AXA Colonia, KV

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AXA Colonia, KV

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Erfahrungsbericht über "AXA Colonia, KV"

veröffentlicht 04.01.2008 | commoduscgn
Mitglied seit : 03.01.2008
Erfahrungsberichte : 7
Vertrauende : 0
Über sich :
Nichts für mich
Pro Monatsbeitrag
Kontra Leistungskatalog, Beitragserhöhungen, Zahnstaffel
sehr hilfreich
Erreichbarkeit im Ernstfall:
Zahlungsbereitschaft im Ernstfall:
Beitragshöhe / Leistungsverhältnis:
Allgemeine Kundenfreundlichkeit:
Dauer des Besitzes/der Nutzung

"Axa Colonia, KV"

Ich bin seit Anfang 2006 über Axa im sogenannten "Elementartarif" versichert. Viel Versicherung für wenig Geld, dachte ich. Und privat obendrein!

Erwähnenswert ist auch, dass ich schon zuvor privat krankenversichert war: Bei der Vereinten, die dann in die Allianz überging. Eine gute Versicherung, deutlich teurer als die Axa, und mit einem jährlichen Selbstbehalt von ca. 380 Euro.

Ich wollte also sparen, ging zur Axa, die keinen Selbstbehalt hat. Und musste feststellen: Nicht nur ich als Kunde Spare an Geld, die Axa spart auch an Service. Und das kostet am Ende mehr.

Am Negativsten sehe ich die Regelung zur sogenannten Zahnstaffel an. In den ersten vier Mitgliedsjahren ist der Betrag für Zahnbehandlung (!!!) und Zahnersatz gedeckelt. Verraten wird das bei Vetragsabschluss allerdings nur im Kleingedruckten.

Im ersten Versicherungsjahr trägt AXA 250 Euro Zahnarztkosten (lächerlich!), im zweiten jahr sind es 500 Euro, im dritten Jahr darf man sich über 1000 EUR freuen. 2000 EUR stellt Axa im vierten Jahr für die Zahnbehandlung zur Verfügung. Die Deckelung hört erst ab dem fünften Versicherungsjahr auf.

Was nicht heißt, dass Zahnersatz danach in vollem Umfang getragen würde. Wird er ja auch bei anderen selten oder kaum. Aber bei der Axa Colonia ist die Regelung noch übler. Mit 60 Prozent bei Zahnersatz fährt man dort genauso schlecht wie ind er gesetzlichen KV, mit der Regelung zur Zahnstaffelung sogar noch schlechter.
Da kann ich wirklich nur abraten.

Stichwort Psychotherapie: Ist nicht Vertragsbestandteil, müsste man also selbst tragen. Ich erfreue mich zum Glück einer stabilen Psyche. Wer aber kann schon sicher sagen, dass es ein leben lang so bleiben wird. Da ist also ein großes Risiko.

Im Elementartarif gilt darüberhinaus das Hausarztprinzip. Außer beim Augenarzt und beim Zahnarzt ist immer ein Weg zum Hausarzt erforderlich. Erst wenn der einen zum Facharzt überweist, zahlt die AXA auch die vollen 100 Prozent. Anderenfalls sind es nur 80 Prozent.

Noch ein Stichwort zum Thema Vorsorge und Gesundheitsprophylaxe:
Dass bei einer Asienreise das Malariamedikament "Malarone" von der Axa nicht erstattet wird (andere Gesellschaften wie die Allianz tun das! ) kann man ja noch halbwegs verstehen. Schließlich war die Reise mein Privatvergnügen.
Dass aber bloße Vorsorgeuntersuchungen oder ein normaler Prophylaxebesuch beim Zahnarzt dafür sorgen, dass bei sonstiger Gesundheit die Beitragsrückerstattung ausfällt, ist schon ein kleiner Skandal.
Im Elementartarif bekommt man bei der AXA also nur dann Geld zurück, wenn man sich um Gesundheitsvorsorge nicht kümmert.

Zum Schluss noch was zum Thema Kostenfalle: Viele Krankenversicherungen sind AGs, auch die Axa. Da geht es auch um Geld, das verdient werden muss, Geld das ausgeschüttet werden soll an die Aktionäre. Letztlich geht es dabei dann auch um Kosten, die vermieden werden sollen. Dazu zählen dann auch die Versicherten und ihre "kost"baren Anliegen *kleiner Wortwitz*.
Soll heißen: Weniger Leistungen bei den Versicherten (s.o.Zahnersatz, Psychotherapie, kleiner Leistungskatalog)!
Soll aber auch heißen: Ständige Beitragsanpassungen. Tarife wie der Elementartarif werden schnell teurer.

Fazit: Billig ist nicht automatisch gut. Genau das gilt für den Axa Elementartarif. Lieber einen teureren und verlässlichen Tarif auswählen, den es schon ein paar Jahre gibt. Dann kann man auch die Beitragsentwicklung überprüfen. Ist besser, als auf vermeintlich günstige Lockangebote hereinzufallen.
Und noch ein Tipp: Besser zu einer Versicherung gehen, die keine AG ist, sondern in anderer Gesellschaftsform dem Gegenseitigkeitsgedanken verhaftet ist. Da findet man hier auch einige- zum Beispiel die Debeka oder die Alte Oldenburger. Sind zwar teurer, aber besser.

Ein Ggutes hat der Axa Elementartarif: Aufgrund der ständigen Beitragsanpassungen hat man dann auch immer ein außerordentliches Kündigungsrecht.
Ich habe davon Gebrauch gemacht.

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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht

  • Smigel79 veröffentlicht 30.11.2010
    Du Knaller! Erst einen auf "billig billig" machen - und dann schreien, wenn man etwas BILLIGES geliefert bekommt! "Elementar-tarif" - auch "Einsteiger-tarif" genannt - das sagt doch schon alles! Die PKV ist NICHTS für Pfennigfuchser, sondern für Leute, die rechnen können. Die AXA ist in der Tat kein Krankenversicherer, den ich selbst haben wollte, aber man kann nicht eine Dose mit der Aufschrift "Scheisse" kaufen und sich hinterher beschwehren, dass Scheisse drin ist! Man man man - das ist völlig daneben, sorry.
  • Moorburger veröffentlicht 07.01.2008
    Genau lesen ist bei Versicherungen immer wichtig. Übrigens: Versicherungsvereine auf Gegenseitigkeit sind kein Stück besser, auch wenn dort der Versicherte theoretisch Miteigner ist. Siehe mein Bericht zur Debeka. LG Olaf
  • Sexy_Pussy_Deluxe veröffentlicht 04.01.2008
    Für deinen zweiten Bericht wirklich gut, daher auch ein sh*g*. lg Pussy
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Produktdaten : AXA Colonia, KV

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