... Bei dem Hersteller ASUS, welcher neben Mutterplatinen auch noch Grafikkarten und vieles mehr in seinem Portfolio hat, wurde ich fündig. Die Daten meines Wunschexemplares klangen viel versprechend und somit bestellte ich das Objekt meiner Begierde mit der kryptischen Bezeichnung **** Asus P5N7A-VM ... Bericht lesen
Motherboard - ATX - ATX - AMD 970 - Socket AM3+ - Soundkarte - kompatibel mit: Phenom II X6, Athlon II X3, Phenom II X2, Athlon II X2, Phenom II X3, Athlon II X4, Athlon II, Phenom II X4, Sempron
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Erfahrungsbericht von LSR_Online über ASUS P5N7A-VM 26.03.2009
Produktbewertung des Autors:
Handbuch/Dokumentation/Hilfe:
umfassend
Kompatibilität:
ausgezeichnet
Erweiterbarkeit:
in Hülle und Fülle
Stabilität:
ausgezeichnet
Bios:
sehr detailiert konfigurierbar
Treiber
ideal
Pro:
Ausstattung, Preis/Leistung
Kontra:
massive thermische Probleme unter Volllast
Empfehlenswert?
nein
Kompletter Erfahrungsbericht
Hallo werte Ciao-Gemeinde
Wieder mal gibt es einen Bericht über eine Komponente meines neuen Wohnzimmer PCs, kurz HTPC ( = Home Theatre Personal Computer ) genannt.
So ein HTPC ist schon was Feines: Im Grunde genommen ist es ein schnöder PC, wie er auch im Heimbüro oder am Arbeitsplatz steht, einzig das Gehäuse, welches optisch angepasst ästhetisch wirkt und gut ins Wohnzimmer passt. Alle anderen Komponenten sind denen aus dem grauen oder schwarzen Alltagsgerät sehr ähnlich. So auch das Mainboard – was ist ein Mainboard ? Dies ist die Schaltzentrale eines jeden Computers, egal ob PC, Notebook oder Netbook. Dort sitzt auch das „Herz“, der Prozessor oder CPU ( = Central Processing Unit ). In einer vorgefertigten Halterung ( auch Sockel genannt ) auf dem Mainboard ist dieser zu montieren – da es 2 Hersteller von Prozessoren gibt ( Intel und AMD ), muss bei der Anschaffung beachtet werden, auf welches Modell zurückgegriffen wird, da die beiden CPU Konkurrenten natürlich in unterschiedlicher Art & Weise fertigen und somit nicht jede beliebige CPU in jeden CPU Sockel passt.
In meinem Fall sollte es ein flotter, moderner Prozessor sein Werk verrichten, zum Zeitpunkt der Anschaffung sprach mich aufgrund positiver Erfahrungen und Bewertungen der Intel Core 2 Duo E8200 an – folgerichtig musste es auch ein Mainboard mit Intel Sockel sein. Da auch jeder Hersteller seine Prozessorstrukturen weiterentwickelt, bleibt auch das Layout bzw. die technischen Spezifikationen des Sockels gleich. Beim E8200 ist der Sockeltyp LGA775 zutreffend.
Weitere Anforderung an mein Mainboard war auch die vorhandene Integration eines Grafikchips. Wenn im Normalfall genügend Platz im PC Gehäuse vorhanden ist, wird eine Grafikkarte in einen Steckplatz des Mainboards gesteckt – moderne Grafikkarten brauchen aufgrund deren schierer Leistung sehr viel Platz, diesen passen sogar nicht in alle Gehäuse. Im HTPC gibt es ganz andere Probleme: Dort ist es aufgrund der geringen Gehäuseabmessungen äußerst schwierig, selbst Grafikkarten mit moderaten Leistungsdaten unterzubringen. Auch auf solche Situationen wurde seitens der Mainboard-Hersteller auf die Marktbedürfnisse reagiert: Es werden vollintegrative Platinen angeboten, welche über teils potente Grafik-Chipsätze der meist vorigen Generation verfügen – zwar darf man keine Leistungswunder erwarten, trotzdem ist auch mit diesen ein angenehmes Arbeiten, Spielen und Video-Betrachten möglich.
Die letzte und wichtigste Anforderung: Der Grafikchipsatz soll seine Daten auch über eine digitale Schnittstelle ausgeben. In Zeiten der Röhrenmonitore gab es ausschließlich analoge Quellen – andere Quellen waren auch nicht nötig, da Röhrengeräten technisch analoge Strukturen zugrunde liegen und die Monitore nichts mit digital anfangen können. In Zeiten des technischen Fortschritts bei der Bilddarstellung ( TFT, LCD, Plasma ) ist dies anders: Zwar können die „Flachmänner“ natürlich analoge Signale verarbeiten, mehr Sehfreude gibt es auf den Platz sparenden Geräten allerdings mit digitalen Daten. Denn diese sind in punkto höherer Auflösung, Farbtiefe, Detailgrad, Abstrahlverhalten, Bildwiederholfrequenz uvm. den Röhrenkameraden weit überlegen.
Mit diesen Kriterien machte ich mich auf die Sache nach einem brauchbaren Mainboard. Bei dem Hersteller ASUS, welcher neben Mutterplatinen auch noch Grafikkarten und vieles mehr in seinem Portfolio hat, wurde ich fündig. Die Daten meines Wunschexemplares klangen viel versprechend und somit bestellte ich das Objekt meiner Begierde mit der kryptischen Bezeichnung **** Asus P5N7A-VM ****. Was hinter dieser Bezeichnung steht und ob die Vorfreude auch gestillt werden konnte, ist nachfolgend zu lesen.
*** Das Äußere ***
Die Platine ist im gut sortierten Fachhandel ebenso wie im Online-Handel erhältlich. In meinem Fall lag der Händler, welcher die Platine zu einem guten Preis vorrätig hatte, auf meinem Arbeitsweg und anhand eines kurzen Abstechers gelang ich in Besitz der Komponente.
Die genormte Rundum-Kartonverpackung präsentiert sich in der Größe von ca. 340 x 260 x 70 mm daher – in der blauen Verpackung sind neben des Mainboardes einige Treiber-CDs, eine Steckblende für das Gehäuse mit den ausgestanzten Anschlußbuchsen, ein gedrucktes Benutzer- und Installationshandbuch ( ausgesprochen ausführlich, reichlich mit Bilder, Pfeilen und Nummern illustriert, damit bei der Montage und Installation nichts daneben gehen kann ), sowie 2 S-ATA Datenkabel mit einer Länge von ca. 500 mm.
Positiv: Das Mainboard weist das µATX ( gesprochen: Micro-ATX ) Format auf, welches neben dem normalen ATX Format das gängigste am PC Markt ist. Unterschied dieser beiden Format: Die Micro ATX Platine ist um ca. 59 mm kürzer als der ATX Pendant und hat somit auch in wirklich kleinen Gehäusen Platz. In meinem Fall zwar irrelevant ( flächenmäßig genügend Platz vorhanden ), aber gut zu wissen.
Beim Anblick der Platine sieht diese sehr aufgeräumt aus, alle Bereiche wirken klar strukturiert und aufgegliedert. Farblich in Gelb / Schwarz gehalten fallen die 4 Speicherbänke ins Auge, welche mit 4 Stk. DDR2-Speicherriegel gefüllt werden können und bis zu 16 GB RAM verkraften. Ca. in der Mitte des Boards befindet sich ein Kupferkühlkörper mit der Aufschrift ASUS. Darunter befindet sich der Chipsatz des Mainboards, welcher ein nVidia nForce 730i mit GeForce 9300 Grafikchipsatz ist. In Blau und Weiß finden sich die Steckplätze für etwaige Erweiterungskarten – die Platine bietet Platz für PCI Express 16x, PCI Express 1x und 2 Stück PCI. Um auch Festplatten und optischen Laufwerken mit Daten zu versorgen, sind natürlich S-ATA 300 Buchsen ( 5 an der Zahl ) vorhanden, sowie ein E-IDE Port und für Nostalgiker eine Steckmöglichkeit für ein Diskettenlaufwerk. 2 der S-ATA Buchsen sind allerdings nur in Verbindung mit ACPI 2.0 Treibern nützbar, ist aber bei vielen Boards heute so. Zu guter Letzt wurde auch ein RAID Controller implementiert, welcher im Datensicherungsverbund RAID 0 / 1 / 5 arbeiten kann.
Wichtig auch die Steckmöglichkeiten an der hinteren Seite des PCs:
1 x PS/2 Rundstecker 6-polig - für Maus oder Tastatur 1 x Audio - SPDIF Digital Ausgang 6 x USB 2.0 Typ A 4-polig 1 x RJ 45 Netzwerkstecker ( 1000 MBit ) 1 x Audio - Line-Out (Mitte/Subwoofer) - Mini-Phone Stereo 3.5 mm 1 x Audio - Line-Out (Rückseite) - Mini-Phone Stereo 3.5 mm 1 x Audio - line-In - Mini-Phone Stereo 3.5 mm 1 x Audio - line-Out - Mini-Phone Stereo 3.5 mm 1 x Audio - Line-Out (Side Surround) - Mini-Phone Stereo 3.5 mm 1 x Mikrofon - Eingang - Mini-Phone 3,5 mm 1 x Display Port ( wird seitens der Hersteller bisher kaum unterstützt ) 1 x eSATA für externe S-ATA Geräte 1 x VGA 1 x DVI 1 x HDMI
Wie man sieht, findet man mit diesen Steckern das Auslangen, Bild und Ton sind analog als auch digital verfügbar. Was will man mehr… ;-)
*** Einbau & Erkenntnisse ***
Da vor dem Einbau des Mainboards ein Gehäuse im Normalfall leer ist, kann dies selten zu Problemen führen. Vor der Montage empfehle ich allerdings, den Prozessor, sowie dessen Kühler einzusetzen – dies im eingebauten Zustand durchzuführen, würde eine nervenaufreibende Sache bedeuten.
Zuerst die mitgelieferte Slotblende im Gehäuse montieren, danach mit 6 Schrauben das Board befestigt. Nun noch die Laufwerke an den richtigen Plätzen anstecken, das Kabel der Stromzufuhr in die Buchse geführt und es kann los gehen…
Nach Drücken des Einschaltknopfes des PCs fährt bei richtigem Zusammenbau der PC hoch und springt ins BIOS – im BIOS können mannigfaltige Einstellungen vorgenommen werden – z.B. welches Laufwerk als Startlaufwerk dienen soll usw. Auch bietet das Board die Möglichkeit, den PC zu übertakten, d.h. mehr Leistung aus den Komponenten rauszuholen als vom Hersteller empfohlen. Bei diesem „Tunen“ sollte man aber vorsichtig sein und wissen, was man tut – bei Unkenntnis wird es schnell in einem schwarzen Bildschirm enden.
Nach der BIOS Konfiguration wurde die Installation des Betriebssystems, in meinem Fall Windows Vista Home Premium 64 Bit, vorgenommen. Ohne Probleme wurden alle Komponenten erkannt, es war beinahe ZU einfach. Der HTPC wurde mit HDMI an den LCD Fernseher im Wohnzimmer angeschlossen, dort liefert er ein gestochen scharfes Bild ab.
Die ersten Tests mit dem Betrachten von einer DVD verliefen allerdings ernüchternd – nach geschätzten 10 Minuten stürzte der PC ab und startete neu. Hmmm, ok, manchmal gibt’s so was, ich schieb es jetzt mal auf Vista ( ein dankbares Opfer *g* ). Neu gestartet, DVD nochmals abgespielt, nach nun mehr 5 Minuten – selbiges wie zuvor. Nochmals das gleiche Prozedere, nun nach 3 Minuten. Mit einem Blick und Griff ins Gehäuse wollte ich nochmals nachsehen, ob alles richtig sitzt. Bei Berühren des Kupferkühlers des Chipsatzes war ich neben einer Brandblase auf der Hand um die Erkenntnis reicher, dass dieser Kupferkühler viel zu gering dimensioniert ist. Tests mit einem Infrarot-Thermometer zeigten, sobald das Mainboard bzw. der Grafikchipsatz unter Volllast stand, unglaubliche 98 Grad des Kühlkörpers an ! Wurde dies denn beim Hersteller nie getestet ?!
Ein Blick in einige Foren attestierte mir, das ich mit meinem Problem nicht alleine war. Erst die Anschaffung des Chipsatz Kühlers Thermalright HR-05 um EUR 27 brachte den erwünschten Kühleffekt.
*** Fazit ***
Naja, etwas durchwachsen – mit dem Board kann man zufrieden sein, wenn es da die massiven thermischen Probleme nicht gäbe ! Für mich als technisch versierten Menschen war die Aufrüstung mit Zusatzkühler kein Problem, andere würden aber vermutlich verzweifeln.
EUR 83 hat mich das Board gekostet, eigentlich recht günstig – wenn man die Zusatzkosten von EUR 27 noch mitrechnet, sind es EUR 110. Trotzdem nicht teuer für ein Board mit dieser Ausstattung. Trotzdem bleibt ein fader Beigeschmack im Sinne von „ Hätte der Hersteller da nicht ein wenig mehr testen können, damit keine fehlerhaften Produkte auf den Markt kommen ? „.
4 Sterne kann ich nicht vergeben, 3 hingegen schon, Kaufempfehlung nur mit Zusatzkühler ( dann klappt’s wirklich wunderbar ), ansonsten – FINGER WEG !!
Pro: Qualität, Effizienz Kontra: Höherer Wirkungsgrad nur mit optionalem Lüfter, fummelige Montage
...& sehr effektiv für meine ASUS P5N7A-VM Hauptplatine ist, erfuhr ich aus einigen Internet-Foren. Bedauerlicherweise ist das Teil nur schwer erhältlich, Ladengeschäft, welches das Produkt vertreibt, gibt es in meiner Nähe keines. Auch die Suche nach Online-Shops mit dem entsprechenden Portfolio ergab nur wenige Resultate. Schlussendlich fand ich ein brauchbares Angebot bei einem eBay-Shop, bestellt, bezahlt, wenige Tage später hielt ich das Paket in Händen.
Die Originalverpackung ist sehr sporadisch, die transparente Hartplastikverpackung beinhaltet neben dem dominanten Kühler mit den Abmessungen 105 x 78 x 30 mm das Befestigungsmaterial und eine Montageanleitung.
*** Der Einbau ***
Zuallererst gilt es folgenden Tipp zu beachten: Der Chipsatz-Kühler sollte montiert werden, bevor die Hauptplatine im Gehäuse verbaut wird. In meinem...
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Ciao Mitglieder bewerteten diesen Erfahrungsbericht insgesamt als sehr hilfreich