AsRock 939Dual - aufrüsten einfach gemacht
17.11.2007 (20.01.2008)
Pro:
AGP und PCIExpress auf einem Board, Preis/Leistung, Stabilität
Kontra:
wenig Einstellmöglichkeiten im BIOS, 1T Speichertiming nich bei vollem Ausbau möglich
Empfehlenswert:
Ja
Details:
Handbuch/Dokumentation/Hilfe:
Kompatibilität:
Erweiterbarkeit:
Stabilität:
Bios:
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 bibi.hey
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Um damals auf den Sockel 939 für Athlon 64-CPUs in 90nm-Fertigung wechseln zu können, war ein neues Mainboard fällig. Allerdings wollte ich aus Geldgründen nicht gleich noch meine AGP-Grafikkarte aufgeben, weshalb nur ein einziges Board in Frage kam. Das === AsRock 939Dual-VSTA === Hersteller AsRock, eine 100%ige Tochter von ASUStek, hat eine eigene Boardfertigung und stellt auch die Design dafür her. So kam es, dass sie immer wieder durch einzigartige Boards mit AGP- und PCIe-Anschluß auffielen und auch für die neuesten Intel-CPUs DDR-Speicher verfügbar machen, was sich beim Aufrüsten günstig macht und einem die Wahl lässt, später noch zu wechseln, wenn das passende Kleingeld vorhanden ist.
Http://www.asrock.com/ Layout Das 939Dual-VSTA ist genauso aufgebaut wie sein Vorgänger, das 939Dual-SATAII. Einziger Unterschied zwischen beiden ist der Soundchip, der die von Vista neu eingeführte Schnittstelle unterstützt, welche auf den Namen OpenAL hört.
Trotzdem ein kleiner Überblick: Links oben befindet sich der ATX20pin-Anschluß für das Netzteil. Schräg darunter der Sockel 939 für Athlon64, Athlon 64 X2 und Sempron. Direkt darunter die Brücken für die Add-In-Karte, mit welcher man für rund 30€ eine Platine mit AM2-Fassung und Steckplätzen für DDR2 nachkaufen kann. So ist gewährleistet, dass man auf diese Platine auch einen 65nm-Athlon bzw. Phenom und DDR2-Speicher installieren kann. Gefolgt von je einem PCIe-16x und 1x-Anschluß, welchen dann noch der AGP8x-Port folgt. Zuletzt noch die 3 normalen mit 33MHz taktenden PCI-Slots. Auf der rechten Seite von unten nach oben finden sich die beiden IDE-Kanäle für je 2 IDE-Geräte, zwei SATA-Anschlüsse, ein SATAII-Anschluß und der Floppy-Port. Darüber noch die vier Speicherbänke für bis zu 4GB DDR-SDRAM.
Im Endeffekt bietet das Board viel Platz für eine lange Grafikkarte wie eine Radeon 1950XTX und auch ausladende Kühler. Leider wird bei einer langen Grafikkarte der nachträgliche Aus-/Einbau von DDR-SDRAM erschwert. 4 von 5 Sternen Chipsatz Der Chipsatz ist der gleiche wie auch beim Vorgänger, dem 939Dual-SATAII. Der Uli M1695.Er bietet folgende Features:- 1000MHz HyperTransport-Link zur Anbindung des Prozessors an den Rest des Systems
- 4 DDR-SDRAM-Bänke, auch im DualChannel-Modus, Geschwindigkeiten 200/266/333/400
- AGP-/PCIe-/PCI-Fix für einfaches Übertakten
- 7.1-Sound, leider nicht HD-fähig
- 1x SATAII per JMicron-Chip, 2x SATAI inkl. RAID 0,1; beide HotPlug-fähig (Wechsel im Betrieb)
- 1x 10/100MBits-LAN
- 4x USB2.0 + 2x USB2.0 zur Gehäusefront
4 von 5 Sternen
Lieferumfang Im Lieferumfang des Gerätes findet sich:- 1 Handbuch, mehrsprachig und hilfreich
- 1 Treiber-CD
- je ein IDE-Kabel und Floppy-Kabel
- ein SATAII-Anschlußkabel sowie ein zugehöriges Stromkabel
- ATX-Blende
3 von 5 Sternen
Preis Ich habe für das Board nichts bezahlt, im Durchschnitt kostet es aber um die 35-40€, sofern es noch außer bei ebay aufzutreiben ist. Schließlich war die Nachfrage zu groß und Uli konnte nicht genügend Chipsätze liefern, sodass der Preis für ein gebrauchtes Board auf ebay zeitweise 100€ überschritt. 5 von 5 Sternen Installation Die Schwierigkeit der Installation hängt hauptsächlich vom verwendeten CPU-Kühler ab. Muss dieser verschraubt werden, ist ein bisschen Handarbeit angesagt. Ansonsten, so wie bei mir, recht einfach: ATX-Blende einclipsen, Mainboard verschrauben, Komponenten einbauen, Strippen ziehen, fertig. 5 von 5 Sternen
erster Start Direkt nach dem Start erkennt das Board den Speicher und die CPU korrekt. Trotzdem mache ich ein BIOS-Update, was wenige Tage vorher erschienen ist. Leider ist dies nicht unter Windows möglich, aber zumindest von einem USB-Stick aus zu tätigen. Nun noch ins BIOS, alle Werte so einstellen wie ich sie möchte und alles läuft prima. Auch die AGP-Grafikkarte wird auf Anhieb erkannt und angesprochen. 5 von 5 Sternen
BIOS Auch bei diesem Bericht werde ich nicht ausführlich auf die BIOS-Funktionen eingehen, da bei jedem BIOS die Möglichkeit besteht, das System kaputt zu machen. Wer also unbedingt etwas umstellen will, wird wahrscheinlich wissen, was er tut und nicht auf eine Einleitung von mir angewiesen sein. Ansonsten verweise ich auf die örtlichen PC-Händler oder Freunde, die auch weiterhelfen können. keine Bewertung
Praxiserfahrungen Zuerst hat mich natürlich interessiert, ob die Leistung der AGP-Grafik wie bei einem nForce3-250 beschnitten wird, da hier statt AGP über PCI mit dem Chipsatz kommuniziert wird. Dabei kann ich Entwarnung geben. So bietet die Grafikkarte die Leistung, die sie auch mit einem reinen AGP-Board liefern würde. Auch der zwischenzeitliche Wechsel von AGP auf PCIe bereitete keine Probleme. Grafikkarte tauschen, Treiber deinstallieren und neuen installieren (zumindest bei Herstellerwechel wie nVidia zu ATI), schon ist alles gut. Das hätte ich so gehofft, aber nicht erwartet. Da ich ein kleines Heimnetzwerk besitze, habe ich auch die Netzwerkverbindung testen dürfen. Mit 100MBit liefert das Board gute 8.5MB/sek, was ein guter Wert ist. Ich habe schon schlechtere Werte beobachten dürfen.
Die Soundqualität des 7.1-Soundchips ist ordentlich, erst recht zu dem Preis. Zwar bietet es keine HD-Effekte, hilft aber mit einer Software beim Einrichten und der richtigen Beschaltung der Ausgänge. Den Soundeingang konnte ich nicht testen, ist für die meisten Anwender aber auch nicht so wichtig. Zur Stabilität lässt sich auch nur Gutes sagen. Ich hatte bisher noch keinen Absturz, welcher auf das Board zurückzuführen war. Hier ist Geiz mal wirklich geil. Leider hört man in Foren immer andere Gerüchte, aber das ist wahrscheinlich der Neid der Menschen, die für ihr Board auch mal 100€ und mehr ausgegeben haben und nicht wirklich mehr dafür bekamen.
Aber dieses Produkt hat natürlich nicht nur Vorteile. Ein Nachteil ist das BIOS, welches auf die nötigsten Einstellungen getrimmt wurde und es für Über- oder Untertakter schlicht zu wenig Einstellmöglichkeiten gibt. Auch ist es schwierig, mit jedem RAM sehr gute Timings bei vollem Speicherausbau (4 Bänke) zu erreichen und stabil zu betreiben. 4 von 5 Sternen Übertakten Übertakten ist hier wie bei jedem Athlon 64. Man senkt den Multiplikator, ändert die Teiler für Speicher und HT und schon geht es rund. Leider ist ohne Volt-Mod keine Erhöhung der Vcore möglich. Den Voltmod führt man mittels Silberleitlack durch. Zu finden ist er auf OCWorkbench.com. Mein Athlon schafft so um die 3GHz, aber noch nicht stabil. Ob es hier am Board oder der CPU liegt, weiß ich aber nicht. Deswegen reichen stabile 2.8GHz aus, was für mich auch mehr Leistung als genug ist. keine Bewertung
Fazit Viele Aufrüstmöglichkeiten für unter 50€ inklusive LAN, 7.1-Sound und SATAII. Was will man mehr? Vielleicht noch passive Kühlung? Kein Problem, es ist kein Lüfter auf dem Chipsatz. Stabilität? Auch glatte 5 Sterne. AGP-Leistung erwartungsgemäß hoch, auch die des PCIe-Anschlusses. Im Endeffekt alles top bis auf die Tatsache mit dem BIOS und dem Speicherausbau, wobei letzteres aber zu verschmerzen ist. Von mir gibt es 4 von 5 Sternen, weshalb es eindeutig EMPFEHLENSWERT ist!
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30.01.2008 16:59
Über so etwas könnte ich gar keinen Bericht schreiben.
25.01.2008 16:53
ien informativer Bericht aus der sicht eines normalen User...wobei die BIOS-daten ja interessant wäen *g*...super beschrieben :-)CC
24.01.2008 17:39
Sehr schöner und informativer Bericht ... LG Andreas