Immer mit Vorsicht zu genießen
13.02.2012
Pro:
Ersatzteile sind oft preiswert
Kontra:
Auskünften der Werkstatt kann, sollte und darf man nicht blind trauen .
 Pferdepfleger
Über sich:
Mitglied seit:13.02.2012
Erfahrungsberichte:1
Dieser Erfahrungsbericht wurde von 17 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
Beispiel 1) Meine Diesel - AU war fällig, wollte sie bei ATU machen lassen. Termin ausgemacht, pünktlich erschienen, trotzdem Wartezeit. Der Meister kam und verschwand mit meinem Auto. Nach fast einer Stunde kam er wieder: Geht nicht, keine Plakette. Seltsame Motorgeräusche, Dichtungen defekt, Ölverlust, Ventile müssen ausgetauscht werden. Kosten circa 1200 Euro bei dem Modell, weiterfahren gefährlich, muss sofort gemacht werden. Außerdem rußt das Auto so stark, weil ich Bio-Diesel fahre. Das sei auch nicht erlaubt“
Da hatte ich dankend abgelehnt, veralbern kann ich mich selbst. Ein Anruf bei einer mir bekannten, aber etwas weiter weg gelegenen Vergölst – Werkstatt und 15 Minuten nach meiner Ankunft dort hatte ich die Plakette. Obendrein noch preiswerter als bei ATU. . Beispiel 2) Einlesen neuer Reifendruck-Sensoren. 3 Stunden Aufenthalt in der Werkstatt. Immer wieder „Zündung an, neuer Versuch“. Dann hat der „Meister“ aufgegeben. Wollte starten, aber meine Batterie war leer. „Ihre Batterie ist defekt, ich kann Ihnen aber gleich eine neue einbauen“ Mit dem Hinweis, dass die Batterie erst ein halbes Jahr alt ist und noch Garantie hat gab’s langes Gesicht beim „Meister“. Also wieder einmal dankend abgelehnt, Starhilfe bekommen. Weiter gefahren. Batterie war noch im tiefsten Winter fit nachdem ich sie geladen hatte.
Beispiel 3) Ölwechselangebot, wie so oft beworben. Beim Ölwechsel kam der gleiche „Meister“ an, meinte dass meine Bremsen nicht in Ordnung seien. Scheiben und Beläge sind gefährlich runter, müssen dringend gemacht werden. Habe ich abgelehnt, da meinte er, dass er mich so eigentlich nicht vom Hof fahren lassen dürfte. Kleiner Gang zum Fillialleiter, mit Taschenlampe gezeigt, dass meine Beläge noch rund 1cm haben und darauf hingewiesen, was passiert, wenn man mich am wegfahren hindert. Ölwechsel gezahlt, sonst nichts, dann weiter gefahren.
Beispiel 4) Beläge waren doch irgendwann mal runter. KM-Stand und andere Werkstatt sagten, dass ich jetzt doch auch mal die Scheiben wechseln sollte. Angebote geholt, ATU war am billigsten (Glück gehabt, war eine Sonderaktion gerade). Okay, Termin gemacht, hingefahren. Machen lassen, Rechnung bekommen, dann der Schock: Doppelt so hoch wie angekündigt. Warum? Weil der Angebotspreis PRO RAD gelte... Was ein Schwachsinn, wer lässt schon nur eine Bremsscheibe wechseln. Außerdem habe ich mir das Angebot vorher schriftlich geben lassen, da war auch vom Paar die Rede. Deutlich reklamiert, dann wurde die Rechnung korrigiert. Wie schön, wenn Polizei in der Nähe ist.... Veranstalter dieser Misere: Ein mir inzwischen schon wohlbekannter „Meister“...
Beispiel 5) Vorne links hat es verdächtig metallisch geklappert, Wurde etwas nervös, also nachprüfen lassen. ATU habe ich aus Spaß angefahren, wollte mal schauen, ob der Fehler gefunden wird. Fazit ATU: Stoßdämpfer, Feder, Antriebswelle und alles, was dazu gehört. Kosten dafür: Alles zusammen fast 2000 €. Der Haken dabei: Geklappert hätte es aber immer noch (und dann geblitzt und gedonnert im Laden). Vor ATU hat eine Fach- Vertragswerkstatt festgestellt, dass mein linker Bremsbelag ein bisschen Spiel hat. Nichts gefährliches, aber eben genug Spiel, um ihn zum Klappern zu bringen. Kann bei Nachbauten ohne weiteres mal vorkommen. Ach ja: Wer hat die eingebaut? Stimmt ja, ATU.... Diese Teile standen aber nicht auf dem KV und wären nicht getauscht worden....
Fazit ATU: Wenn man weiß was man will, dann kann man Geld sparen. Aber man darf sich nicht beeindrucken lassen von denen. Alle Kostenvoranschläge von einer freien Werkstatt oder auch Vertragswerkstatt überprüfen lasse. Man kann sonst schnell viel Geld verlieren. .
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16.02.2012 19:12
Ja, die Angebote sind teilweise wirklich gut. Aber mein persönliches Fazit ist eben numal inzwischen die Überschrift. Bizarr dabei ist, daß es einen Meister gibt, dem ich halbwegs vertraue. Den anderen lasse ich nicht mehr an mein Auto ran. Zu nervig, kann zu teuer werden. An das ATU-Team: Das Beschwerdemanageent wurde bereits von mir über jeden einzelnen Vorgänge informiert, aber die Rückmeldungen waren immer die gleichen. Der Sachverhalt ist generell bekannt, auch wenn er immer andere Kunden betrifft. Als Anregung würde ich folgendes geben: Faire Geschäftspolitik dem Kunden gegenüber, keine Mitarbeiter, die nach Umsätzen beteiligt werden, keine Anweisungen, so viel wie möglich einem Kunden zu verkaufen, auch wenn er es gar nicht braucht. Wenn man auch als "alter Hase" sicher ist, daß man ATU vertrauen kann, dann mag das nicht soviel an einzelnem Umsatz bringen, aber die Masse wird das sicherlich mehr als ausgleichen.
15.02.2012 21:32
Das witzige dabei: Du bist immer wieder hin, weil die Angebote so verlockend sind. Habs auch mehrfach erlebt und lass mich von denen nicht veräppeln. Das erste, was dort ein Mitarbeiter lernt, ist der Satz "So kann ich Sie eigentlich nicht weiterfahren lassen.".
14.02.2012 10:13
Hallo Pferdepfleger, wir bedanken uns für die offenen Worte, denn nur so können wir besser werden. Gerne würden wir gemeinsam mit Ihnen Ihre Kritik besprechen. Schreiben Sie uns doch bitte eine E-Mail mit Ihrem Kfz-Kennzeichen, der betroffenen Filiale und Ihrer Rückrufnummer an Beschwerdemanagement.QM@de.atu.eu. Ein A.T.U-Kollege wird dann schnellstmöglich mit Ihnen in Kontakt treten, um den Sachverhalt gemeinsam mit Ihnen zu klären. Viele Grüße! Ihr A.T.U-Team