2003 08:15
schöner Beitrag habe dazugelernt!
03.11.2003 23:11
mal eintritt und hallo sagt...*ups*..hab ich auch angeklopft???...hatte heute die ehre das erste mal einen bericht von euch zu lesen....gefällt mir...sehr sogar.werde die nächste zeit mal öfter reinschauen.wünsche noch einen guten abend....Mistoffelees
03.11.2003 23:10
Hab damals für mein LG noch einiges mehr bezahlt, aber gerade beim Brenner war mir Qualität schon wichtig, dafür hab ich dann lieber beim DVD-ROM gespart. :)