Gutes m-ATX Board ohne Spielereien
28.02.2009
Pro:
Schnell, kompakt, stabil, Kompatibel
Kontra:
ungünstig platzierte Ide - Ports, Onboardsound (unter Linux)
Empfehlenswert:
Ja
Details:
Handbuch/Dokumentation/Hilfe:
Kompatibilität:
Erweiterbarkeit:
Stabilität:
Bios:
Treiber
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 Slaughterhans
Über sich:
Mitglied seit:02.11.2004
Erfahrungsberichte:4
Vertrauende:1
Dieser Erfahrungsbericht wurde von 21 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
Vor einem Jahr wurde mir klar, das mein Core2Quad zwar ein ausgezeichneter Spiele- und Arbeitsrechner ist, ich aber die Leistung nicht wirklich immer benötige. Da ich noch über einiges an Zubehör verfügte, legte ich mir noch das P4P800-VM zu um mir einen potenten Arbeitsrechner zusammen zu stellen. CPU Support Das P4P800-VM unterstützt nahezu alle Sockel 478 CPUs. Vom 1400MHz Willamette bis zum 3400Mhz Prescott erkennt das Board alle CPUs. Teilweise muss jedoch auf die Biosrevision geachtet werden. Selbst mit den sogenannten Extreme Editionen, welche ja eigentlich auf dem Kern eines Xeon basieren, hat das Board keine Probleme, eine aktuelle Biosrevision vorausgesetzt. Ich persönlich empfehle den Einsatz mit einer 3GHz oder 3,2GHz CPU mit Northwood Kern. Diese werden nicht so heiß wie ihre Nachfolger mit Prescott Kern und sind darüber hinaus schneller (trotz halbiertem Cache).
Einbau Der Einbau geht erfreulich einfach von statten. Da es sich um ein m-ATX Board handelt passt es auch in jedes Gehäuse. Lediglich beim Anschluss des ATX Netzteils kann es zu Problemen kommen. Wenn man über ein neueres, 24 Poliges verfügt und die zusätzlichen vier Pole nicht abnehmbar sind, so wird der primäre IDE Anschluss unbenutzbar, weil die Pfosten des ATX Steckers hier behindern. Entweder man nutzt also ein Netzteil mit 20 poligem Anschluss, oder man weicht (wie ich) auf eine Sata-Platte aus. Da diese inzwischen deutlich günstiger sind als IDE Platten sollte dies zumindest bei einem Neukauf in Betracht gezogen werden. Die Montage von CPU und Kühler funktionieren, wie von Sockel 478 Systemen gewohnt einwandfrei. CPU einsetzen, dann einfach den Kühlkörper am Retentionmodul befestigen, fertig.
Das Bios Das Bios ist eher spartanisch gehalten, Übertaktungsmöglichkeiten fehlen völlig. Dies ist aber nur in sehr seltenen Fällen wirklich traurig, da P4 CPUs ohnehin nicht als Übertaktungswunder gelten. Warum es manchmal dennoch sehr ärgerlich ist, schreib ich weiter unten. Ansonsten lässt sich im Bios alles nötige einstellen. Der Speichertakt kann zwischen 266, 333 und 400MHz gewählt werden. Letztere Option wird erst freigeschalten, wenn man über eine CPU mit 800MHz FSB verfügt.
Erweiterbarkeit: Der wirkliche Nachteil des Boards macht sich hier bemerkbar. Wenn man eine Grafikkarte mit großem Kühler hat (etwa eine ATI Radeon 3850 AGP), dann ist zumindest einer der drei PCI Steckplätze schon nicht mehr nutzbar. Und auch die Benutzung des zweiten Steckplatzes erfordert ein wenig Mut, immerhin beträgt der Abstand zwischen Kühlkörper und der Karte im zweiten Slot gerade mal 2mm. Wenn man also wirklich auf der sicheren Seite stehen möchte, so hat man nur noch einen PCI Steckplatz zur Verfügung. Ansonsten ist die Erweiterbarkeit gut, nichts berauschendes, aber gut. Es gibt USB Header für den Anschluss von FrontUSB, 2 Sata Stecker sind verbaut (SATA-1) und FrontAudio.
Die Onboardkomponenten Wenn man den Rechner vor allem im Büro einsetzen möchte, so ist es kaum erforderlich, leistungsstarke Grafik- oder Soundkarten einzubauen. Hier kann man sich getrost auf die onboard Komponenten verlassen. Die Grafik, basierend auf einem iNTEL Chip ist für den Officebetrieb eine mehr als ausreichende Lösung. Es können ihr bis zu 64MB des Arbeitsspeichers zugewiesen werden und das dargestellte Bild ist klar. Der Onboardsound hingegen ist zwiespältig zu betrachten. Er funktioniert unter Windows tadellos, wirkt jedoch etwas schwachbrüstig. Unter Linux (bei mir Fedora 9 und 10) war er überhaupt nicht dazu zu bewegen, ordentlich zu funktionieren.
Besonderheiten des Bords: Wir nähern uns langsam dem Ende meines kurzen Reviews, daher möchte ich auf eine Besonderheit des Boards eingehen. Und zwar ist es, zusammen mit einigen anderen Boards der P4P800 Familie in der Lage, einen Pentium M mit Hilfe eines Adapters einzusetzen (die Pins des Pentium M´s sind anders beschaltet). Leider ist das P4P800-VM das Board, wo dies am wenigsten Sinn macht. Es funktioniert zwar tadellos, aber bedingt durch die mangelnde Übertaktbarkeit des Boards, kann man den Prozessor nicht wirklich ausreizen. Und da die Modelle des Pentium-M, welche auch im Standarttakt sehr gute Leistung bringen, immer noch gutes Geld kosten, lohnt es sich nicht wirklich. Fazit: Für die alltägliche Arbeit ist das P4P800-VM ein sehr gutes Board. Es bringt alles mit, ist sehr stabil und angenehm schnell. Für Spieler ist es jedoch nur bedingt zu empfehlen, aber das trifft heutzutage ja auch auf alle anderen S478 Boards zu. Andererseits ergibt sich, zusammen mit einer potenten Grafikkarte und einer schnellen CPU (ab 3GHz) durchaus noch ein gutes System, mit dem man das eine oder andere Spiel wagen kann.
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01.03.2009 21:28
ja, ich habe auch noch so ein schönes altes asus-board...läuft immernoch wie am ersten tag. :) gruß X
28.02.2009 18:45
Glückwunsch und weiter so
28.02.2009 18:37
Willkommen bei Ciao und ein Lob für den guten Erstbericht! Liebe Grüße