Mit Multitasking RISC-Prozessor und 1 MB RAM On Board bildet die B1-Familie der AVM ISDN-Controller die optimale Basis für anspruchsvolle Kommunikationsinfrastrukturen wie... mehr
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Erfahrungsbericht von Pietchen über AVM ISDN-Controller B1 v3.0 01.11.2004
Produktbewertung des Autors:
Benutzerfreundlichkeit
ausgezeichnet
Handbuch/Dokumentation/Hilfe:
umfassend
Pro:
Deutliche Entlastung des Systems
Kontra:
Preis
Empfehlenswert?
ja
Kompletter Erfahrungsbericht
HiHo liebe Leser,
nachdem ich also einen Großteil meiner „Ausstattung“ beschrieben habe, begebe ich mich nun in die Weiten der Feinheiten.
Ein besonderes Exemplar ist heute die aktive ISDN-Karte B1 v3.0 der Firma AVM, welche in meinem Server ihren Dienst tut. Dieser ist vor allen Dingen für die Kommunikation der Privaten Wohneinheiten und des Büros verantwortlich. Sie nimmt Faxe und Telefonanrufe entgegen und stellt diese mit Hilfe der TK-Anlagen Software auf die nötigen Nebenstellen um.
In früheren Tagen wurde Controller wie dieser sehr gerne eingesetzt um die Leistung der Server nicht zu beeinflussen. Aufgrund ihrer Architektur sind sie in der Lage Operationen auszuführen ohne Prozessorlast für sich zu beanspruchen. Ausgestattet sind sie aus diesem Grunde mit einem eigen Prozessor und eigenem Speicher. Natürlich ist dieses auch heute noch ein wirkliches Kaufkriterium, jedoch steht dem die stetig steigende Prozessorleistung der heutigen Rechner entgegen. Wer jedoch keine Einbrüche durch eingehende Faxe oder Anrufe verschmerzen möchte, greift auch heute noch zur aktiven Variante.
Ein Zusätzliches Kriterium besteht in der Möglichkeit bis zu vier Karten in einem Rechner zu betreiben um das maximale aus einem Kommunikationsserver zu holen.
Erstanden habe ich die Karte vor etwa drei Jahren in einem Großhandel und der damalige Preis belief sich auf etwa 400,- €.
Installation & Handbuch:
Der Einbau und die Installation geht Kinderleicht von der Hand. Nachdem man den Computer aufgeschraubt hat, schiebt man diese in einen freien PCI-Slot. Wichtig ist in diesem Zusammenhang, dass die Karte von Hause aus keine IRQ-Sharing unterstützt und so einen wirklich „freien“ Steckplatz benötigt. Unter Windows 2000 Server wurde die Karte nach hochfahren des Systems erkannt und forderte Selbstständig die mitgelieferten Treiber. Die Installationsroutine bindet die nötigen Treiber ins System ein und installiert zusätzlich einiger Diagnoseprogramme für die Karte. Wer zusätzliche Software benötigt, findet auf der Website der Firma AVM alle nötige. Natürlich gestattet die Karte auch alle üblichen Anwendungen, wie z.B. die Fritz! Software oder auch das Produkt AVM Ken!. Die einzelnen Bereiche der Software funktionieren und harmonieren untereinander und miteinander ohne Fehl und Tadel.
Installationsfähig ist die Karte unter allen gängigen Betriebssystemen, wobei auch zukünftige durch die schnelle und sehr kompetente Arbeit der Firma AVM Unterstützung erfahren werden.
Das Handbuch beschreibt alle nötigen Schritte, die für eine reibungslose Benutzung des Produkts notwendig sind und stellt im Problemfall einige Hilfestellung. Es ist für eine Zusatzkarte mehr als reichhaltig und lässt keine Wünsche offen.
Betrieb:
Die Karte gestaltet sich mehr als unproblematisch und ist einfach zu bedienen. Durch mitgelieferte oder optionale Software wächst die Karte problemlos mit den Ansprüchen des Anwenders. Connectivität erreicht die Karte durch ihre CAPI Unterstützung. CAPI ist ein Industriestandard für die herstellerunabhängige Schnittstelle zwischen ISDN-Karten und dem Betriebssystem. CAPI ist die Software-Schnittstelle, die den einfachen Zugriff von Programmen auf ISDN-Geräte erlaubt. So ist es auch Problemlos möglich die Karte wie eine einfache ISDN-Karte zu nutzen.
Ihre Stärken spielt sie jedoch erst im Alltäglichen Betrieb aus. Durch Ihren RISC-CPU entlastet sie das gesamte System, so dass von ihrer Aktivität selbst im messbaren Bereich keine Belastungen erkennbar sind.
Software:
Die Mitgelieferte Software ist eigentlich ausschließlich für den rudimentären Betrieb gedacht. Durch Zusätzliche Module, welche kostenfrei erhältlich sind, kann man die Funktionsfähigkeit der Karet deutlich erweitern, wobei dieses in diesem Falle kaum nötig sein wird, da 99% der Karten ihren Dienst in aunbeaufsichtigten Servern verrichten werden. In Workstations werden durch die Installation von Zusatzsoftware folgend Features freigegeben:
- Internet-Einwahl - PC-Fax - PC-Telefonie inklusive Anrufbeantworter - Dateitransfer - SMS im Festnetz - MMS im Festnetz
Technische Daten:
ISDN-Einsteckkarte für PCI-Bus - So-Schnittstelle für Basisanschluss und Nebenstellenanlagen - Multitasking-RISC-Processor "StrongT" (50 MIPS bei 50 MHz) - 1 MB fast static SRAM on board - PCI Busmaster-DMA - Datenübertragungsrate 2x64 KBit/s and 1x16 KBit/s - 2003 Server, Win XP, XP 64Bit Edition, - - 2000/NT/Me/98/95/3.x, - Novell NetWare 6.x/5.x/4.x./3.12, Linux, OS/2, DOS - D-Kanal-Protokoll DSS1 [EURO-ISDN], - 1TR6, NI-1, 5 - ESS und B-Kanal-Protokoll X.75, T.30, T70NL, T.90, - X.31, V.110, V.120 etc. ladbar - FAX Gruppe 3 auf dem Controller integriert - 14.400 BPS senden nach V.17/9.600 BPS - V.29 auf beiden B-Kanälen parallel) - MR/MMR (2D-Komprimierung) und ECM (Fehlerkorrektur) - Zusätzlich verfügbar: Fax Polling, DTMF, GSM und Unterstützung für CAPI 1.1 - OEM-Software für B-Kanäle ladbar - Standardisierte COMMON-ISDN-API (CAPI) 2.0 - Volle Abwärtskompatibilität der Hardware B1-Familie - Kurze Karte: ca. 146 x 120 mm, Leistungsaufnahme ca. 2 Watt - Bis zu vier Controller in einem PC einsetzbar - Controller B1 PCI, B1 v1.3/v2.0/v3.0, B1 PCMCIA und B1 USB - CE-Zulassung; Konformität zur R&TTE-Richtlinie (1999/5/EEC)
Lieferumfang:
CAPI 2.0-Treiber für Windows XP (64-Bit Edition), Server 2003/XP/2000/NT/Me/98/95/3.x, Linux, OS/2, Novell NetWare 3.12/4.x/5.x/6x und DOS AVM NDIS WAN CAPI-Treiber AVM ISDN CAPI Port-Treiber AVM ISDN TAPI Services for CAPI ISDN-Datenübertragungsprogramme Connect 2/32 (kompatibel zu FRITZ!data)
Fazit:
Sicher nicht für jeden Rechner von Nöten. Kommt man aber günstig an einen Vertreter dieser Karten sollte man zuschlagen. Vorausgesetzt natürlich man nutzt ISDN und hat gebrauch für solch eine „spezielle“ Hardware. ;-)