Südkorea zeigt es uns...
29.03.2010
Pro:
Story, Besetzung, Ende, Atmosphäre, Kameraführung und Ton
Kontra:
man muss schon was für das Genre übrig haben
Empfehlenswert:
Ja
 gamzef
Über sich:
Mitglied seit:01.01.1970
Erfahrungsberichte:211
Dieser Erfahrungsbericht wurde von 76 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
Liebe Ciao - Leserinnen und Leser! Wie ihr wisst, bin ich großer Fan von Horror- & Mysteryfilmen, in denen wenig mit Blut, dafür aber umso mehr mit besonderer Konzentration auf Kamera-, Ton und einer guten Story gearbeitet wird. "The Uninvited -Der Fluch der zwei Schwestern" war mich solch ein guter Film. Da er mir so gut gefallen hat, wollt ich mir auch die originale Version aus Südkorea anschauen, denn es handelte sich bei dem grade von mir erwähnten Film um ein amerikanisches Remake. Wie sehr sich das Original vom Remake unterscheidet, und wie ich persönlich den Film sehe und bewerte, erfährt ihr wenn ihr weiterlest.
.....allgemeine Filminfo.....
Titel: A Tale Of Two Sisters
Genre: Horror - Drama Laufzeit: 115 Minuten
FSK: ab 16 Jahren Regie: Ji - Woon Kim
Drehbuch: '' '' Darsteller: Su-jeong Lim, Geun-yeong Mun, Kap-su Kim, Jung-ah Yum
Ton: Dolby Digital 5.1 Erscheinung: 2003 in Südkorea
Preis: 13,99€ Bewertung: bei ImDb 7.5/10
.....Inhaltsangabe.....
Die Schwestern Su-mi und Su-yeon kommen nach einem langen Aufenthalt in der Psychatrie wieder zurück in ihr Elternhaus, wo der Vater und die neue Stiefmutter schon warten. Nach Eskapaden & Kleinkriegen zwischen Su-mi und ihrem Vater, der schon kurz nach dem Tod seiner Frau seinen Töchtern eine neue Stiefmutter brachte, passieren schreckliche Dinge im Haus. Ein Haus voller Lügen und eine Geschichte des Schreckens mit einem überraschenden Ende.
.....Vergleich zum amerikanischen Remake..... Eins muss man sagen: Die Asiaten sind in Horrorfilmen beim Darstellen von Angst & Schockzuständen kaum nicht zu toppen! Während in der amerikanischen Version der Hass auf die Stiefmutter und die Momente der Angst wie in einem Durchschnittsthriller umgesetzt worden sind, streuben sich beim Original einem die Nackenhaare, weil es so intensiv und professionell dargestellt wird, so dass man sich der immensen Wirkung der Szenen kaum entziehen kann. Auch die Liebe zwischen den Schwestern ist im Original ganz anderes dargestellt als wie im Remake. Hier stellt man eine tiefe, bedeutsame Liebe zwischen den zwei Schwestern fest, die man trotz der ruhigen Szenen spüren kann. Des Weiteren hat das Original einen viel düsteren Farbton und beeindruckende Nahaufnahmen, sodass es ein Genuss ist, sich den Film mit den Augen anzusehen. An sich war ich ja mit dem amerikanischen Remake sehr zufrieden, doch das Original hat mir gezeigt, dass es besser geht und dass das Remake schon ein paar Verbesser- ungen bei der Umsetzung nötig hat.
.....Meine Meinung.....
Ich finde "A Tale Of Two Sisters" schon ab der ersten Szene faszinierend und pro- fessionell gefilmt. Wieder einmal dient ein Gespräch zwischen einem Psychater und einer sich sehr apathisch verhaltenden Patientin in der Klinik zur Einführung in den Film mit der schaurig-traurigen Geschichte. Da habe ich natürlich nichts gegen! Solche Szenen sehen wir gern.Besonders eindrucksvoll ist die Patientin mit ihrem starren auf den Boden gerichteten Blick & ihrem pechschwarzen Haar, dass ihr ganzes Gesicht bedeckt. Obwohl das Gespräch sehr ruhig verläuft, ist der Zuschauer tierisch gespannt darauf, wie das Mädchen wohl aussieht, ob es eine Verletzung im Gesicht hat oder ob irgend etwas Erschreckendes passieren wird, was von einem lauten Geräusch begleitet wird und uns einen halben Herzinfarkt beschert. Aber nein! " A Tale of Two Sisters" hält sich von der heutzutage sehr bekannten Trickkiste des asiatischen Horrors fern und versucht mit Ruhe, exzel-lenter Kameraführung und einer kühlen Atmosphäre den Zuschauer an sich zu binden um dann Stufe für Stufe für mehr Angst und Wirkung zu sorgen, bis das ganze in ein atemberaubendes Ende mündet, das sich kaum jemand denken konnte. Besonders bemerkenswert finde ich es, wie man eine Story, die so viele Fragen aufwirft, dann am Ende binnen weniger Minuten 100% mit der Wahrheit auflösen kann? Im Verlauf des Filmes habe ich mich von den Geschehnissen und ein paar Details oft in die Irre führen lassen, aber als das Ende kam, war alles auf einmal ganz klar und alle Details, die mich zu falschen Interpretationen geführt haben, passten 100% zur Auflösung der Geschichte. " A Tale of a Sisters" ist wie ein Labyrinth, wie ein Rätsel, dass der Zuschauer lösen will. Natürlich kannte ich die Handlungsstränge bereits aus dem Remake, doch ich habe versucht meine Filmerfahrung bei diesem Film auszublenden und mich auf das konzentriert, was ich gesehen habe. Doch am Ende musste ich feststellen, dass die Handlung tatsächlich bei beiden die gleiche ist. Warum sollten die Amis das auch ändern? Schließlich ist die Story auch perfekt! Bevor ihr euch den Film jedoch anschaut, möcht ich euch einen Rat geben.Bitte verfolgt jedes Detail mit,weil je besser man jede Kleinigkeit mitverfolgt, desto kniffliger und spannender wird es für den Zu- schauer. Ich bin vom Film überwältigt, ziehe jedoch einen Punkt ab, weil man schon das Genre lieben muss & asiatische Produktionen für Ottonormalverbrau- cher schon gewöhnungsbedürftig sein können.
DANKE FÜR EURE LESUNGEN, BEWERTUNGEN UND KOMMENTARE!
eure gamze(f)
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16.05.2010 14:05
Ich find den Film auch toll, jedesmal beim Anschauen entdecke ich etwas Neues.
30.03.2010 11:51
jo könnte man sich reinziehen =)
29.03.2010 23:15
die Asiaten (Koreaner, Japaner) haben es momentan wirklich besser drauf gute Horrorfilme zu machen