QuadCore 500 Euro - Board 50 Euro?
15.06.2007
Pro:
stabiler Betrieb, sehr günstig
Kontra:
sparsame Ausstattung
Empfehlenswert:
Ja
Details:
Handbuch/Dokumentation/Hilfe:
Kompatibilität:
Erweiterbarkeit:
Stabilität:
Bios:
Treiber
mehr
 nitlem
Über sich:
wenn jetzt Sommer wär ...
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Der Ulitmative GamingPC mit Quadcore und GeForce 2 MX - Ein Ding der Unmöglichkeit, denkst du! Aber nicht die Firma AsRock, der Ableger von Asus. Diese haben tatsächlich eine Mischung aus alter und neuer Hardware zusammengeschustert. Theoretisch kann man jetzt den Speicher von AMD-XP-System mitnehmen. Auch AGP-Grafikkarten können weiter betrieben werden. Generell kann bei solchen Experimenten nichts wirklich Schnelles herauskommen, aber trotzdem kann der Einsatz durchaus Sinn machen. Vom Einsatz einer QuadCore-CPU sollte man aber wirklich absehen. Inwiefern sich ein Umstieg mit diesem billigen Board für Interessenten lohnt werde ich im Fazit beantworten. Gliederung ##############
(1) ASRock 4CoreDual-VSTA (2) Einbau (3) Betrieb (4) Fazit
(1) ASRock 4CoreDual-VSTA ###########################
Das AsRock basiert auf dem Via PT880 Pro Chipsatz. Wie eingangs erwähnt unterstützt es alle für den Sockel-775 produzierten Prozessoren. Das beinhaltet Pentium 4 CPUs und natürlich auch aktuelle QuadCore-CPUs wie den QX6700. Da Intel aber regelmäßig neue Prozessoren vorstellt, wie zum Beispiel die Core 2 Duo E4xxx-Serie muss man eventuell ein Bios-Update vornehmen. Ich bin mir fast sicher, dass für die kommenden 45nm Prozessoren von Intel wieder eine passende Antwort kommt. Scheinbar gibt es wirklich einen Markt für schnelle Prozessoren in Kombination mit altem Speicher und alter Grafikkarte. So kann man auf dem Mainboard entweder eine AGP-8x oder eine PCIe-16x Grafikkarte platzieren. Es gab wohl mal Versuche ein SLI auf die Beine zu stellen, was aber absolut unmöglich ist, weil sich die Modelle unterscheiden und zusätzlich auch die Bandbreite nicht ausreicht. Ähnlich sieht es beim Arbeitsspeicher aus. Hier kann man den guten alten DDR-Speicher mit 400 MHz Takt verbauen. Aber auch neue Module mit 667 MHz als DDR2 werden akzeptiert. Man kann auch Schnelleren verbauen, der dann aber langsamer läuft. Die maximale Kapazität wird vom Hersteller mit zwei Gigabyte angegeben, allerdings gab es bei Drucklegung noch keine 4-GB-Kits, wie man sie heute kaufen kann. Das Festhalten an AGP und DDR macht meiner Meinung nach aber wenig Sinn, weil es erstens günstige, leistungsfähige Grafikkarten für PCI-Express gibt (die AGP-Modelle sind teurer) und zusätzlich die aktuellen DDR2-Preise absolut im Keller sind. So kann man zwei Gigabyte für unter 50 Euro bekommen. Adäquater DDR-Speicher kostet sicher das Dreifache.
Über die ATX-Blende bietet das AsRock auch jede Menge Anschlüsse. Obligatorisch sind hier schon die beiden PS2-Anschlüsse für Tastatur und Maus, die seriellen Anschlüsse für Drucker und Nullmodemkabel, vier USB 2.0 Schnittstellen und eine Netzwerkschnittstelle. Auch beim SoundOnBoar-Chip wird mit einem HD Audio für 7.1 Systeme auf einem hohen Niveau gearbeitet. Bei aktuellen günstigen Boards bin ich immer recht skeptisch, was das Layout betrifft. Meine Befürchtungen werden auch bestätigt, wenn man das 4CoreDual auspackt. Da fällt zunächst die seltsame Lage des ATX-Anschlusses auf. Dieser befindet sich nämlich direkt über der Northbridge zwischen Grafikkarte und CPU-Sockel. So muss man das Kabel irgendwie um den Kühler führen. Das kann aber auch schwer werden, weil der Sockel ziemlich weit in der Ecke platziert ist. Somit wird man fast gezwungen das Kabel quer durchs Gehäuse zu legen oder eben einen kleinen CPU-Kühler einzusetzen. Dieser ATX-Anschluss weicht im Übrigen auch wieder vom modernen Standard ab. Die aktuellen Stecker mit 24 Pins, sollten aber trotzdem passen, weil man diese häufig auseinandernehmen kann. Zusätzlich zum 20 Pin ATX-Anschluss gibt es noch eine zusätzliche 4 Pin Stromversorgung. Dieser liegt rechts oben in der Ecke sehr gut.
Der Anschluss für das Diskettenlaufwerk liegt direkt unter dem letzten PCI-Steckplatz. Hier ist es zwar relativ weit vom Laufwerk entfernt, kann aber perfekt unter dem Mainboard verlegt werden. Die beiden S-ATA und IDE-Kanäle liegen direkt in der linken Ecke und stören dort überhaupt nicht. Auch die Wege der Kabel sind sehr kurz. Das AsRock verfügt über vier PCI-Steckplätze und jeweils einen AGP- und PCI-Express 16x-Steckplatz. Die Northbridge wird von einem kleinen passiven Kühler verdeckt. Die passive Southbridge und der kleine Kühler deuten schon Mal auf einen geringen Stromverbrauch hin. Die aktuellen Chipsätze von nVidia und Intel werden trotz extremen Volumens der Kühlkörper sehr heiß. Sollte das auch hier der Fall sein, wäre das Mainboard innerhalb kürzester Zeit dem Tode geweiht. Der Lieferumfang fällt dem Preis entsprechend sehr bescheiden aus. Handbuch und ATX-Blende fehlen aber trotzdem nicht. Für die Laufwerke steht auch jeweils ein Kabel zur Verfügung. Auch wenn der Preis sehr günstig ist, frage ich mich immer wieder, warum man zum Beispiel nicht gleich zwei Kabel für SATA beilegt. Diese kosten im Einkauf wahrscheinlich wenige Cents und dem Kunden würde der Kauf eines teuren zusätzlichen Kabels erspart werden. Wahrscheinlich machen die Hersteller das, um die verschiedenen Segmente abzugrenzen und bei den teuren Modellen mit umfangreichem Zubehör zu glänzen.
(2) Einbau ############
Für den Einbau braucht man ein ATX-Gehäuse. Hier müssen die Abstandhalter an den entsprechenden Stellen eingeschraubt sein. In günstigen Gehäusen sind sie teilweise auch integriert. Nun schließt man das Floppykabel an und legt dieses gleich um die Kante unter das Board. Hier faltet man jetzt eine harte 90° Kurve, so dass das Kabelende direkt auf Höhe des Diskettenlaufwerks wieder herauskommt. Nun setzt man die ATX-Blende ein.
Danach kann man das Mainboard aufsetzen und fixieren. Nun kann man Sockel entriegeln und die CPU einsetzen. Mit etwas Druck schließt man diese dann wieder, so dass die CPU bombenfest sitzt. Nun kommt noch eine dünne Schicht Wärmeleitpaste drauf. Bevor man jetzt den CPU-Kühler anschließt, würde ich erst die Stromversorgung herstellen. Wie bereits erwähnt ist es in der Ecke relativ eng. Danach kann man den Boxed-Kühler einfach aufstecken und die Push-Pins einrasten lassen. Danach installiert man entweder DDR oder DDR2 RAM in die jeweils gleichfarbigen Slots. Nun muss man nur noch die Grafik- und andere Multimediakarten einbauen. Danach werden die Laufwerke alle angeschlossen. Wobei man besonders bei den IDE-Laufwerken auf das korrekte Jumpern achten muss. Jeweils ein Laufwerk am Strang muss Master und Slave sein. Man kann die Wahl aber auch dem Anschluss lassen, indem man einfach beide Laufwerke auf CS, d.h. Cable Select stellt.
(3) Betrieb ############
Die Installation von Windows samt den Treibern funktionier überraschender Weise schnell und problemlos. Nach nicht Mal einer Stunde steht ein voll funktionsfähiges System zur Verfügung. Besonders angenehm ist die automatische Treiberinstallation. Hier ist das Konfigurieren der aktuellen High-End-Platinen wesentlich anstrengender.
Sehr überraschend ist die Leistung, mit einem E6300 und einer X1900 XT ist man nicht Mal 10% langsamer unterwegs als mit dem dreimal so teuren Intel-975-Board. Mit DDR2-Arbeitsspeicher ist die gleiche Konfiguration übrigens sogar schneller. Eigentlich ein richtiges Wunder, gilt der 975 doch als die Königsklasse. Wer nicht übertakten möchte, hat mit dem AsRock scheinbar überhaupt keine Nachteile. Auch die Stabilität des Chipsatzes ist gegeben. In meinen Testdurchläufen hatte ich absolut keine Probleme. Angenehm viel auf, dass die Freeware ProgDVB stabiler lief. Auf dem Board mit Intel-Chipsatz gab es hier gelegentliche Abstürzte. Hier verhält sich das AsRock auf jeden Fall bravurös, mehr kann ein dreimal so teures Board auch nicht leisten.
Der Sound-Chip liefert mit einem entsprechenden SurroundSystem gute Klangqualität. Die Wiedergabe lässt sich über die Audio-Konsole detailliert einstellen. Wie immer, gilt auch hier, dass eine ordentliche separate Soundkarte von Creative wesentlich volleren und sauberen Klang liefert. Abgesehen von den EAX-Effekten bei Spielen. Beim günstigen Anschaffungspreis des Asrock sollte im Budget sicherlich der ein oder andere Euro übrig sein. (4) Fazit ###########
Wenn man aufs Übertakten verzichten kann bekommt man mit dem AsRock ein wirklich gutes Board. Wer keine zwei Grafikkarten nebeneinander betreiben will und wem zwei SATA-Anschlüsse reichen, dem würde ich bei begrenztem Budget das Asrock empfehlen. Es ist solide verarbeitet. Bietet einen stabilen Betrieb und ist zusätzlich noch außerordentlich schnell. Auch wenn im Testbetrieb keine Probleme auftraten, gilt hier natürlich immer besondere Vorsicht, weil generell Probleme ehr bei günstigen Modellen auftreten.
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08.10.2007 20:01
Supper Bericht - paßt zu 100% mit meinen eigenen Erfahrungen. Trotzdem der Preis sehr günstig ist, kann dieses Mainboard recht universell einsetzen. Ideal für Aufrüster, denn man muß das vorhandene nicht gleich zum alten Eisen werfen. Ergo sogar ein "Ökoboard" ? Dabei läßt es einem die etwas größere Bauform verschmerzen.
23.08.2007 01:22
Bei deinen Berichten kann man einfach nicht schlechter als SH werten...
01.07.2007 13:29
jetzt weiß ich, wo ich sparen kann. ;) gruß X