ASUS ist die Nummer 1 unter den Mainboard-Herstellern. Das Unternehmen produziert derzeit Mainboards, Add-on-Karten, CD-ROM-Laufwerke, Notebooks und Server-Lösungen. Aufgrund der... mehr
Motherboard - ATX - ATX - AMD 970 - Socket AM3+ - Soundkarte - kompatibel mit: Phenom II X6, Athlon II X3, Phenom II X2, Athlon II X2, Phenom II X3, Athlon II X4, Athlon II, Phenom II X4, Sempron
Zu diesem Produkt wurde noch kein Erfahrungsbericht geschrieben. Jetzt bewerten
CreditPlus Bank - der Spezialist für die Finanzierung von Wünschen. CreditPlus Bank SofortKredit: Variable Beträge von 500 - 50.000 Euro. Fair: kostenlose Sonderzahlungen möglich!
Erfahrungsbericht von schipperke über ASUS M2N-E AiLifestyle Series 06.01.2007
Produktbewertung des Autors:
Handbuch/Dokumentation/Hilfe:
umfassend
Kompatibilität:
ausgezeichnet
Erweiterbarkeit:
reichlich
Stabilität:
ausgezeichnet
Bios:
sehr detailiert konfigurierbar
Treiber
ausreichend
Pro:
eigentlich Alles, außer der Qualität
Kontra:
Fertigungsqualität
Empfehlenswert?
nein
Kompletter Erfahrungsbericht
Hi Community,
"wieder" ein Mainboardbericht... ...allerdings ist der Letzte schon ein paar Monate zurück, und die Technik schreitet weiter.
Mein lieber Sohnemann befand vor einiger Zeit, daß sein Blechdackel nu wohl mal etwas langsam geworden ist, und jo, er hatte Recht. Seit der letzten Aktualisierung ist geraume Zeit vergangen, und wir standen vor der Frage, alles wegzuwerfen und was von der Stange zu kaufen oder doch in die Aufrüstspirale wieder einzutreten, dann aber leider mit hohem Aufwand, weil nix mehr passt.
Wir haben uns für die Aufrüstspirale entschieden, da für das vorhandene Budget nur Schrott in Form von KomplettPCs angeboten wurde. Schrott - damit meine ich PCs, bei denen Billigteile verbaut sind und die den Weg zu weiterer Aufrüstung unmöglich machen, weil man nicht weiß, wo man anfangen soll.
ASUS M2N-E, so heißt nun die neue Zentrale im PC meines Sohnes. Gesucht, gefunden und für 88 Euronen bestellt, nach wenigen Tagen geliefert, mit Freude ausgepackt, und dann das blanke Entsetzen! Das Teil sah, ohne daß die Verpackung beschädigt gewesen wäre, wie ein brutaler Transportschaden aus. Sollten wir hier einem faulen Internetanbieter auf den Leim gegangen sein, der seine Reklamationsware neu verpackt und an neue Dummies verschickt? Nein, des Rätsels Lösung war bei ASUS zu suchen.
Ich hab beruflich viel mit Elektronik zu tun, bin da schon Einiges gewohnt, aber was ich bei diesem Board zu sehen bekam, trieb mir wirklich die Tränen in die Augen und läßt mich an ASUS im höchsten Maße zweifeln. Das soll ein Qualitätshersteller sein? Mitnichten - das gelieferte Board spottet JEDER Beschreibung bezüglich einer existierenden Qualitätssicherung - anscheinend hat ASUS seinen Standard komplett an seine Billigtochter Ashrock angepasst und der ASUS-Mehrpreis ist wirklich für die Katz. JEDER mir bekannte Kontrollmechanismus hätte bei diesem Board angesprochen und eine Auslieferung verhindert - daß dieses Board trotzdem in den Handel gelangt ist, sagt viel über ASUS aus.
Aber worüber reg ich mich eigentlich so auf, das Board funktioniert doch...
...aber daß es funktioniert, ist wohl mehr einem glücklichen Umstand zuzuschreiben. Ich denke, es gibt bei diesem Board eine sehr hohe Ausschußrate, und ich kann hier nur jedem Interessenten dringend empfehlen, das Board bei einem guten Händler zu kaufen, der auch bei einem Umtausch hilfreich zur Hand ist.
Was ist denn nu so grausam an diesem Board? ------------------------------------------------------------------ Normalerweise mach ich keine Bilder, aber diesmal mußte die Digicam ran. Die Bilder zeigen das Board, und normalerweise sollten darauf kerzengerade die Kondensatoren verlötet sein. Die Kondensatoren sind aber so schief verlötet, daß es nach einem schlimmen Schaden ausschaut. Betrachtet man die schiefen Kondensatoren genauer, stellt man fest, daß sie nicht verbogen sind, sondern tatsächlich so schief eingelötet wurden. Auf der Unterseite der Platine ist zu sehen, daß die Kondensatoren tatsächlich so schief eingesetzt wurden, genauso schief schauen die kleinen Stiftchen aus der Lötmasse heraus. Auch andere Bauteile scheinen von einem sehr ungenau arbeitendem Bestückungsroboter mit viel Glück auf die Platine geschossen worden zu sein. Modernes, gewolltes "Crash-Design"? Wohl eher ein total falsch eingestellter Bestückungsautomat, dessen Trefferquote auf der Platine die Gewinnmarge von ASUS aufknabbert.
Hmm, Zurückgeben oder Behalten, das war die erste Frage. Da ich das Board im Internet bestellt hatte, hätte ich im ersten Schritt bestenfalls ein anderes Board des gleichen Typs erhalten - da wären die Pappkameraden halt in einer anderen schiefen Formation zusammengestanden. Außerdem war der Rest des Boardes vielversprechend, ein anderes Board einer anderen Marke wollte ich also auch nicht unbedingt.
Also erstmal Ausprobieren, obwohl ich nicht glaube, daß dieses Board recht lange lebt. Zu viele Ungenauigkeiten in der Fertigung werden früher oder später einen Haarriß, eine kalte Lötstelle oder etwas Ähnliches nach sich ziehen.
Aber bei dieser eindeutigen Schlamperei seitens ASUS dürfte die Beweißlage eindeutig sein, und die Gewährleistung dauert in diesem Fall 2 Jahre statt der sonst üblichen 6 Monate.Der Rest von Test in Kurzform:-) --------------------------------------------
Board eingebaut, alles angesteckt, Strom drauf, Chipsatztreiber aufgespielt - das war´s... ...fast, danach noch kurz mit dem Sound gekämpft.
Der Rest vom Test in Langform: --------------------------------------------
-> Boarddesign:
Genial, nirgendwo eine sichtbare Schwachstelle. Die Anordnung der Komponenten und Steckanschlüsse passt einfach, auch Besitzer von Towergehäusen werden keine Probleme mit zu kurzen Anschlußkabeln haben, weil z.B. der IDE-Brenner im Rechner oben, der Anschluß dazu auf dem Board ganz unten ist. Genial auch die Menge der Lüfteranschlüsse. Inklusive CPU-Lüfter können 6 dieser Miefquirls betrieben werden. Schön und wirkungsvoll ist die Heatpipelösung für die Kühlung des Chipsatzes. Potentiell läßt sich damit ein leises System aufbauen - nur bitte nicht mit Wasserkühlung der CPU (ohne die Abluft des CPU-Kühlers würde der Chipsatz überhitzen und der Spannungswandler auf Temperaturen nahe der Entlöttemperatur kommen). Potentiell? Naja, wer die restlichen Komponenten im PC meines Sohnes sehen würde, ... ...da ist es Wurscht, ob das Board leise oder laut ist, die ganzen anderen Miefquirls machen genug Radau.
->Handbuch:
Endlich mal ein Handbuch, welches wirklich verdiente, gedruckt zu werden. In ihm ist alles an Informationen vorhanden, was das Herz begehrt. Zwar nur auf englisch, aber endlich mal vollständig. Beispielsweise sind die IRQ-Belegungen dokumentiert, alle Einstellungsmöglichkeiten des BIOS erläutert und eine Kompatibilitätsliste für den Arbeitsspeicher beigefügt. Diese ist zwar nicht vollständig, aber ein guter Anhaltspunkt. Auch unter welchen Bedingungen der Dual-Channel-Mode für 2 und 4 Speicherriegel funktioniert.
->Einbau:
Wie in der Kurzversion oben beschrieben - problemlos, passt, auch mit RAM, welches nicht auf der Liste steht (PC800er von OCZ). Die Anschlüsse sind paßgenau, nichts wackelt, alles war einfach zu erreichen und zu verbauen.
->Inbetriebnahme:
auch hier keine bösen Überraschungen. Hochfahren, Chipsatztreiber von der CD drauf, und das war´s. Fast, der Sound machte noch etwas Zicken. Wenn man die Lautsprecher abgestöpselt hat, nach dem Hochfahren anstöpselte, kam ein Ton raus. Bereits vorher eingestöpselt - Stille im Raum! Des Rätsels Lösung fand sich im Bios wieder: Dort gibt es umfangreiche Einstellmöglichkeiten zur Soundwiedergabe. Ob Stereo, 5in1, 7in1, 8in1 oder oder oder, erst mit der richtigen Einstellung lief dann auch der Sound von Anfang an :-).
->technische Details:
lass ich hier bewußt weg. Das Board hat alles, was das Herz begehrt, Bios ist von Award und sehr experimentierfreudig ausgelegt (wer´s nit lassen kann, das System ist damit in allen erdenklichen Versionen ausreizbar). Daß es ein Board für den AMD-Sockel AM2 ist, sollte bekannt sein. Durch den AM2 Sockel dürfte es auch noch einige Zeit aktuell und mit leistungsfähigeren CPUs aufrüstbar sein. Benötigt werden zum Betrieb auch noch die neuen DDR2-Speicher und eine PCIe Grafikkarte, die alten AGP-Grakas gehen nimmer.
Erwähnenswert unter den ganzen Ausstattungsdetails ist vielleicht noch, daß das Board RAID5 beherrscht, eine Koppelung der Festplatten, bei der eine sehr hohe Geschwindigkeit bei gleichzeitiger Datensicherung erreicht wird. Ich kenne und nutze diesen RAIDverbund bislang unter SCSI, für mich der einzige sinnvolle RAIDverbund. Daß er jetzt endlich auch für die preiswerten IDE-Platten verfügbar ist, ist eine schöne Bereicherung.Fazit: --------
Ich habe mit "nicht empfehlenswert" bewertet und 2 Sterne abgezogen. Design, Funktionalität, Dokumentation - alles super und mit das Beste, was mir bislang zwischen die Finger gekommen ist. Aber bei dieser Verarbeitungsqualität - nein Danke! Die Rückläuferquote wird wohl ähnlich hoch sein wie bei den Billigheimern von ASUS namens Ashrock...
Pro: Ausstattung, Leistung, stabiler Betrieb Kontra: keine Übertaktung mgl.
Der Griff zum richtigen Mainboards ist in der Regel nicht ganz einfach. Erst einmal muss man sich entscheiden, was man wirklich braucht. Will man am eigenen Computer keine grafisch aufwendigen Spiele nutzen, reicht zum Beispiel eine integrierte Grafikkart ...
Bericht lesen
Ciao Mitglieder bewerteten diesen Erfahrungsbericht insgesamt als sehr hilfreich