Produktbewertung des Autors:
| Pro: |
Fahrbahnzustand; wenig Verkehr |
| Kontra: |
Bau einer sinnlosen Raststätte |
| Kompletter Erfahrungsbericht |
|
So... heute will ich mich mal an ein ganz neues Testthema heranwagen.
Und ich kann mit Fug und Recht behaupten, dass ich noch nie so etwas großes getestet habe:
Eine Autobahn.
Es geht in diesem Testbericht um die BAB 250, die ich recht häufig entlangfahre.
So here we go!
Allgemeines
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Die Autobahn A250 verbindet Hamburg mit Lüneburg (und damit auch das ziemlich genau dazwischenliegende Winsen/Luhe) und ist ca. 35 Kilometer lang. Sie führt also westlich von Hamburg an Lüneburg heran und ermöglicht so auch ein schnelleres Erreichen von Uelzen und Dannenberg (südlich bzw. östlich von Lüneburg).
Der letzte Abschnitt der Autobahn wurde 1993 eingeweiht und für den Verkehr freigegeben.
Sie entspringt einige Kilometer südlich von Hamburg, gerade noch im Land Niedersachsen, im Kreuzgewirr um das Horster-Dreieck und das Maschener Kreuz.
Das Horster Dreieck ist die Verbindungsstelle zwischen den beiden großen Autobahnen A1 und A7.
Beim Maschener Kreuz kreuzen die A1 und die A250.
Bei Lüneburg geht die A250 nahtlos in die B4 über, welche dann, als Stadtring um Lüneburg herum, nach Uelzen und irgendwann nach Braunschweig führt.
Erreichbarkeit
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Wie schon beschrieben, kann man die A250 über die Autobahnen A1 und A7 erreichen.
So kann man zum Beispiel, wenn man aus Bremen kommt, direkt am Maschener Kreuz von der A1 auf die A250 abbiegen.
Kommt man etwa aus Flensburg, so muss man erst am Horster Dreieck auf die A1 und dann auf die A250, was aber kein Problem ist, denn die vielen Abbiegemöglichkeiten sind sehr gut und verständlich ausgeschildert.
Man hat eigentlich das Gefühl, dass es sich beim Horster Dreieck und beim Maschener Kreuz um eine einzige große Schnittstelle handelt, da eben eins ins andere übergeht.
Ich werde hier ebenfalls noch kurz die Auf-/Abfahrten zur/von der Autobahn A250 aufführen (von Hamburg kommend aus gesehen):
- Maschen
- Winsen-Ost
- Winsen-West
- Handorf (auf die B404, Direktverbindung mit Lauenburg, Geesthacht, A25, A24 (Berlin))
Auf die Autobahn selbst führt in Lüneburg nur die Abfahrt Lüneburg-Nord, die restlichen Anschlussstellen münden in die B4 ein, die aber nichts anderes ist als die A250, denn die A250 wurde an die früher vorhandene B4, die von Hamburg durch Winsen führt, nahtlos angeschlossen.
Die Fahrt
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Wohl das Wichtigste des Tests.
Man kann guten Gewissens sagen, dass das Fahren auf der A250 Spaß macht.
Eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf 120 km/h gibt es nur auf den ersten zwei Kilometern bis zur AS Maschen, danach ist Bleifuss angesagt.
Es gibt ein paar sanfte, höchst übersichtliche Kurven und ein paar leichte Gefälle, die das Fahrzeug zu Spitzengeschwindigkeiten animieren... wenn man denn soviel Sprit verbrauchen will.
Der Zustand der jeweils zweispurigen Fahrbahn ist exzellent.
Man merkt, dass die Autobahn noch nicht sehr alt ist. Der Belag ist eben, merkwürdige Fahrbahngeräusche kommen nirgends vor.
Was aber besonders gut ist:
Die Autobahn ist relativ schwach befahren! Es handelt sich eben nicht um eine Hauptschlagader des Verkehrs, denn Lüneburg ist mit 70000 Einwohner recht klein und die dahinterliegenden Städte bzw. Winsen noch vor Lüneburg sind noch wesentlich kleiner.
Staus kommen praktisch nie vor, ebenso wenig zähfließender Verkehr.
Abgerundet wird das Fahrerlebnis durch eine schöne Umgebung.
Abgesehen von einigen kahlen Flächen rund um Winsen ist die Autobahn umgeben von Waldstücken, auch idyllische, in der Sonne funkelnde Seen lassen sich hin und wieder mal blicken.
Rastplätze
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Neben einem Autohof gibt es einen sehr großen und vor allem sauberen Rastplatz für PKW und LKW bei Winsen, natürlich auf beiden Seiten. Auch diese Sauberkeit ist wieder ein Beleg dafür, dass die Autobahn nicht sehr stark frequentiert ist.
Was mir allerdings immer wieder die Zornesröte ins Gesicht treibt:
Nur acht Kilometer hinter dem Rastplatz Winsen wird, ebenfalls auf beiden Seiten der Autobahn, ein weiterer Rastplatz gebaut.
WARUM????
Der Rastplatz Winsen steht doch schon immer so gut wie leer und wirkt oft wie eine Geisterstadt.
Recherchen ergaben, dass der Bau der beiden neuen Rastplätze dem Steuerzahler rund 1,75 Millionen Euro kostet.
Solche eine hohe Raststättendichte gibt es nicht mal auf den wichtigen Autobahnen wie A1, A3 oder A7!
Geldverschwendung!
Rastplätze mit Tankstellen gibt es keine, doch es gibt einige Tanken direkt hinter den Abfahrten, in Lüneburg und Winsen.
Aktuelles
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Aufgrund einer Fahrbahnerneuerung am Maschener Kreuz kann man derzeit, wenn man aus Richtung Lüneburg in Richtung Hamburg fährt, nicht in Richtung Bremen (A1) und nicht in Richtung Hannover (A7) fahren.
Will man in diese beiden Richtungen, so muss man erst mal ein Stück auf der A7 Richtung Flensburg fahren und dann bei der AS Fleestedt auf eine mickrige Landstraße abbiegen.
Diese führt durch den lauschigen Ort Hittfeld, von wo aus man dann wieder auf die A1 kommt (Richtung Bremen) und ggf. auch nach Hannover.
Die Bauarbeiten werden noch bis Ende Oktober 2005 andauern und zu erheblichen Verkehrsbehinderungen vor allem auf der A1 und A7 führen.
Meine Meinung
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Die A250 ist für jeden Lüneburger ein echter Segen, denn die Weltmetropole Hamburg wird in weniger als 40 Minuten erreicht.
Wenn man richtig Gas gibt, schafft man es in gut 30 Minuten bis vor die Tore Hansestadt.
Was mich nur ärgert, ist die Tatsache, dass mal wieder völlig sinnlos Steuergelder verprasst werden, diesmal für einen absolut sinnlosen Rastplatz den kaum jemand nutzen wird.