... Als ich dann noch die Bestätigung vom Tirolerheim (ein Studentenwohnheim nur für Studenten aus Tirol und Südtirol) wurde mir dann doch etwas anders und ich überlegt verzweifelt, was denn vielleicht noch für mich in Frage käme, damit ich nicht so weit weck muß von zu Hause. Da sich aber nichts ... Bericht lesen
Erfahrungsbericht von seotirol über A - Veterinärmedizinische Universität Wien 05.09.2001
Produktbewertung des Autors:
Gesamteindruck der Schule:
gut
Lehrniveau:
hoch
Qualität der Lehrkräfte:
ziemlich kompetent, meist interessant
Betreuung durch Lehrstühle:
meistens entgegenkommend
Betreuung der Auslandsstudenten:
vorbildlich
Pro:
eine der modernsten, schönsten und sicherlich auch besten Universitäten Europas
Kontra:
der Studienplan - aber es gibt sowieso bald einen neuen
Empfehlenswert?
ja
Kompletter Erfahrungsbericht
Wie einige von euch schon wissen dürften studiere ich Veterinärmedizin in Wien und ich denke, daß es da einiges zu erzählen/sagen gibt.
Begonnen hat die ganze Sache im Wintersemester 95. Im Juli hatte ich endlich mein Maturazeugnis in der Hand und dann konnte es ja los gehen. Als ich dann noch die Bestätigung vom Tirolerheim (ein Studentenwohnheim nur für Studenten aus Tirol und Südtirol) wurde mir dann doch etwas anders und ich überlegt verzweifelt, was denn vielleicht noch für mich in Frage käme, damit ich nicht so weit weck muß von zu Hause. Da sich aber nichts adequates fand, ging ich eben doch nach Wien.
Dann war alles neu, Wohnen, Studium, anfangs noch keine Freunde (was sich dank des Heims aber schnell änderte), einfach alles. Zu dieser Zeit befand sich unsere Uni noch im 3. Bezirk, recht zentral gelegen und die besten Studentenfeste der ganzen Stadt (Meinungen von Profis, die ich später nur bestätigen konnte). Die Uni war zwar alt und ziemlich klein (das Gebäude stammt glaube ich noch aus der Zeit Maria Theresis) aber das Flair war unvergleichlich.
Da ein Jahr früher erstmals Studieneinstiegsprüfunen genannt Vorprüfungen abgehalten wurden, kannte sich kein Mensch auf unserer Uni so richtig aus, was den Lernstoff anging. Ja, trotz einiger Probleme habe ich auch diese Hürde geschaft (1 Jahr später und um eine neue Uni reicher).
Im darauffolgenden Semester/Jahr siedelte unsere Uni nämlich um in den 21. Bezirk (am A... der Welt, zumindest damals, da die Verbindungen mit den öffendlichen Verkehrsmitteln noch unter jeder Kritik war). Dafü durften wir dann eine der größten und modernsten Universitäten unser eigen nennen. Die Anlage war/ist toll. Vom eigenen Biotop über eine Reithalle, ein neues Vorlesungszentrum etc. fehlte es uns an nichts (bis auf ein paar Koppeln für die Pferde, die hatte der Architekt einfach vergessen - auf eine veterinärmed. Universität ja auch nicht so wichtig - oder - aber auch dieses Problem wurde schon gelöst). Im Laufe der letzten Jahre hat sich aber immer noch einiges verändert. Mittlerweile besitzen wir auch einen Hundeabrichtplatz und einen Agylity-Platz, das Biotop ist schon ganz verwachsen - unsere uni ist eine Augenweide. Auch die Probleme mit dem Studienplan haben sich mit der Zeit gelegt und die neu inskribierten Studenten wissen von Anfang an - ohne Fleiß, kein Preis. Da aber auch der neue Studienplan noch etwas verbesserungswürdig ist wird es nicht mehr lange dauer, bis ein neuer Studienplan kommt. Die Studiendauer (nach Architektur das zweitlängste Studium in Österreich) konnte zwar verkürzt werden, wie effektiv, ist mir aber noch nicht bekannt.
Auch für Auslandsstudenten scheint unsere Uni sehr atraktiv zu sein, da ich jedes Jahr ein paar neue Studenten kennenlerne, die haupsächlich aus Deutschland und den ehemaligen Ostblockländer kommen (teilweise nur für ein Semester, einige bleiben dann aber auch "hängen" bei uns).
Die Mindeststudiendauer beträgt 10 Semester (5 Jahre), wird aber von den wenigsten erreicht. Der Durchschnitt dürfte so bei 6-7 Jahren liegen, aber wie heißt es immer - Ausnahmen bestätigen die Regel.
Das Studium ist in 2 Abschnitte gegliedert. 1. Abschnitt: Eigendlich nur theoretische Fäscher wie Physik, Chemie, Biochemie, Anatomie, Physiologie,... Dauer 4 Semester und recht trocken (kein Wunder daß man da für Flüssigkeitszufuhr auf diversen Festen sorgen muß). 2. Abschnitt: Ja, da warden sie (die Studenten) losgelassen (auf die Tiere). Endlich mal praxisbezogener untrricht, da hat sich der Aufwand im 1. Abschnitt ja doch gelohnt. Problematisch wird das ganze erst zum Schluß hin (was ja noch ein wenig in der Zukunft liegt bei mir), da es einen Prüfungsfreien Teil zu absolvieren gilt, der darauf ausgerichtet ist die Studenten auf die Arbeit vorzubereiten ohne sie nebenbei mit Prüfungen zu quälen. Außerdem muß man sich ja noch auf etwas spezialisieren (Kleintiermed., Pferdemed., landwirtsch. Nutztiere, Biotechnologie der Tiereoder Lebensmittelhygiene). Dafür geht's danach hoch her wenn in einem Semester dann 12 wirklich große Prüfungen abgelegt werden sollen. Ist aber auch das einmal überstanden muß man nur noch seine Praktikas beenden (insgesamt 6 Monate, 2 davon evt. schon davor zu machen), und dann ist es geschafft: MAG. VET. darf man sich dann nennen. Wer dann noch immer nicht genug hat, kann sich ja an einem Doktoratsstudium versuchen.
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