Nach der HAK Matura hab ich mir gedacht: Juhu, nie wieder Schule!!! Und begann bei einer Bank zu arbeiten. Nach einem weiteren halben Jahr war alles Neue dann Routine und ich wollte auf einmal unbedingt wieder was neues machen. Nach einigen Recherchen entschloß ich mich die Fachhochschule für ... Bericht lesen
Erfahrungsbericht von Gfraast über A - Fachhochschule des bfi Wien 13.02.2004
Produktbewertung des Autors:
Gesamteindruck der Schule:
sehr gut
Lehrniveau:
hoch
Qualität der Lehrkräfte:
ziemlich kompetent, meist interessant
Betreuung durch Lehrstühle:
meistens entgegenkommend
Betreuung der Auslandsstudenten:
ok
Pro:
man lernt viel, die Leute sind motiviert
Kontra:
wenig schlaf, wenig zeit für freunde . . .
Empfehlenswert?
ja
Kompletter Erfahrungsbericht
Nach der HAK Matura hab ich mir gedacht: Juhu, nie wieder Schule!!! Und begann bei einer Bank zu arbeiten. Nach einem weiteren halben Jahr war alles Neue dann Routine und ich wollte auf einmal unbedingt wieder was neues machen. Nach einigen Recherchen entschloß ich mich die Fachhochschule für Bank- und Finanzwirtschaft berufsbegleitend zu besuchen. Das erste Semester hab ich nun positiv abgeschlossen und jetzt ist es an der Zeit euch meine Erfahrungen weiterzugeben.
Was ist die Fachhochschule für Bank- und Finanzwirtschaft? ----------------------------------------------
Eine Fachhochschule ist so etwas ähnliches wie eine Universität nur etwas Praxisorientierter und ein bißchen mehr wie eine Schule, also mit Stundenplan und fixen Prüfungsterminen, also nicht so flexibel wie ein Studium an einer Universität. Die FH von der ich hier schreiben wird vom bfi geführt, das ist das Berufsförderungsinstitut in Wien. Es gibt an dieser Fachhochschule noch andere Studiengänge als Bank- und Finanzwirtschaft und zwar Europäische Wirtschafts- und Unternehmensführung, Projektmanagement und Informationstechnik und Logistik- und Transportmanagement. Ein ganz neues Studium ist das MBA-Risk Management.
Wie komm ich an die FH? ------------------------------
Als ich mich entschlossen habe auf die FH zu gehen war es ungefähr Februar und ich habe die Bewerbungsunterlagen aus dem Internet runtergeladen und sie ausgefüllt an die FH geschickt. Kurze Zeit später habe ich einen Antwortbrief bekommen, das ich für die Aufnahmsprüfung angemeldet bin und im April hab ich dann einen weiteren Brief bekommen das das Skriptum für die Aufnahmeprüfung jetzt im Internet zum Herunterladen ist und wann die Prüfung stattfindet. Da war ich zuerst ziemlich geschockt weil das Skriptum über 200 Seiten hatte und ich solche Mengen eigentlich nicht erwartet hatte. Ein Monat hatte ich Zeit und hab das auch wirklich genutzt, also ich hab schon gelernt. Die Prüfung selbst war ganz ok, das System ist wie beim Führerschein, also ein Kreuzerltest mit mehreren Antwortmöglichkeiten wo eine oder mehrere Antworten stimmen können. Einige Wochen später hatte ich das Ergebnis: Ich war achtbeste (von über 1000 *;o)) und somit in der zweiten Runde. Mit dem Ergebnis bekam ich auch den Termin für den zweiten Test. Dieser war ähnlich der mündlichen Matura aufgebaut. Man bekam die Unterlagen und hatte ca. 20 Minuten Zeit eine kleine Präsentation über sich selbst und über einen Artikel zu gestalten. Diese Präsentationen mußte man dann vor 3 Leuten vortragen und bekam einige Fragen zum Inhalt (auch in Verbindung mit dem Skriptum) gestellt. Ich war extrem nervös und dachte nicht das ich gut abgeschnitten hatte, aber einige Wochen später bekam ich den Bescheid das ich aufgenommen war. Nun waren nur noch 363 Euro Studiengebühren zu bezahlen und ich war dabei!
Was lerne ich auf der FH im Studiengang Bank- und Finanzwirtschaft? --------------------------------------------------
Der Studiengang richtet sich natürlich vorwiegend an Leute aus dem Bankbereich, man hat zum Beispiel Fächer wie Bankwirtschaft (ähnlich wie Betriebswirtschaft nur mehr auf die Banken ausgerichtet), Finanzmarktlehre (man lernt hier über die verschiedenen Bankprodukte und wie man damit rechnet), Privat- und Firmenkunden, Mathematik und Statistik, Volkswirtschaftslehre, Rechtslehre, Persönlichkeitsbildung…Der Lehrplan ist recht breit gefächert und man bekommt einerseits einen Überblick über manche Sachen und andererseits ist es auch sehr vertiefend, also in der HAK haben wir alles nur sehr oberflächlich gelernt, aber in der FH geht alles ziemlich schnell und die Menge an Lernstoff ist einfach was ganz anderes.
Wie groß ist der Zeitaufwand, wie lange dauert das Studium? --------------------------------------------------
Das Studium wird in Vollzeit und berufsbegleitend angeboten. Vollzeit ist soviel ich weiß 4 x in der Woche jeweils von halb 9 bis halb 5. Ich machs berufsbegleitend und da hab ich Dienstag, Mittwoch, Freitag und Samstag Schule. Unter der Woche von halb 6 (also direkt nach der Arbeit) bis halb 10 (meistens, ab und zu ist auch schon um dreiviertel 9 aus) und am Samstag von halb 9 bis 4 (ab und zu ist da auch früher aus). Der Zeitaufwand ist also schon enorm, weil man bedenken muß dass dazu noch Zeit zum Lernen kommt (ich lerne immer in der Früh vor der Arbeit ab halb 5 ca. und halt am Wochenende und den Tagen an denen ich frei habe) und auch Zeit für die Vorbereitung von Präsentationen und Seminararbeiten. Insgesamt dauert das Studium 4,5 Jahre, es setzt sich dabei aus 3 Jahren Bakkalaureatstudium und 1,5 Jahren Magisterstudium zusammen. In das Bakkalaureat ist auch ein Semester Berufspraktikum eingebaut, während dem man wenn möglich in einer anderen Abteilung arbeiten sollte um neue Erfahrungen zu machen.
Welche Vorteile bietet das Studentenleben? ----------------------------------------------
Naja, also als berufsbegleitender Student nicht viele, man ist hauptsächlich im Streß und hetzt von daheim in die Arbeit von dort weiter in die Fh und mitten in der Nacht wieder nach Hause. Aber einige Vorteile gibt es doch. Zum Beispiel bekommt man auch einen Studentenausweis, mit dem man billiger ins Kino kann und auch billiger mit den öffentlichen Verkehrsmitteln fahren kann. Außerdem kann man die Studiengebühr und die Unterlagen und Skripten von der Steuer absetzen, sofern das Studium mit der Arbeit zu tun hat. Naja und natürlich das man persönlich profitiert, man merkt das man eigentlich viel mehr schafft als man sich vorstellen kann und wenn man dann mit dem Titel nach 4,5 Jahren aus der Schule geht kann ich mir schon vorstellen das man das Gefühl hat etwas geschafft zu haben!
Ausstattung der FH -------------------------------- Die Fachhochschule ist wirklich vorbildlich ausgestattet, es gibt mehrere Computerräume (nicht nur für den Unterricht, sondern auch Aufenthaltsräume), das Sekretariat ist fast immer geöffnet und es gibt ein wirklcih tolles Buffet von Ströck, mit einer sehr netten Dame die einem wirklich jedes Weckerl herrichtet das man will *;o) Die Verbindung zur FH ist ganz ok, man fahrt am besten mit der U1 bis Praterstern und dann 2 Stationen mit der Straßenbahn 21 oder man fährt mit der U1 bis Vorgartenstraße und geht dann ca. 5 Minuten zu Fuß.
Also wie gesagt bin ich ziemlich gestreßt, die wenigen Stunden die einem in der Woche über bleiben sind für meinen Freund, meine Familie und die Katzen reserviert und die Freunde sieht man natürlich nur sehr selten. Das ist leider ein Ausnahmezustand der mir nicht sehr gefällt und auch das wenige schlafen zehrt mit der Zeit an den Nerven. Aber trotzdem seh ich die Fachhochschule sehr positiv, die Leute sind alle sehr nett und die Lektoren wissen wovon sie reden und unterrichten gerne (die meisten arbeiten ja auch in dem Fach das sie unterrichten). Und am meisten gefallen mir die Erfolgserlebnisse wenn man wieder eine Prüfung geschafft hat. Also ich kann die Fachhochschule für Bank- und Finanzwirtschaft nur jedem empfehlen der sich gerne beruflich verändern will und in diesem Fach zu tun hat!
Kontakt ---------------------- www.fh-vie.ac.at Dort stehen Adresse, Telefonnummern und noch allerhand andere nützliche Infos!
Schönes Wochenende! Lg Ulli *;o)
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