... Als Hobbymusiker und talentierter Multiinstrumentalist, musste es eine Soundkarte von ASUS sein. Die sind eh schon hochwertig, aber die neue Xonar Essence STX scheint neue Massstäbe setzen zu wollen. Ich war speziell für euch exklusiv vor Ort dabei und durfte mir vom begeisterten Neu-User ... Bericht lesen
* Alle Preise inkl. gesetzlicher MwSt und ggf. zzgl. Versandkosten. Preise, Verfügbarkeit und Versandkosten können im jeweiligen Shop zwischenzeitlich geändert worden sein, da eine Echtzeit-Aktualisierung technisch nicht möglich ist. Maßgeblich sind immer die Preise und Angaben auf der Händlerseite. Alle Angaben ohne Gewähr.
CreditPlus Bank - der Spezialist für die Finanzierung von Wünschen. CreditPlus Bank SofortKredit: Variable Beträge von 500 - 50.000 Euro. Fair: kostenlose Sonderzahlungen möglich!
nicht nur was für Klangfetischisten mit absolutem Musikgehör!
Erfahrungsbericht von iguanadon über ASUS Xonar Essence ST 24.03.2010
Produktbewertung des Autors:
Klang
sehr gut
Software-Ausstattung
ausgezeichnet
Installation
kinderleicht
Treiber-Update
beinahe regelmäßig
Treiber
ideal
Support/Service
gut
Pro:
siehe Goodies
Kontra:
teuer, unter Windows Vista nicht problemlos auszureizen
Empfehlenswert?
ja
Kompletter Erfahrungsbericht
Hat sich mein Sohnemann für den Desktop-PC, den er sich selber zusammengebastelt hat, doch das Feinste vom Feinsten leisten müssen. Gerechtfertigt werden solche Luxuskäufe dann natürlich immer mit der Begabung, die auch Last sein kann (vor allem für seine Brieftasche). Als Hobbymusiker und talentierter Multiinstrumentalist, musste es eine Soundkarte von ASUS sein. Die sind eh schon hochwertig, aber die neue Xonar Essence STX scheint neue Massstäbe setzen zu wollen. Ich war speziell für euch exklusiv vor Ort dabei und durfte mir vom begeisterten Neu-User die Features erklären lassen.
***Lieferumfang*** Wer meint, dass man hier nur eine Steckkarte in einer Schachtel vorfindet, täuscht sich. Technikfreaks werden mit Vorfreude lesen, was man alles in die Hand gedrückt bekommt, wenn man die ***170 Euronen*** über den Tresen schiebt:
- zwei grosse Übersichtsfaltblätter - eine Schnellstartanleitung auf Deutsch - ein 3,5mm auf 6,3mm Klinkenadapterkabel - ein optischer Adapter S/PDIF TOSLINK - ein Audio Präzisionstest-Report (der angeblich angibt, wie die Karte nach der Produktion abgeschnitten hat) - eine CD-Rom mit der Treiberinstallationssoftware (Windows XP und Vista) und dem englischen Manual - die Soundkarte selbst Optisch fällt beim Auspacken die absolut edle Verschalung der Soundkarte auf. Schwarz mit Goldprägung. Das Schutzschild soll angeblich störende Umwelteinflüsse (Feuchtigkeit, Hitze, Kälte, Staub) fernhalten, aber da andere Karten ohne diesen Schnörkel auskommen, nehme ich an, dass es vor allem ein Gag ist, die Karte optisch von den sehr unerotisch aussehenden Soundkarten abzuheben. Würde ich auch machen, wenn ich Hersteller wäre! Die Kartengrösse beläuft sich auf 168 mm Länge bei 107 mm Höhe (Verschalung!)
***Anschlüsse***
Die golden Abschluss-Schiene beherbergt fünf Anschlüsse. Von links nach rechts sind dies:
- zwei analoge Ausgänge (rot und weiss) - der 6,3mm Kopfhörerausgang - der 6,3mm Line-In-Stecker - optischer Digitalausgang (Toslink-Kombo)
Wer mehr als ein 2.1 System an die Soundkarte anschliessen will, muss sich halt mit dem digitalen Ausgang behelfen. Für die meisten User werden aber wohl die beiden analogen Anschlüsse genügen.
Auf der Soundkartenplatine findet sich noch ein Aux-In-Stecker und der Anschluss für das Frontpanel des Desktop-PC-Gehäuses (an dem es ja oft auch Anschlüsse hat, die mit der Soundkarte verbunden sein wollen).
Achtung: die Xonar Essence STX lebt nicht vom Strom, den sie über den PCI bezieht alleine. Über einen üblichen 4-poligen Stromanschluss wird sie im Inneren des PCs an ein noch freies Netzkabel angeschlossen und kann dann sofort losheulen, wenn die Kiste angeworfen wird.
Direkt neben dieser Saftquelle hat es noch einen S/PDIF-Anschluss, an den man eine kompatible Grafikkarte hängen kann, falls man eine hat, die einen HDMI-Ausgang hat. Was mein Sohnemann natürlich hat. Der Anschluss und die Verkabelung erfolgt einfach und logisch. Alles passt nur einmal und nur auf eine Art. Hier kann man nicht viel falsch machen, es sei denn, man würde rohe Gewalt anwenden, was einem die zarte Optik der Soundkarte ja schon verbietet.
***Leistung***
Das Herzstück dieses Klangbrettes für den PC ist der Asus Audiochip AV1000 (richtig, hier steht 1000, nicht 2000!) Da hat Asus wohl gespart. Der Sound soll, laut Angaben des Herstellers mit 192 KHs / 24 Bit ausgespuckt werden. Der Rauschabstand (also das Signal-Rausch-Verhältnis) beträgt sage und schreibe 124 Dezibel. Ja-haa, hier kann das alte Grammophon von Omi nicht mithalten und auch die Soundkarte in meinem Notebook sieht im Vergleich dazu leichenblass aus.
Hier die Angaben auf der Verpackung:
Interface: PCI-Express 1.0 oder höher Audio Prozessor: Asus AV100 (max. 192 KHz / 24 bit) Digital-Analog-Umsetzer: Texas Instruments Burr Brown PCM1792A Analog-Digital-Umsetzer: Cirrus Logic CS 5381 Signal-Rauschabstand: 124 dB Front-out / 117 dB 600 Ohm Headphone-out /118 dB Input Kopfhörer-Impedanz: optimiert für 32-600 Ohm
Im Manual werden wir darauf hingewiesen, dass unter Windows Vista keine Hardware-Beschleunigung der Geräusche mehr möglich ist. Wer die Karte unter Vista betreibt, muss notfalls mit einer läppischen Stereoausgabe leben und fragt sich, weshalb er so viel Kohle für die Karte hat liegen lassen. Es lebe Windows 7! Im Web fanden wir zwar den Hinweis, dass dank Opensource OpenAL-Interface mit Gratissoftware, wie der ALchemy auch auf DirectSound oder -3D-Sound zugegriffen werden kann. Muss man unter Vista halt einfach nachinstallieren, um das Problem zu lösen. Hier findet man in Internetforen passende Hilfe. Musst du halt googeln. Der ASUS Prozessor braucht hier die DirectSound3D Game EXtensions 2.5. DirectSound3D und EAX könnten damit mit Windows Vista ausgegeben werden. Für den Otto-Normalverbraucher ist diese Info aber überflüssig, denn den interessiert ja nur, ob das Zeug auch plug-and-play (nicht plug-and-pray)-mässig funktioniert und störungsunanfällig ist, was ich bislang bestätigen kann! Darum hier noch die Hauptsache: Dolby Digital ist Live mit auf dem Brett. Damit kann jedes Audiosignal in das 5.1-Dolby-Digital-Format verwandelt und über den S/PDIF-Ausgang ausgespuckt werden. Auch Dolby Headphone, Dolby Virtual Speaker und Dolby Pro-Logic II sind mit dabei. Das Ziel dieser Features ist es, aus einem Lärm ein möglichst authentisches Raum-Klangerlebnis zu basteln, das den Eindruck von Authentizität und Live-Erlebnis vermittelt. Wer die Karte professionell für Studioaufgaben nutzen möchte wird sich freuen, dass das Audiotransfer-Protokoll ASIO 2.0 unterstützt wird.
***Goodies*** Die ASUS Xonar Essence STX hat einen 6,3mm Klinkensteckeranschluss für den Kopfhörer und Line-In-Eingang. Grösserer Stecker = grösserer Kontakt und damit bessere Qualität für die Lärmübertragung. Da mein Sohnemann eine grosse Soundanlage im Zimmer stehen hat, schätzt er diese Anschlüsse besonders... ich schätze vor allem, dass er jetzt lieber mit Kopfhörer spielt und PC-musiziert, als vorher. Denn der Kopfhörerverstärker, der mitintegriert ist, verstärkt die Ausgangssignale mit allergeringster Verfälschung.
Das sehr gute Signal-Rausch-Verhältnis von 124 dB an der Front mit einer Verzerrung von weniger als 0,003 Promille soll laut Hersteller der letzte Schrei sein (den man dank austauschbarem Operationsverstärker bis nach Honolulu hören kann).
Weil der Kopfhörer und der Line-Ausgang separat mit Strom versorgt wird, verspricht das Soundbrett ein verzerrungsfreies Ausgeben der Geräusche. Dies wird verstärkt durch die viel gepriesene Hyper-Grounding-Technik, die das Signal von seinem heissgeliebten Rauschen trennt und jeweils nur glasklare Ergebnisse weiterleitet. Wer hier nicht das absolute Musikgehör hat und sich von minderwertigen Multimediageräten in seiner Heimumgebung sowieso schlimmste Qualität gewohnt ist, würde so viel Klangqualität allerdings kaum zu schätzen wissen. Mich interessiert viel mehr, dass die Kondensatoren aus Feingold gearbeitet sind. Leider liefern diese dadurch aber einen umso breiteren Bass und ebenso fein abgestimmte Höhen, dass die Versuchung wieder wächst, die Kiste bei voller Lautstärke zu betreiben und damit dem Nachbarn von nebenan zu beweisen, dass die Welt von Warcraft gerade bei uns zu Besuch weilt. Fast zu komplex ist die mitgelieferte ASUS Audio Center - Software. Dort kann man so viel einstellen und optimieren, dass man ein Toningenieurstudium mit einem Advanced Master in Kopfhörer-Wechselstromwiderstands-Regelung haben sollte. Habe ich nicht und spiele deshalbe einfach etwas mit den Schiebereglern herum, bis ich den Eindruck habe, Cécilia Bartoli stünde hinter mir und sänge mir ins Ohr.
***Klangerlebnis*** Egal ob PC-Games, DVD-Wiedergabe oder Musik ab Audio-CD, der Klang ist ein Erlebnis (vorausgesetzt man hat auch auch ein qualitativ hochwertiges 5.1- oder 7.1-Lautsprechersystem) Besonders das Hören über Kopfhörer ist ein Genuss. Hier muss sogar ich sagen, dass ich ganz klare Unterschiede zu anderen Soundkarten feststelle. Kein Hauch von Rauschen, Nebengeräuschen. Selbst wenn kein Soundgeräusch kommt, hört man über den Kopfhörer nichts. Kein Takten vom PC, kein Summen von der Stromversorgung. Null.
Für Audiofetischisten und selbsternannte Klang-O-Manier ist diese Soundkarte ein Luxusobjekt mit Prädikat: Elysium!
Für Anfänger und Leute, die ein Rasenmähergeräusch nicht von einem Metalkonzert unterscheiden können, tun es auch preiswertere Verwandte der ASUS Xonar Essence.