ASUS VW266H

Erfahrungsbericht über

ASUS VW266H

Gesamtbewertung (1): Gesamtbewertung ASUS VW266H

 


Ein (fast) perfekter Videoschnitt-Monitor

4  20.03.2009 (19.03.2009)

Pro:
Komponenteneingang mit hervorragender Qualität, unterstützt echte 50Hz, HDMI

Kontra:
Schlecht durchdachtes Bedienungskonzept, übliche TN - Panel - Schwächen (Farben, Blickwinkel)

Empfehlenswert: Ja  Der Autor besitzt das Produkt

Details:

Bildqualität

Kontraste

Bedienung/Ergonomie

Verarbeitung

Support/Service

Stromverbrauch:

mehr


zlois

Über sich:

Mitglied seit:27.02.2003

Erfahrungsberichte:2

Dieser Erfahrungsbericht wurde von 23 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

Nachdem ich den Monitor vorwiegend für Videoschnitt und -Betrachtung nutze, möchte ich hier in erster Linie auf diesen Bereich näher eingehen.
Zuvor diente mir hierfür viele Jahre lang ein 21" Röhrenmonitor von Eizo, von dem ich mich auch nie trennen wollte, nach meinem Umstieg auf HDV blieb mir jedoch nichts anderes übrig, als einen TFT zu nehmen, sofern ich meine Videos auch in der vollen Auflösung betrachten möchte.

Als einer von wenigen TFTs unterstützt der VW266H echte 50Hz, und zwar über alle Eingänge bei allen Auflösungen (dies wird nämlich nirgends ausdrücklich erwähnt, auch das Datenblatt ließ hier nur mutmaßen), was für die Videobetrachtung bei uns im PAL-Gebiet äußerst wichtig ist. Die Mehrzahl der TFTs rechnet nämlich alle Bildfrequenzen intern auf 60Hz um, was zu ruckelnden Bewegungen führt.

Über den DVI-Eingang liefert der Monitor bei der nativen Auflösung von 1920x1200 ein hervorragendes Bild, zum gewöhnlichen Arbeiten jedenfalls absolut kein Rückschritt zum Oberklasse-Röhrenschirm.
Eine Besonderheit stellt jedoch der Komponenteneingang dar, der bei einem PC-Monitor keinesfalls selbstverständlich ist. Und dieser sorgte wahrlich für großes Staunen. 576p, also PAL-Progressive, schafft der LCD in einer Qualität, die einem guten Röhrenmonitor kaum nachsteht. Das Bild wird exakt so wiedergegeben, wie es vom Band oder der DVD kommt; ganz ohne künstlicher Kontrastverstärkung, Dynamikoptimierung, Rauschunterdrückung, Farbmaximierung und sonstiger Verschlechtbesserungen. Da könnte sich so mancher LCD-Fernseher eine Scheibe abschneiden. Einzig die Farben sind trotz exakter Kalibrierung nicht 100% originalgetreu hinzubekommen, aber damit kann ich leben.
Die 4:3-Darstellung klappt hervorragend. Ärgerlich ist nur, dass es (bei 576p) keine 16:9-Darstellung gibt, neben 4:3 steht nur Vollbild, also 16:10 zur Verfügung, was bei 16:9-Material zu leicht verfälschten Proportionen führt.
576i, also PAL Interlaced, habe ich kurz getestet, und konnte keinen wirklichen Unterschied zu 576p feststellen.
Bei Verwendung des Komponenteneinganges gilt es zu beachten, dass Helligkeit und Kontrast nicht zu hoch eingestellt werden. Ansonsten entstehen an überbelichteten bzw. farbintensiven Stellen sehr unnatürlich wirkende, Pastellfarben- bis Perleffektartig schillernde Flächen. Ich habe lange gebraucht, bis ich die Ursache dafür fand, kurz bevor ich mich mit diesem Effekt abgefunden hätte.

Die Wiedergabe von 1080/50i über Komponenten- und HDMI-Eingang funktioniert problemlos, hier ist natürlich eine unskalierte 1:1-Darstellung in 16:9 möglich, und der subjektive Bildeindruck ist sehr gut. Allerdings merkt man - verglichen mit der Software-Wiedergabe über den PC - einen leichten Auflösungsverlust bei gleichzeitig etwas überschärft wirkendem Bild, was vermutlich auf einen schlechten Deinterlacer im Monitor zurückzuführen ist.

Die Ausleuchtung der Bildfläche ist relativ gleichmäßig, besonders bei dunklen Bildern merkt man jedoch einen deutlichen Helligkeitsabfall nach oben hin. Ursache dafür dürfte die starke Blickwinkelabhängigkeit sein, was für ein TN-Panel jedoch nicht ungewöhnlich ist.

Die von Asus groß beworbenen "Splendid" Bildoptimierungsmodi empfinde ich - zumindest für meinen konkreten Einsatzzweck - als völlig unnütz, was ich aber auch nicht anders erwartet habe. Das Bild wird dabei komplett verfälscht und hat kaum noch eine Ähnlichkeit mit dem zugespielten Signal.

Mein Monitor hat einen Subpixelfehler (ständig rot) an der oberen Bildkante. Finde ich persönlich recht störend, aber das kann man bei einem Monitor der Pixelfehlerklasse 2 leider nicht beanstanden. Ein Bekannter von mir, der sich ebenfalls den VW266H gekauft hat, hat auch einen Subpixelfehler (ständig blau) ziemlich in der Bildmitte, noch viel unangenehmer als bei mir.

Sehr schlecht durchdacht und teilweise absolut unlogisch finde ich die Bedienung.
So sind im Standardmodus manche wichtigen Parameter wie z.B. die Farbsättigung (auch bei den analogen Eingängen) nicht einstellbar, in den "Splendid"-Modi stehen dagegen alle Menüpunkte zur Verfügung - meines Erachtens völlig grotesk.
Schaltet man auf dem Komponenteneingang und spielt ein 576i/p-Signal ein, wählt der Monitor vorerst automatisch den 4:3-Modus. Schaltet man anschließend wieder auf DVI um, bleibt die 4:3-Einstellung erhalten und muss erst umständlich im Menü wieder auf "1:1" umgestellt werden. Auf die fehlende 16:9-Darstellung mit korrekten Proportionen über den Komponenteneingang habe ich bereits hingewiesen.
Weiters vermisse ich die Möglichkeit, die Bildparameter in eigenen Presets abzuspeichern, oder diese zumindest für jeden Eingang separat einstellen zu können. Es ist nicht möglich, den Monitor gleichzeitig auf DVI- und Komponenteneingang zu kalibrieren, da sich die optimalen Werte deutlich unterscheiden. So hilft nur ständiges, aufwändiges Umstellen oder eine Kompromisslösung in der MItte.
Wird kein Signal eingespielt, lässt sich das OSD-Menü überhaupt nicht aufrufen.

Fazit:
Insgesamt bin ich mit dem Monitor recht zufrieden, bis auf die genannten Schwächen denke ich wird er seinen Zweck für die nächsten Jahre gut erfüllen.




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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
otaku

otaku

20.03.2009 18:22

wieder was gelernt

Chaoscrash

Chaoscrash

20.03.2009 11:23

...für den Standartuser vollkommend ausreichend :))CC

Brandung

Brandung

20.03.2009 04:17

Sehr schöner Bericht. LG

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