Mit ISDN Kabellos ins Internet - und es geht doch!
30.06.2006
Pro:
Nahezu einzige Lösung für drahtloses ISDN, unkompliziert, leicht, trotzdem sein Geld wert .
Kontra:
Insellösung, relativ teuer .
Empfehlenswert:
Ja
Details:
Ausstattung
Benutzerfreundlichkeit
Zuverlässigkeit
Handbuch/Dokumentation/Hilfe:
mehr
 imz-78
Über sich:
Bin Student (27) (Informatik/Elektrotechnik/KIM )
Nebenbei selbständig, EDV-Dienstleistung, Verkau...
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Leider gibt es sie noch - auch wenn die Webung Gegenteiliges behauptet: die DSL-unterversorgten Gebiete - sogar in Großstädten. Glücklich schätzen kann sich dann der, der wenigstens ISDN hat. Wenn man dann trotzdem zuhause drahtlos per Laptop, aber auch per 'normalem' Computer im Internet surfen will, sich auf die Suche nach einer Lösung macht, wird in vielen Technikläden mit der Aussage, dass es nicht möglich sei, abgewiesen. ES GEHT DOCH! Man muss nur direkt nach diesem Produkt - BlueFritz - fragen. Hält man das Gerät in den Hänen, ist der schwierigste Teil der Augfabe erledigt.
Jetzt hält man für derzeit gute 100€ eine kleine leichte Schachtel in den Händen, in der sich Sender, Empfänger, 2 ISDN-Kabel, ein langes (6m) und ein sehr kurzes (0,1m) und eine Produkt-CD nebst Handbüchlein befinden. Die Inbetriebnahme ist wirklich so einfach, wie im Handbuch beschrieben - zumindest unter Windows 2000/XP - auspacken, anschliessen, loslegen, in Summe keine 10 Minuten. (Jetzt nicht gleich losrennen, sondern zuendelesen, sonst rennt ihr noch mal los, weil ihr eventuell noch kleine Zusatzteile braucht!)
Angeschlossen wird der Sender direkt an der NTBA, dem kleinen weißen Kasten am Telefonanschluss, dort ist für 2 Geräte Platz, sind die Plätze belegt, sollte man sich für wenige Euro noch einen ISDN-Verteiler besorgen und einfach zwischenschalten. Ist die NTBA noch nicht mit dem Stromnetz verbunden, sollte man auch das tun, der Blue-Fritz-Sender braucht seinen Strom über die NTBA. Ist das erledigt, braucht man nur noch den Empfänger an einen freien USB-Anschluss zu stecken und mit der CD, wie im Handbuch beschrieben, die Treiber und Software installieren. Jetzt noch schnell die Zugangsdaten - die man sich vorher bereitgelegt hat - eingeben, fertig. Die Verbindung vom Rechner zur Sendestation wird augeblicklich aufgebaut - bei mir durch eine Stahlbetondecke hindurch quer durch das Haus mit immernoch guter Signalqualität.
Ein paar Tücken finden sich jedoch dann im Detail, bei der Computersoftware. Man kann die Zugangsdaten direkt in der Fritz-Software eingeben ODER aber im Betriebsystem direkt hinterlegen. Ich versuchte beides. Leider ist die Software - hier speziell das FritzWeb - nicht so einfach in der Bedienung, Träht man hier die Zugangsdaten ein und startet FritzWeb, dann wählt sich diese Software unkontrolliert und schnell immer wieder ins Internet ein. Ausserdem bin ich trotz richtiger Anwahlnummer immer auf der AVM-Herstellerseite gelandet, von der kein 'entkommen' war, alle anderen Seiten wurden erstmal ignoriert, das kann man sicher besser einstellen, wenn man weiss wie und die Zeit dafür hat.. Ich rate also dazu das FritzWeb nicht zu nutzen, wenn man unsicher bei der Einstellung ist, sondern die Zugangsdaten direkt im Betriebsystem einzugeben. (Internet-Explorer/Internetoptionen/Verbindungen/Fritz-ISDN: dort die Verbindungsdaten hinterlegen), Die Enwahl hierüber kann wunderbar kontrolliert werden, da man die Einwahl bestätigen muss. (Wobei ich denke, dass die Probleme die Software betreffen und unabhängig von dem Super-Gerät sind) Faxversand, Dateitransfer, etc laufen einfach super, wie man es von Fritz gewohnt ist. Ein weiteres kleines Manko ist der Bluetooth-Empfänger am PC. Er ist schon sehr klein - leicht zu verlieren - aber trotzdem so gebaut, dass bei übereinanderliegenden USB-Anschlüssen der 2. Anschluss eventuell behindert wird, wenn man dort zum Beispiel einen weiteren USB-Stick verwenden will. Einfache Anschlusskabel werden am 2. Anschluss nicht behindert. Noch schnell eine Bemerkung zur übrigen Umgebung - Eine Kombination mit einem bestehenden Netzwerk (über Switch oder Router) zuhause ist nicht - oder nur mit entsprechendem Aufwand - möglich. Man kann dann die übrigen PC's mit eigenen USB-Bluetooth-Empfängern in das Netz einbinden, quasi parallel zum bestehenden Netz.
Schade ist auch, dass dieses Fritz-Produkt wohl nur mit seinen eigenen Empfängern problemlos zusammenarbeitet, Das liegt an einer eingebauten Verschlüsselung, wenn man Fremd-Bluetooth-Geräte mit einbinden müssen diese auf die Verschlüsselung(Password) einstellbar ein. Das allerdings sorgt im Gegenzug dafür, dass die Drahtlose Verbindung nicht einfach von Fremden genutzt werden kann oder abgehört werden kann - zumindest nicht ohne Aufwand. Zusammengefasst macht das Gerät einen guten Eindruck auf mich, die Handhabung ist einfach, das Gerät solide. Der Preis ist recht hoch, aber es gibt keine bessere Lösung. Und letzendlich ist es ein Geld wert, andere Lösungen bei DSL sind genauso teuer.
Bei Neuabschluss eines ISDN-Vertrages - wenn kein DSL möglich ist - kann man übrigens auch versuchen sich dieses Gerät vom ISDN-Anbieter günstiger zur Verfügung stellen zu lassen, bei DSL bekommt man ja auch inzwischen alle Geräte nachgeworfen...
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06.07.2006 10:25
Scheint eine gute Alternative zu sein.. VLG.. Heidi
30.06.2006 11:31
Nett geschriebener, informativer Bericht. PS: WENN es wirklich gegenteiliges wäre, was die Werbung über die DSL-unterversorgten Gebiete behauptet, dann würde sich die Werbung ja selber überflüssig machen ;-) LG, Thomas
30.06.2006 11:10
sehr hilfreicher bericht. obwohl ich mit dem teil nur probleme hatte, bis ich irgenswann meinen wutanfall bekam, und es um es mal milde auszudrücken verbannt habe aus meinem haushalt. LG