Erfahrungsbericht über

ASRock K7VM2

Gesamtbewertung (6): Gesamtbewertung ASRock K7VM2

 

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Der Nachfolger – K7VM2 R3.0

4  02.03.2004

Pro:
Preis/Leistung, Ausstattung

Kontra:
veralteter Grafikchip, kleiner Mangel beim Layout

Empfehlenswert: Ja  Der Autor besitzt das Produkt

Details:

Handbuch/Dokumentation/Hilfe:

Kompatibilität:

Erweiterbarkeit:

Stabilität:

Bios:

Treiber

mehr


PaulTiede

Über sich: Ich bin ein Experte: ich weiss mehr und mehr über weniger und weniger.

Mitglied seit:21.04.2000

Erfahrungsberichte:65

Vertrauende:10

Dieser Erfahrungsbericht wurde von 47 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

Hält man die Verpackung des Boards in der Hand, so fällt einem gleich auf, dass es nicht die üblichen Board Masse hat. Es handelt sich dabei um ein MicoATX Format, also dafür geeignet in kleinen Gehäusen Platz zu finden.
Nach dem Öffnen, fällt einem der spärliche Lieferumfang sofort ins Auge. Außer dem Board findet man ein einigermaßen ausführliches Handbuch in den Sprachen Englisch, Deutsch, Französisch, Italienisch, Spanisch, Portugiesisch, Chinesisch und Japanisch, eine Anschlussblende, ein Slotblech für den Anschluss des COM-Ports, ein IDE- und Floppykabel sowie die Treiber-/Software-CD in dem Karton wieder.

Mittlerweile stellt ASRock zwei verschiedene Versionen des K7VM2 Mainboards her bzw. zur Verfügung. Es handelt sich dabei um das K7VM2 (erste Version) und das K7VM2 R3.0 (zweite Version). Die Unterschiede beider Versionen habe ich am Ende des Berichts aufgelistet, gleich nach den Technischen Details.

Da mir nur das K7VM2 R3.0 Board zur Verfügung stand, beziehen sich die hier beschriebenen Erfahrungen nur auf diese Version, sie können auf das andere Board zutreffen, müssen es jedoch nicht.

Der Einbau des Boards verlief problemlos. Dank des gut, jedoch nicht perfekt durchdachten Boardlayouts, lassen sich alle Kabel (Floppy, IDE, COM-Port, usw.) anschließen, selbst dem Einsatz von Erweiterungskarten mit Überlänge steht nichts im Wege.
Achten sollte man darauf, dass man den FSB richtig einstellt bevor man das Board einbaut, da man dazu ein Jumper setzten muss. Hier bieten andere Hersteller die Möglichkeit dies im Bios zu tun.
Den einzigen Hacken stellt ein Kondensator, der sich sehr nahe am Prozessorsockel befindet dar. Dieser ist zwar außerhalb des von AMD spezifizierten Freiraumes, der sich um den Sockel befindet, sitzt jedoch praktisch an dessen Grenze und dann auch noch auf der Seite, auf der sich der Hebel befindet. So dass das Umlegen des Hebels ohne ein geeignetes Hilfsmittel (bei mir war das ein Schraubenzieher) so gut wie unmöglich ist. Ein weiteres Problem können Prozessorlüfter mit Überbreite darstellen, selbst bei dem von AMD mitgelieferten Lüfter (die Boxed-Version des Prozessors) muss man aufpassen, damit der Kondensator nicht beschädigt wird.
Hat man dieses Meisterstück jedoch bewältigt (CPU mit Lüfter moniert), so verläuft der weitere Einbau, wie ein Stück weiter oben beschrieben, ohne jegliche Störungen.

Hier ein Link zu dem Bild des Boards: http://www.asrock.com/product/images/K7VM2-R30-F-S.jpg

Sollte man während des Einbaus / Konfiguration des Boards nicht weiter kommen, so findet man in dem mitgelieferten Handbuch nützliche Tipps. Hier wird u. a. erklärt, wie die CPU moniert, Erweiterungskarten eingesetzt oder die einzelnen Kabel (IDE, Floppy, usw.) angeschlossen werden. Somit dürfte auch ein Laie mit dem Einbau des Boards zurechtkommen.

An den Bios-Einstellungen wurde nicht gespart. Leider sind diese, spärlich erläutert.
Das gedruckte Handbuch schweigt sich in dieser Hinsicht auch komplett, so dass nur Personen mit genügend Vorwissen weiterkommen. Lediglich die CD-Version des Handbuches geht ein bisschen auf die Einstellungen ein. Dies ist aber bei anderen Boards und Anbietern nicht anders.

Die mitgelieferte Software beschränkt sich auf die Treiber, eine ausführliche Version des Handbuchs (nur englisch), den Acrobat Reader 5, DirectX 8.1 und einer 30 Tage Testversion des Virenscanners PC-cillin 2002. Diese CD wird wohl bei ASRock bei allen Boards mit dem VIA-Chipsatz mitgeliefert und ggf. nur in der Version der Software variieren.
Wer jedoch neuere Treiber haben möchte, der sollte gleich auf der ASRock Internetseite oder gleich bei VIA vorbeischauen.
Neben der Software findet man ein Video auf der CD wieder, welches den Einbau des Boards zeigt, leider nur auf Englisch.

Neben den Anschlussmöglichkeiten (siehe Ausstattung / Technische Details) bietet das Board die „Hybrid Booster“-Funktionalität, welche ein sicheres Übertakten ermöglicht. Dieses wird teilweise durch Jumper auf dem Board und Teilweise durch das Bios ermöglicht. Wer mehr zur Jumperbelegung erfahren möchte, muss die CD-Version des Handbuches laden, dies könnte jedoch zu Problemen führen, wenn man keinen zweiten PC hat.
Sollte die CPU bei den Übertaktungsversuchen, oder auch ohne, zu heiß werden, so greift die „Universal CPU Overheating Protection“ (kurz: U-COP) und schaltet den Rechner unverzüglich aus. Dies ist auch beim Ausfall des CPU-Lüfters sehr hilfreich.

Dadurch, dass das Board nur zwei PCI Steckplätze hat, sind die Erweiterungsmöglichkeiten stark begrenzt. Allerdings bietet es von sich aus auch genug Features. Dazu gehören Sound- und Netzwerkfunktionalität, die Möglichkeit USB 2.0 Geräte anzuschließen und einen integrierten Grafikchip. Wem jedoch die Technik von vorgestern der ProSavage8 3D Grafiklösung zu wenig ist, der kann diese wie auch alle anderen Features im Bios ausschalten, und eine Grafikkarte in den vorhandenen AGP-Steckplatz einsetzen.
Zwar suggeriert der Grafikchip 3D-Funktionalität, diese ist jedoch so schlecht, dass man moderne 3D Spiele damit nicht spielen kann. Die Grafiklösung verfügt außerdem über keinen eigenen Speicher, sondern greift auf den Arbeitsspeicher zu.

Das Board läuft ebenso stabil unter Windows XP wie unter Linux. Die von mir getestete Linux-Version war die deutsche Mandrake Linux 9.2 Version. Die eingesetzte Handware (Board und dessen Features) wurden von beiden Betriebssystemen ohne weiteres erkannt und eingesetzt. Abstürze gab es bis heute (Zeitpunkt des Postens bei Ciao) auch keine.


Ausstattung / Technische Details

Prozessor:
- AMD Athlon XP, Athlon, Duron
- Sockel A
- FSB 200 / 266 MHz

Chipsatz:
- KM266

Arbeitsspeicher:
- 2 DDR DIMM-Steckplätze für DDR200 / DDR266
- Max. 2 GB Speicher installierbar

Erweiterungssteckplätze:
- 1x ARM-Steckplatz für eine Audio/Modem-Riserkarte
- 1x AGP für AGP 2.0 (max. AGP 4x)
- 2x PCI-Steckplatz für PCI 2.2

VGA:
- Integrated ProSavage8 3D Graphic
- Memory Max. 32MB

Onboard IDE-Kanäle:
- 2x ATA 133 / Ultra DMA Mode 6

Stromversorgung:
- ATX-Netzteilanschluss
- Entspricht ACPI 1.0b und APM 1.2-Anforderungen, durch Tastatur an- bzw. ausschaltbar

Audio:
- Kompatibel mit AC’97 2.2-Spezifikation
- 2-Kanal Audio

LAN (optional):
- Integriertes 10BaseT/100BaseTX Ethernet LAN

Onboard Anschlüsse:
- 2x PS/2 für Tastatur und Maus (auf der Rückseite)
- 1x seriell (über ein mitgeliefertes Slotblech)
- 1x parallel (auf der Rückseite)
- Audiosteckplätze für Mikrofon, Line-In und Line-out (auf der Rückseite)
- Game-Port
- 1x LAN (auf der Rückseite)
- 4x USB 2.0 (auf der Rückseite)
- 2x USB 2.0 (intern, Anschlusskabel notwendig)
- 2x CD-in (intern)
- 1x IrDA (intern, Anschlusskabel notwendig)
- Front Panel Audio (intern, für Mikrofon, Line-in und Line-out)
- Stromversorgung für CPU- und Gehäuselüfter

Hardware Überwachung:
- Integrierte Hardwareüberwachung für CPU & Systemperaturen, Lüftergeschwindigkeiten und Spannungen

Bios:
- 2Mb AMI BIOS mit ACPI, SM BIOS 2.3.1, PnP

Boradgröße und –form:
- 244 mm x 191 mm
- MicroATX


Unterschiede zu Vorgängerversion

- Die beiden SDRAM Steckplätze (PC133/100) fehlen
- Nur noch zwei statt der vorher drei PCI Steckplätze
- die „Hybrid Booster“-Funktionalität (Übertaktungsmöglichkeit) als neues Feature
- die restliche Ausstattung ist gleich


Fazit

Für alle, die ein Allround-Mainboard suchen ist dieses neben dem Nachfolgemodell, das K7VM4, eine Überlegung wert.
Das Board bietet alles um einen recht günstigen PC, sei es zum Arbeiten, Surfen oder ähnlichem, zu bauen. Dank des einfachen Einbaus / Konfiguration, von der CPU mal abgesehen, und des stabilen Betriebs ist es wohl dafür empfehlenswert. Lediglich beim Aufrüsten von Rechnern mit SD-Ram sollte man entweder zu dem Vorgänger oder einem anderen Board mit SD-Ram Unterstützung greifen, möchte man diesen weiterverwenden.

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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
Peter_Schillinger

Peter_Schillinger

17.08.2004 23:53

Ich besitze das Board selbst und wollte auch einen Bericht darüber schreiben, aber du hast ja keine Fragen offen gelassen ^^ Definitiv Sehr hilfreich

TDuke2706

TDuke2706

05.03.2004 00:22

Sehr ausführlich! Da bleiben keine Fragen offen.

moeran999

moeran999

02.03.2004 15:47

Onboard-Grafikkarten kann man knicken, find ich ... ich hab n fertig-PC und bin einigermaßen zufrieden damit. Der hat so seine Macken bei Spielen, aber dennoch ist er ganz ok ;) -- schöner Bericht. LG Bobby

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"besonders hilfreich" von (2%):
  1. TDuke2706

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