Erfahrungsbericht über

ASUS G60J JX042V

Gesamtbewertung (1): Gesamtbewertung ASUS G60J JX042V

 

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Viel Leistung mit Mängeln im Detail

4  14.01.2011 (17.01.2011)

Pro:
Leistung satt, sehr gutes (spielgendes) Display

Kontra:
Gehäuse, Gewicht bei 16 Zoll, Akkulaufzeit, Treibersupport

Der Autor besitzt das Produkt

Details:

Verarbeitung

Akkulaufzeit

Kontraste

Festplatten-Kapazität

Bedienung/Ergonomie

Software-Ausstattung

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harlekeen

Über sich:

Mitglied seit:08.01.2006

Erfahrungsberichte:11

Dieser Erfahrungsbericht wurde von 38 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

Kompromiss aus Mobilität und Leistung


Einleitung

Im Grunde ist der Kauf eines solchen Notebooks ziemlich unvernünftig. Will man Zocken, investiert man nur etwa die Hälfte dessen, was dieses Notebook an Geld verschlingt in einen Desktop PC, und man erhält die gleiche Leistung. Zumindest in Bezug auf Frameraten, die Auskunft darüber geben, ob das Gespielte flüssig läuft und ansehnlich auf dem Bildschirm dargestellt wird.
Die Leistung, die dieser Bolide mit seinem 3,5 Kilo Kampfgewicht bietet, brauch man nicht für unterwegs. Allerdings ist er ganz praktisch, wenn man zumindest den Standort wechseln möchte, um sich beispielsweise in organisierten Spielstätten zu vergnügen.

Im folgenden stelle ich ein Gerät vor, das weder das Leistungsstärkste auf dem Markt ist, noch das Mobilste, wenn es um Gaming-Rechenleistung für unterwegs geht. Und doch hat auch dieses Gerät durchaus eine Chance, den skeptischen Käufer zufrieden zu stellen.

Lieferumfang


1x OVP
1x Notebook
1x Netzteil
1x 4400 mAh Akku
1x Anno 1404 (PC-Spiel)
Ein Probeaccount für World of Warcraft
Ein paar kleine Heftchen, denn die Software und das vorinstallierte Bertiebssystem "Microsoft Windows 7 Home Premium 64bit" befinden sich bereits in einer versteckten Partition der Festplatte.

Das war es im Großen und Ganzen.

Man hat die Möglichkeit innerhalb von 90 Tagen nach dem Kauf des Notebooks, eine Garantieverlängerung von 2 auf 3 Jahre, im ASUS Shop zu erwerben. Kostenpunkt ca. 60 € + Versand.
Könnte auch günstiger ausfallen, sofern man sich nach dem Kauf bei ASUS registriert. Man erhält dafür in der Regel Gutscheine, die zwischen Festbeträgen, oder auch prozentualen Skonti auf die Waren im Onlineshop variieren.

Äußeres


Mal grundsätzlich gesprochen: Geschmackssache. Der Deckel schimmert in blauen Verläufen, mit ASUS Schriftzug, einer weißen Karotextur, silbernen Plastikzierstreifen und einem, im Betrieb beleuchteten und im Standby aufleuchtenden 'Republic of Gamers' Logo.
Dieses Logo bezeichnet bei ASUS diejenigen Geräte, die wohl spieletaugliche Leistung mitbringen. Etwa sowas, wie M bei BMW, oder OPC bei Opel.

Man merkt gleich, dass die Designer sich zwar Mühe gegeben haben, die stabilen Abmaße zu kaschieren, aber das Teil ist und bleibt ein Klotz.
Klar,
Bilder von ASUS G60J JX042V
  • ASUS G60J JX042V ASUS G60J JX042V - Top
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ASUS G60J JX042V ASUS G60J JX042V - Top
ASUS G60J JX042V
wie soll auch sonst eine Nvidia GeForce GTS360M mit 1GB GDDR5 VRAM untergebracht, und dessen Verlustleistung, bei Temperaturen bis zu 85°C weggekühlt werden.
Die Displayrahmen glänzen, die Baseunit ist matt, die Handballenauflage leicht gummiert. Großes Touchpad. Tastatur mit Nummernblock und! Hintergundbeleuchtung. Zu diesem Feature komme ich noch.

Anschlüsse

  • 4x USB, zwei an der linken Seite, zwei an der rechten Seite, jeweils nah zur Front. Nicht so praktisch, außer man schließt seine Peripherie grundsätzlich dann an, wenn man das Kraftpaket eh als Desktop-PC Ersatz an externem Bildschirm betreibt. Ansonsten würden die seitlich weg stehenden Kabel unangenehm auffallen.
  • ExpressCard 34 Slot
  • SDHC Slot an der Front links
  • HDMI: Seite links
  • 4-polige FireWire Buchse: links
  • VGA Anschluss für externen Monitor: links, hinten
  • Gigabit (Atheros) Netzwerkanschluss: hinten
  • Netzanschluss: hinten

Knöpfchen


  • AN/AUS
  • Rapid OS (bootet noch vor Windows ein Surf und E-Mail Betriebssystem/zustand, wenn's mal schnell gehen muss)
  • Taste für die Betriebsmodi: High Performance, Battery Saving, Quiet Office und Entertainment
    Diese Modi lassen sich auch über die ASUS Software Power4Gear Hybrid einstellen und passen die Prozessorgeschwindigkeit, Displayghelligkeit und damit die Leistungsaufnahme an. Auch die Webcam und die Funkmodule, WLAN und Bluetooth, lassen sich damit ausschalten, um Energie zu sparen.
  • ROG Taste: Für die, die ihre Kiste gerne noch prozessorseitig übertakten möchten

Bildschirm


Der Bildschirm ist 16" groß, ca. 40,6cm und lößt 1333x768 Bildpunkte auf.
Er besitzt eine LED Hintergundbeleuchtung und kann derart hell leuchten, dass man die Helligkeit gut und gerne kurz vor das Minimum reduzieren kann, ohne dass man seine Augen anstrengen muss. Die Farben wirken satt (wahrscheinlich auch, dank des Glossy-Panels) und die Darstellung kontraststark.

Leider! Gehäusekritik #1: Haben die ASUS Ingenieure ernsthaft, und dies ist schon absurd, dem Rahmen um das Display herum an oberen Ecken eine Rundung verpasst, die jeweils über das Panel ragt und somit den sichtbaren Bereich einschränkt. So verschwindet der Mauszeiger etwas unter diesen Krümmungen. Es ist kein großes Problem, man sieht noch genug, aber mir fehlen trotzdem die Worte für so eine Verfehlung des Designs auf Kosten der usability.

Gehäusekritik #2: Der Rahmen Displayrahmen/Deckel knarzt schon beim bloßen Aufklappen. Ein Verwindungstest lässt entsprechendes Knacken nicht mehr enden...

Haptik, Ergonomie


Die Eigenschaften der Tastatur sind leider nicht an Vielschreibertauglichkeit ausgerichtet. Sie besitzt einen geringen Hub und man muss die einzelnen Tasten wirklich bis zum Anschlag pressen, damit am Ende ein Zeichen auf dem Bildschirm erscheint. Ansonsten fühlt sich das Tippen auf dem Keyboard gar nicht so schlecht an. Auch weil die Tasten, trotz des apple'like großen Freiraums zwischen den einzelnen Plastikkappen recht groß sind.
Die 'Strg'-Taste ist wie gewohnt außen angebracht. Die 'Enter'-Taste besitzt normale Größe. Leertaste ist auch ausreichend dimensioniert. Für schnelle Office-Navigation in Texten und Tabellen sind die wichtigen Tasten, wie POS1, BILD Auf/Ab , Ende zum Glück ohne FN-Tastenkombination erreichbar.

Die Tastaturbeleuchtung ist ein tolles Feature und lässt sich 4 Stufen regeln: Aus, An, Hell, Am Hellsten.
Dummerweise, Gehäusekritik #3: Blendet sie. Anstatt nur die Ziffern durchscheinen zu lassen, strahlt die weiße Optik aus jeder Ritze und fällt damit weniger nützlich aus.

Das Touchpad, Gehäusekritik #4: Ist ausreichend groß, reagiert gut, aber die Praktikabilität der Tasten ist wieder der kreativen Freiheit zum Opfer gefallen. Die Linke und Rechte Maustaste verjüngen sich nach außen hin. Dies macht ein Klicken anstrengender, da der Hebel geringer ist. Zum Glück funktioniert das Klicken per Fingertip auf die Touchfläche zuverlässig.

Die 3,5kg fallen auf dem Schoß garnicht so unangenehm aus. Auch wenn recht klobig für ein 16 Zoll-Gerät, ist ermüdungsfreies Couch-Surfen, per N-WLAN (bis zu 300Mbit, bei entsprechender Sender-Hardware) durchaus möglich. Auch, weil das Notebook im Surfbetrieb nicht heiß wird.

Der Lüfter läuft auch im Battery-Saving-Modus, den ASUS in das Energiemanagement von Windows 7 implementiert hat, ständig. Es ist nicht zu laut, das Geräusch, das der Lüfter somit produziert, wenn Grafikkarte und Prozessor nicht belastet werden. Aber fällt auf.
Die Turbine, die losgeht wenn man mal ein 3D-Spiel ausprobiert, die brauche ich nicht näher beschreiben. Nur so viel, entweder Kopfhörer mit guter Schallisolierung aufziehen, oder die Boxenregler auf ein gutes Maß an Schalldruck.

Die LEDs in der Mitte der Front, die den Status des Lade-, Betriebs- und Funkzustandes ausweisen, leuchten relativ schwach und können somit kaum störend wirken.

Spieleleistung, Arbeitsgeschwindigkeit, Mobilität


9983 Punkte im 3DMark06 Standardeinstellungen und nicht übertaktet.
Ganz okay. Subjektiv gesprochen: Die bisher getesteten Spiele laufen alle in SVGA Auflösung und maximalen Details mit eingeschalteten Qualitätsverbesserungen, wie dem Anti-Aliasing oder der Texturen-Filterung, völlig flüssig (Mafia II, Trackmania Nations Forever, CoDMW)

2D Betrieb: Selbst im Battery-Saving-Mode ohne Wartezeiten zwischen den Programmaufrufen. Was mit Sicherheit auch der mit 7200 Umdrehungen schnelldrehenden 550GB 2,5" Seagate Festplatte zu verdanken ist.

Dank des Gewichts, und dem schwachbrüstigen Akkus, der lediglich knapp über 2 Stunden Betrieb, abseits vom Stromnetz gewährleistet, bleibt es beim Couching.

Software

Hauptsächlich sind ASUS Utilities vorinstalliert. Das typische 60-Tage Office von MS und ein CD/DVD/BluRay Brennsuite von Cyberlink: Power2GO. Auch wenn in meinem Modell kein BD Laufwerk verbaut ist. Aber die Brennsoftware ist gut.
Außerdem noch Adobe Reader und die üblichen Verdächtigen.
Viel mehr nützliches habe ich bisher noch nicht entdecken können. Auch weil ich gleich nach Fertigstellung der Preinstallation im Softwaremanager den Rotstift angesetzt habe.

ASUS Support

Super! Soweit ich das durch technische Anfragen an die Support-Mitarbeiter sagen kann. Antwort innerhalb von 12 Stunden! Abends geschrieben, Vormittags die Antwort erhalten. Und die war durchaus qualifiziert, freundlich und nützlich.

Treiber? Gibt's nicht.
Ist wirklich so. Der installierte Grafikkartentreiber ist von Oktober 2009. Und laut ASUS Techniker wird es auch so lange keinen neuen geben, bis es mal Probleme oder Inkompatibilitäten in Bezug auf Anwendungsfehler geben wird. Meine Befürchtung ist, dass dann das eigene Produkt bis dahin in Vergessenheit geraten sein wird, sodass da nichts mehr passiert. Immerhin kann man diesen Laptop schon seit Anfang 2010 kaufen und die Treiber sind ebenso alt.
Dass Nvidia und auch ATI durch ihre Treiber seit Jahren die Performance und andere Betriebsfelder optimieren, scheint ASUS nicht zu interessieren. Problem ist ja, dass man die Treiber nicht direkt vom Grafikkartenhersteller installieren kann, da die Hardware doch irgendwo an die Subvendor, die Hersteller also der Notebooks, wie dem von ASUS, angepasst ist und alleine schon das ausführen des Treiber-Setups zu einem Bluescreen führen kann.

Konfiguration und Fazit


Der Core i5 520M, die GTS360M, die 4GB 1333MHz RAM, die 500GB Festplatte und die anderen Innereien, machen mich insgesamt in diesem mehr oder minder gelungenem Chassis des ASUS G60JX eigentlich ganz glücklich.
Ich habe genug Leistung, ausreichend Mobilität (innerhalb der eigenen vier Wände) und ohnehin, wusste ich all dies schon vor dem Kauf. Denn abgesehen von den Fehltritten bei der Konstruktion, sprechen 1GB GDDR5 Speicher, 3,5kg und 2x 2,4GHz in einem Notebook eine deutliche Sprache.
Wer die nicht versteht, der sollte sich lieber einen PC anschaffen, mit dem er spielt und für unterwegs, ein besseres Netbook. Dann wäre man in beiden Welten zuhause und hätte nicht so wie ich ein Gerät, das beides zwar nicht vollends, aber doch ausreichend zur Verfügung stellt.




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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
Demmering

Demmering

26.01.2011 18:34

sehr gut berichtet

milli133

milli133

15.01.2011 14:34

Asus scheint solide Notebooks zu bauen...super Bericht! Lg

redel99

redel99

15.01.2011 12:14

tolles Gerät

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