Saubere und schmerzfreie Kontrolle mit FreeStyle Freedom
27.04.2009 (28.04.2009)
Pro:
einfache sichere Handhabung
Kontra:
der Preis für die Streifen, evtl . nicht für jeden Diabetiker geeignet
Empfehlenswert:
Ja
Details:
Qualität/Verarbeitung:
Handhabung/Komfort:
Messergebnisse
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 tommy197
Über sich:
Mitglied seit:01.01.1970
Erfahrungsberichte:208
Dieser Erfahrungsbericht wurde von 64 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
Vorgeschichte/Begrüssung
Seit 1999 bin ich Diabatiker Typ II. Von Jahr zu Jahr wurden meine Werte immer schlechter. Z. Zt. liegen sie zwischen 9 und 12 mmol. Dies ist für mich ein Alarmzeichen, da bei über 10 die Nierenschwelle überschritten wird. Als ich dann wieder einmal meinen Hausarzt konsultierte, unterhielt ich mich mit der Sprechstundenhilfe. Dabei standen mir die Tränen in den Augen, da ich schon genug Krankheiten habe und ich Angst habe, dass ich ein Bein abgenommen bekomme. Die Krankenschwester zeigte brachte mir viel Verständnis entgegen und schenkte mir zum Schluss folgendes Blutdruckmeßgerät:
Produkt/Preis/Hersteller
- Produktname: FreeStyle Freedom
- Hersteller: Abbot GmbH & Co. KG Wiesbaden
- Produktart: Blutzuckermeßsystem
- Preis: laut Recherche zwischen 13,00 und 20,00 €
Aussehen und Verpackung
Die Farbe der Verpackung ist schwarz. Innen befinden sich Extrafächer für die Aufbewahrung der Kontrollstreifen, des Meßgerätes und ein Netzfach , in dem sich die Ersatznadeln befinden. Das Meßgerät selbst ist in einem zartblauen Metallic gehalten. Es ist leicht und einfach zu handhaben. Das Display ist groß und daher auch für sehschwache prima zu erkennen. Das Display ist in 3 Ebenen eingeteilt (siehe später bei Handhabung). Das Etui ist klein und passt daher in jede Tasche.
Lieferumfang
- 1 Handbuch in mehreren Sprachen
- 1 Etui
- 1 Blutzuckermeßgerät
- 10 Ersatznadeln
- 10 Teststreifen
- Sämtliche Utensilien sind in einer praktischen kleinen Tasche untergebracht. Für die Lanzetten ist extra ein Netzfach mit Reißverschluss vorhanden. Eine breitere Schlaufe für das Messgerät und jeweil 1 Schlaufe für das Klappröhrchen als Behälter für die Teststreifen, eine Schlaufe für die Stechhilfe.
- DieTasche hat auf der Rückseite eine Gürtelschlaufe. Die Farbe des Etuis ist schwarz und die des Meßgerätes sowie der Einstechhilfe blaugrau. Die Lanzetten sind hellgrau.
Das Freedom Meßgerät hat folgende Funktionen
Bilder von Abbott FreeStyle Lite
Datenanschluß: Herunterladen der Testergebnisse zur Verwaltung der Diabetesdaten. Also zur Übertragung der Daten verantwortlich.
Display-Anzeige: Zeigt die Testergebnisse und andere wichtige Informationen an.
m-Taste: Zum Aufrufen verschiedener Einstellmöglichkeiten. Zur Eingabe des Testreifencodes (hier wird rückwärts gezählt). Die m-Taste dient auch zum Abschalten der Alarmtöe.
c-Taste: Kennzeichnet Kontrolllösungstest. Ebenfalls zur Änderung von Teststreifencodes (zählt vorwärts) Außerdem: Uhrzeit, Datum, Alarmeinstellungen, Lautstärke Anzeigen gespeicherter Daten.
Problembereiche (dunkelfarbige Halbkreise auf dem Teststreifen) Unter Problembereich ist ein Halbkreis auf dem Teststreifen gemeint. Pro Messung wird nur einer von beiden Halbkreisen an den Blutstropfen gehalten (s. mein Testsreifenbild). Der Teststreifen wird mit der bedruckten Seite nach oben in das Messgerät eingeschoben. Dabei muss darauf geachtet werden, dass der Teststreifen nicht mit Gewalt eingeführt wird, damit er nicht am oberen Ende knickt und die Messwerte nicht reell anzeigt.
Vorgehensweise einer Messung
Bevor man mit dem Messen beginnt, wird zuerst das Messgerät eingestellt - ob gl/L oder mmol/L. Dann wird die Codenummer der Teststreifen eingegeben und andere optionale (freie Wahl; nicht zwingend) Einstellungen. Wenn alles nach den persönlichen Bedürnissen eingestellt ist, wird die Stechhilfe vorbereitet. Die Lanzette wird am oberen Kugelende im leichten Winkel abgedreht. Dies geht sehr leicht, da das Kügelchen nur mit einzelnen Verbindungsstellen befestigt ist. Bricht auch sehr schnell, man kann also auch den Schutz mit einem kurzen kleinen Ruck wegknicken. Die Lanzette wird dann an der Vorderseite der Stechhilfe eingesteckt. Verkehrt machen kann man nichts, weil das Steckende mit der Einsteckform der Stechhilfe übereinstimmt. Es passt also NUR in eine Richtung hinein. Ähnlich wie bei einem Scartkabel:-)
Wenn die Lanzette dann fest sitzt wird die Spannung aufgezogen. Auch das ist nur ein leichtes Nachhintenziehen des Endes der Stechhilfe. Das Spannen muss erfolglen, da sonst die Lanzette nicht tief genug trifft. Nach dem Spannen wird die Stechhilfe an die Körperstelle senkrecht aufgesetzt, die man für sich am schmerzarmsten oder am günstigsten erachtet. Dann wird der Auslöser betätigt, und die Lanzette sticht sacht in den Körper. Danach schaut man wenige Sekunden, ob ein Blutstropen zu sehen ist. Wenn nicht, hilft ein leichtes Drücken mit zwei Fingern, um den Blutstropfen herauszuholen.
Nun nimmt man das vorher eingestellte Meßgerät und legt den Teststreifen im leichten Winkel so an den Blutstropfen, dass der Tropfen quasi auf einen dunklen Halbkreis landet, bzw. aufgenommen wird, wie ein Löschpapierblatt. Nach ca. 5 - 7 Sekunden ist das Ergebnis auf dem Display ablesbar. Bei gravierenden Verdachtsmomenten eines nicht reellen Ergebnissses, sollte vorsichtshalber ein zweiter Test durchgeführt werden. Eines hätte ich fast vergessen: Bevor das Messgerät mit dem eingeführten Teststreifen an den Blutstropfen gehalten wird, muss erst wenige Sekunden gewartet werden bis auf dem Display das Symbol Bluttropfen erscheint, welches natürlich auch die Form eines Tropfens aufweist.
Das war dann schon alles! - Leicht, Schnell, schmerzlos und hygienisch sauber.
Die Anzeige des Displays wird in DREI Ebenen unterteilt:
- Obere Ebene - Symbole für Systemanzeige, Lautstärke, Thermometer
- Mittlere Ebene - Ziffernanzeige mg/L oder mmol/L
- Untere Ebene - 14tägiger Durchschnitt, Datum, Uhrzeit und die Anzahl der Tests
Messungen mit der Kontroll-Lösung
Messungen mit der Kontroll-Lösung ermöglichen akurate und genaue Ergebnisse. Auch, wie schon bei den Teststreifen, sollte auch hier eine Original-Lösung von Freedom verwendet werden. Die Kontroll-Lösung nicht mit anderen Flüssigkeiten verdünnen. Die Ergebnisse sind auch hier nur sehr genau, wenn sie bei einer Temperatur zwischen 15 und 40º C geschehen. Nach Öffnen des Fläschens ist diese sofort nach Gebrauch wieder zu verschließen. Die Ergebnisse des Kontroll-LösungsTests müssen innerhalb des auf dem Teststreifenbehälter aufgedruckten Bereichs liegen.
Wichtig Der für die Kontroll-Lösung angegebene Zielbereich gilt nur für Tests mit der Kontroll-Lösung. Er entspricht nicht dem Zeilbereich für die Blutzuckerwerte oder für die Blutzucker Testergebnisse. Auch hier muß der Test wiederholt werden, wenn die Ergebnisse außerhalb des angegebenen Bereiches liegen. Liegen die Ergebnisse weiterhin außerhalb der reellen Werte, dann bitte nicht mehr die Blutzuckerwerte mit dem Freestyle Freedom messen. Hier sollte beim Kundendienst nachgefragt werden.
Gesundheitliche Hinweise des Herstellers
Schwerer Flüssigkeitsmangel und übermäßiger Flüssigkeitsverluste können zu falsch-niedrigen Ergebnissen führen. Wenn geglaubt wird, unter schwerem Flüssigkeitsverlust zu leiden, sollte unbedinge der Arzt zu Hilfe gezogen werden. Testergebnisse unter 60 mg/dl - 3,3 mmol/l weisen auf eine Unterzuckerung hin. Testergebnisse über 240 mg/dl - 13,3 mmol/l verweisen auf Überzuckerung
Bei Symtomen, die nicht mit dem Blutzucker-Testergebnis übereinstimmen, obwohl die Anweisungen des FreeStyle Freedom befolgt wurden, ebenfalls den Arzt konsultieren. Für das Testen auf Über- oder Unterzuckerung und bei Wahrnehmungsstörungen wird die Messung am Finger oder den Daumenballen empfohlen.
Meine Erfahrungen und meine Produktempfehlung
Die volle Punktzahl kann ich zwar vergeben, aufgrund der leichten Bedienung und des völlig schmerzfreien Messens, aber dennoch eingeschränkt weiterempfehlen. Wie Sie bereits anhand meines bisher Aufgeführten erkannt haben, ist die Benutzung von FreeStyle Freedom nicht unbedingt geeignet, für Diabetiker, die öfters mal an Unter- oder Überzuckerung zu leiden haben. Ich vermute mal, dass dies für Diabetiker des Typ I zutrifft, und Insulin spritzen müssen.
Ich persönlich bin allerdings mit FreeStyle Freedom mehr als zufrieden. Auch wenn mir das Mess-System von der Sprechstundenhilfe überreicht wurde, so habe ich es mit allem Drum und Dran erhalten. Sprich im Originalkarton noch zu und verpackt.
Die Einstellung des Messgerätes ist nicht so einfach, da viele Einstellungen von Nöten sind, damit das Meßgerät optimal funktioniert. Man verwechselt bei der Einrichtung des Apparates schnell die m-Taste mit der c-Taste. Das wiederum führt zu Verwechslungen mit Datum/Zeit und der Einstellung der Messeinheiten. Bei jedem einzelnen Schritt musste ich immer wieder in die Bedienanleitung schauen und so manchen Schritt wiederholen. Das heißt aber nicht, dass die Bedienanleitung umständlich ist. Nein, es sind einfach nur eine Menge an Schritten nötig.
Die Stechhilfe hingegen ließ sich ohne Probleme Ruckizucki zusammenbauen. Das ist in der Anleitung gut skizziert und dargestellt. Das dauerte nicht mal 5 Minuten. Aber Eines möchte ich unbedingt erwähnen: Wenn das Messgerät einmal eingestellt ist, ist alles nur noch ein Kinderspiel. Es sei denn der Diabetiker ist auf eine bestimmte Art an den Händen behindert. Insgesamt dauert bei mir eine Messung knapp 4 Minuten.
Das Negative : Die Teststreifen sind ziemlich teuer. In der Apotheke kostet eine Röhre € 37,99 Der Inhalt beläuft sich auf 50 Stck/Röhre. Für mich ist dieser Preis einigermaßen vertretbar, da ich nur 1 bis 2 x/Woche messe und daher für für 1/2 bis 3/4 Jahr reiche. Das Geweicht und die Größe des Etuis ist angenehm und passt in die kleinste Tasche und auch an den Gürtel. Das ist praktisch für Diabetiker mit Insulinspritzung, wenn sie sich mal unterwegs Spritzen müssen.
Die Reinigung ist einfach. Am besten mit einem Mikrofasertuch trocken regelmäßig abreiben. Das gilt allerdings nur für das Meßgerät und bestimmte Stellen der Stechhilfe. Die Lanzetten sind ja stets im hellgrauen Kunststoffmantel desinfiziert verpackt.
Ein Nachbluten nach der Stechung ist nur selten, da wirklich nur 1 kleiner Tropfen Blut zur Messung benötigt wird. Ist aber auch wieder abhängig von den 4 verschiedenen Stechtiefen. Je nach Einstellung der jeweiligen Tiefe. Bei Tiefe 4 kann es z. Bsp. schon vorkommen, dass es ein wenig länger nachblutet, da ja auch tiefer gestochen wird. Ist aber auch nicht so schlimm, ein kleines Pflästerchen schafft Abhilfe!
Und mein Spruch: Die beste Krankheit taugt nichts"
In diesem Sinne bedanke ich mich für das Lesen und Bewerten @tommy197 - 2009-04-27/20:50
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23.05.2009 20:02
Guter Bericht.
10.05.2009 04:07
Meine Mutter ist auch Diabatiker Typ II! lg
09.05.2009 08:49
Hoffentlich brauche ich nie so ein Gerät.