Erfahrungsbericht über

ASRock P4I945GC

Gesamtbewertung (1): Gesamtbewertung ASRock P4I945GC

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Die Herzoperation eines alten Computers ist gelungen

5  15.07.2010

Pro:
Sehr gut Ausgestattet und viele Anschlussmöglichkeiten, läuft stabil, gute Treiber

Kontra:
Manche Bauteile können von alten Rechnern nicht wiederverwendet werden (VGA, RAM)

Empfehlenswert: Ja  Der Autor besitzt das Produkt

Details:

Handbuch/Dokumentation/Hilfe:

Kompatibilität:

Erweiterbarkeit:

Stabilität:

Bios:

Treiber

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urbiator

Über sich: Zur Zeit komme ich einfach nicht zu CIS, versuche aber so gut wie möglich gegenzulesen. Also bitte n...

Mitglied seit:04.08.2000

Erfahrungsberichte:55

Vertrauende:60

Dieser Erfahrungsbericht wurde von 200 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

In meiner Arbeit kommt es immer wieder vor, dass bei Mitarbeitern die Rechner/PCs kaputt gehen, gerade eine Serie mit ASUS-Mainboards scheint da besonders
betroffen zu sein, denn als ob diese einen Zeitstempel hätten, fallen diese seit ca. einem Jahr in regelmäßigen Abständen aus. Die Rechner sind noch Pentium 4
(Sockel 478) und es handelt sich hauptsächlich um Rechner für Schreibkräfte, welche mit einer Geschwindigkeit von 2,66 bis 3 GHz eigentlich zum Arbeiten
noch ausreichend sind, deswegen wird hier eine Reparatur bevorzugt.
Da es mittlerweile schon ganz schwierig ist noch Boards für einen Sockel 478 zu bekommen, gibt es nicht viel Auswahl und unser Hardware-Händler in der Nähe
konnte uns nur noch dieses Modell von ASROCK anbieten.

Kurze Erklärung um was es hier geht (für nicht technisch versierte Leser):

Ein Mainboard oder auch Motherboard ist im Prinzip das Herzstück eines jeden Rechners. Hier werden der Arbeitsspeicher (RAM), der Prozessor (CPU) direkt
aufgesteckt, es steuert die Kommunikation mit den Laufwerken (Festplatte, CD-ROM/DVD) zudem sind Anschlüsse für Tastatur, Maus und USB integriert.
Zur Erweiterung findet man Steckplätze, wo z.B. Grafikkarten, zusätzlich Controller oder Soundkarten aufgesteckt werden.
Also ganz einfach gesagt, ohne so ein Platine funktioniert kein Rechner/PC.


Technische Daten:


Bezeichnung: ASROCK P4I945GC
Sockel: 478
Bauform: Micro ATX
Unterstützte CPU´s: Intel® Pentium® 4 / Celeron® D (Prescott, Northwood)
Chipsatz: Intel® 945GC + ICH7 Chipsets
FSB: 800/533/400 MHz
Unterstützter RAM: DDR2 667/533/400 Dual Channel (2 Steckplätze, max. 4GB)
Grafikkarte: Intel® Graphics Media Accelerator 950 (DirectX 9.0 max. 224MB shared memory)
Steckplätze: 1 x PCI Express x16, 2x PCI
LAN: 1x Gigabit (Realtek RTL8111DL)
Audio: 7.1 CH HD Audio (Realtek ALC888 Audio Codec)
Anchlüsse: 4 x SATAII 3.0 Gb/s, 1x ATA 100, 1x ATA 133, 1x FDDIDE connectors
USB: 4x USB 2.0
E/A-Anschlüsse: 1x PS/2 Maus, 1x PS/2 Keyboard, 1x Seriell, 1x Parallel
Betriebssysteme: Windows® 2000, XP, Vista, 7
Garantie: 24 Monate
Webseite: http://www.asrock.com/index.de.asp (deutsch)


Zubehör:


- Mainboard P4I945GC
- Handbuch (mehrsprachig)
- Treiber DVD
- SATA-Kabel
- IDE-Flachbandkabel
- I/O-Schield


Preis:


Für einen Preis von ca. 60€ haben wir bereits mehrere dieser Mainboards bezogen, im Internet kann man es sogar noch ein paar Euro günstiger bekommen, dafür
muss man hier aber noch Versandkosten zahlen.
Ein vergleichbares Mainboard mit Sockel

Bilder von ASRock P4I945GC
  • ASRock P4I945GC asrock1 - ASRock P4I945GC
  • ASRock P4I945GC asrock2 - ASRock P4I945GC
  • ASRock P4I945GC asrock3 - ASRock P4I945GC
  • ASRock P4I945GC asrock4 - ASRock P4I945GC
ASRock P4I945GC asrock1 - ASRock P4I945GC
ASRock P4I945GC
775 (Nachfolger Modell) ist zwar bis zu 20€ günstiger, aber nachdem Asrock wohl die einzige Firma ist, die noch diese
Modellreihe baut, kann man wohl etwas mehr Geld dafür verlangen und eine Nachfrage ist anscheinend noch da.


Ausstattung:


Die Ausstattung des Mainboards mit den Anschlüssen ist sehr großzügig und es gibt wirklich nur noch bei sehr wenigen Boards, bei denen so viele
Anschlussmöglichkeiten vorhanden sind.
Beim Asrock sind so noch Parallel- und Serialport vorhanden oder auch 2x IDE, Floppy, das Highlight ist hier natürlich dann die 7.1 Kanal HD-Soundkarte
und eine Gigabit-Netzwerkkarte, welches man bei älteren Mainboards sonst noch nicht findet.
Eine Grafikkarte on Board ist auch vorhanden, hat aber keinen eigenen Speicher, somit wird dieser dann von dem eingebauten RAM abgezogen,
da diese nicht besonders Leistungsstark ist, kann man sie als nicht spieletauglich bezeichnen.


Keine Angst vorm Einbau:


Wer einige Sachen beachtet braucht keine Angst zu haben, selbst mal ein Mainboard einzubauen, es ist ein bisschen wie ein Lego-Baukasten!

Noch im ausgebauten Zustand lässt sich Arbeitsspeicher, Prozessor und Prozessor-Kühler oft leichter aufstecken als wie im eingebauten Zustand.
Beachten sollte man, dass man eine feste und ebene Unterlage hat (evtl. die PE-Folie unter dem Board liegen lassen), nichts mit Gewalt macht und evtl.
elektrische Aufladungen nicht an das Board weitergibt.
Aufsetzen der CPU und des Kühlers:

Als erstes öffnet man den Bügel vom CPU-Sockel, den Prozessor/CPU kann man im Prinzip nicht falsch aufsetzen, denn es gibt eine Ecke auf der
Unterseite wo zwei Pins fehlen, somit kann man diesen dann auch nur so auf den Sockel aufstecken. Ist die CPU aufgesteckt, kann man den Bügel
wieder schließen.
Verwenden kann man die bei den technischen Daten aufgeführten Prozessoren die für den Sockel 478 gedacht sind, bei diesem System was ich
fotografiert habe, war es ein Pentium®4 mit 2,8 GHz.

Da so ein Prozessor ziemlich warm wird, benötigt er einen Kühler, da sonst ganz schnell einen Hitzetod der CPU eintreten würde. Um eine bessere Kühlleistung
zu erzielen, sollte man etwas Wärmeleitpaste auf die CPU geben oder oft haben neue Kühler bereits eine Wärmeleitfolie. Der Verschluss ist bei den verschiedenen
Kühlern unterschiedlich, man sollte jedoch darauf achten, dass der Kühler gut aufliegt und fest sitzt.
Jetzt nur noch den 3-PIN-Anschluss für die Stromversorgung auf den passenden Stecker in der Nähe des Sockels auswählen und aufstecken.
Arbeitsspeicher/RAM:

Es gibt auf dem P4I945GC zwei gelbe Sockel für den Arbeitsspeicher, welche in der Mitte eine Nase hat, somit lässt sich der Riegel des Arbeitsspeichers nur in
eine Richtung einstecken. Vor dem Einstecken, sollte man die Halterungen an der Seite öffnen und muss oft etwas fester drücken, damit der Speicherriegel richtig
einrastet, hierbei werden die Halterungen an der Seite automatisch geschlossen.
Als Speicher kann man nur einen DDR2-RAM ab 400MHz(PC2-3200) und
schneller verwenden, da aber unsere alten Systeme noch mit einem älteren RAM ausgestattet waren (PC-333/400), konnte ich diesen Speicher leider nicht weiter
verwenden. Maximal können 4 GB aufgesteckt werden, also 2 x 2 GB RAM-Riegel.


Einbau und Anschließen des Asrock P4I945GC:

Vorbereitung:

Zu erst sollte man falls vorhanden das alte I/O-Shield (Blech mit den Ausschnitten für die Anschlüsse) entfernen und das Mitgelieferte eindrücken (Vorsicht, die Kanten
sind oft recht scharf!).
Jetzt noch die Sockelhalterungen (meist aus Messing), so platzieren/einschrauben, dass diese mit den Löchern des Mainboards übereinstimmt (eine Halterung
die falsch unter dem Board angebracht wurde, kann einen Kurzschluss und somit zum defekt der Platine führen).

Einbau:

Am besten nimmt man das Board an den beiden Seiten oder ich halte es öfter auch an dem CPU-Kühler und schiebe es dann leicht schräg mit den Anschlüssen
in das I/O-Schield, erst dann lasse ich es ab auf die Halterungen, somit vermeide ich, dass ich Leiterbahnen auf der Unterseite der Platine beschädige.
Jetzt das Mainboard noch mit 6 Schrauben befestigen, bis dieses fest sitzt.

Anschluss des ATX-Netzteils:

Für die Stromversorgung des Computers muss man zwei Stecker auf die Platine aufstecken, einen 4-poligen 12V Anschluss und 24-poligen PowerConnector,
hier kann man eigentlich nichts falsch machen. Wer noch ein älteres Netzteil mit nur einem 20-poligen Stecker hat, kann dieses auch noch verwenden, von welcher
Seite es aufgesteckt werden muss, sieht man gleich, denn 4 Pins sind bei der Lieferung erst einmal mit einem Aufkleber abgeklebt.

Aufstecken der Funktionsstecker:

Damit man den Rechner einschalten kann oder auch sieht, dass dieser läuft (meist eine Grüne LED) oder die Festplatte arbeitet (rote LED), gibt es viele
bunte Kabel und kleine Stecker, die wir auf dem Mainboard anschliessen müssen, das sieht oft schwierig aus, ist aber nur halb so schlimm. Als erstes sucht die
orangene Steckerleiste am unteren Ende des Mainboards, dort steht zwar auch beschriftet, wie man die Stecker aufsteckt, aber besser sichtbar ist es im Handbuch
(System Panel-Header S. 26). Hier werden die Stecker so wie beschrieben aufgesteckt (oft etwas kniffelig, weil meist sehr wenig Platz). Sollte wirklich mal ein
Stecker verkehrt aufgesteckt sein, so ist das kein Beinbruch und es kann normal nichts passieren, nur dass man evtl. kein LED auf der Vorderseite leuchtet.

Wer einen Gehäuselautsprecher, auf der Vorderseite USB- oder Audio-Anschlüsse hat, kann diese genau wie die Funktionsstecker auf den Steckerleisten anschließen.
Wie und wo, ist auf dem Board oder in dem Handbuch beschrieben.

Anschluss der Laufwerke:

Das Asrock ist wirklich vielseitig, es ist so ziemlich alles vorhanden, so kann man noch ein Floppy und alte IDE-Geräte (Festplatten, CD/DVD) anschließen,
aber bereits auch neuere SATA-Geräte.
Bei SATA ist es ganz einfach und es gibt nicht viel falsch zu machen, bei den IDE-Geräten sollte man nur darauf achten, dass Pin1 des Boards auch mit
Pin1 des Laufwerkes verbunden ist (bei dem Flachbandkabel die rote Markierung), wobei die meisten Kabel mittlerweile schon nicht mehr falsch aufgesteckt werden können.


Inbetriebnahme:


Um zu sehen ob alles soweit funktioniert, empfiehlt es sich, den Gehäusedeckel erst mal nicht zu schließen ;-)

Nachdem man die Tastatur, Maus, VGA-Kabel und den Strom verbunden hat, kann man den Rechner anschalten, sollte jetzt ein Bild auf dem Bildschirm kommen,
hat man eigentlich schon fast gewonnen, ansonsten muss man sich auf die Suche nach dem Fehler machen.

Alle angeschlossenen Laufwerke werden normal automatisch gefunden, jedoch muss man zur Installation oft ein anderes Bootlaufwerk angeben, das kann
man bei Start mit F2 in dem man die Bootreihenfolge im Bios ändert oder in dem man F11 drückt und manuell für diesen Start das DVD-Laufwerk auswählt.
Jetzt kann man das Betriebssystem installieren oder evtl. eine Reparaturinstallation machen, da sich die Hardware geändert hat und die vorhanden Treiber
sich geändert haben.


Installation der Treiber:


Nach der Installation z.B. von XP funktionieren noch nicht alle Geräte wie z.B. Audio, LAN(Netzwerk) usw., hierzu legt man die mitgelieferte DVD ein, oder man lädt
sich die aktuellsten Treiber von der Interseite.
Nach dem Einlegen der DVD startet diese normal automatisch und es kommt ein Fenster, bei dem man einfach auf "Install All Drivers" klickt, dann werden alle
Treiber installiert (es wird danach einmal automatisch neu gestartet).

Die Treiber werden unter Windows XP ordentlich installiert und es kam bei der Installation noch zu keinem Problem. Insgesamt laufen die Treiber von der
DVD sehr ordentlich und haben bisher noch keine Fehler, weder bei einer Neuinstallation noch bei einer Reperaturinstallation verursacht, so wie ich
es manchmal von anderen Mainboards her kenne (auch Asrock).


Sonstiges:


Das Handbuch ist gut verständlich und beschreibt auf 10 Seiten, wie man die Jumper bzw. Anschlüsse setzten muss. Wer Informationen über das Bios
wissen will, muss sich mit dem Handbuch auf der DVD oder mit der Homepage von Asrock begnügen (beides gibt es aber nur in englisch).

Eine Erweiterbarkeit ist auf Grund der MicroATX-Bauform etwas eingeschränkt und hat somit neben dem PCIExpress-Steckplatz nur noch zwei weitere PCI-
Steckplätze vorhanden, was aber im Zeitalter von USB kein Problem mehr darstellen sollte.

Wenn man im Bios bei Chipset Configuration bei dem Unterpunkt "Internal Graphics Mode Select" die Einstellung auf "AUTO" lässt, wird beim Einstecken
einer PCIExpress-Grafikkarte, die on Board-Grafikkarte automatisch deaktiviert.

Auf der mitgelieferten DVD sind Treiber für Windows 2000, XP, Vista und Windows 7 mitgeliefert, unter Windows Vista musste ich leider feststellen, dass das
Utility nur mit der Fehlermeldung "This utility is not fpr this platform" startete und brach dann ab, die Treiber sind aber vorhanden und ließen sich manuell installieren.

Nachdem die meisten älteren Rechner noch AGP-Grafikkarten und DDR-RAM haben, können diese leider nicht mehr in dem Asrock P4I945GC verwendet
werden. So muss man einen DDR2-RAM kaufen was eine zusätzliche Ausgabe verursacht. Auch bei der Verwendung der Grafikkarte gibt es nur zwei Möglichkeiten,
entweder man verwendet die eingebaute Grafikkarte, welche für Office ausreichend ist, aber auch nicht für mehr oder man kauft eine PCIExpress-Grafikkarte.

Natürlich wurde auch das Asrock in verschiedenen Bios-Versionen ausgeliefert und so kann es bei älteren Versionen noch zu Problemen mit ATI 5er-Serie
Grafikkarten kommen, welche aber mit einem Update (von Asrock Internetseite) behoben werden kann.

Die Internetseite ist übersichtlich und hier können Informationen, Handbücher und Treiber heruntergeladen werden.

Den Support musste ich während der Garantiezeit noch nicht in Anspruch nehmen, entweder es lief und ging in der Garantiezeit nicht kaputt oder hatte gleich von
Anfang an Fehler und wurde direkt an den Lieferanten zurück gegeben.


Mein Fazit:


Das Asrock P4I945GC ist sehr gut Ausgestattet und eine der wenigen Sockel 478-Mainboards die noch auf dem Markt erhältlich sind. Es lässt sich leicht
installieren und die mitgelieferten Treiber funktionieren unter Windows XP und Vista sehr gut bzw. es läuft insgesamt sehr stabil.
Da es sich um eine ältere Generation der unterstützten Prozessoren handelt, kommt es hauptsächlich für den Austausch defekter Mainboards zum tragen,
somit würde ich für eine eventuelle Aufrüstung dann eher eine neuere Generation empfehlen.
Bisher hatten wir mit dem P4I945GC noch keine Probleme, es macht bisher einen sehr guten Eindruck, der Preis ist angemessen und daher würde ich
auf jeden Fall eine Empfehlung aussprechen. Einen halben Stern würde ich persönlich auf Grund der zusätzlichen Kosten für RAM und Grafikkarte abziehen,
da dieses aber nicht geht und der positive Teil überwiegt, gibt es dann doch die 5 Sterne.


+++++ Vielen Dank fürs Lesen und Bewerten +++++


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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
RIESENFUSS

RIESENFUSS

03.11.2011 11:11

Aufgrund des Alters und weil mein bh ihn nicht auf bh insgesat schubsen könnte ein sh mit 10 Sternchen. Danke für die Osterinselwäsche. Ciao Thorsten

testblogger

testblogger

14.04.2011 20:56

Lange in der Warteschlnage...jetzt endlich das BH...LG

Rollersfan

Rollersfan

29.03.2011 21:12

BH und LG :o)

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