Kleiner Helfer für WLAN-Probleme!
09.02.2007
Pro:
klein, leicht, mobil einsetzbar, keine Probleme
Kontra:
Konfiguration ist für Anfänger ungeeignet
Empfehlenswert:
Ja
Details:
Ausstattung
Benutzerfreundlichkeit
Zuverlässigkeit
Handbuch/Dokumentation/Hilfe:
mehr
 nitlem
Über sich:
Mitglied seit:02.04.2006
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Vertrauende:85
Dieser Erfahrungsbericht wurde von 161 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
WLAN-Router gehörten in vielen Haushalten schon zu Standardausstattung. Sind die Distanzen in der Wohnung aber etwas größer und die Wände sehr dick, kommt häufig nur noch ein sehr schwaches Signal an. Abhilfe schaft hier ein Access Point. Er leitet das Signal des Routers sozusagen weiter. Teilweise werden die Geräte deshalb auch als Repeater bezeichnet. Da wir hier schon zwei Router stehen haben und damit auch zwei parallele Netzwerke aktiv sind, liegen schon zuviele Kabel, als dass man noch weitere verlegen könnte. Außerdem sind die Router voll belegt. Deshalb musste ich auf eine WLAN Lösung zurückgreifen. Leider war aber das Signal im am weitesten entfernten Raum vom Router fast nicht mehr zu finden. Deshalb habe ich schließlich zu diesem Produkt gegriffen. Gliederung ###########
(1) ASUS WL-300G Access Point (2) Netzwerksicherheit (3) Konfiguration des Access Points (4) Ethernet-Brigde (5) Fazit
(1) ASUS WL-300G Access Point ###########################
Der Access Point ist ein kleines sehr leichtes (50 Gramm) Gerät. Geliefert wird er in einer kleinen Pappschachter. In ihr befindet sich neben dem Gerät selbst ein sehr kurzes LAN, ein Handbuch (nur in Englisch), die CD-ROM mit der Software, über die man den Access-Point einrichten kann und ein Netzteil um die Stromversorgung sicherzustellen. Angenehmer Weise hat Asus mitgedacht und für den portablen Betrieb ein USB-Kabel für die Stromversorgung beigelegt. Das verkürzt die Akku-Laufzeit zwar spürbar, aber kann trotzdem hilfreich sein. Das portable Konzept wird nocheinmal unterstrichen durch die beigelegte Ledertasche, in der man sämtliches Zubehör bequem verstauen kann.
Der Access Point bietet die Möglichkeit ein ganz normales LAN-Kabel anzuschließen. Wer untersützt den 802.11g und den 802.11b Standard und übertragt Daten mit einer maximalen Geschwindikeit von 54 Mbit. Die Reichweite in Räumen wird mit 40m angebegeben. Asus gewährt zwei Jahre Garantie. Allerdings ist mir bisher keiner meiner Router kaputt gegangen, weshalb ich die Garantie wohl nie in Anspruch nehmen werden muss (hoffentlich). Nicht zu vergessen und ganz wichtig ist natürlich auch die Verschlüsselung, aber wird WEP und WPA-PSK unterstützt. Als am Sichersten gilt die WPA-PSK-Methode, dabei vergibt der Administrator vier sogenannte Presharedkeys. (2) Netzwerksicherheit #####################
Die Verschlüsselung in drahtlosen Netzwerken ist sehr wichtig, weil sonst jede Person in das Netz eindringen kann um es zum Beispiel missbräuchlich zu nutzen. Meine Tante nutzt zum Beispiel einen WLAN-Router, besitzt aber nur eine Pentium III Gurke mit 500 MHz und 128 MB Arbeitsspeicher. Der Rechner war leider nicht in der Lage mit der Verschlüsselung zu arbeiten und da meine Verwandtschaft sich weigerte einen neuen Computer zu kaufen, durfte ich mir natürlich was einfallen lassen. Dabei hab ich zunächst die SSID versteckt, d.h. der Router sendet den Namen nicht mehr. Mit geeigneter Soft- und Hardware sollte es aber kein Problem sein fündig zu werden. Da die Verschlüsselung nicht funktionierte, hab ich einen MAC-Adressenfilter eingerichtet. Das funktioniert, durch einen einzigartigen Code, den jedes Netzwerkgerät besitzt. Diesen hab ich in der Software des Routers eingegeben. Auf diese Weise ist das Netzwerk zwar unverschlüsselt, aber es kommt nur der Rechner meiner Tante rein. Die Adresse lässt sich zwar emulieren, aber erstens ist hier Frage, wer macht sich schon die Mühe. Außerdem hat das Stromsparen meiner Tante den Vorteil, dass sie den Router immer aus macht, wenn der Rechner ausgeschaltet wird. Das bedeutet, dass der Router sowieso nur maximal 2-3 Stunden am Tag aktiv ist. Insgesamt würde ich ein auf diese Art und Weise abgesichertes Netzwerk auch als sicher bezeichnen. Am besten ist aber die Verschlüsselung mit WPA, hier werden Kennwörter festgelegt, die dann entsprechend verschlüsselt werden. Die WEP-Methode wurde leider geknackt und das Netzwerk könnte so schnell in die Hand des Hackers fallen. Aber wie schon bemerkt, die meisten "Hacker" sind nur Kinder, die kostenlos das Netz der Nachbarn nutzen wollen, funktioniert das automatische Verbinden also nicht, weil eine Verschlüsselung aktiv ist, war es das in der Regel auch mit dem Versuch des Eindringens.
(3) Konfiguration des Access Points #############################
Die auf der CD beigelegte Software kann man entweder von dieser starten oder sie auch fest auf dem Rechner installieren. Ich würde immer Ersteres bevorzugen. Je weniger Anwendungen das System belasten, desto besser ist in der Regel die Performance. Da ich nicht so oft in der Konfiguration rumspiele, stellt es auch kein Problem für mich dar, die CD einfach einzulegen. Diese Entscheidung muss aber schlussendlich jeder für sich treffen.
In der Software kann man nun bequem den Netzwerknamen festlegen, die IP-Adresse einstellen und natürlich, was besonders wichtig ist, die Verschlüsselung aktivieren. Außerdem kann man noch die Firmware, d.h. das Betriebssystem des Access Points updaten. Natürlich wird auch die Möglichkeit eines MAC-Adressen-Filters geboten. Diese Einstellungen kann man sowohl über die Software, als auch über die IP-Adresse im Browser vornehmen. (4) Ethernet-Brigde #################
Die bisher beschriebene Funktion hätte mir eventuell dabei geholfen, meinen Laptop ohne WLAN in ein WLAN-Netzwerk zu integrieren. Mein Problem mit der schlechten Reichweite hätte ich aber auf diese Weise nicht gelöst. Für mich spiel die Bridge-Funktion eine viel wichtiger Rolle. Über sie kann man den Access-Point einfach an einen Router anschließen und mach somit einen Router ohne WLAN zu einem mit WLAN. In diesem Modus muss man zwar die Software verwenden, die wichtigen Einstellungen sind aber schnell vorgenommen. Auch hier ist es wieder besonders wichtig die Verschlüsselung zu aktivieren, weil sonst jeder Computer eine Verbindung aufbauen könnte. Es bieten sich jetzt zwei Optionen der Verwendungen. Einmal als Repeater, indem man das Gerät etwas entfernt vom WLAN-Router aufstellt und es mit dem Netzwerk verbindet. Auf diese Weise kann man die Signalqualität und vor allem die Reichweite gut verbessern.
Da wir hier aber sowieso zwei Router installiert haben, von denen einer ohne WLAN arbeitet, bot es sich an, den Access Point direkt mit dem normalen Router zu verbinden. Auf diese Weise wurde er auch zum WLAN-Router. Zwar loggt sich der Laptop so wahlweise in unterschiedliche Netzwerke ein. Allerdings habe ich zusätzlich noch eine 100 Mbit Verbindung über Kabel zwischen den beiden Routern und zusätzlich die wichtigsten Computer auch mit Kabel an beide Router angebunden. Anhand der Grafik sieht man, dass ich die Laptops aus Zimmer 4 jetzt in Zimmer 1 nutzen kann. (5) Fazit ##########
Einige werden jetzt wegen des Kabelgewirrs nur den Kopf schütteln. Die kann ich aber beruhigen, es ist noch genug Platz, um parallel zwei DVB-S Kabel zu verlegen. Insgesamt verlaufen zu Zimmer vier 5 dicke Kabel. Man hätte hier auch den Router ohne WLAN durch einen mit WLAN ersetzen können, allerdings ist der Access Point vielseitiger einsetzbar, so kann ich ihn mitnehmen und mir ein schlechtes WLAN-Signal aufbessern. Der WL-330g ist leider nicht mehr aktuell. Asus bietet überarbeitete Geräte an, die aber bei weitem nicht die gute Portabilität haben. Außerdem sind die Preis leider auch entsprechend hoch. Das Gerät hat mich damals knappe 50 Euro gekostet.
Für fünf Sterne hätte ASUS die Konfiguration aber einfacher machen müssen und ein deutsches Handbuch beilegen müssen.
Bilder von ASUS WL-330g Pocket Wireless Access Point
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08.07.2007 01:43
Schöner Bericht =)
28.02.2007 01:19
Habe ich das richtig verstanden, daß bei WPA-PSK eine Verschlüsselung über 4 Schlüssel, den Presharedkeys erfolgt? Ich habe bei der Konfiguration meines WLAN-Routers bislang vergeblich nach der MAC-Adressen-Positivliste gesucht, die einen Hauch mehr Sicherheit bieten könnte. Ist es korrekt, das bei WPA-PSK das Betriebsystem XP mit SP2 Grundvoraussetzung ist? Viele Grüsse Jörg
14.02.2007 22:37
damit´s auch überall richtig funkts bei Euch! LG CiaoFonzie