Kleines unterschätztes Netbook - Asus EEE 900A super mit XP!
14.02.2009 (15.02.2009)
Pro:
Schneller Prozessor, ultraportabel, Netbookgedanke konsequent umgesetzt
Kontra:
Tastatur verbesserungsbedürftig
Empfehlenswert:
Ja
Details:
Verarbeitung
Kontraste
Festplatten-Kapazität
Gewicht
Installation
Software-Ausstattung
Support/Service
mehr
 wiedema
Über sich:
Als Rundfunk Redakteur liebe ich Radios und guten Klang. Die Liebe sagt: Es ist, wie es ist...:-) wi...
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Als das erste kleine Netbook von Asus rauskam war für mich klar: Damit ging ein Traum in Erfüllung. Ein kleines Notebook, das trotzdem ein ernstzunehmender Computer war - sowas hatte ich mir schon immer gewünscht. Über ein dreiviertel Jahr lang hatte ich den ganz kleinen eee PC 701G mit 4GB SSD Speicher, und fand dieses Ding schon sehr ansprechend. Es war erstaunlich schnell beim Booten und für den Preis wirklich ein sehr guter Gegenwert. Wenn man sich allerdings länger mit dem 701er beschäftigt, wird irgendwann der kleine 7 Zoll Screen mit den ewigen Schiebebalken nervig.
Also sah ich mich um nach dem nächstbesseren Asus EEE mit einem größeren Screen. Meine Wahl fiel auf den 900A, für den es ja längere Zeit noch keine Ersatz Akkus gab auf dem freien Markt. Ich wußte das, und kaufte ihn trotzdem. Inzwischen gibt es auch Ersatzakkus. Warum ich den 900A wählte und nicht den 901, der 12 GB SSD Speicherplatz bietet? Der 900A ist der kleinste EEE mit dem 1,6 GHZ Atom Prozessor. 8GB SSD Speicherplatz (das ist sozusagen die Festplattenkapazität) reichen für meine Zwecke aus. Der Screen hat 8,9 Zoll, da ist schon sehr viel mehr "sichtbar". Außerdem bietet der 900A einen großen Preisvorteil für Leute, die schon eine eigene XP Lizens besitzen. Ich veräußerte also meinen "ganz kleinen" eee 701 mit dem 7 Zoll Screen. Mein neuer 900A war weiß. Das Gehäuse sieht chic aus und ist pflegeleichter, als das des schwarzen 900a, auf dessen Klavierlackoberfläche sich Fingerabdrücke und Flecken hässlich abzeichnen. Meinen 900A bekam ich bei einem Amazon Marketplacehändler für sage und schreibe 194 Euro incl. Versand in neuwertigem Zustand. Betriebssystem war Linux.
Was mir sofort auffiel, war die im Vergleich zum kleinen EEE 701G längere Bootzeit. Auch der schnelle automatische web Kontakt nach dem Booten funktionierte beim 900A mit Linux nicht so gut wie beim 701er. Mal gings und mal gings nicht. Weshalb, das war nicht wirklich nachvollziehbar. Die updates wurden bei meinem Linux Betriebssystem ohne Probleme ausgeführt. Aber leider erwies sich das installierte Linux Xandros - anders als beim 701er!!!- beim 900A nicht als optimale Lösung. Der Treiber des Touchpads zickte unglaublich rum. Ich erlebte fast ständig Verzögerungen des Cursors und eine eingeschränkte Bedienbarkeit! Das wollte ich so nicht länger hinnehmen und beschloss XP draufzuziehn. XP kostet übrigens mittlerweile nicht mehr so viel, das muss auch mal erwähnt werden. Für rund 30 Euro ist XP auf dem Gebrauchtmarkt zu bekommen. Gesagt getan. Ich löschte die kompletten Partitionen auf der SSD. (Unbedingt machen! Nicht denken, den mit "Bios" bezeichneten Teil dürfe man nicht löschen, sonst macht Windows XP beim Draufziehen Probleme) Erst als ich wirklich alles auf der internen Festplatten SSD, die 8GB hat, platt gemacht hatte, liess sich Windows problemlos installieren. Formatiert habe ich in FAT. (Unbedingt machen!) Damit erspart man sich - das haben andere 900A Besitzer in Erfahrungsberichten geäußert - einige Probleme, die hinterher auftauchen können.
Es war bei mir übrigens eine SP2 XP Version Home. Ich hab die Installation mit einem externen USB CD-ROM Laufwerk durchgeführt. Anschließend installierte ich über das gleiche USB Laufwerk die Treiber von der mitgelieferten Asus CD, und jetzt läuft alles bestens. Mit XP hatte ich die Touchpadprobleme, die es mit Linux gegeben hatte, nicht mehr. Der 900A lief mit Windows XP ganz wunderbar. Das Booten dauert ca 45 Sekunden. Ein wirklicher Schwachpunkt beim 900A - aber wohl auch beim ähnlichen 901er Modell ist die Tastatur. Man muss die Tasten sehr sorgfältig bedienen, sie sind wirklich sehr klein und fizzelig und eignen sich kaum für längeres und flüssiges Schreiben. Eine Freude ist es dagegen, mit dem kleinen Laptop ins Internet zu gehen. Das geht immer und überall in der Nähe eines DSL Routers, wenn man den Zugangscode hat.
Das kleine Netbook ist wirklich ultraportabel. Ich nehme es gerne mit, und habe so auch unterwegs meine Fotos, meine Filme und die nötigsten Programme und Dokumente. Fazit aus meiner Sicht: Der 900A ist der preiswerteste EEE mit dem Atom Prozessor, die 8 GB "Festplatte" reichen normalerweise aus, wer mehr braucht, erweitert über den SD Steckschacht oder über die USB Buchsen mühelos den Speicherbereich. 3 USB Buchsen sind genug, und 1kg Gewicht: das ist voll reisetauglich. XP belegt bei mir in voller Größe ca 3,8 GB. Der Akku hält - je nach Belastung - 3-4 Stunden, ich brauch nicht mehr.
Die ASF Filmchen meiner Video Cam laufen bestens, auch Videofilme in anderen Formaten kommen flüssig und ohne Ruckeln. Der frei erhältliche VLC Player ist hier ein Segen. Ich würde den 900A wieder kaufen. MIT XP ist er richtig gut! Eine eigene Lizens sollte man dafür natürlich besitzen. Für Linux Fans als Trost: Auf dem 701er fand ich das Linux völlig OK. Ich hab auf einem anderen Notebook Xandros OC 4.1 laufen und bin auch damit zufrieden. Ich schätze Linux Lösungen also durchaus auch. Aber beim 900A schneidet XP nach meinen Erfahrungen deutlich besser ab. Da beißt keine Maus keinen Faden ab...:-) wiedema
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15.02.2009 15:06
Hallo E-pro, Du hast völlig recht, natürlich meine ich den SSD Festplattenspeicher, ichs hab's grade korrigiert. Danke für den Hinweis!!! RAM Speicher hat mein 900A nur 1GB.
15.02.2009 09:43
Bist du dir sicher, dass du nicht RAM (steht in aller Regel für den Arbeitsspeicher) mit der Größe des Flash-Speichers (sozusagen der "Festplatte) verwechselst, auf dem du deine Daten speicherst und auf dem das Betriebssystem installiert ist.
15.02.2009 03:21
Bevor ich mir meinen MSI zulegte, hatte ich mich auch über Asus informiert, jedoch über die 1000er Reihe und auch über andere Netbookmodelle, allerdings nur über die mit einem 10" Monitor. Am ende habe ich mich dann aber doch für den MSI entschieden, da er für mich am attraktivsten war. Die Asus Modelle unter 1000 wären für mich nicht in Frage gekommen weil sie mir einfach zu kleine Festplatten hatten. LG Mela