A - Fachhochschule Wiener Neustadt

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... Neustadt; Studiengang “Wirtschaftsberatende Berufe”) spricht, enthält – „In the long run, we are all dead!” > Auf Deutsch also -> “Irgendwann muss jeder sterben!” So hart sich dieser Satz für uns auch anhören mag, so wahr ist er nun leider einmal ... ... Bericht lesen





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In the long run we are all dead ...
Erfahrungsbericht von MrMiagy über A - Fachhochschule Wiener Neustadt
03.06.2001


Produktbewertung des Autors:   

Gesamteindruck der Schule: sehr gut 
Lehrniveau: sehr hoch 
Qualität der Lehrkräfte: ziemlich kompetent, meist interessant 
Betreuung durch Lehrstühle: immer verfügbar und hilfsbereit 
Betreuung der Auslandsstudenten: gut 

Pro: Hochqualifizierte Referenten; Abschluss in 8 .  Semestern; praxisnah;  .  .  .
Kontra: viel Lernstreß, aber wo hat man das nicht?  * g *

Empfehlenswert? ja 

Kompletter Erfahrungsbericht

… ist nur einer der - unter den Studenten der FH Wr. Neustadt mittlerweile berühmtberüchtigten - Sprüche, die unser VWL-Vortragender (und zugleich Studiengangsleiter für den Zweig Wirtschaftsberatende Berufe an der FH Wr. Neustadt) immer wieder verwendet, um uns einerseits die komplizierte Materie der Mikro- und Makroökonomik (und was sonst noch alles zur VWL gehört *g*) etwas näher zu bringen und andererseits natürlich auch, um die Vorlesungen ab und zu etwas aufzulockern ... Wie gesagt – Nur einer von vielen derartigen Sprüchen!

Doch warum habe ich mich gerade für diesen Spruch als Überschrift für meinen Bericht entschieden? Nun ganz einfach, weil ich denke, dass gerade dieser Satz einen wichtigen Grund, welcher für ein Studium an einer Fachhochschule (in diesem speziellen Fall die FH in Wr. Neustadt; Studiengang “Wirtschaftsberatende Berufe”) spricht, enthält – „In the long run, we are all dead!” ==> Auf Deutsch also -> “Irgendwann muss jeder sterben!” So hart sich dieser Satz für uns auch anhören mag, so wahr ist er nun leider einmal ... Warum sollten wir also 5 bis 10 Jahre unseres kostbaren Lebens (Tendenz eher zu 10) mit einem Studium an einer Universität verschwenden, wenn wir an einer FH eine (je nach gewählter Fachhochschule mehr oder weniger) dem universitären Studium gleichwertige Ausbildung genießen können? Genau – Es gibt keinen Grund! Zumindest nicht solange, bis endlich einige, schon lange ausständige, Reformen an den UNIs durchgesetzt werden.

Kommen wir aber nun zu der Fachhochschule für Wirtschaftsberatende Berufe in Wr. Neustadt im Speziellen.

Die FH kann berufsbegleitend und als Vollzeitstudium besucht werden. Ich konzentriere mich auf die Vollzeitform des FH-Studienganges „Wirtschaftsberatende Berufe“, bei dem ich mich gerade im 2. Semester befinde ...
Das Studium an der FH dauert insgesamt 8 Semester, wobei man in den ersten 4 Semestern das Basisstudium absolviert. Im 5. Semester ist dann für jeden Studenten ein Praktikumsemester zwingend vorgeschrieben, um die harte Realität in der Wirtschaft kennen zu lernen :-) .
Zu Beginn des 6. Semesters hat sich dann jeder Student für 2 von 6 Vertiefungsgebieten zu entscheiden. Zur Auswahl stehen hierbei: 1. Unternehmensrechnung und Revision; 2. Betriebsorganisation und Wirtschaftsinformatik; 3. Marktkommunikation und Vertrieb; 4. Management-, Organisations- und Personalberatung; 5. Vermögens- und Finanzberatung; 6. Immobilienmanagement;
Wie gesagt – Vom 6. bis zum 8. Semester ist man mit dem Vertiefungsstudium beschäftigt. Abgeschlossen wird das Studium dann Ende des 8. Semesters im Rahmen der Diplomarbeit und einer kommissionellen Prüfung!

Allgemeines:

Als ich im September des Vorjahres an die FH kam, wusste ich nicht, was auf mich alles zukommen wird. Ich hatte mich zwar zuvor über die Fachhochschule informiert, doch war mir Vieles noch unklar. Gleich am ersten Studientag wurden die Studenten zu Kleingruppen von etwa 15 Personen eingeteilt, welche auch später in den Übungen zu den div. Lehrveranstaltungen/Vorlesungen zusammen sein sollten. Im Rahmen eines 2-tägigen OutDoor-Trainings wurden die Gruppen auf spaßige (/bzw. für manche Studenten auch nervige *g*) Art und Weise näher zusammengeschweißt ...
Diese persönlichkeitsbildenden/bzw. persönlichkeitsentwickelnden – wie sie jetzt bald heißen werden – Fächer sind ebenfalls ein immer wieder angepriesener Vorteil der FH Wr. Neustadt/bzw. der Fachhochschulen allgemein. Im Rahmen der 4-jährigen Ausbildung wird man immer wieder mit Seminaren zu Themengebieten, wie Präsentationstechnik, Kommunikation, Moderation, usw., in die Geheimnisse des erfolgreichen Umgangs mit seinen Mitmenschen eingeweiht ... :-)
Obwohl ich daran zweifle, dass man Menschen mit 3 Semesterstunden Kommunikations- und Kooperationstraining tatsächlich von einem stillen Mauerblümchen und potentiellen Menschenhasser zu einem offenen, alle liebenden und durch seine Rethorik Berge versetzenden Meister der zwischenmenschlichen Beziehungen umwandeln kann, so muss ich doch sagen, dass div. Präsentationen und Übungen, die man im Rahmen dieser persönlichkeitsentwickelnden Fächer durchführen muss, schon sehr dazu beitragen, dass Selbstbewusstsein zu erhöhen und die Angst vorm Reden vor größeren Menschenmengen zu nehmen ...
Auch sollte erwähnt werden, dass die Fachhochschule sicher nicht auf die leichte Schulter zu nehmen ist, aber mit etwas Ehrgeiz und Freude an der Ausbildung (so widersprüchlich sich das jetzt auch anhören mag *lol*) durchaus zu schaffen ist. Man muss nur aufpassen, dass man nicht zu nachlässig wird. Ich habe z.B. vor der FH meine Matura (für unsere deutschen Leser – Abitur) an einer Handelsakademie gemacht. Viele Themengebiete des 1. Semesters waren mir daher schon bekannt und ich neigte dazu, mit dem Lernen etwas nachlässig zu werden. Na ja, was soll ich sagen – Ende des 1. Semesters wurde es schon etwas knapp ... doch ich kann Euch beruhigen – Ich habe alle Prüfungen erfolgreich hinter mich gebracht ... *g*
Was ich damit aber vor allem sagen will – Ein wenig mehr Lerneifer/disziplin als an einer Universität ist wohl schon von Nöten, um die FH ohne Magengeschwür beenden zu können ... ;-)
Ab dem 2. Semester werden dann einige Vorlesungen in Englisch gehalten (bei uns sind das die VWL- und die Marketing/Vertriebvorlesungen), wodurch die FH Wr. Neustadt einerseits ein höheres Ausbildungsniveau ihrer Studenten erreichen und andererseits auch ausländischen Studenten ein Auslandssemester in Österreich ermöglichen will ... Doch sollte sich von dieser Tatsache niemand abschrecken lassen, da die Studenten bereits ab dem 1. Semester im Rahmen der Englisch-Seminare hervorragend auf den Umgang mit der englischen Sprache vorbereitet werden!

Berufschancen:

Natürlich kann niemand in die Zukunft sehen und ich kann daher auch nicht sagen, wie die Situation in 2, 3 oder mehr Jahren aussehen wird. Aber im Moment sind die Absolventen der Fachhochschule Wr. Neustadt in der Wirtschaft sehr gefragt. Ein Großteil der Absolventen des Vorjahres hatte mehrere sehr gute Jobangebote von großen, teils internationalen, Firmen bereits vor Absolvierung der Diplomprüfung vorliegen ... Dies liegt sicherlich einerseits am Berufspraktikum im 5. Semester, bei dem div. Unternehmen ja bereits sehen, welch ein Potential in einem Studenten steckt, andererseits aber auch an dem guten Ruf, den die FH (bzw. die Absolventen dieser Fachhochschule) in der Wirtschaft genießt ...

Die Vortragenden:

Die Vortragenden/Lektoren an der FH sind hochqualifizierte Leute und kommen größtenteils direkt aus der realen Wirtschaftswelt; können so ihre persönlichen Erfahrungen in die Vorlesungen einbringen und wissen, worauf es „draußen“ wirklich ankommt.

Kosten:

Mal abgesehen von den nicht zu unterschätzenden Ausgaben für div. Lehrbücher und Fahrten zur und von der FH, werden – dank unserer ach so tollen, neuen Bundesregierung – neue Studenten ab dem nächstem Jahrgang ATS 10.000,-- pro Jahr an Studiengebühren zu bezahlen haben. Jahrgänge, die bereits ihr Studium absolvieren, werden zum Glück von diesem „Lehrgeld“ noch verschont bleiben ... So – Eigentlich wollte ich mir ja den politischen Kommentar verkneifen, aber ich habe mich ja eh schön brav zurückgehalten ... ;-)

Studentenheim:

Ich fahre jeden Tag in der Früh zur FH und am Abend nach Hause. Doch für alle, die diese Möglichkeit nicht haben, wurden in der Nähe der FH preisgünstige Studentenheime errichtet. Da ich keinen Bedarf daran habe, habe ich mich auch nie richtig über diese Studentenheime informiert, doch meine Studienkollegen, die dort untergebracht sind, berichten eigentlich nur Positives von den Unterkünften und sind durchaus zufrieden ...

Auslandssemester:

Die FH hat eine Reihe von Partnerschulen – unter anderem in Ungarn, Deutschland, Schweden, Frankreich, usw. – Interessierte Studenten können das 4. Semester an einer dieser Hochschulen absolvieren. Auch ist es möglich, das Berufspraktikum im 5. Semester im Ausland durchzuführen.
Aber auch für Studenten aus dem Ausland, welche die Möglichkeit und Interesse an einem Auslandsstudium in Österreich haben, ist ein Auslandssemester an der FH Wr. Neustadt durchaus ratsam ...

OK – Ich gratuliere allen, die mit dem Lesen dieses Berichtes bis hierher durchgehalten haben ... *g*

LG

MrMiagy   

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