ASUS P5A-B

ASUS P5A-B

Motherboard - Baby-AT - Baby-AT - ALi ALADDiN V - Sockel 7 - kompatibel mit: K5, WinChip 2, K6-III, Cyrix MII, K6-2, Pentium MMX, 6X86MX, K6 MMX, Pentium mehr

Gesamtbewertung ASUS P5A-B 25 Erfahrungsberichte lesen | Erfahrungsbericht schreiben | Frage stellen | Produkt zur Liste hinzufügen

Die Hauptplatine ist der wesentlichste Bauteil jedes PCs. Deswegen ist es sehr wichtig so eine Hauptplatine auszuwählen, die in der Zukunft Ihre wachsenden Ansprüche unterstützen...
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1-6 von 24 Erfahrungsberichten    
> Alle 24 ASUS P5A-B Erfahrungsberichte anzeigen
Baby-Asus mit Wunderlampe ?
Erfahrungsbericht von schorschl über ASUS P5A-B
19.04.2002


Produktbewertung des Autors:   

Handbuch/Dokumentation/Hilfe: gut 
Kompatibilität: mittelmäßig 
Erweiterbarkeit: ausreichend 
Stabilität: gut 
Bios: ausreichend konfigurierbar 
Treiber stabil 

Pro: mit neuesten Treibern stabil, günstig gebraucht zu erstehen, 2x ISA, verschiedene Prozessoren nutzbar
Kontra: nicht mehr zeitgemäß

Empfehlenswert? ja 

Kompletter Erfahrungsbericht

0. Einleitung
1. Hintergrundinfos zum Board
2. Ausstattung des Asus P5A-B
3. Meine Erfahrungen mit dem Board P5A-B.
4. Fazit


0. Einleitung

Das Asus P5A-B kommt im einem Chipsatz names ‚Aladdin V‘ daher, Wunder vermag es heute nicht mehr vollbringen, aber dennoch nicht uninteressant.

Vor wenigen Wochen habe ich mir ein neues Motherboard zugelegt und das alte Board damit in Rente geschickt. Ich möchte Euch aber das alte Board P5A-B von ASUS und meine Erfahrungen damit mitteilen, Ihr solltest das Board wohl nicht mehr neu erstehen können, aber in einem gebraucht gekauften PC ist dieses Board ggf. vorhanden oder würde gar Sinn machen dieses noch einzubauen.


1. Hintergrundinfos zum Board

Ich habe mir dieses Board im Jahre 1999 für etwa DM 180,- gekauft. Zu diesem Zeitpunkt wollte Intel mit den Pentium weg vom gesockelten Prozessor hin zum Slot. Wesentlicher Grund war es wohl eine andere Bauform gegenüber der immer stärkeren Konkurrenz seitens AMD umzusteigen und sich damit von AMD zu distanzieren. Der Pentium der ersten Generation wurde noch auf einen Socket 7 aufgesteckt. Diese Grundlage nutze auch AMD mit dem K5-Prozessor, welche allerdings leistungsmäßig einem vergleichbaren Intel unterlegen war.

Der Chipsatzhersteller Acer brachte zu diesem Zeitpunkt mit dem ‚Aladdin V‘ einen Chipsatz auf den Markt welcher dem Socket 7 neues Leben einhauchte. Weiter konnte auch VIA mit dem Apollo einen Vertreter ins Rennen senden. Und mit diesen beiden Chipsätzen und der Kombination zu dem K6-2 Prozessoren von AMD erlebte der Socket 7 eine regelrechte Renaissance.

Das Asus P5A und P5A-B (B steht für Baby-AT-Format) ist mit dem Ali Aladdin V Chipsatz bestückt und unterstützt bereits einen Bustakt von 100 Mhz. Und damit konnte auch die takthöchsten AMD-Vertreter K6-2, K6-2+ und K6-III betrieben werden.


2. Ausstattung des Asus P5A-B

Das Board hat zunächst einmal den ZIP Socket 7 mit dem die Prozessoren von Intel P54C (90-166 Mhz) und P55C (166-233 Mhz) mit MMX bestückt werden können. Weiter sind die AMD-Vertreter K5, K6, K6-2 und K6-III möglich. Ein Schattendasein haben wohl die auch möglichen IBM/Cyrix-Vertreter und der IDT WinChip2.

Weiter sind 3 DIMM Sockel für den Arbeitsspeicher mit bis zu max. 100 Mhz und insgesamt 768 MB möglich. Drei dürftige PCI-Slots werden von dem bereits vorhandenen AGP – Steckplatz gekrönt. Für Verfechter von ISA-Karten stehen immerhin noch 2 weiteren Slots zur Verfügung.

Das Besondere des Boards ist es, daß es sowohl in einem AT als auch ATX – Gehäuse betrieben werden kann, da für beide Möglichkeiten Stromanschlüsse vorhanden sind.

Die Anschlüsse für Serial, Parallel-Port und den Floppy-Anschluß muß man nicht weiter kommentieren. Die IDE-Anschlüsse unterstützen UDMA33 und PIO 3 und 4, nicht mehr auf dem aktuellen Stand aber immerhin.

Ergänzt habe ich das Board um einen USB-Slot, der Anschluß ist dafür auf dem Board vorhanden, die Anschlüsse werden dann auf einem Blech auf der Rückseite des Rechners bereitgestellt. Das Blech hat dann auch noch eine Intrarotschnittstelle.


3. Meine Erfahrungen mit dem Board P5A-B.

Wie erwähnt habe ich das Board um den USB-Anschluß ergänzt und damit einen USB-Scanner und eine USB-Maus problemlos betrieben. Weiter sind im Laufe der Nutzung verschiedene Grafikkarten zum Einsatz gekommen. Eine Viper330 und eine Elsa Erazor I mit Vi/Vo (beide AGP) mit dem Riva128-Chip funktionierten ebenso fehlerlos wie die spätere Voodoo 3 3000. Sollte man dem AGP-Port nicht nutzen und statt dessen eine PCI-Grafikkarte einsetzen, so nutzt bitte nicht den PCI-Slot direct neben dem AGP-Port. Es wird nicht funktionieren ! Von Problemen mit TNT-Grafikkarten habe ich einiges gelesen und daher auch aus Vorsicht keine angeschafft.

Anfangs lief das Board bzw. der ganze Rechner nicht so recht stabil, ich weiß aber nicht ob dies am Board oder an Windows (98 bzw. 98SE) lag. Ihr solltet auf jeden Fall die aktuellste Version des AGP-Treibers 1.82e und den IDE-BUS-Treiber 3.56 nutzen, damit kann ich Euch einen stabilen Betrieb bestätigen. Weiter sind wohl damit auch die Probleme nicht TNT-Grafikkarten behoben. Auf Wunsch sende ich diese gerne per Mail zu (keine Garantie, etc.).

Als Arbeitsspeicher kam zunächst PC66, damm PC100 und später sogar unnötigerweise PC133 zum Einsatz. Die Hersteller davon waren zu einem No-Name und zum anderen Infineon. Der Arbeitsspeicher funktioniert auch kombiniert einwandfrei miteinander auf dem Board. Das erlebt man scheinbar auch nicht so oft.

Der Wechsel des ersten Prozessors Intel 166MMX auf den späteren AMD K6-2 mit 400 Mhz und zum Schluß gar den K6-2 mit 500 Mhz lief fehlerlos von Statten. Das Board bietet sogar, wenn auch begrenzte, Möglichkeiten zum Übertakten an. Leider müssen die Einstellungen noch in Form von Jumper umgestellt werden. Der Bustakt kann allerdings nicht im Einzelschritt verändert werden.

Ein hochtakten des Frontside-Buses und des Multiplikators war auch möglich (übertakten, overclocking) die Ergebnissen waren jedoch nicht unbedingt berauschend, da die schwächste Komponenten die Grenze vorgab. Den 400er habe ich bis annäherend an die 500er Grenze gebracht.

Das Board lief zunächst in einem AT-Gehäuse, allerdings konnte ich den Shutdown-Fehler in Win98 nie ganz beseitigen, trotz Patch seitens Mircosoft dazu. Immer wenn ich den PC runtergefahren haben, erschien die Aufforderung zum Ausschalten nicht, sodaß ich immer nach Gefühl bzw. nach einer gewissen Zeit den PC ausgeschaltet habe. Folgeprobleme hatte ich deswegen allerdings keine.

Im ATX-Gehäuse trat dieser Fehler natürlich nicht mehr auf, da hier der PC mit Shutdown automatisch ausgeschaltet wird. Das Board in einem ATX-Gehäuse setzt allerdings eine zwangsläufige Flexibilität beim Blech der PS/2-Anschlüsse und den Ser./Parallelen-Anschlüssen voraus. Ich habe hier das dazu vorgesehene Blech einfach entnommen und diese Stelle an der Rückseite des PC’s offen gelassen.


4. Fazit

Ihr werdet das Board u.U. in einem älteren PC antreffen oder gebraucht bei einem Internet-Auktionshaus für bis zu 50 Euro angeboten bekommen. Der faire Preis dafür sehe ich bei etwa 25-30 Euro, da das Board eigentlich nur für Anfänger oder Anwender mit begrenzten Ansprüchen geeignet ist. Mit einem K6-2 und 128 MB und eine 6-10 Giga Festplatte läßt sich damit vernünftig arbeiten. Surfen und Office-Arbeiten sowieso, für 3-D Spiele reicht es, Voodoo 3 oder ähnliche Leistung vorausgesetzt, auch noch. Stabilität ist mit den letzten AGP- und IDE-Treibern gewährleistet. In der Summe hat man so einen Rechner für etwa 250 Euro mit dem man dann aber auch arbeiten kann. Aber leider sind auch wieder Englischkenntnisse vorausgesetzt, da das Handbuch in Englisch ausgeliefert wird.

Ich hoffe ich konnte einigen Lesern damit weiterhelfen.
Danke für Lesen, ggf. Bewerten und Kommentieren,
Gruß Michael


   

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Allgemein

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