WLAN Stick mit Datenturbo???
08.10.2008
Pro:
sehr einfache Installation und Konfiguration, hohe Sicherheit (WPA2 - Unterstützung)
Kontra:
niedrige Übertragungsleistung, Verbindungsabbrüche, recht hoher Preis
Empfehlenswert:
Nein
Details:
Ausstattung
Benutzerfreundlichkeit
Zuverlässigkeit
Handbuch/Dokumentation/Hilfe:
mehr
 radinho
Über sich:
Momentan leider nur wenig Zeit für ciao :-( lg Hendrik
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Hallo! Heute möchte ich euch von dem FRITZ!WLAN USB Stick von AVM berichten. Kaufentscheidung Vor einigen Monaten habe ich mir einen Media-Center PC zusammengestellt, der allerdings bisher ohne Internetverbindung auskommen musste. Da ohne Internet viele nützliche Anwendungen (z.B. Internet-Radio bzw. TV, Nachrichten, etc.) nicht verfügbar sind habe ich mir vor kurzem den FRITZ!WLAN Stick von AVM gekauft, der einfach in einen freien USB-Port gesteckt werden muss. Da ich auch hochauflösende Videos innerhalb des heimischen Netzwerkes übertragen wollte und der "normale" 802.11g-Standard mit 54 MBit/s dafür nicht ausreichend ist, mein Router (FRITZ!BOX Fon WLAN 7170) allerdings auch nicht den brandneuen N-Standard (300 MBit/s) beherrscht habe ich den Mittelweg gewählt. So unterstützen sowohl der Router als auch der WLAN Stick von AVM den g++ Modus, mit dem immerhin bis zu 125 MBit/s übertragen werden können. Da sowohl mein Router als auch der Stick vom selben Hersteller stammen sollte eine reibungslose Funkverbindung gewährleistet sein.
Lieferumfang In der kleinen Schachtel liegen neben dem eigentlichen Stick nur noch eine Treiber CD sowie eine Kurzanleitung, welche die wichtigsten Installations- und Konfigurationsschritte des Sticks erläutert. Auf der Treiber CD befinden sich, neben dem Treiber, auch noch ein Kontrollprogramm für die Internetverbindung sowie ein ausführliches Handbuch. Zusätzlich hätte ich noch ein USB-Verlängerungskabel erwartet, mit dem man den WLAN Stick etwas freier im Raum platzieren kann. Erhöht angebracht ist die Verbindungsstärke des Sticks nämlich höher als in Bodennähe.
Verarbeitung Von der Verarbeitung her weiß der FRITZ! Stick zu überzeugen. So ist die durchsichtige Plastikummantelung sehr stabil. Auch ist der USB-Anschluss sowie die im inneren befindliche Hardware sehr gut mit der Ummantelung verbunden, so dass hier nichts wackelt.
Technische Daten Anschlusstechnik: Drahtlos; USB Kompatibilität: IEEE 802.11b, IEEE 802.11g, IEEE 802.11g++ Datenübertragungsrate: 11/54/125 MBit/s Frequenzband: 2.4 GHz Sicherheitsstandards: 128-Bit WEP, 64-Bit WEP, WPA, WPA2 Unterstützte Betriebssysteme: Windows (98SE, 2000, ME, XP, Vista), Linux Besonderheiten: Stick & Surf, flexible
Bilder von AVM FRITZ!WLAN USB Stick
Sendeleistung Anschließen Um den WLAN Stick in Betrieb zu nehmen muss man ihn nur in einen freien USB-Stick einstecken. Hier sollte beachtet werden, dass der danebenliegende USB-Port eventuell nicht mehr benutzbar ist, da der Stick relativ breit ist. Dieses Problem wird durch ein USB-Verlängerungskabel gelöst (wie bereits oben erwähnt nicht im Lieferumfang enthalten). Das Kabel ist ebenfalls ratsam, wenn man den Stick an einem Front USB-Port anschließen möchte, da ansonsten die Gefahr besteht, dass jemand am Stick beim Vorbeigehen hängenbleibt und dieser somit abbricht. Nach dem Windows-Start wird der Stick direkt als Plug&Play Hardware erkannt, der Treiber ist Benutzer-freundlich direkt auf dem Stick gespeichert, somit wird die beiliegende Treiber-CD eigentlich nicht benötigt.
Installation Die Treiber-Installation verläuft komplett automatisch, es gibt keinerlei Einstellungsmöglichkeiten zu tätigen. Das mag für Einsteiger optimal sein, erfahrende Anwender hätten aber beispielsweise gerne Kontrolle darüber, ob die FRITZ-Software installiert werden soll, immerhin funktioniert die in Windows integrierte Software ebenso gut. Bei einem "normalen" WLAN Stick müsste man nach der Installation das (unter Umständen lange) WLAN-Passwort, welches im Router festgelegt wurde, eintippen. Ebenso muss der WLAN Stick erst im Router-Menü eingetragen werden, damit eine Verbindung aufgebaut werden kann. Der FRITZ Stick bietet hier eine interessante Alternative: Wenn man eine FRITZ!BOX besitzt kann man den Fritz Stick auch in den USB-Port des Routers stecken. Das Passwort wird so auf den Stick übertragen, außerdem wird der Stick automatisch in der Box angemeldet (etwa bei dem MAC-Filter). Dies ist also ebenfalls sehr nützlich für Einsteiger, da die teilweise umständliche und komplizierte WLAN-Konfiguration somit entfällt. Dank meiner FRITZ!BOX konnte ich dieses Feature auch testen-es funktioniert hervorragend! Wer sich nicht auf diese automatische Konfiguration verlassen möchte kann die WLAN-Verbindung natürlich auch manuell konfigurieren.
Sicherheit Wie fast alle neueren WLAN-Geräte unterstützt auch der FRITZ! WLAN Stick die moderne WPA2-Verschlüsselung, so dass die maximale Sicherheit gewährleistet ist. Somit bleiben unerwünschte Schnüffler aus dem Netzwerk ausgesperrt. Allerdings muss die Verschlüsselung natürlich ebenfalls im Router aktiviert werden. Außerdem sollt ein Passwort gewählt werden, was zum einen ausreichend lang und zum anderen nicht so einfach zu erraten ist. Am besten ist somit eine lange Buchstaben-, Zahlen- und Symbolkombination. Zwar unterstützt der Stick auch die älteren Sicherheitsstandards WEP und WPA1, diese werden allerdings nicht mehr als sicher eingestuft und sollten, falls alle Geräte im Netzwerk WPA2-kompatibel sind, deshalb nicht mehr eingesetzt werden.
Reichweite Die Reichweite des FRITZ!WLAN Sticks ist mittelmäßig. So steht mein Media Center PC im selben Stockwerk wie der Router und nur eine Wand trennt die Geräte voneinander. Allerdings wird selbst auf diese kurze Distanz nicht die maximale Signalstärke erreicht und das auch nur, wenn man den Stick mittels USB-Verlängerungskabel erhöht anbringt. Direkt am USB-Port angeschlossen ist die Verbindung noch deutlich schlechter. Ein anderer WLAN-Stick sowie mein Laptop haben unter diesen Bedingungen beispielsweise keine Probleme damit, die maximale Verbindungsstärke zu erreichen. Natürlich ist die Verbindung immer noch ausreichend stark, allerdings könnte es zu Problemen kommen, wenn man auf größere Distanzen oder gar von einem anderen Stockwerk aus eine Verbindung aufbauen möchte.
Geschwindigkeit Wie bereits geschrieben war die Geschwindigkeit ein wesentlicher Grund für den Kauf, immerhin unterstütz der FRITZ-Stick den g++-Modus, mit dem theoretisch 125MBBit/s innerhalb eines Netzwerkes übertragen werden können. Schon bei der Übertragungsrate des normalen g-Modus wurde ich aber ein wenig enttäuscht: So konnte ich, trotz einer guten Verbindung, nur maximal 1,5 MB/s erreichen. Davon war ich schon ein wenig enttäuscht, da mein Laptop etwa doppelt so schnell Daten ins Netzwerk senden und empfangen kann. Nach der Aktivierung des g++-Modus im Router-Menü staunte ich nicht schlecht: Die Verbindungsgeschwindigkeit hatte sich auf 500 KB/s verlangsamt, von dem versprochenen Geschwindigkeitsrausch war keine Spur zu sehen. Besonders ärgerlich ist dies natürlich, weil sowohl der Stick als auch der Router von AVM stammen, eine maximale Kompatibilität sollte also eigentlich garantiert sein. Ich konnte dieses Problem trotz verschiedenster Einstellungen in Routermenü und neuesten Treibern nicht beheben. Natürlich ist der FRITZ!Stick immer noch mehr als schnell genug, um im Internet surfen zu können und auch das Streamen von Musik von einem Computer auf den anderen funktioniert problemlos. Das Streamen von niedrig aufgelösten Videos bereitet dem Stick allerdings schon Probleme, teilweise wird die Wiedergabe durch stockende Bilder und Hänger im Ton unterbrochen. Von dem Gedanken, HD-Videos mit dem Fritz-Stick über das Netzwerk auf meinen Media-Center PC zu streamen musste ich mich völlig verabschieden, da es schlicht und ergreifend nicht möglich ist, es kommt keine flüssige Bildwiedergabe zustande.
Praxisprobleme Leider ist die niedrige Geschwindigkeit nicht das einzige Problem, was mich beim Einsatz des FRITZ!WLAN Sticks stört: So wird die WLAN-Verbindung bei längeren Datentransfers des Öfteren automatisch unterbrochen. Leider bewirkt der Stick dann, dass der Computer alle paar Sekunden für einen Augenblick komplett hängen bleibt, inklusive der Maus, Tonwiedergabe, etc. Erst nach dem heraussteckt des Sticks aus dem USB-Port reagiert der Computer wieder normal. Ich vermute, dass diese Probleme teilweise mit der recht hohen Wärmeentwicklung des Sticks in Zusammenhang stehen: So gibt es bei den neueren Treiberversionen des Sticks einen sogenannten Eco-Modus, mit dem die Verbindungsstärke reduziert werken kann, so dass sich der Stick auch weniger erwärmt. Wenn man den Eco-Modus aktiviert wird die Verbindung tatsächlich seltener unterbrochen, außerdem bleibt der Computer nicht mehr alle paar Sekunden hängen. Trotzdem ist der Eco-Modus natürlich keine Lösung des Problems, da die Verbindungsstärke mit der reduzierten Sendeleistung natürlich abnimmt, außerdem sollte es für einen WLAN-Stick kein Problem sein, auch mit der höchsten Sendeleistung problemlos eine Verbindung auf Dauer halten zu können.
Preis-Leistung Der AVM FRITZ!WLAN Stick ist mit ca. 20-25€ nicht gerade günstig, viele WLAN-Sticks werden schon für unter 10€ angeboten. Vorteilhaft gegenüber den günstigeren Sticks ist allerdings die Unterstützung für den g++-Modus, wie bereits oben erwähnt ist dieser aber eher kontraproduktiv.
Fazit Wer die letzen drei Absätze gelesen hat wird sich fragen, wie man den AVM FRITZ! WLAN Stick überhaupt empfehlen kann. Immerhin überträgt der Stick die Daten recht langsam, wobei der umworbene Übertragungsturbo "g++" diesen Zustand sogar noch verschlimmert. Außerdem kann die Verbindung nicht stabil gehalten werden, Verbindungsabbrüche sind an der Tagesordnung, was den Computer noch zu allem Überfluss dazu bringt, alle paar Sekunden kurz zu stocken. Zudem ist die Empfangsleistung ebenfalls nur mittelmäßig und der Preis mit 20-25€ viel zu hoch angesetzt. Auf der anderen Seite weiß die einfache Installation und Konfiguration des Sticks voll und ganz zu überzeugen, allen voran die Stick&Surf-Technologie, bei der über den USB-Port der FRITZ!Box das WLAN-Kennwort auf den Stick übertragen wird. Auch die maximale Sicherheit ist mit WPA2 gewährleistet. Dies sind auch die Gründe dafür, weshalb sich der Stick noch auf knappe zwei Sterne retten kann: Selbst Einsteiger, welche sich nicht besonders mit Computern auskennen können so schnell ein funktionierendes WLAN einrichten. Für alle anderen kann ich allerdings keine Kaufempfehlung aussprechen, da ich selbst mein Exemplar des Sticks zurückschicken und mich nach einer Alternative umsehen werde.
Vielen Dank für das Lesen meines Berichtes, über Bewertungen und Kommentare würde ich mich freuen.
Viele Grüße Hendrik
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14.01.2010 10:16
Stimme dir voll zu, habe ebenfalls des öfteren Verbindungsprobleme, Computerhänger und Abstürze Der Stick nervt, hast du schon eine Alternative?
25.02.2009 09:45
Du hast offenbar echt Ahnung von der Materie! Gruß vom KN☼PFi
12.12.2008 13:23
Top Bericht! LG Ann-Kathrin