Drum prüfe, wer sich ewig (an FRITZ!) bindet
22.07.2005
Pro:
Narrensicher, stabil ,schnell, e - mule optimiert
Kontra:
Reichweite WLAN , fehlende Funktionen
Empfehlenswert:
Ja
Details:
Ausstattung
Benutzerfreundlichkeit
Zuverlässigkeit
Handbuch/Dokumentation/Hilfe:
Stromverbrauch:
 drufk
Über sich:
Mitglied seit:26.10.2000
Erfahrungsberichte:40
Vertrauende:1
Dieser Erfahrungsbericht wurde von 40 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
Wie von den FRITZ!-Produkten nicht anders gewohnt gilt das Prinzip: Anschließen - läuft. Mittlerweile wird die Installation Schritt für Schritt mit ausführlicher Bebilderung von CD-ROM erläutert. Eigentlich narrensicher, aber nichts ist wirklich narrensicher! Ich habe also nur auf die Bildchen geschaut und gar nicht mehr nachgedacht, was ich eigentlich tue und prompt habe ich das ISDN-Kabel am DSL-Port angeschlossen und vergeblich auf die Synchronisation gewartet. (Das bezieht sich natürlich auf die FRITZ!FON WLAN 7050, die ich ebenfalls ausprobiert habe)
Alles Schlechte hat auch sein Gutes und so konnte ich gleich die Horline ausprobieren. Eine normale Telefonnummer in Berlin. Man muß zweimal eine Wahl treffen per Tastatur, dann landet man in der Warteschleife, aber im Gegensatz zu anderen Anbietern wird man alle 30 Sekunden über seine Position in der Warteschleife informiert und nach ca. 2 Minuten hatte ich einen Gesprächspartner.
Obwohl ich ihm meinen Unsinn korrekt geschildert hatte, vermutete er entweder einen Defekt des DSL-Splitters oder der FRITZ!-Box und wollte schon die Daten der Box für einen Umtausch aufnehmen. Mein Instinkt hat mich allerdings gesagt: AVM-Produkte werden nicht defekt ausgeliefert und bei Ignorierung der Bildchen von der CD war die Sache dann klar und die endgültige Installation ein Klacks!
Die Box ist per USB angeschlossen, zwei weitere Rechner hängen über WLAN dran. Sicherheitshalber habe ich WLAN-Sticks von AVM (FRITZ!WLAN USB Stick) genommen. Deren Installation war ebenfalls einfach und nach kurzer Zeit konnten alle Rechner ins Internet. Die Kommunikation untereinander bereitete zunächst Schwierigkeiten, ein Studium des Prospektes und der Betriebsanleitung (nur auf CD) brachte auch keine Gewißheit, ob das überhaupt möglich ist, aber mit den richtigen Einstellungen, teilweise nur im Expert-Modus, klappte es dann doch. Die Rechner könne auch von Stick zu Stick kommunizieren, also ohne FRITZ!Box als Relaisstation.
Nun konnten die drei Computer untereinander Daten austauschen mit knapp der versprochenen Geschwindigkeit (54 MBit/s) und der DSL-Zugang zum Internet lief reibungslos. Besonders erfreulich war, daß nun die Verbindung zu e-mule um fast den Faktor 10 beschleunigt war gegeüber der bisherigen Lösung. Zu verdanken ist dies dem Umstand, daß die Fritz!-Box die interne IP-Adresse weiterleitet und damit für eine hohe ID bei e-mule sorgt, zum zweiten dem (angeblich einmaligem) Bandbreitenmanagement, das vor allem die upload-Geschwindigkeit soweit drosselt, daß das normale Surfen nicht behindert wird. Bei anderen Router-Lösungen muß man die Verbindungsgeschwindigkeit zu e-mule drosseln, damit der reguläre Internet-Zugang nicht quälend langsam wird.
An der automatischen Trennung der Internetverbindung alle 24 Stunden durch T-Online kann FRITZ! auch nichts ändern, aber man kann die Trennung auf eine beliebige Uhrzeit verschieben, wann sie am wenigsten stört. Weniger überzeugen kann die WLAN-Verbindung. Die angegebene maximale Reichweite von 200 m gilt natürlich nur ohne Hindernisse und innerhalb eines Hauses rechnet man mit deutlich geringeren Reichweiten. Die tatsächliche Reichweite hat aber doch sehr enttäuscht: Durch eine Wand hindurch, Entfernung Box-Computer ca. 5 Meter wird schon nicht mehr die volle Signalstärke erreicht. Durch eine Decke, Entfernung Box-Computer ca. 5 Meter muß die Antenne der Box genau justiert werden, damit die Verbindung nicht zusammenbricht.
Die Möglichkeit, die Sendeleistungen von Box und WLAN-Stick anzupassen, erscheinen damit als reiner Werbegag, denn die schwachen Ergebnisse wurden bei 100% Sendeleistung erzielt. Wenn man Testberichte, Werbung und Verpackungsaufdruck der Frtiz!Box liest, dann entsteht leicht der Eindruck, es mit einer eierlegenden Wollmiclchsau zu tun zu haben. Tatsächlich gibt es zahlreiche Varianten der FRITZ!Box und man sollte sich sehr genau überlegen, was man eigentlich benötigt. (www.avm.de)
Die gesamte (teure) Fon-Serie setzt hautsächlich auf Internet-Telefonie, aber nur bei ganz speziellem Telefonverhalten läßt sich damit tatsächlich Geld sparen und bis die 100 Euro Mehrpreis zur normalen Box hereintelefoniert sind, vergeht eine ganze Weile. Vielleicht unterschätze ich allerdings die Bedeutung der Internet-Telefonie, dann ist die Fon-Serie bestimmt Spitze. Ich habe es nicht ausprobiert, aber zahlreiche Testberichte weisen der FRITZ! einen Spitzenplatz zu. Was mich wirklich hart getroffen hat ist der Umstand, daß auch das Topprodukt 7050 trotz ISDN-Anschluß nicht in der Lage ist, neben dem DSL-Internet-Zugang wahlweise einen ISDN-Zugang herzustellen. Ich hatte als selbstverständlich angenommen, daß die Software ein virtuelles Modem bereitstellt.
Der Wunsch nach so einer Möglichkeit ist nicht abwegig, denn wenn jemand einen DSL-account bei t-online hat, dann hat er zwar Zugriff auf die e-mails des Hauptnutzers 0001, Mitbenutzer mit eigener e-mail -Adresse müssen ihren e-mail-Verkehr aber über die 0191-er Nummer abwickeln (wegen der Authentisierung). Mangels 0191-Einwahlmöglichkeit war ich gezwungen, die e-mails auf POP3 umzustellen, wofür t-online happige monatliche Gebühren verlangt.
Theoretisch hätte man eine FRITZ!Box-Ausführung nehmen können mit "USB-Zubehör" und ein externes ISDN-Modem anschließen, aber ob das dann wirklich immer geklappt hätte, das sei noch dahingestellt. ABLÄSTERN über EUMEX von T-Online
Zum Schluß noch einige Bemerkungen, warum ich meine alte Telefonanlage / Router EUMEX 704 PC DSL von der Telekom rausgeschmissen und durch FRITZ! ersetzt habe, obwohl die EUMEX 5 Jahre lang ihren Dienst verrichtet hat und neben DSL-Zugang auch die Einwahl über 0191 ermöglicht hat: Kein anderes Gerät hat jemals derart viel Ärger bereitet. Die LAN-Variante ließ sich überhaupt nicht installieren, von der USB-Variante waren zwei Geräte defekt, erst das dritte funktionierte. Stunden habe ich in der Hotline verbracht mit inkompetenten Gesprächspartnern , die die Schuld auf das jeweils installierte Betriebssystem zu schieben versuchten - egal on nun 98a,b oder c installiert war. Wenn ich von Problemen berichtet habe, dann hieß es, auf allen T-Online-Testrechnern liefe die Eumex ohne Schwierigkeiten, aber erst mit dem nächsten Soft- oder Firmwareupdate war das Problem auch auf meinem eigenen Rechner behoben, allerdings nicht ohne zwei neue Fehler aufzuweisen. Die vorletzte Version .148 hat zwar den Internet-Verkehr gegenüber Version .141 stabilisiert, dafür konnten die Rechner untereinander nicht mehr kommunizieren. Ein Jahr später (6/2005) wurde dieses Problem behoben und es schien endlich alles zu funktionieren, aber T-Online scheint einen e-mule -Filter eingebaut zu haben, denn wenn man mit e-mule verbunden ist, dann wird die Verbindung alle ca. 30 Minuten für einige Sekunden unterbrochen, was einen in der Download-Schlange natürlich wieder ganz ans Ende befördert. (Ich verstehe ja, daß die Telekom schnelle Leitungen für viel Geld verkaufen will, aber nicht daran interessiert ist, daß die Übertragungskapazität tatsächlich ausgenutzt wird)
Überdrüssig, ein weiteres Jahr auf das nächste verschlimmbesserte Eumex-Update zu warten, fiel die Entscheidung dann für FRITZ! Hätte ich die Produktbeschreibung kritischer studiert, dann wäre wohl manche Enttäuschung erspart geblieben. Spätestes die unzähligen Varianten der Box, die auf der AVM-Homepage beschreiben werden, hätten die Alarmglocken läuten lassen müssen. Für den FRITZ! - Unerfahrenen ist der tatsächliche Funktionsumfang der einzelnen Varianten kaum überblickbar.
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25.02.2006 21:52
Ooops, da steh ich wohl isoliert da mit meinem Urteil, aber von diesem Technik-Deutsch habe ich fast nichts verstanden. Nach gründlichem (!) Lesen deines Berichts ist mir wirklich nicht klar, ob du das Gerät nun empfehlen kannst oder nicht. Der recht ausführliche Anhang über deine Vorgänger-Anlage hat m.E. in diesem Bericht nichts zu suchen (jedenfalls nicht in dieser Form und Ausführlichkeit). Trotzdem bin ich froh, wenn jmd. aus eigener Erfahrung schreibt und durchaus kritische Eigenschaften eines Produkts oder einer Dienstleistung betont. Leider gehen diese Dinge in deinem Bericht letztlich unter. Schade sagt CaBe
07.11.2005 20:11
Stimmt schon, mit diesen geringen (werbl.überzogenen!) Reichweiten, obwohl "2 Teilantennen im kurzen Stück drin sein sollen", habe auch mit Fritz-USB-Stick in WLAN-Anbindung erhebl.Schwierigkeiten zum Dauerbetrieb. 2 eigene Antennen wie beim Siemens-Router wären besser ! - mfgr., sb
22.07.2005 14:36
Schöner Bericht, hatten dieses Gerät auch mal... lg, piccolina