... Mal ehrlich, liebe ARD, musste das wirklich sein, dieses Urgestein wieder auszugraben? Klar, er war in der ersten Stunde dabei und dies war die erste Sendung mit den Bundesligarechten, aber trotzdem: Erinnerungen sind schön, aber an Ernst Huberty kann man sicherlich auch durch schöne Zusammenschnitte ... Bericht lesen
* Alle Preise inkl. gesetzlicher MwSt und ggf. zzgl. Versandkosten. Preise, Verfügbarkeit und Versandkosten können im jeweiligen Shop zwischenzeitlich geändert worden sein, da eine Echtzeit-Aktualisierung technisch nicht möglich ist. Maßgeblich sind immer die Preise und Angaben auf der Händlerseite. Alle Angaben ohne Gewähr.
Erfahrungsbericht von roderick über ARD Sportschau 04.08.2003
Produktbewertung des Autors:
Fachkundigkeit Moderator:
gut
Fachkundigkeit Kommentator:
gut
Technik:
schlecht
Technischer Aufwand:
schlecht
Zeitlupe:
mittelmäßig
Pro:
mehr Fussball als "ran", weniger Werbung
Kontra:
nervöser Gerhard Delling, viele Details verbesserungswürdig
Empfehlenswert?
ja
Kompletter Erfahrungsbericht
roderick ist Fussballfan. Naja, das ist ja nun in diesem Land nichts ungewöhnliches, dieses „Schicksal“ teile ich wohl mit Millionen von „Leidensgenossen“. Leiden ist bei mir als Fan es FC St. Pauli freilich ein reichlich strapaziertes Wort, aber es wird etwas gelindert durch die nun eher objektive Verfolgung der höchsten deutschen Spielklasse, der Bundesliga.
Bis einschließlich der vergangenen Saison war das kurz nach Spielende am Samstag Abend auf einem privaten Fernsehsender möglich, der eine Dauerwerbesendung mit Fußballunterbrechung namens „ran“ anbot. Das ZDF-Sportstudio war und ist bei mir zeitlich meistens leider nicht drin..
Nun aber haben die öffentlich-rechtlichen Sender dem bösen Privatfernsehen ein Schnippchen geschlagen und die Erstverwertungsrechte für die Zusammenfassung des Spieltags erworben. „ran“ adé – „Sportschau olé“
Da sollte sie nun also kommen, die neue Sportschau. „Mehr Fussball, weniger Werbung“ – dies schöne Versprechen war uns Fans gemacht worden. Und moderner als einst sollte sie die „Grandmother of ´em all“ präsentieren. Da war wohl nicht nur der roderick sehr gespannt drauf..
Werbung für die Sendung war zumindest kräftig gemacht worden, immer wieder hieß es „Football´s coming home“. Die Spannung stieg am Samstag gegen 18 Uhr beträchtlich. Hier also meine Eindrücke von diesem Fernsehabend.
Gegen 18.10 war es dann soweit. Aber oh Schreck, ein alter Ernst Huberty begrüßt uns und erzählt uns in einem völlig emotionslosen Beitrag mit fürchterlich alten Bildern von den Anfängen der Sportschau. Mal ehrlich, liebe ARD, musste das wirklich sein, dieses Urgestein wieder auszugraben? Klar, er war in der ersten Stunde dabei und dies war die erste Sendung mit den Bundesligarechten, aber trotzdem: Erinnerungen sind schön, aber an Ernst Huberty kann man sicherlich auch durch schöne Zusammenschnitte erinnern, die man mit Musik und O-Tönen hinterlegt.
Na gut, dann geht´s los. Gerhard Delling ohne seinen Zwillingsbruder Günther Netzer einsam in einem Studio. Der arme Gerhard wirkt etwas einsam und hilflos in dem Studio. Die Wege durch das Studio scheinen auch nicht so ganz zu sitzen, einige Male bringt er so eine komische durchsichtige Wand zwischen sich und dem Zuschauer – das kann doch hoffentlich nicht so geplant sein. Überhaupt wirkt der Gerhard nervös wie ein Zehntklässler in der Hauptrolle beim Theaterabend.
Vielleicht hielt die ARD es ja für eine gute Idee, einen selbstzufriedenen Uli Hoeneß als Studiogast zu holen, um dem Gerhard zumindest einen Ersatz-Günther ans Händchen zu geben. Naja, das ging wohl in die Hose. Nicht nur, dass der Bayern-Manager außer netten Floskeln zu Freund und Feind nicht viel zu sagen hatte, im Gegensatz zu Gerhard wirkte er ruhig und souverän. Da passte es ins Bild, dass man sich nicht immer so verstand, was den Gerhard manchmal etwas alt aussehen ließ („Wie meinen Sie das jetzt?“). Kurzum, Gerhard Delling kann als Moderator nur noch besser werden. Aber warten wir mal ab, was Reinhold Beckmann uns in derselben Position zu bieten hat.
Kernstück der Sendung sollten die Berichte von den Spielen sein, wo man sich prinzipiell an Bewährtes von der privaten Konkurrenz gehalten hat. Kurze Spielberichte mit absolut nichtssagenden Interviews im Anschluss bieten leicht verdauliche Häppchen Fußball für den geneigten Konsumenten. An sich fand ich die meisten Berichte auch ganz ordentlich und zeitlich angemessen, die Interviewfetzen hielten sich auch in Grenzen, so dass die intellektuelle Schmerzgrenze nicht unterschritten wurde.
Auch die Reporter waren fürs erste Mal okay, man war mit der Maßgabe ans Werk gegangen, seriös wirken zu wollen und gleichzeitig alte Besen im Schrank zu lassen. Nun werden sicherlich Generationen von gequälten Fußballfreunden die Abwesenheit Heribert Fassbenders in der Sendung mit vielen Kerzen in der Kirche quittiert haben, warum man aber die „Fußballverwalter“ Gerd Rubenbauer und Waldemar Hartmann in die Sendung aufgenommen hat, ist mir unverständlich. Beide sind Galleonsfiguren genau des Stils, den man mit der neuen Sportschau abzulegen gedachte.
Ansonsten kann man sich nicht beklagen, auch wenn manches Male die Emotion arg in den Hintergrund rückte. Klar, ich möchte nie mehr einen Werner Hansch herumblubbern hören und „ran“ vermisse ich nicht wirklich, aber wenn der Dortmunder Neueinkauf Conceicao nach fünf Minuten auf dem Feld gleich ein Tor macht, könnte man eine etwas tiefere Würdigung erwarten als einen Nebensatz. Ebenso würde ich bei einer roten Karte im Derby und Spitzenspiel zwischen Schalke und Dortmund denken, dass man dieser Begebenheit mehr als zwei nachgeschobene Bilder und Sätze zugesteht, auch wenn sie ganz am Ende der Partie passierte.
Überhaupt war das Spitzenspiel das Paradebeispiel dafür, dass die ARD noch viel zu tun hat, um professionell zu werden. Da wird vor dem Spiel ein Interview von besagter Labertasche Waldemar Hartmann, dessen fehlender Schnäutzer übrigens immer noch sichtbar ist, mit Schalkes Trainer Jupp Heynckes aufgezeichnet. Darin zeigt sich, dass „Don Jupp“ nach acht Jahren Spanien üble Wortfindungsschwierigkeiten in seiner Muttersprache hat, es sei denn, man zählt „äh“ als deutsches Wort. Dass er ansonsten nur Phrasendrescherei betreibt, geht dabei völlig unter. Nun hat man dieses Interview stundenlang im Studio liegen und niemanden fällt auf, dass es nur schlecht ist?! Statt dieses Interviews hätte man alles mögliche zeigen können, was mehr Qualität gehabt hätte.
Da passt es ins Bild, dass zum Spitzenspiel mal wieder Ernst Huberty ran musste und seine Erinnerungen von 1963 zum Besten geben durfte (damals gewann Schalke 3:1). Unnötig zu erwähnen, dass es ein viel zu schlichtes Segment war, mit dem man heutzutage niemanden mehr begeistern kann.
Nach dem Spiel wurde der Zuschauer dann in einer Interviewrunde gequält. Hartmann, Heynckes und der Sportsfreund Sammer trafen sich, um hohle Sprüche zum Spiel zu klopfen. Dass auch der Kollege Sammer nicht ganz der klaren Artikulation fähig ist, bewies er mit Nachdruck. Das hätte man den Zuschauern auch ersparen können, da es wohl auch aufgezeichnet worden war.
Über die ganze Sendung hinweg kann man aber sagen, dass zumindest das Versprechen, weniger als die Kollegen von „ran“ zu werben, ohne Probleme gehalten wurde, auch wenn ich sicher bin, dass über Ergebnisstandbilder mit Werbung noch in den Medien zu reden sein wird.
Als Fazit aus dem Samstag Abend nehme ich eine leichte Enttäuschung. Die neue Sportschau war zwar nicht wirklich schlecht, aber sie hatte deutliche Anzeichen von Unprofessionalität und Nervosität. Das sollte eigentlich aber bei auch mit Sportsendungen sehr erfahrenen Leuten vor und hinter der Kamera nicht mehr passieren. Was ich vermisst habe, sind die echten Emotionen, die das Medium Fernsehen doch so gut transportieren kann. Die Reporter wirkten mir an vielen Stellen etwas zu nüchtern, zu hölzern und zu sachlich. Auch wenn ich hoffe, nie wieder Werner Hansch hören zu müssen, so erwarte ich schon, dass einige Aspekte dieses Sportes schon mit einer gewissen Emotion und auch Sensationsgier weitergegeben werden. Auch die Einspieler mit Ernst Huberty hätten bewegender sein können.
Klar, es war die erste Sendung, deshalb bin ich durchaus gnädig und vergebe drei von fünf Sternen, eine Empfehlung für den Fußballfreund, der nicht bis zum ZDF-Sportstudio warten will oder kann, ist die „neue“ Sportschau durchaus wert, auch wenn sie an vielen Stellen verbesserungswürdig ist.
Pro: viel Hintergrundwissen, Bundesliga kompakt, serh gute Moderatoren Kontra: Manchmal zu viel Werbung und Mitmachtelefonnummern
Die ARD-Sportschau schaue ich inzwischen bestimmt schon an die 20 Jahre und im Laufe der Jahre habe ich in dieser Sendung schon die verschiedensten Moderatoren kennen gelernt. Von Ernst Huberty bis hin zu Gerhard Delling durfte fast jeder Sportmoderator e ...
Bericht lesen
Ciao Mitglieder bewerteten diesen Erfahrungsbericht insgesamt als sehr hilfreich
Pro: leider keines mehr Kontra: Werbung? Technische Probleme
...Am heutigen Tage war es wieder einmal so weit. Aufgrund der Tatsache, daß heute der DFB-Pokal angesagt war, mußte ich mir wieder einmal die ARD und die Sportschau "antun", da diese halt den Pokal zeigt. Ich kann mich noch gut an alte Zeiten erinnern, ...
Bericht lesen
Ciao Mitglieder bewerteten diesen Erfahrungsbericht insgesamt als sehr hilfreich
Das ist wohl noch nie dagewesen eine Deutsche Biathlonstaffel kämpft darum nicht letzter zu werden.
Aber fangen wie am Anfang an , wie es dazu kam.
Startläüfer Marko Morgenstern lief die erste Runde (zum ersten schießen) ganz normal mit.Verließ mit de ...
Bericht lesen
Ciao Mitglieder bewerteten diesen Erfahrungsbericht insgesamt als sehr hilfreich
Die Australian Open 2001 ! Nach den Olympischen Spielen in Sydney fährt Australien mit dem nächsten sportlichen Highlight auf. Wieder einmal tümmeln sich Tennisspieler/innen aus aller Herren Länder auf den zahlreichen Courts in Melbourne. Übertrag ...
Bericht lesen
Ciao Mitglieder bewerteten diesen Erfahrungsbericht insgesamt als sehr hilfreich
Hallöchen. Wer von euch hat gestern abend in der ARD-Sportschau das Spiel Deutschland - England 1:5 (1:2) gesehen ?
Ich muss erstmal die Vorgeschichte erläutern: Beim Tor der Engländer zum 1:2 war Rubenbauer ja kaum noch zu beruhigen, mit seinem Kommenta ...
Bericht lesen
Ciao Mitglieder bewerteten diesen Erfahrungsbericht insgesamt als sehr hilfreich
...Vor Jahren lief die Sendung RAN - SAT 1 der ARD Sportschau den Rang ab.
Mit erfrischenden Berichten, neuen Konzepten, spritzigen Moteratoren und vor allem mit sämtlichen Spielen verstanden es die Produzenten, den Fussball-Fan zu begeistern.
Sat 1 trieb die Preise für Live Spiele, und die Bundesliga bis ins unermäßliche. Finanziert wurde das ganze mit endloser Werbung. Die 9 Spiele der 1. Liga konnten geschickt auf drei Sendungen (Freitag-Sonntag) verteilit werden.
Doch seit dieser saison ist alles anders. Premiere sendet alle Spiele live, (gegen Zuzahlung). Das Topspiel am Samstag abend wird vom ZDF Sportstudio aufbereitet. Und SAT1 packt noch mehr Werbung als je zuvor in die Sendung, da die Preisschraube angezogen wurde.
Ja, das sind die Götter, die man rief....
Bericht lesen
Ciao Mitglieder bewerteten diesen Erfahrungsbericht insgesamt als hilfreich
...Wie gut waren doch die alten ARD-Sportschau-Zeiten mit Waldi Hartmann und Gerd Rubenbauer, die werbefrei den Spieltag kommentiert hat ohne sich in den Spielplan einzumischen. Ganz anders ist es heute. Der komplete Spieltag ist für´s Fernsehen gemacht: ein Freitag-Spiel, ein Samstag abend-Spiel und zwei Sonntagsspiele machen den guten alten Samstag nachmittag zunichte. Ran ist die größte Frechheit unter den Fußballsendungen: Die Hälfte der Sendezeit besteht aus Werbeblöcken un auch während der eigentlichen Berichte präsentieren sich die Telekom und Oddset. Das neue Gewinnspiel errinnert eher an Wer wird Millionär als an Fußball. Die Moderation ist bekannt schwach und die Kommentatoren sind die schlechtesten des deutschen Fernsehens. Schade eigentlich das nicht der Fußball mal wieder im Mittelpunkt steht, denn der gerät langsam aber sicher...
Bericht lesen
Ciao Mitglieder bewerteten diesen Erfahrungsbericht insgesamt als hilfreich
Pro: nichts Kontra: es ist nicht !!! verschlüsselt
...Dieser Sender ist für mich das schlechteste seit Helmut Kohl.Nichts,
aber auch garnichts positives kann ich schreiben über diesen Sender.
Ob Jörg Wontorra als besserwisserischer Sportkommentator bei Ran (was
habe ich früher über Faßbender in der ARD-Sportschau gelästert,jetzt
würde ich mir ihn fast wieder herbeiwünschen),ob die ganzen unnützen,
billigen Talkshows oder die 1000 Wiederholungen von der Enterpriseserie
(für mich ist sie Kult,jedoch muss es auch einmal ein Ende haben),es
gelingt diesem Sender nicht meine Aufmerksamkeit zu erregen.Für mich
ist er das Sinnbild der amerikanisierten,westlichen Fernsehmedienwelt
mit Pro 7 zusammen,wobei die wenigstens noch die Aktuellsten sind was
neue Filme anbetrifft.Ich jedenfalls schaue höchstens noch aus schierer
Verzweiflung Sat 1....
Bericht lesen
Ciao Mitglieder bewerteten diesen Erfahrungsbericht insgesamt als hilfreich