ASUS fertigt Gehäuse?
30.03.2008
Pro:
schick, mit Lüftern, 120mm - Lüfter einsetzbar, fast schraubenlos
Kontra:
Lufttunnel unnütz
Empfehlenswert:
Ja
Details:
Erweiterbarkeit:
mehr
 bibi.hey
Über sich:
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Erfahrungsberichte:134
Dieser Erfahrungsbericht wurde von 265 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
Neues Board, neue CPU und neuer Speicher. Das war meine bisherige Aufrüstung. Was fehlt? Grafikkarte - okay,aber zu teuer. Also noch das Gehäuse. Ich habe mir folgendes ausgesucht:
ASUS TA-863
Das TA-863 ist ein Standardgehäuse im Miditower-Format, welches nicht groß positiv oder negativ herausragt, aber trotzdem super ist.. Aber der Reihe nach. Hersteller ASUStek, eine Firma, die sich auf Zubehör für PCs spezialisiert hat, bietet mitunter auch recht interessant aussehende Gehäuse auch in der unteren Preiskategorie an.
Lieferumfang Im Lieferumfang befindet sich das Gehäuse, zwei vorinstallierte OEM-Lüfter der Marke Evercool, ein paar Schrauben und PC-Speaker und das wars. Naja, was will man auch groß erwarten bei dem Preis? 3 von 5 Sternen
Preis Preislich gesehen ist dieses Gehäuse doch recht günstig, auch wenn kein Netzteil dabei ist. Im Internet findet man es ab 26,-€. Ich habe es allerdings bei einem Ausverkauf als Ausstellungsstück mit Fehlern (es fehlten 3 Schrauben zum Befestigen der Seitenwände) für sage und schreibe 5€ bekommen. Was will man mehr? Bezogen auf die 26€ trotzdem super, darum 5 von 5 Sternen Spezifikationen Dieses Gehäuse hat folgende Eckdaten:- Größe in cm: 40 x 18 x 41 (H-B-T)
- geeignet für Mainboards im ATX-Format sowie microATX
- 4x 5 1/2"-Schächte für DVD-Brenner, Lüftersteuerung etc.
- 2x 3.5"-Schächte für Diskettenlaufwerke
- 4x 3,5"-Schächte für Festplatten
- 2 saugende 80mm Gehäuselüfter hinten vorinstalliert
- entweder 1x120mm oder 2x80mm Lüfter vorne einblasend (nicht im Lieferumfang)
- sieben Ausgänge von Erweiterungskarten wie Grafikkarte, Soundkarte, Netzwerkkarte...
- 2 Frontausgänge für USB2.0 sowie Sound und Mikrofon
als Gewicht des Gehäuses sind 5.2kg angegeben, was auch durchaus hinkommt. Es ist wirklich sehr leicht zu tragen. keine Bewertung Design, Features Das in schwarz gehaltene Gehäuse passt dank der Durschnittsgröße super unter die meisten Schreibstische und nimmt nicht zuviel Platz weg.
Wer es sich von vorne ansieht, sieht 4 Laufwerkschächte, 2 für Diskettenlaufwerke sowie ein Gitter für die Frontlüfter, damit diese Frischluft bekommen. Dies ist für ein Gehäuse dieser Preisklasse eine gute Sache, da die meisten dort nur Plastik ohne Lufteinlaß haben, sodaß die Lüfter dann nur die Luft im Gehäuse verwirbeln. Dazwischen befinden sich noch die Steckplätze für den Soundaus- und Mikroeingang sowie die beiden USB-Anschlüsse. Von der rechten Seite sieht man nur ein schwazes Gehäuseblech ohne Auffälligkeiten.
Die linke Seite wiederum bietet einiges zu berichten. Zu sehen sind zwei Lufteinlässe, erwirkt durch gestanztes Blech. Das untere ist zur allgemeinen Lufteinführung gedacht. Das obere besitzt einen Tunnel, welcher in etwa direkt über dem CPU-Lüfter sitzt. Der Sinn und Zweck des Ganzen ist eine Verbesserung der CPU-Kühlung. Hier wird dann großteils nicht die von Grafikkarte und anderen Bauteilen erhitzte Luft genutzt, sondern kalte Umgebungsluft. Der Nachteil dieser Konstruktion erschließt sich aber erst auf den zweiten Blick. Durch die zunehmende Verwendung von sogenannten Towerkühlern, welche eine sehr hohe Oberfläche aufweisen, ist diese meist nur für den Prozessoren beiliegenden Kühlern (Boxed-Kühler genannt) geeignet. Alternativ lässt sich dieser Kanal ganz abschrauben oder durch einen saugenden 80mm-Lüfter ersetzen, wobei die reine Abnahme ohne Lüftermontage als die thermisch bessere Variante darstellt.
Kommen wir nun zur Heckansicht, welche auch einen Schönheitsmangel hat. Es kann sein, dass es nur bei meinem so ist, aber direkt über dem Netzteilschacht sieht man eine schlecht Passform des Gehäusedeckels. Hier überschneidet sich der Deckel mit dem Grundgerüst, was wegen dem Kontrast (schwarz<->blechfarben) sehr unschän auffällt. Ansonsten sieht man noch die Luftausgänge der zwei installierten 80mm-Lüfter sowie weitere Lufteinlässe der Erweiterungskarten. Sinn und Zweck davon ist die Nutzung von kalter Luft für die Kühlung von Grafikkarte und Co., obwohl ich den Zweck eher anzweifeln würde. Schließlich ist ja ein natürlicher Luftstrom durch Frontlüfter und den Netzteillüfter bereits gegeben. Geschmackssache und deswegen keine Bewertung
Passform Die sonstige Passform ist im allgemeinen recht gut. So stehen die Löcher zur Befestigung von Netzteil und Steckkarten nicht an anderer Stelle als in der Industrie vorgesehen. Auch die Löcher zur Befestigung des Mainboards und die Blende sind sehr genau ausgeführt. Dies habe ich mit anderen Gehäusen, auch teureren, schon anders gesehen. 5 von 5 Sternen
Schraubfrage Um Laufwerke und Festplatten bombenfest zu bekommen, muss man normalerweise von jeder Seite je zwei Schrauben in die Geräte schrauben. Hier funktioniert das Ganze aber etwas einfacher. An jedem Schacht sind Klemmen angebracht, mit denen Laufwerke und Festplatten geklemmt und nicht geschraubt werden müssen. Ich finde gerade diese Sache klasse, da ich oft mal meine Hardware tausche und eigentlich keine Lust auf große Schrauborgien habe. Super Idee, aber keine Bewertung
Kühlleistung Gerade wegen des Lufttunnels zum CPU-Kühler wurde ich skeptisch. Ich habe mal einen Boxed-Kühler eingesetzt und mir die Veränderung zwischen installiertem und abgeschraubten Lufttunnel angesehen. Diese betrug unter Vollast gerade mal ein einziges Grad Celsius, wobei das noch innerhalb der Messungenauigkeit liegen könnte. AMD Athlon 64 X2 4000 @ 2800MHz @ 1.35V: mit Tunnel: 63°C ohne Tunnel: 64°C Erwähnenswert ist hierbei nur, dass der Boxed-Lüfter von AMD für solche Geschwindigkeiten mit 1.35V VCore nicht geeignet ist. Dies gehört allerdings nicht hierher.
Die zwei bereits installierten Lüfter auf der Rückseite sind ganz klar hörbar, was aber angesichts der Preislage des gesamten Gehäuses und der damit verbundenen Herstellungskosten derer kein Wunder ist. Hier empfehle ich, diese auf 7V direkt ans Netzteil zu klemmen oder eine Lüftersteuerung zu verwenden. Beide Seiten haben Vor- und Nachteile. Um die Lüfter ans Netzteil zu klemmen, muss man die Kabel vom Stecker kappen und ca. 0.5cm abisoliert in einen Laufwerkstecker stecken (siehe http://www.pc-erfahrung.de/casemodding0/lfter-drossel.html)
Eine Lüftersteuerung, die nicht auf PWM-Basis funktioniet, ist der Zalman FanMate II. Dieser funktioniert zwar nur für jeweils einen Lüfter, kostet aber auch nur 5€ und hat eine Spannungsweite von 5-9V, welche sich stufenlos mittels Drehregler steuern lässt. Im Endeffekt also nicht für viele User ohne weiteres nutzbar, aber besser als gar nichts. keine Bewertung
Fazit Das Gehäuse ist sehr schick, hat zwei installierte Gehäuselüfter und damit für dieses Preis eindeutig top. Bis auf die Passform des Gehäusedeckels, was bei mir aber auch einfach ein Fehler gewesen sein kann, habe ich keine negativen Punkte entdeckt. Sehr gut gefallen hat mir die Klemmmöglichkeit für Laufwerke, wo dann nicht mehr geschraubt werden muss und der Austausch dementsprechend einfach funktioniert. Für rund 26€, eventuell auch mit Versand bei Internetkauf, macht man mit diesem Gehäuse nichts verkehrt. Das kein Netzteil beiliegt lässt sich angesichts des Preises sicherlich verschmerzen, zumal gute Netzteile ja auch nicht über 30€ kosten müssen (siehe mein Bericht über LC Power Netzteil).
Von mir gibt es für dieses Gehäuse 5 von 5 Sternen, weshalb es eindeutig EMPFEHLENSWERT ist!
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11.08.2008 12:04
Sehr gute Beschreibung für dieses Computergehäuse! Selbst hab ich's lieber Lüfter- und damit lautlos, was allerdings auch 'nen Tick teurer ist...
02.06.2008 23:32
Sehr schöner Bericht, das Gehäuse sieht wirklich cool aus! lg Hendrik
12.05.2008 11:54
Mittlerweile baut Asus auch irgendwie alles oder?!