Mainboards, oder auch auf Deutsch Hauptplatinen genannt, sind das eigentliche Rückgrad eines Computers. Auf sie wird all das gesteckt, was man für einen funktionsfähigen Rechner benötigt. Zum Beispiel die Grafikkarte, die Videokarte und vieles mehr. Wer sich einen Rechner von der Stange kauft, braucht sich natürlich um dies alles keine Gedanken zu machen. Doch wer sich sein High-End-System selbst konfigurieren will, kommt um die Überlegung, für welches Mainboard (MB) er sich letztlich entscheiden soll, nicht herum.
Hier nun finden sich etliche Anbieter auf dem Markt vor. Einige verkaufen MB's die gerade einmal um die 50 Euro kosten und nur auf das wesentliche beschränkt sind, andere verkaufen MB's für 100 bis 300 Euro. Diese Boliden verfügen meist über technische Schmankerl die die günstigen natürlich nicht beinhalten. So sind hier zum Beispiel die Spannungsversorgungen getrennt zu den Speichertimings meist in kleinen Schritten einstellbar. Das gleiche gilt auch für den FSB (Front Side Bus) um die Leistung der CPU anzuheben. Auch werden ganz andere Kondensatoren auf diesen Boards verbaut. Meist Hochleistungskondensatoren aus Japan.
Viele renommierte Hersteller wie Gigabyte, MSI, Asus und andere, bieten hier erstklassige Boards an. Das MB um das es in diesem Bericht geht, ist eines von Asus. Genauer das"
Asus Striker Extreme Sockel 775 nForce 680i SLI SATA II".
Dieses MB kostet im Handel, je nach Bezugsquelle, zwischen 140 und 200 Euro. Es ist somit eines der etwas teureren. Doch die Ausstattung und die Leistungsmerkmale sprechen hier für sich selbst und rechtfertigen den Preis allemal.
>>> Verpackung <<<
Verpackt ist das MB in einem grauen Karton mit der obligatorischen Werbung und den technischen Angaben. Inliegend findet man das MB, diverse Kabel, ein FX Soundmodul, die Gebrauchsanleitung nebst Handbuch und der I/O Blende vor. Abgerundet wird das ganze durch die Beigabe eines Games.
>>> Technische Daten <<<
Die Liste der technischen Angaben ist bei diesem Board natürlich etwas länger, darf jedoch der Verständlichkeit wegen, im Bericht keinesfalls fehlen. Also habe ich die Daten aus dem Benutzerhandbuch übernommen und etwas verständlicher aufbereitet.
Sockel 775
Intel® Pentium® 4 (Extreme Edition)
Bilder von ASUS Striker Extreme Republic of Gamers Series
3.6 GHz, Intel® Processor 820 - 840, Intel® Processor 920 - 960, Intel® Core 2 Duo (Conroe) E4400, 6300 - 6850, Intel® Core 2 Extreme und Intel® Core 2 Quad Q6600 und QX6700, (für die neusten 45nm CPU's wird ein Biosupdate benötigt).Chipsatz NVIDIA nForce 680i SLI
Steckplätze PCI (32 Bit) 2
Unterstützt 33 MHz (5 Volt)
PCIe x1 > 1
PCIe x16 > 3 (2x 16 Lanes, 1x 8 Lanes)
Bustakt 533-1333 MHz
BIOS AMI
Formfaktor ATX
Benötigtes Netzteil: ATX12V 2.0 (24Pin + 4Pin)
Speicher:
Maximal 8192 MB
Art des Speichers SDRAM-DDR2
Speichersockel 4 x DDR2
Speicherstandards DDR2-533, DDR2-667, DDR2-800
Dual Channel wird unterstützt Ja
ECC-Speicher wird unterstützt Nein
Registered-Speicher wird unterstützt Nein
Fully Buffered wird benötigt Nein
Anschlüsse
1 x Maus PS/2
1 x Tastatur PS/2
1 x 34-polig Floppy
1 x 4-polig PWM Lüfter
4 x 3-polig Lüfter
IDE
Art des Controllers IDE
Anschlüsse intern 1 x 40-polig
Protokolle Ultra DMA/133
Max. Übertragungsrate 133 MB/s
Maximale Geräteanzahl 2
Kanäle 1
SATA1
Art des Controllers Serial ATA
Anschlüsse intern 6 x Serial ATA
Protokolle Serial ATA/300
Max. Übertragungsrate 300 MB/s, 3,0 GBit/s
Chip NVIDIA nForce6
Maximale Geräteanzahl 6
Kanäle 6
RAID Level 0, 1, 5, JBOD, 0+1
Bemerkung:
HDDs können unter Windows 2000/XP als RAID 0, 1, 5, JBOD und 0+1 genutzt werden
SATA2
Art des Controllers Serial ATA
Anschlüsse extern 2 x eSATA
Protokolle Serial ATA/300
Max. Übertragungsrate 300 MB/s, 3,0 GBit/s
Chip Silicon Image Sil3132
Maximale Geräteanzahl 2
Kanäle 2
USB Controller
Art des Controllers USB 2.0
Anschlüsse extern 4 x USB-A
Protokolle USB 2.0
Max. Übertragungsrate 60 MB/s
Maximale Geräteanzahl 127
Kanäle 1
FireWire Controller
Art des Controllers FireWire
Anschlüsse extern 1 x 6-polig FireWire
Anschlüsse intern nur über Adapter
Protokolle FireWire
Max. Übertragungsrate 50 MB/s
Maximale Geräteanzahl 63
Kanäle 1
Sound Chip Realtek ALC888
Eingänge 1 x Line-In 1 x Mikrofon
Ausgänge
4 x Line-Out
1 x Digital-Out (optisch)
1 x Digital-Out (koaxial)
Kanäle bis zu 8 analog
Surround Soundchip mit HD-Audio
LAN
Bezeichnung NVIDIA nForce NV Gigabit
Anschlüsse 2 x RJ-45 (LAN)
Transferrate LAN 10/100/1000 MBit/s
Chipsatz nForce4 NV
Besonderheiten:
SLI Chipsatz (unterstützt 2x 16 Lanes), Unterstützung für NVIDIA GX2 Grafikchips, Vista ready
>>> Einbau, Inbetriebnahme <<<
Wie alle modernen MB wird auch dieses in ein ATX- Gehäuse eingebaut. Egal ob es sich dabei um ein Mini, Midi, oder Bigtowergehäuse handelt. Es passt auf alle Fälle hinein. Einbauen kann es eigentlich jeder der etwas technisches Gefühl mitbringt. Selbstverständlich sollte man auch hier, wie immer bei elektronischen Komponenten, auf Erdung achten. Einzig die vielen kupfernen Kühlleitungen und Heatpipes erschweren das verschrauben etwas. Die Löcher liegen hier etwa ungünstig. Da sie jedoch genormt sind ist hier etwas Fingerspitzengefühl angesagt.
Hat man das MB fertig eingesetzt und natürlich vorher die I/O Blende eingebaut, kann man die CPU einsetzen. Durch die umliegenden Kupferheatpipes ist der Einbau eines größeren CPU-Kühlers nicht ohne weiteres möglich. Hier muss man sich vorher Gedanken um die Abmessungen machen. Der von Intel mitgelieferte Standardkühler kann jedoch ohne Probleme eingesetzt und arretiert werden.
Da sowohl die Northbridge wie auch die Southbridge einen kupfernen Kühlkörper besitzen kann es beim Einbau mit sehr großen Grafikkarten zu weiteren Problemen kommen. Auch hier sollte man sich im Vorfeld des Kauf Gedanken machen.
Die FX1 Sondkarte, welche als getrennte Steckkarte dem MB beiliegt, wird auf einen freien PCIe Slot aufgesteckt und behindert so keine weiteren Karten.
Das MB verfügt leider nur noch über zwei Slots für PCI Karten. Hat man, wie bei uns zum Beispiel, eine ISDN-Karte und eine TV-Karte eingesteckt, sind die Bänke voll belegt. Wir haben allerdings noch eine Videograbberkarte die wir auch gerne genutzt hätten, mussten jedoch aus Ermangelung an Slots darauf verzichten. Man muss sich also auch hier entscheiden, welche Karten man benötigt und evtl. Kompromisse eingehen.
Die Ramspeicher lassen sich sehr einfach einsetzen und mit einem leichten Druck arretieren. Hier kann man Module des Typs: DDR2 800 Mhz auf jeweils zwei getrennten Kanälen einsetzen. Maximal 8 GB (wird nur unter Vista 64 unterstützt), also 4 x2 GB oder aber 2 x4 GB für den Dualchannelbetrieb. Achten sollte man hier aber auf die Art der Module. Ich habe festgestellt dass zum Beispiel ein Mischbetrieb aus singlesided und doublesided Modulen zu Problemen führen kann. Am besten nimmt man hier immer gleiche Module.
Das MB unterstützt noch IDE HDD's. Allerdings nur auf einem Kanal. Somit reglementiert sich die Nutzung auf maximal 2 Festplatten dieses Typs. Immerhin beträgt die Anbindung hier UDMA 133 Mhz. Also das schnellste was diese Schnittstelle zu bieten hat.
Wer moderne S-ATA II Festplatten oder Geräte besitzt, kann hier bis zu sechs Plätze nutzen. Diese sind getrennt anschließbar, und somit flexibel in der Handhabung. Das Hot-Plug-In wird ebenfalls unterstützt und funktioniert auch ganz moderat. Einzig auf den richtigen Anschluss muss hier geachtet werden. Also Spannungsversorgung vor Datenleistung einstecken. Ob das jedoch im laufenden Betrieb sinnvoll ist, mag dahingestellt sein. Nutzen kann man es aber auf jeden Fall. Die Datenübertragungsrate beträgt maximal 300 Mbit/s. Das ist jedoch sehr stark von der HDD abhängig und wird in den wenigsten Fällen erreicht werden.
Die USB-Anschlüsse befinden sich für externe Laufwerke auf der Rückseite des MB. Es sind hier vier Stück verfügbar. Diese arbeiten nach dem USB 2.0 Protokoll.
Die internen USB Anschlüsse können bei passenden Gehäusen auf das Frontpanel umgelegt werden. Somit erweitern sich die Möglichkeiten entsprechend.
Der LAN-Anschluss bietet maximal 1GB Datendurchsatz an. Auch hier wird er nur durch die teilnehmenden Rechner im Netz reglementiert.
Eine schöne Sache an diesem Board ist die Möglichkeit der Nutzung des Firewireanschlussens. Damit kann man zum Beispiel moderne Kameras an das System anbinden und die Daten mit hoher Kapazität zum Rechner hin, übertragen. Die Übertragungsrate beträgt hier maximal 50 MB/s.
>>> Das Arbeiten mit dem MB <<<
Nach dem Einbau und dem Anschluss des MB kann man das System starten. Im Bios werden alle Geräte automatisch erkannt und auf die Standardwerte eingestellt. Fährt nun das System weiter hoch erkennen Vista und auch XP das neue Board und bereiten die Treiberinstallation vor. Einige Treiber werden vom System selbst erkannt und installiert. Andere müssen mit der beiliegenden Treiber CD aufgespielt werden. Das ganze geht jedoch sehr zügig und ohne Probleme vonstatten. Reibungspunkte gibt es hier keine.
Nach der fertigen Installation sollte man das System nochmals neu booten und hochfahren. Erst dann sind alle Komponenten bereit.
Das Arbeiten geht, rein subjektiv gesehen, flüssiger vonstatten als es mit meinem alten Board möglich war. Auch die Soundausgabe klingt voluminöser und satter.
Die Stabilität des MB ist auf jeden Fall als sehr gut zu bewerten. Abstürze oder Hänger kommen nicht mehr vor.
Das MB macht einen rundum gelungenen Eindruck. Natürlich kann man auch die OC-Funktionen nutzen. Doch ein Übertakten erfordert nicht nur ein stabil laufendes Board, sondern auch aufeinander abgestimmte Komponenten die diese Leistung auch erbringen können. Hier sollten Speichermodule von Twinmos, Geil oder sonstigen Herstellern genutzt werden. Im Normalbetrieb zeigt das MB auf jeden Fall keine Ausfallerscheinungen.
Thermisch gesehen arbeitet das MB sehr gut. Die Heatpipes mit den kupfernen Kühllamellen sorgen für eine gelungene Wärmeabgabe in das Gehäuse. Hier sollte man allerdings noch einen Gehäuselüfter nutzen um diese Wärme auch aus dem Gehäuse abzuführen.
Leistungstest habe ich hier mit diesem Board nicht gemacht. Angaben dazu finden sich im Internet zur genüge vor.
>>> Mein Fazit <<<
Das "Asus Striker Extreme Sockel 775 nForce 680i SLI SATA II Republic of Gamers" Board ist ein sehr gelungenes MB für alle Ansprüche. Es läuft sehr stabil und kann, wenn man es unbedingt möchte, sehr leicht übertaktet werden. Hierzu finden sich manigfalltige Einstellmöglichkeiten im Bios vor.
Wer auf Übertakten keinen Wert legt, bekommt ein MB mit sehr vielen Anschlussmöglichkeiten das zudem sehr schnell ist.
Ich persönlich kann es auf jeden Fall empfehlen.
Vielen Dank für das Lesen, Bewerten und Kommentieren.
Euer Michael im Mai 08
03.06.2008 16:00
super geschrieben lg werner
25.05.2008 00:46
Klasse Bericht! 15 Punkte werden nachgereicht! LG, Marco
24.05.2008 17:28
Super Bericht! MfG lassie222!