Erfahrungsbericht über

ASUS CROSSHAIR Republic of Gamers

Gesamtbewertung (2): Gesamtbewertung ASUS CROSSHAIR Republic of Gamers

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Das Asus Crosshair im Fadenkreuz

5  21.07.2007

Pro:
geniale Ausstattung, gute Übertaktbarkeit, Layout

Kontra:
nix

Empfehlenswert: Ja  Der Autor besitzt das Produkt

Details:

Handbuch/Dokumentation/Hilfe:

Kompatibilität:

Erweiterbarkeit:

Stabilität:

Bios:

Treiber

mehr


nitlem

Über sich: wenn jetzt Sommer wär ...

Mitglied seit:02.04.2006

Erfahrungsberichte:347

Produktvideos:48

Vertrauende:88

Dieser Erfahrungsbericht wurde von 188 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

Als ich Mitte März so etwas wie lange Weile verspürte, vollzog ich damals den Wechsel vom Intel Core 2 Duo auf einen AMD X2. Die Leistung des Core 2Duos sollte eigentlich besser sein, allerdings gibt es ja auch immer einen gewissen Reiz etwas Neues zu testen. Also flugs das Mainboard und die CPU gewechselt. Von Intel war ich Boardpreise um die 200 Euro gewohnt umso größer natürlich die Begeisterung beim Anblick der Preise für AM2. Trotzdem kam sparen natürlich nicht in Frage, schließlich ruhte der Blick auf dem teuersten SLI-Board für knappe 200 Euro. Verglichen mit dem ähnlichen Striker für Intel, welches rund 300 Euro kostete natürlich ein wahres Schnäppchen. Letzte Woche hab ich das Board übrigens gegen ein neues ausgewechselt, so dass ich mich vom Crosshair jetzt trennen werde.


Gliederung
###########


(1) Asus Crosshair R.O.G.
(2) Layout
(3) Einbau
(4) Betrieb
(5) Overclocking
(6) Fazit


(1) Asus Crosshair R.O.G.
#########################


Das Crosshair ist die aktuelle Highendplattform für AM2-Prozessoren. Voraussichtlich werden auch die kommenden leistungsstarken Barcelona-Modelle unterstützt. Lediglich ein Bios-Update muss man hierfür vornehmen. R.O.G. steht übrigens für Republic of Gamers, eine Luxus-Reihe von Asus, die durch besondere Features punktet. So verwundert es auch nicht, dass der Karton das Crosshair fast doppelt so dick ist. Er enthält natürlich erst einmal das Mainboard selbst. Zusätzlich bekommt man noch das obligatorische Handbuch und die die Treiber-CD. Dann kommen aber schon die ersten Unterschiede zu Tage so ist an der ATX-Blende ein kleiner Stecker zu Stromversorgung, dieser wird benötigt, weil diese beleuchtet ist. Die flexible SLI-Bridge erlaubt es zwei GeForce Grafikkarten miteinander zu verbinden um somit eine bessere 3D-Leistung zu erreichen. Auch den vom P5B Deluxe bekannten optionalen Fan für die Heatpipe gibt es auch hier wieder. Er wird direkt auf die Seite gesteckt. Ein wesentliches Merkmal der R.O.G.-Serie sind die optionalen Temperaturfühler, diese kann man frei an irgendeiner beliebigen Stelle im Gehäuse platzieren. Insgesamt sechs S-ATA Kabel, ebenso viele Stromadapter, ein ATA-133 und ein FDD-Kabel liegen natürlich

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ASUS CROSSHAIR Republic of Gamers Bild 73096880 tb
Anschlüsse
auch bei. Über die beigelegten Slotblenden kann man die auf dem Board vorhandenen USB- und Firewireschnittstellen nach außen führen. Der R.O.G.-Schlüsselanhänger darf natürlich auch nicht fehlen.

Interessant sind natürlich auch die technischen Merkmale, mit denen das Crosshair ausgestattet wurde. Zum Einsatz kommt der für AMD aktuelle nForce 590 SLI Chipsatz. Er erlaubt es zwei Grafikkarten im SLI-Modus mit insgesamt 32 Lanes zu betreiben. Das SATA-Raid wird von Silicon bereitgestellt und das Gigabit-Lan gibt es von Marvell. Eigentlich die übliche Kombination, wie man sie momentan auf vielen Mainboards antrifft. Eine große Heatpipe sorgt für den lautlosen Abtransport der Wärme, die durch den Chipsatz und die Spannungswandler entsteht.


(2) Layout
##########


Damit der SoundonBoard nicht das übliche Interferenzbrummen aufweist, wurde er nicht direkt auf der Platine verlötet, sondern kann je nach Bedarf angesteckt werden. Wer also sowieso auf eine alternative Soundlösung von Creative & Co. Setzen möchte, kann die Karte gleich im Karton lassen. Das Layout des Boards ist leicht umstritten. Ich persönlich find es genial, trotzdem hat es natürlich gewisse Stärken und Schwächen. Zunächst einmal fallen die sehr weit außen platzierten Ram-Steckplätze auf, dadurch muss der IDE-Anschluss und der Platz für den ATX-Stecker gedreht daneben platziert werden. Da ich sowieso keine IDE-Geräte mehr stört mich der so gelegene ATX-Stecker nicht. Allerdings kann der Anschluss für das Festplattenkabel auch von einer besonders langen Grafikkarte blockiert werden. Zu Stande kommt das Problem durch den CPU-Sockel, der weit nach rechts gebaut wurde.

Sehr auffällig ist natürlich die Heatpipe, sie fängt sehr klein auf der Southbridge an, wird auf der Northbridge schon ein ganzes Stück größer und mündet schließlich in zwei relativ große Kühlblöcke über den Spannungswandlern der CPU. Besonders um die CPU ist die Heatpipe recht groß. Der optionale Fan und ein Zalman CNPS 9700 passen jedenfalls gerade so auf das Board. Blickt man weiter nach unten erscheinen sämtliche Schnittstellen. Hier verzichtet Asus netter Weise auf die sowieso selten genutzten PCIe-1x-Schnittstellen. Von oben nach unten lauten die Anschlüsse, PCIe 1x - PCI - PCIe 16x - PCIe 2x - PCI - PCIe 16x - PCI. Dabei fällt ein sehr positiver Aspekt auf, man kann sowohl zwei aktuelle GeForce 8800 GTS im SLI betreiben, als auch eine Fernsehkarte und Soundkarte im PCI-Steckplatz nutzen. Das erlauben nur wenigsten Mainboards. Zwar wird dieses Anforderungsprofil recht selten sein, trotzdem ist es natürlich eine nette Erweiterungsoption. So hatte ich zeitweise eine GTS und zwei PCI-Karten verbaut. Hätte ich mir jetzt überlegt eine weitere Grafikkarte zu verbauen, wäre das ohne Probleme möglich gewesen. In der unteren Ecke befinden sich schließlich gut erreichbar die sechs SATA-Anschlüsse.

Nicht fehlen darf natürlich der Reset- und Powerswitch, er erlaubt es, den Testaufbau ohne Gehäuse zu starten. Generell kann man sich zwar mit der Überbrückung per Schraubenzieher behelfen. Diese Methode ist allerdings wesentlich eleganter. Die Taster sind zusätzlich noch beleuchtet. Passend dazu gibt es noch den CMOS-Clear-Taster, so muss man das Bios nicht mehr durch das Setzen eines Jumpers zurückstellen, sondern kann dies ganz einfach bewerkstelligen.

Natürlich ist das Leistungsangebot hier noch lange nicht am Ende, so bietet das Crosshair die Möglichkeit insgesamt acht Lüfter direkt am Mainboard anzuschließen. Insgesamt sechs weitere USB-Schnittstellen liegen auf dem Board und warten darauf nach Außen geführt zu werden. Ganz unten in der Ecke befindet sich auch noch ein Firewireanschluss der nach Außen geführt werden kann oder bei den meisten Gehäuses sowieso per Frontpanel aktiviert wird. Die Anschlüsse an der ATX-Blende sind schließlich auch noch einmal spektakulär, so verzichtet ASUS hier konsequent auf serielle Schnittstellen für ältere Drucker. Dem Nutzer stehen zwei Gigabit-Lan- und vier USB 2.0-Schnittstellen zur Verfügung. Über zwei eSATA- und eine Firewireschnittstelle kann man auch noch weitere Festplatten anschließen. Das Statusdisplay ist eine weitere interessante Neuerung und erlaubt schnell den möglichen Fehler herauszufinden. Die optischen Ausgänge für das Soundmodul und die 2 PS/2-Anschlüsse bilden den Abschluss.


(3) Einbau
###########


Bei einem so gut ausgestatteten Mainboard macht der Einbau natürlich besonders großen Spaß. Glücklicherweise hab ich mir damals auch gleich ein neues Gehäuse spendiert, so musste ich mich nicht mit dem Ausbau der alten Komponenten beschäftigen. Vor dem Einbau muss das Gehäuse entsprechend der Löcher am Board vorbereitet werden. Abstandhalter, welche nicht passen, sollten entfernt werden, weil sie sonst schnell irgendwelche Leiterbahnen miteinander verbinden können.

Will man ein Diskettenlaufwerk verbauen, gilt es danach einen weiteren Aspekt zu beachten. Da die Schnittstelle unten am Rand liegt, müsste man das Kabel unschön quer über das Board legen. Also steckt man es einfach vorher an und verlegt es danach zweimal um die Ecke direkt unter dem Board, so kommt es schließlich direkt in der Front beim Diskettenlaufwerk an. Da der Stromstecker der ATX-Blende recht klein ist, habe ich diesen auch vorher angesteckt. Hat man die Blende schließlich eingebaut, kann man das Board auch schon vorsichtig aufsetzen. Sollte der CPU-Kühler über ein eigenes Retention-Modul verfügen, sollte man dieses vorher auch anbringen.

Danach kann man sich an das Anschließen der Komponenten heranmachen, dazu werden die beiden Stromstecker angeschlossen. Anschließend kann man dann auch den CPU samt Kühler montieren. Hier kann man eigentlich nicht viel falsch machen. Bei ganz schweren Modellen würde ich allerdings auf das Thermalright-Retentionmodul vertrauen, weil beim Modul, welches auf dem Board verbaut ist wohl schon die ein oder andere Nase abgebrochen sein und der Kühler sich mit einem lauten Krachen verabschiedet haben soll. Danach kann man die Karten verbauen.

Insgesamt ist der Einbau des Boards nicht komplizierter oder einfacher als bei anderen Modellen, wer einmal den Kniff herausbekommen hat, der kann auch das Crosshair ordentlich verschrauben. Über den beigelegten Q-Connect kann man die ganzen Gehäusestecker ganz einfach dort anschließen und diese dann mit einem Schwung am Board anbringen.


(4) Betrieb
############


Wie es sich für ein so teures Mainboard gehört, erlaubt es natürlich einen absolut stabilen Betrieb, während der vier Monate intensiver Nutzung hatte ich wirklich gar keine Probleme, hier hat das alte Board teilweise heftigere Probleme verursacht, besonders wenn man die Komponenten bis auf die letzten Reserven an die Leistungsgrenze bringt. Das Crosshair hat nur am Anfang ein kleines Problem gemacht, als mein Ram nicht korrekt erkannt wurde. Mit alternativem Speicher von Mushkin und einem Bios-Update konnte das Problem aber erfolgreich behoben werden. Das Problem tritt mit den Dominators leider immer wieder auf, weil diese eine enorm hohe Spannung zum Anlaufen benötigen.


(5) Overclocking
################


Wenn man sich ein Board mit Temperatursensoren und weiteren Features kauft, ist natürlich das Übertakten von besonderem Interesse. Ich hab mich auf dem Board intensiv mit dem 4400+ X2 und den Corsair Dominators beschäftigt und bin mit den erzielten Ergebnissen durchaus zufrieden.

So kann man im Bios sehr detailreiche Einstellungen vornehmen. Neben der DRAM- und der CPU-Spannung kann man auch sämtliche verbaute Komponenten regulieren. Dies ist aber in der Regel gar nicht notwendig. Ich konnte den 4400+ bei einem 10er Multiplikator auf insgesamt 3 GHz hochziehen. Das entspricht zurzeit dem 6000+, den AMD ebenfalls anbietet. Dabei hatte ich immer noch nicht den Eindruck, dass das Board am Limit war.


(6) Fazit
##########


Es beginnt mit einem wirklich genialen Lieferzubehör, nichts, was Asus nicht beilegt, so stellt man sich das als Käufer wirklich vor. Weiter geht es mit einer wirklich genialen Verarbeitung und dem guten Layout, welches bei mir keine Wünsche übrig lässt. Die guten Übertaktungsmöglichkeiten und der problemlose Betrieb runden den sehr guten Eindruck ab. Der Preis ist wirklich fair, ein Blick zu Intel macht sofort klar, dass das Crosshair ein wahres Schnäppchen ist. Allerdings lohnt sich der Kauf auch nur, wenn man die Übertaktungsmöglichkeiten ausreizt, sonst kann man auch auf die halb so teuren Modelle von Asus zurückgreifen.



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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
eSportler

eSportler

22.10.2007 23:25

Sehr schöner und ausführlicher bericht! AUf Grund dieses überzeugenden Berichtes habe ich mich endgültig entschlossen dieses Mainboard zu kaufen! Nächste Woche ist es dann endlich soweit^^ lG

Dani1701

Dani1701

25.07.2007 13:18

Ich find ja INTEL auch immer viiieeel zu teuer... Schöner Bericht, wie immer ausführlich und kompetent. LG, Dani

flashback85

flashback85

24.07.2007 12:56

Super Bericht. Ich liebe ASUS :)

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