A 8 Dreieck Karlsruhe - Salzburg

A 8 Dreieck Karlsruhe - Salzburg

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Oder: Abenteuer Forschung – Wie sah eine Autobahn vor einem halben Jahrhundert aus? ### GLIEDERUNG ### 1. Karlsruhe – Stuttgart 2. Rund um Stuttgart 3. Der Albaufstieg (Drackensteiner Hang) 4. Vom Albaufstieg nach Ulm 5. Ulm – München 6. München – Salzburg 7. Zusammenfassung ### ... Bericht lesen





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1-6 von 9 Erfahrungsberichten    
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Abenteuerfahrt? – Auf der A8 genau richtig!
Erfahrungsbericht von ppjoc007 über A 8 Dreieck Karlsruhe - Salzburg
26.09.2002


Produktbewertung des Autors:   


Pro: anspruchsvolle Fahrt
Kontra: dem Verkehrsaufkommen überhaupt nicht gewachsen

Empfehlenswert? nein 

Kompletter Erfahrungsbericht

Oder: Abenteuer Forschung – Wie sah eine Autobahn vor einem halben Jahrhundert aus?


### GLIEDERUNG ###
1. Karlsruhe – Stuttgart
2. Rund um Stuttgart
3. Der Albaufstieg (Drackensteiner Hang)
4. Vom Albaufstieg nach Ulm
5. Ulm – München
6. München – Salzburg
7. Zusammenfassung

### 1. Karlsruhe – Stuttgart ###
Wer am Dreieck Karlsruhe von der A5 in die A8 einfährt, fühlt sich um Jahrzehnte zurückversetzt. Man fährt (bis zum Dreieck Leonberg) auf einer Vorkriegsautobahn mit zwei Spuren ohne Standstreifen und ohne irgendwelche Nothaltebuchten, deren Instandhaltung sehr zu wünschen übrig lässt. Die Streckenführung stammt ebenfalls aus dieser Zeit, starke Steigungen und Gefälle warten auf den Autofahrer genauso wie enge Kurven und gefährliche Kuppen. Da mag man gar nicht daran denken, dass hinter jeder Kurve bzw. Kuppe ein liegengebliebenes Fahrzeug mitten auf der Fahrbahn stehen kann, da es ja keinen Standstreifen gibt.
Jede der Ein- und Ausfahrten hat ihr ganz persönliches Gesicht: Mal gibt es einen ein Kilometer langen Verzögerungsstreifen, mal gar keinen, und die Ausfahrt beginnt mit einer scharfen Rechtskurve, mit den Einfahrten verhält es sich ähnlich. In Karlsbad bspw. muss man erst ewig parallel zur Autobahn fahren, bis man auf sie wechseln kann, und natürlich ohne Beschleunigungsstreifen. Das letzte Mal als ich dort vorbeifuhr, war dort eine Baustelle, vielleicht wird die Ausfahrt entschärft.
Die Parkplätze haben hingegen ein einheitliches Bild: weder Verzögerungs- noch Beschleunigungsstreifen. So gestaltet es sich äußerst riskant, aus dem Stand in eine volle (und das ist sie meistens) Autobahn einzufahren. Also, auf diesem Teilstück lieber keine Pause machen!!


### 2. Rund um Stuttgart ###
Am Dreieck Leonberg mündet die A81 ein, die zu dem ohnehin schon enormen Verkehr noch sehr viel Verkehr aus der Richtung Heilbronn/Mannheim mitbringt. Bis zum Kreuz Stuttgart geht es zwar 8 Kilometer lang vierspurig, aber dort verabschiedet sich gleich wieder eine Spur, sodass man am Ballungszentrum Stuttgart auf einer dreispurigen Autobahn vorbeifährt, bzw. vorbeikriecht, wenn man in den Berufsverkehr gerät. Wenn dann noch die LKW an den starken Steigungen noch die rechte Spur blockieren, geht fast nichts mehr.


### 3. Der Albaufstieg (Drackensteiner Hang) ###
Hat man das Stuttgarter Raum hinter sich gelassen, nähert man sich unaufhaltsam dem nächsten Nadelöhr, dem Albaufstieg zwischen Aichelberg und Merklingen. Ein Teil von ihm bis kurz vor Mühlhausen ist mittlerweile dreispurig ausgebaut, und wurde ziemlich entschärft, denn er war z.T. noch abenteuerlicher als der Teil, der noch folgt. So klettert man heute mit einer konstanten Steigung und in weiten Bögen den Berg hinauf und nähert sich Mühlhausen, und damit verschwindet auch gleich die dritte Spur und der Standstreifen, und wir befinden uns wieder auf einer Vorkriegsautobahn. So geht es dann noch einmal zweispurig mit 7% Steigung den Drackensteiner Hang hinauf auf 785 Meter über NormalNull, auf die höchste europäische Wasserscheide. Dies geschieht unabhängig von der Gegenfahrbahn, die befindet sich am Drackensteiner Hang ganz woanders. Kurz bevor sich die beiden Fahrbahnen wieder finden, geht es durch einen Tunnel, den man lieber nicht genauer betrachten sollte, denn sonst fragt man sich schnell, ob man wieder heil aus ihm heraus kommt. In der Gegenrichtung (Fahrtrichtung Stuttgart) werden auf der Gefällstrecke LKW aufgefordert, in den 2. Gang zu schalten. Die Geschwindigkeitsbegrenzung ist 80, teilweise sogar 60. Das ist aber auch nötig, denn manchmal denkt man sich, wenn ich jetzt mit den erlaubten 80 in die Kurve gefahren wäre, würde ich jetzt an der Feldswand kleben.
Man erkennt also, wenn es einem gelungen ist, ohne größeren Zeitverlust diesen Aufstieg zu meistern, hat man wahrlich Glück gehabt, denn im Regelfall muss man hier mit erheblichen Verzögerungen rechnen.


### 4. Vom Albaufstieg nach Ulm ###
Bis Ulm sieht es dann ähnlich aus, es geht dann ins Donautal hinab, allerdings mit weniger starken Steigungen und Gefällstrecken wie am Drackensteiner Hang, und auch nicht ganz so gefährlich, aber immer noch zweispurig ohne Seitenstreifen, und wieder sieht jede Ein- und Ausfahrt anders aus.


### 5. Ulm – München ###
Um Günzburg herum wurde eifrig gebaut, damit die Autobahn den Anforderungen des Legolandes entspricht, dass ja seit kurzem seine Pforten geöffnet hat. Aber kurz danach wieder das alte Lied: völlig veraltete Fahrbahnen. So geht es dann weiter bis nach München, mit Geschwindigkeitsbegrenzung auf 120. Interessant ist noch die Lechbrücke bei Augsburg, sie ist so eng, dass ich bedenken hatte, ob die beiden Busse, die sich vor mir überholten, nebeneinander durchpassen würden. Viel Platz war dann nicht mehr.


### 6. München – Salzburg ###
Ab dem Kreuz Brunnthal (bzw. München-Süd; Kreuz mit der A99), ist es ja dreispurig bis zum Dreieck Inntal (A93), trotzdem kommt es besonders zu Ferienzeiten und an Wochenenden hier immer wieder Staus mit einer Länge von 50 Kilometern. Ab dem Dreieck Inntal fahren wir wieder auf einer Vorkriegsautobahn, allerdings relativ geradlinig und ohne größere Steigungen und Gefälle.


### 7. Zusammenfassung ###
Zusammenfassend ist also festzustellen, dass diese Autobahn zwar eine anspruchsvolle Fahrt bietet, und für Forschungszwecke (Wie sah eine Autobahn vor einem halben Jahrhundert aus?) gut geeignet ist, aber eine der gefährlichsten Routen in Deutschland ist, und dem Verkehrsaufkommen, wie es für eine Hauptverkehrsachse (Stuttgart-München) normal ist, überhaupt nicht gerecht werden kann.
   
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Kontra: Viel Verkehr, viel Staus

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14.08.2001

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