Ab-Normal Beauty - In jedem lebt das Böse (2004)

Ab-Normal Beauty - In jedem lebt das Böse (2004)

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... Ab-Normal Beauty beschäftigt sich mit der jungen Jiney, die ihre plötzliche Faszination nicht beherrschen kann. Dass man Tod, Folter und Qualen spannend und faszinierend findet, kann vorkommen. Aber die junge Frau verliert sich zum Beispiel beim Fotografieren einer Hühnerschlachtung vollkommen ... Bericht lesen





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Japan-Horror vom Regisseur von "The Eye":
Erfolgreich erprobt auf dem Fantasy Filmfest 2005.
DVD - Film, VÃ--Datum: 12.05.2006. USK: keine
Jugendfreigabe, Sprache: Deutsch, Kantonesisch 
Beschreibung: Die junge Kunststudentin und
Hobbyfotografin Jiney (Race Wong) ist besessen vom
Anblick toter Menschen und Tiere, seitdem sie
einen tödlichen Autounfall beobachtet hat. Auch
vor ihrer besten Freundin und Liebhaberin Jas kann
sie ihre seltsame Leidenschaft nicht verbergen.
Diese fürchtet sogar, dass ihre Obsession Jiney
zu einer zwanghaften Mörderin machen könnte. Als
den beiden ein Snuff-Video zugespielt wird,
eskaliert die Situation. Und Jiney findet sich
bald in derselben Folterkammer wieder, in der
zuvor vor ihren Augen ein wahnsinniger Killer sein
Opfer zu Tode gequält hat. Features: Harter Tobak
selbst für die hartgesottensten Fans auf dem
Fantasy Filmfest 2005;Erstklassiger Asien-Horror:
Kunststudentin in den Fängen der Snuff-Szene;Der
neueste Horror-Schocker von Oxide Pang ("The
Eye");Originaltrailer, Making of, Deleted Scenes
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Die Poesie von Tod, Folter und Blut
Erfahrungsbericht von Lady-Alexa über Ab-Normal Beauty - In jedem lebt das Böse (2004)
07.07.2009


Produktbewertung des Autors:   


Pro: Spannung, Atmosphäre, Figuren, Blut
Kontra: es fehlt der letzte Biss

Empfehlenswert? ja 

Kompletter Erfahrungsbericht

DATEN

Originaltitel: Sei mong se jun
Produktionsland: Thailand, Hongkong
Produktionsjahr: 2004
Regie: Oxide Pang
FSK: keine Jugendfreigabe
Laufzeit: ca. 88 Minuten

STORY

Die Kunststudentin Jiney ist immer auf der Suche nach dem perfekten Fotomotiv. Als sie Zeugin eines Verkehrsunfalls wird, fotografiert sie die Leiche einer Frau. Dabei entwickelt sie eine makabere Vorliebe für den Tod und voller Begeisterung fotografiert sie nun auch tote Tiere. Bei ihrem guten Freund Anson erfährt sie noch eher Verständnis als bei ihrer Freundin Jas. Das Verständnis bröckelt allerdings, als Jiney ein Foto inszeniert, wo der junge Mann halbnackt mit roter Farbe übergossen posieren soll. Jiney merkt sogar selbst schon, dass etwas nicht stimmt, und sie erzählt Jas von ihrer Angst, dass sie einem Menschen etwas antun könnte, weil der Tod so faszinieren für sie ist. Die Freundschaft zwischen den jungen Frauen hilft Jiney schließlich wieder auf die Beine, doch dann tauchen unheimliche Fotos bei Jiney auf. Als auch noch ein Snuff-Film auftaucht, begreift Jiney den Ernst der Lage. Jemand kennt ihre Vorliebe für Tod und Folter, und die gefolterten Personen auf dem Video sehen verblüffend echt aus. Und plötzlich findet sich Jiney selbst an einen Stuhl gefesselt wieder, umringt von Kameras.....

DARSTELLER

Race Wong .. Jiney
Rosanne Wong .. Jas
Anson Leung .. Anson
Michelle Mee .. Jiney's Mum

KRITIK

Es gibt ja schon einige Horrorfilme aus Asien, die gefallen konnten. Ab-Normal Beauty beschäftigt sich mit der jungen Jiney, die ihre plötzliche Faszination nicht beherrschen kann. Dass man Tod, Folter und Qualen spannend und faszinierend findet, kann vorkommen. Aber die junge Frau verliert sich zum Beispiel beim Fotografieren einer Hühnerschlachtung vollkommen in ihrer Obsession. Es gibt für sie nur noch das Motiv, die toten Tiere füllen plötzlich ihr ganzes Bewusstsein. Die Umsetzung dieser Obsession ist beeindruckend gut gelungen, da man zum einen sofort erkennt, was gemeint ist, zum anderen gerne bereit ist, das zu glauben. Race Wong gibt eine überaus glaubwürdige Jiney, die zwischen den Bewusstseinsebenen hin-, und herschwankt. Immer wieder ist sie vollkommen normal, sie wirkt wie die Studentin von nebenan, die von ihrer Zukunft träumt und immer das perfekte Motiv sucht. Dann ist sie auf einmal die besessene Fotografin, der die Bilder gar nicht blutig und makaber genug sein können. Das zeigt sich ganz besonders deutlich in der Szene, in der sie ihren Freund Anson bittet, für sie zu posieren. Der junge Mann spielt anfangs noch interessiert mit, bekommt dann aber doch einen gehörigen Schrecken, als Jiney ihn als Leiche fotografieren will. Alleine davon könnte die Freundschaft getrübt werden, doch es kommt noch mehr dazu. Die persönlichen Kontakte von Jiney leiden nicht nur binnen weniger Tage extrem unter ihrer Obsession, sie kann Ansons Liebe nicht erwidern und sieht sich fast hilflos seinen Liebesbeweisen gegenüber. Mit ihrer Freundin Jas erlebt sie dafür einige erotisch-prickelnde Momente, sodass auch diese Freundschaft nicht ganz so ungetrübt bleibt, wie sie anfangs erscheint. Was am Anfang als Jineys sicherer Rückhalt aussieht, entpuppt sich nach und nach als weitere Problemquelle. Ebenso verhält es sich mit der Beziehung zwischen Jiney und ihrer Mutter. Als Jiney als Kind missbraucht wurde, hat sie von ihrer Mutter keine Hilfe bekommen, was sie auch als Erwachsene nicht verzeihen kann. Unter den Folgen leidet die junge Frau noch immer, sodass auch die Möglichkeit, dass Jiney’s Mutter ihr in der gegenwärtigen Lage verständnisvoll helfen kann, nicht besteht. Nach und nach stellt sich Jiney als sehr einsame Person heraus, so normal sie auch auf den ersten Blick aussehen mag.

Schon nach wenigen Minuten wird der Zuseher von einer Spannung erfasst, die einen zum weiter Anschauen zwingt. Die sparsam eingesetzten Splatter-Einlagen sind gut gemacht und entfernen den Film ganz eindeutig aus dem Genre des unblutigen Psycho-Thrills. Doch der Streifen lebt nicht vom Blut, auch wenn (gerade auf den Fotos) immer mal wieder viel davon zu sehen ist. Den ganzen Film hindurch sind die Farben düster und kühl und sorgen für eine unangenehme, unheimliche Atmosphäre. Zu den düsteren Farben kommt immer mal wieder ein scharfer Kontrast dazu, der Himmel beispielsweise, der plötzlich knallblau ist. Der Kontrast sorgt für Verwirrung und die Gegensätze, die im Film erzählt werden, kommen so auch optisch unterstrichen daher. Ob das wirklich notwendig ist sei dahin gestellt, auf jeden Fall verfehlt es seine Wirkung nicht. Das Stilmittel der Farblosigkeit wird gerade in asiatischen Filmen ja gerne eingesetzt, und auch in diesem Fall kommt es gut. Der Film ist durchwegs düster und pessimistisch. Man hofft natürlich irgendwie auf einen positiven Ausgang, aber die konsequent ruhige Gangart in Richtung Ende, die nur ab und zu etwas mehr Schwung bekommt, deutet von Anfang an nicht auf einen positiven Ausgang hin. Man klammert sich natürlich an jedes bisschen Hoffnung, das man irgendwo in seinem Bewusstsein finden kann. Auch wenn der Streifen nicht mit einem hohen Tempo dahin heizt, vergehen die 88 Minuten wie im Fluge, und die Stimmung stimmt von Anfang bis Ende. Mehrere kleine Nebenhandlungen machen den Film interessanter und zeichnen ein umfassendes, glaubwürdiges Bild von den Figuren. Die Charaktere können überzeugen, was auch den Schauspielern zu verdanken ist. Ich kannte keinen davon, und auch wer sonst eventuell Probleme mit den asiatischen Gesichtern hat, kann beruhigt sein. Dadurch, dass nur wenige Figuren eine gewichtige Rolle haben, besteht keine Verwechslungsgefahr, auch wenn die typische Ähnlichkeit zwischen den beiden Hauptdarstellerinnen nicht abstreitbar ist.

Die Story ist einfach gestrickt. Der Zuschauer wird vor allem dadurch bei der Stange gehalten, dass sich rasch eine packende Atmosphäre einstellt, die schnell für Spannung sorgt. Bis zum Ende hin klebt man förmlich am Bildschirm und kann gar nicht mehr wegsehen. Der Film ist insgesamt eher langsam und ruhig, kommt aber nicht ins stocken. Immer wieder gibt es Sprünge und kleine Nebenhandlungen sorgen zusätzlich für Abwechslung. So kommt wirklich nie Langeweile auf. Ab-Normal Beauty ist wieder einmal ein asiatischer Genrefilm, der sich sehen lassen kann. Er besticht durch starke Bilder, einem sehr hohen Spannungslevel und überzeugenden Charakteren. Allerdings bin ich nicht restlos überzeugt, da man sich im Nachhinein natürlich fragen muss, was den Film einzigartig macht. Denn spannend sind auch andere. Atmosphärisch auch. Und es gibt eine ganze Menge sehr viel blutigerer Filme. Ab-Normal Beauty überzeugt letzten Endes nicht nur durch die gelungene Genreinszenierung, sondern auch durch die Charaktere, die fast schon in Dramaausmaßen beleuchten werden. Das gefällt, denn dadurch hebt sich der Streifen von den sonst gerne mal sehr oberflächlichen Filmen ab. Für eine echte Charakterstudie reicht es dann aber eben doch nicht, zu einem guten Drama fehlt noch einiges und für einen Thriller sind die blutigen Szenen zu hart. Man hat das Gefühl, dass der Film etwas Probleme hat, sich ganz und gar auf ein Genre einzulassen, und das Schwanken sieht am Ende wie Unsicherheit aus. Ansonsten gibt es nur noch Kleinigkeiten zu bemängeln, was mir entschieden fehlt, ist der nachhaltige Eindruck, denn auch wenn man beim Anschauen das Gefühl halt, einen guten Film zu sehen, der Eindruck verfliegt zu rasch. Wirklich lange im Gedächtnis bleibt da nichts, und auch die starken Bilder gefallen nur für die Dauer des Filmes. Nach dem Abspann verweilt man nicht bei diesem guten Stück, man ist zu schnell bereit für den nächsten Film. Es fehlt einfach der letzte Biss, der den Zuschauer nach dem Abspann da hocken lässt, mit weit aufgerissenen Augen und ungläubigem Blick. Trotzdem fällt meine Bewertung durchaus positiv aus, da der Film gefallen hat und gerne gesichtet werden darf.

GESAMTBEWERTUNG

4 Sterne und eine Empfehlung.
   
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Pro: Schauspieler, Thema/ Story; anfangs interessant, später spannend
Kontra: irgendwie fehlt etwas....

Vorwort In der Tat ist es abnormal oder anormal, wenn sich selbsternannte Künstler neuen Eindrücken bzw. Motiven (oder Motivationen) hingeben. Für den Außenstehenden kann das sehr leicht verstörend wirken, dass sich dieser ja bekanntermaßen nich ... Bericht lesen

Ciao Mitglieder bewerteten diesen Erfahrungsbericht insgesamt als sehr hilfreich
sehr hilfreich

26.05.2011

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