ARAG Rechtsschutzversicherung

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Hüte dich, die zahlen nich

2  18.08.2000

Pro:
flächendeckend, mittleres Preisniveau

Kontra:
schlechte "Eintrittsquote", viel Lauferei und Formalitäten, u . U .  hohe Folgekosten

Empfehlenswert: Nein 

Details:

Erreichbarkeit im Ernstfall:

Zahlungsbereitschaft im Ernstfall:

Beitragshöhe / Leistungsverhältnis:

Allgemeine Kundenfreundlichkeit:


lafferlarry

Über sich: Zurzeit bin ich etwas seltener hier, weil ich privat viel um die Ohren habe. Ich bitte um Verständni...

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In der Vergangenheit durfte ich mal einschlägige Erfahrung mit Rechtsschutzversicherungen, aber insbesondere mit der ARAG machen. Allerdings gelten die nur für den niedersächsischen Bereich, denn die Regulierungspraxis ist von Bezirk zu Bezirk sehr unterschiedlich. Wer sich als ARAG-Kunde bei einem Rechtsstreit darauf verlässt, gut versichert zu sein, muß mit bösen Überraschungen rechnen!

Zur Erläuterung: Die Rechtsschutzversicherungen (und zwar alle!!!) prüfen, bevor sie Rechtsschutz bewilligen (d.h. für einen Rechtsstreit eine sogenannte "Deckungsschutzzusage" abgeben) gegenüber dem Anwalt oder dem Versicherten, ob der Rechtsstreit überhaupt "Aussicht auf Erfolg" hat. Normalerweise braucht man dem Rechtsanwalt seiner Wahl unter Angabe der Versicherungsnummer nur mitzuteilen, bei welcher Versicherung man abgeschlossen hat. Der Anwalt prüft die Erfolgsaussichten. Den Rest erledigt dann die Kanzlei. Kein Vorschuß - kein Ärger.

Nicht so bei der ARAG. Die nimmt es mit der "Prüfung der Erfolgsausichten" nämlich allzu genau und hat da "so ihre eigene Auffassung". Dem Anwalt werden immense Auflagen gemacht, er muß weitere umfangreiche Unterlagen einreichen, unter Umständen sogar Zeugen benennen, die dann von der Versicherung kontaktiert werden ( was die natürlich oft nicht wollen). Es kommt bisweilen vor, das die Korrespondez mit der ARAG einen größeren Umfang hat, als der voraussichtiche Prozess und unter Umständen auch mehr kostet. Was die meisten nämlich nicht wissen: Die Korrespondenz zwischen Anwalt und Versicherung ist für den Versicherten kostenpflichtig und wird vom Anwalt in der Regel nur als "Serviceleistung" kostenlos erbracht. Wird es dem Anwalt aber zu bunt, weil die Versicherung ständig Spirenzien macht, kann er seine Kosten diesbezüglich berechnen. Bei höheren Streitgegenständen kann das teuer werden. Natürlich wird jeder von einem "guten Anwalt" auch darauf hingewiesen (muß er aber nicht).

Wenn dann der Rechtsschutz - so wie leider oft die ARAG - auch noch ablehnt, muß der Anwalt erst einmal die Versicherung auf Deckungsschutz verklagen, bevor er das eigentliche Anliegen seines Mandanten vertreten kann. Bis dahin sind aber die gesetzlichen Fristen in vielen Fällen bereits abgelaufen, so daß dem Kunden nichts anderes übrig bleibt, als auf eigene Kosten erst einmal zwei Verfahren zu führen in der Hoffnung, das der Rechtsschutz doch noch zur Zahlung verdonnert wird. Manchmal werden geradezu "hahnebüchene" Begründungen zur Ablehnung des Kostenschutzes gegeben, besonders bei sehr teueren Verfahren mit "hohem" Streitwert.

Aus diesem Grunde gehen manche Anwälte bei ARAG-Versicherten (aber auch bei manchen anderen) jetzt schon dazu über, von vorneherein einen Vorschuß zu verlangen.

Andere Versicherungen beurteilen die Erfolgsaussichten meist weniger "genau" oder verlassen sich von vorneherein auf die Beurteilung des Rechtsanwaltes. Ist die Deckungszusage erst einmal gegeben, kann nämlich nichts mehr passieren. Eine größzügigere Regulierungspraxis täte also allen Beteiligen gut! Bevor sich diesbezüglich bei der ARAG nichts ändert, sollte man sich lieber für eine andere Versicherung entscheiden! Ausserdem gibt es noch einige billigere Anbieter.
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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
schlagergalaxie

schlagergalaxie

21.05.2012 00:20

find ich jetzt irgendwie interessant, denn so um etwa 2000 hatte ich bei denen eine rechtsschutzversicherung. aber nur etwa 2 jahre lang, durch änderungen bei den eigentümern wurde die dann auch automatisch gewechselt. außer ich hätte drauf bestanden, bei arag bleiben zu wollen. habe ich aber nicht :-)

hasen4

hasen4

24.10.2011 15:46

ich mag Versicherungen generell nicht, ohne geht leider auch nicht, aber wenn man sie braucht, haben sie meistens Ausreden um nicht bezahlen zu müssen, lg

giselamaria

giselamaria

03.10.2011 10:38

für mich kam eine Rechtschutzversicherung nie in Frage :-) - Wenn ich im Recht bin, brauche ich sowas nicht, wenn ich im Unrecht bin, nützt sie mir nichts ;-)))) - LG gisela

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