Produktbewertung des Autors:
| Pro: |
guter Beschützer, Kinderlieb, Liebevoll, Pflegeleicht, intelligent, . . . |
| Kontra: |
braucht Platz, eigenständig, kann bei falscher Haltung sehr gefährlich werden |
| Kompletter Erfahrungsbericht |
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Hallo an alle!
Ich stelle diesen Bericht mal nach vorne. Sciuba ist am 29.12.2007 gestorben. Mehr kann ich nicht sagen. Nicht jetzt...
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Durch Zufall habe ich vor ein paar Tagen beim Herumstöbern die Rasse meines Hundes entdeckt und war eigentlich sehr überrascht. Es ist schliesslich eine weniger bekannte im allgemeinen und in Deutschland im besonderen. Da kennt man eher den Verwandten: den Kuvacz.
Beim Durchlesen der Berichte war ich allerdings etwas enttäuscht, denn nur eine hat die Rasse vorgestellt, keiner aber einen Erfahrungsbericht geschrieben. Eben wahrscheinlich, weil es in Deutschland so wenige gibt. Den Maremmano-Abbruzzese gibt es hauptsächlich in Italien, dann in England und wurde neuerdings in Amerika 'entdeckt' zum Schutz gegen Wölfe.
Um diese Rasse etwas besser kennenzulernen, ist es ganz gut, seine persönliche Erfahrung zu schreiben. Und das will ich nun:
Sciuba: Mein Hund heisst Sciuba (sprich: Schuba) und ist 8 ½ Jahre alt. Er ist ein waschechter Italiener aus den Abbruzzen, die Mutter mehrfacher Champion, der Vater ist ein Rätsel. Ich bekam ihn von Freunden. Ich wollte umbedingt diese Rasse. Ich lebte alleine, hatte ein alleinstehendes Häuschen mit Garten und war viel unterwegs über Tag (bin Reiseleiterin). Also der perfekte Hund. Einen Monat später mit vielem Hin und Her kam er dann endlich und ich holte ihn in Pozzuoli am Hafen ab. Er lag im Kofferraum, war dunkelgrau, mager (5 kg bei 2 Monaten) und ziemlich hässlich. Ich nahm ihn auf den Arm und aufs Schiff, er machte gleich ein Pipi und auf dem Schiff 3 Haufen. Er hatte Angst ohne Ende. Das schlimmste stand ihm noch bevor: in Ischia musste er mit auf die Mofa und zum Tierarzt. Auf einem Brett stehend, mit wehenden Schlappohren und halb in meine Jacke verzogen, schaffte er auch dieses Abenteuer. Beim Arzt war alles ok, Spritzen, Entwurmen und Kontrolle... war alles ein Klacks. Was ihn nicht umbrachte, machte ihn hart!
Als wir zuhause ankamen, verkroch er sich doch erst einmal unterm Tisch. Da war er sicher vor anderen abenteuerlichen Situationen und fressen und trinken war jetzt nicht so wichtig.
Der Arzt sagte mir, ich solle erst einmal etwas leichtes für ihn kochen und vielleicht etwas Hundereis dazumischen, um zu sehen was er frisst und bis wir ihn aufgepeppelt hatten. Die Nacht haben wir beide unterm Tisch verbracht.
Am nächsten Tag wollte er immer noch nicht raus, aber etwas fressen war schon mal ganz gut. Peù à peù ist er dann aus seiner Diffensive herausgekommen, hat sich an seine Umgebung und mich (ich arbeitete zu der Zeit nicht) gewöhnt und die Wohnung mit seinem Pipi 'angeeignet'. Ich hatte noch nie einen Hund und keine Ahnung, wie ich mich zu verhalten hatte, aber er hatte auch noch nie einen Menschen und hatte genauso wenig Erfahrung damit.
Langsam wuchs er ein bisschen, frass aber wenig und hatte immer Durchfall. Warum nur? Mein Tierarzt riet mir zu Hills und das war seine Rettung. Allerdings war es auch gut, dass es keine Peperoncini-Pflanzen mehr im Garten gab, denn die hatte er komplett alle gegessen und somit sich den Magen verkorkst.
Naja, wie bekomme ich nun meinen Wauwau stubenrein? Ich wusste da was von Nase in Pipi halten und Hintern versohlen. Ok. Er wehrte sich vehement gegen solche Behandlung... und machte weiter Pipi überall (hatte keine Teppiche, nur Fliesenfussboden). Nun sollte ich aber in ein paar Wochen meine Mutter in Deutschland besuchen, die hat nur echte Teppiche, antike Sachen etc. Was machen? Ich riskierte einen Streit mit ihr, egal. Sciuba machte bis zum Abreisemorgen sein Pipi in die Wohnung.
Reisen taten wir mit dem Flugzeug, hatte damals noch kein Auto. Er kam in eine Box, die es allerdings nicht wie versprochen am Flughafen bei der Fluggesellschaft gab. Ich musste eine kaufen. Tat ich am Flughafen (Ausnahme!). 1 Stunde vor Abflug bekam Sciuba 1 beruhigende Tablette 8beim Tierarzt bekommen) und ab in den Flieger. In Hamburg wurde er mir dann separat - nicht auf Laufband - gebracht. Er war noch total benebelt, aber froh wieder festen Boden unter den Füssen zu haben. Wir fuhren mit Taxe - bei der Fahrt in Neapel war ihm schlecht - nach Lübeck, und alles ging gut. Dort stieg ich etwas vorher aus und lief mit ihm noch eine Runde, damit er schon mal eventuell doch ein Pipi machen konnte. Tat er. Gut. Aber wie nun in meiner Mutters Wohnung? Und da geschah das erste Wunder: er hat von dem Moment an, wo wir die Wohnung betreten hatten, nie wieder Pipi im Haus gemacht! Er rief mich jeden Morgen, wenn er musste und wartete, dass ich angezogen war und wir raus sind. Nicht einen Tropfen hat er im Haus gemacht!
Als wir dann wieder zurück in Italien waren und er so langsam grösser wurde, dachte ich, ich muss mich jetzt mit ihm auseinander setzen, dass er weiss, wer hier die Nummer 1 ist. Also, nahm ich ihm das Fressen weg, während er frass. Das war schliesslich die persönlichste Situation bei einem Hund. Und da hatte ich gewaltige Schwierigkeiten. Ich bekam Angst vor ihm, denn er fletschte die Zähne und knurrte gefährlich. Aber wie sollte ich einen Hund halten, vor dem ich Angst hatte? Und wenn er dann gross ist? Schliesslich sagt man ihm nicht umsonst nach, dass er eine sehr gefährliche Rasse ist. Nein, wir mussten uns da etwas ausdenken. Also habe ich ihm das Futter mit der Hand gegeben. Später meine Hand mit in den Futternapf gelegt und letztendlich habe ich diesen dann weggezogen. Hat ein paar Wochen gedauert. Aber das Resultat ist, dass ich ihm ALLES wegnehmen kann, ohne Ausnahme.
Dann musste ich das Mofafahren mit ihm einstellen, er lenkte jetzt immer in die andere Richtung als ich eigentlich wollte und seine wehenden Ohren versperrten mir die Sicht. Leider hatte er auch schon so einen breiten Po und langen Schwanz, dass er einfach nicht mehr draufpasste. Also blieb er alleine zuhause.
Das war schwer am Anfang, weil er ja nun schon ein paar Monate mit mir 24 Stunden am Tag zusammen war. Aber meine Zeit der Arbeit kam wieder und er musste alleine bleiben. Ich wurde etwas umaufmerksamer, er buddelte sich ein Loch im Garten und verschwand. Kam aber immer wieder rechtzeitig nach Hause, wenn er meine Mofa ankommen hörte (bekam ich viel später erst raus!)
Auch hatte ich immer weniger Socken und diverses.... er vergrub sie im Garten und wartete auf einen Sockenbaum. Ich habe in der Zeit bestimmt alles das durchgemacht, was jeder erlebt, wenn er ein Hundebaby/-kind aufzieht. Er wurde gross, kräftig und liebte es, sich von mir kraulen und knuddeln zu lassen. Es gab nur uns zwei und einen Wellensittich, und Sciuba durfte eigentlich immer alles was er wollte. Ich wollte immer einen selbstdenkenden Hund haben, keinen der nur auf Befehle hörte.
Trotzdem dachte ich, dass ein 'Sitz' und 'warte' nicht schlecht wären. Ich übte nachmittags mit ihm in der Mittagspause. Mit Käsestückchen. Naja, hatte nie so dass Gefühl , dass es so besonders gefruchtet hatte. Aber ich bin auch nicht richtig konsequent. Bin dann wieder in spielen, toben und so übergegangen und fand das Beibringen langweilig.
Der nächste Winter kam (und meine Nichtarbeitsphase) und wir fuhren -mit Bus - nach Kreta für 2 Monate. Sciuba war schon ausgewachsen, 1 Jahr 3 Monate und ich hatte einen perfekten Aufpasser in meinem Hund. Nun kann man in Griechenland einen Hund nicht mit in öffentliche Verkehrsmittel nehmen und ich musste mich von Freunden abholen lassen. Kein Problem. Wir hatten ein kleines Appartment in Herssonissos und bald waren wir 'die Italienerin mit dem grossen weissen Hund'. Alle bewunderten ihn, hatten Angst und wollten auch so einen haben (gemischte Gefühle nennt man das...). Wir gingen viel Spazieren und toll war sein Verhalten mit mir: es gab viele wildernde Hunde und jedesmal, wenn wir ihnen begegneten, lief Sciuba im Kreis um mich, ohne einen Ton zu sagen. Näherte sich einer zu weit, ging er auf ihn los. Nur verjagen, nie angreifen! Ich fühlte - und fühle mich selbstverständlich heute noch - vollkommen sicher mit ihm.
Diese Reisen - später mit Auto - machten wir jeden Winter, ausser einen, wo ich dann in Mallorca gearbeitet habe und wir uns in einem Miniappartment im 4. Stock abmühen mussten. Er lernte bald, dass es auf dem Fahrersitz vorne bequemer war.. und vor allendingen dass dort die Hupe sich befand. Ich weiss bis heute nicht, wie er dazu kam: aber immer wenn ich etwas länger weg war und er im Auto wartete, setzte er sich auf die Hupe bzw. auch mit der Pfote. Alle Leute liefen hin, was das für ein Lärm war und ich verabschiedete mich schnell und setzte dem Konzert somit ein Ende. Warum musste ich bloss so einen intelligenten Hund haben?
Wir sind viel gereist, er hat viel erlebt, er hat mir unendliche Sicherheit gegeben. Nur auf mich hören wollte er nie so ganz. Ich rief ihn, er guckte aus Ferne ("was will die denn?") und wenn er meinte, es sei nichts wichtiges, dann kam er auch nicht. Er hat Rattengift gefressen und war gelähmt, mein Tierarzt hat ihn gerettet. Er hat Wespen gebissen und mich Morgens wie Quasimodo angesehen, mit seinem dicken verschwollenen Gesicht. Habe Stunden gesessen und ihm Eis auf die Schwellungen gelegt.
Wir haben auch 8 Monate in einem Hochhaus gelebt und nicht mehr gewusst, wem es schlechter ging dort: ihm oder mir. Er ist immer eifersüchtig auf männliche Freunde gewesen, weibliche konnte er nicht genug bekommen (Mann bleibt eben Mann). Hat sich auf das Sofa zwischen mir und dem -männlichen - Gast gesetzt. Hat einige Freunde, die er gut kannte, nie akzeptiert. Weiss heute, dass es Menschen sind mit einem starken, harten Charakter. Selbst wenn sie Hunde lieben, er ist immer auf Distanz geblieben. Nur bei einem war alles anders: meinem Mann. Ihn hat er sofort gemocht, hat sich sogar das Futter wegnehmen lassen, ist mit ihm spazieren gegangen ohne Probleme und das interessanteste ist: mein Mann geht mit ihm einkaufen ohne Leine! Sciuba folgt ihm, horcht auf jedes Wort, wartet vor dem Geschäft. Sogar die Katzen lässt er sofort in Ruhe, wenn mein Mann etwas sagt. Er hat dann eine Erziehung wie kein zweiter. Und die zwei lieben sich unendlich.
Pflege: Ein paar Worte auch hierzu, denn oft denkt man, dass so ein Hund viel davon braucht.
Er hat zwar recht langes Fell - besonders das am Schwanz -, ist aber immer von alleine sauber. Hin und wieder sollte er aber doch gebürstet werden. Weniger, um ihn sauber zu bekommen, als für das entknoten. Sonst wird er zum 'Raster-Hund'. Besonders am Hinterteil, denn dort ist das Fell unglaublich lang und dicht und es besteht die Möglichkeit des verfilzens. Ich habe ihm dort auch schon so manchen Knoten einfach weggeschnitten.
Empfindlich ist seine Haut. Sie ist zartrosa und anfällig für alles. Jedenfalls die von Sciuba. Er baut auch seine Stimmungen darüber ab und so manches Mal war ich am verzweifeln, denn Salben werden abgeleckt und oft ist da nur die Kortison-Tablette hilfreich. Er ist auch sehr Sonnenempfindlich, bekommt schnell einen Sonnenbrand. Muss natürlich nicht bei anderen Hunden auch so sein, aber allgemein sind weisse Tiere immer lichtempfindlicher. Bekommt Sciuba seine Sonnenallergie, jucken ihm alle Schleimhäute, werden rot, auf der Nase und um die Augen geht das Fell aus, es schwillt alles an. Ein ganz guter Schutz ist Sonnencreme/-spray, der dann aber jeden Morgen und mehrmals während des Tages aufgetragen werden muss, den ganzen Sommer hindurch. Nun ist das allerdings wohl ein geringeres Problem in Deutschland, da dort die Sonne seltener und nicht so stark ist, wie in Süditalien zum Beispiel. Also vielleicht im Urlaub im Süden daran denken und vorbeugen.
Seine Ohren sind auch etwas delikater, eben Schlappohren. Kommt da etwas rein - selten - dann kann schon 'mal eine Infektion entstehen. Ich habe in dem Fall - und auch aus Not - Ohrentropfen für Menschen genommen. Hat bestens geklappt.
Sciuba schnappt gerne nach allem was fliegt und bekommt diese 'Flier' auch oft. Ist eine Wespe dabei, sticht zu, bekommt er ein dickes Gesicht. Umbedingt Eis darauflegen/-halten und den Hund nicht alleine lassen. Die Schwellung muss weg und wenn man das Gefühl hat, es sei ein Stich Richtung Rachen, umbedingt zum Tierarzt! Der gibt eine Spritze gegen die Schwellung und hebt damit die Erstickungsgefahr.
Fühlt sich Sciuba vernachlässigt, kann er auch schon 'mal sehr gut schauspielern. Er hat dann richtig gehumpelt, konnte nicht laufen und war total niedergeschlagen. Das hebt sich, sobald er wieder die selbe Aufmerksamkeit wie vorher bekommt.
Zur Zahnpflege gebe ich ihm hin und wieder einen Knochen. Ordentlich abgekocht, die Suppe davon in sein Trockenfutter. Das knacken des Knochens löst Zahnstein und stärkt sein Gebiss und das Zahnfleisch. Auch die im Handel zu bekommenden 'Fluor-Knochen' sind ganz gut. Selten hat er jedoch Mundgeruch.
Zu Fressen bekommt er nur Hill's Trockenfutter, inzwischen den 'Senior' mit fast 9 Jahren. Ich tue Wasser dazu, im Winter lauwarm, im Sommer eher kühl. Manchmal etwas Olivenöl darüber, ein Ei (wegen der Proteïne) oder auch etwas anderes zur Geschmacksveränderung. Nicht immer frisst er gleich, manchmal guckt er es an und frisst dann etappenweise später im Laufe des Abends oder Nacht. Er bekommt einmal am Tag.
Waschen tue ich ihn auch fast nie, er ist immer sauber. Nur wenn es im Sommer sehr heiss ist, dann spritze ich ihn mit dem Schlauch im Garten nass (er hasst es, aber ich habe da meine Tricks!) benutze dann ein blaues Hundeshampoo - schützt das Fell vorm gelb werden von der Sonne - und achte sehr darauf, dass er nicht ins Haus kann. Sonst legt er sich auf's Bett und trocknet sich da! Trotz dichtem, langem Fell, ist er sehr schnell trocken draussen. Sciuba riecht eigentlich nicht nach typischen Hund, kann aber auch sein, weil ich ihn gerne rieche! Ist er aber im Regen gewesen, riecht er streng... bis er trocknet.
Zusammenfassend: Ich glaube nicht, dass nur ich so einen tollen Hund habe. Es ist auch einwandfrei die Rasse. Ich habe ihn niemals eingeschränkt. Er hat immer für sich entscheiden können und ist ein volles Familienmitglied. Er sieht selber, wann er das machen muss, was ihm gesagt wird. Er passt auf seine Familie auf wie kein anderer. Er lässt sich alles von Kindern gefallen, und gewöhnt sich auch an andere Tiere ( wir haben seit 2 Monaten eine Ente und bei anfänglichem Interesse und hinterhergelaufe und Spielversuchen, lässt er sie jetzt in Ruhe. Ich ziehe gerade einen aus dem Nest gefallenen Spatz auf... er beschnuppert alle täglich, um zu sehen, ob alle ok sind, bleibt ohne Probleme auch alleine mit allen im Haus). Das wichtigste bei dem Maremmano-Abbruzzese ist, das man ihn akzeptiert, respektiert und niemals einsperrt, ankettet oder sonstwie 'misshandelt'. Dann wird er zu einer gefährlichen Bestie und ist mit einem agressiven Dobermann zu vergleichen. Er muss vollkommen integriert werden in die Familie, kann wunderbar viele Menschen um sich haben, legt sich dann abseits und beobachtet. Wenn wir an den Strand gehen, guckt er sich die Umgebung an, geht mit den Füssen (niemals weiter!) ins Wasser und legt sich dann etwas weiter weg, damit er alles im Blickfeld hat. Nähert sich einer, bellt und läuft er in die Richtung. Greift nicht an, erst wenn derjenige zu nahe kommt.
Aber auch das Alleinsein ist kein Problem für ihn.
Zuhause lässt er eigentlich ziemlich alle ins Haus, wenn wir dabei sind, aber macht einen heiden Spektakel, wenn diejenigen gehen wollen. Wir wohnen jetzt in einem Haus im Parterre, die Vermieter über uns. Im vorderen Hof haben wir eine kleine Terrasse vor der Haustür, alles ist aber offen. Will einer nach oben, beachtet er denjenigen nicht, geht er in unsere Richtung, steht er auf und bellt Alarm.
Stehen wir morgens ungewöhnlich spät auf, kommt er alle paar Minuten und schnuppert und kontrolliert, ob auch alles ok ist mit uns.
Man kann sich völlig auf ihn verlassen! Für mich ist es die wunderbarste Rasse, die ich mir vorstellen kann für mich. Er ist ungeeignet in engen Plätzen, kleinen Wohnungen. Er braucht einen Garten, in den er jeder Zeit gehen kann (wir haben immer eine Tür auf) und braucht auch viel Liebe. Nur so ist es möglich, ein vollkommen ausgeglichenes Tier zu haben.
Er ist in jungen Jahren lebhaft wie die meisten jungen Tieren, aber im Erwachsenenalter ist er dann ein ziemlich träger. Wie die meisten grossen Hunde. Aber sehr agil wenn er muss. Unser schläft viel, aber wehe er hört eine Katze..... Unserer hat auch schon öfters eine geschnappt, aber er hält sie nur, beisst nie zu! Auch typisch für die Rasse. Den Feind nur halten.
Natürlich gibt es noch meilenweise zu erzählen, aber das würde wirklich den Rahmen sprengen. Ich wollte nur einmal meine eigene Erfahrung im Groben berichten mit einem wundervollen Tier, dass selbstständig ist, Sicherheit gibt, pflegeleicht (sein Fell wird nach einem 'Schlammbad' wieder von alleine blütenweiss) ist und auch nicht viel kostet (ich zahle durchschnittlich im Monat knappe 30,- Euro, vielleicht 35,- , wenn man mal einen Knochen, Zähneputzknochen oder Leckereien dazu zählt).
Nur wenn man viel reist wie wir, kann es etwas schwierig werden. In Europa habe ich nie Hotelprobleme gehabt, nur in Griechenland mit öffentlichen Verkehrsmitteln. In der Türkei findet man kaum ein Hotel, was einen mit Hund aufnimmt und so manches Mal haben wir schon zu dritt im Auto geschlafen ( Sciuba im Sommer draussen, wir drinnen).
Der Bericht ist sehr lang geworden, aber ich hoffe, man bekommt hiermit einen besseren Eindruck von dieser Hunderasse. Wünsche allen, dass sie ein so wunderbares Familienmitglied haben, wie wir!
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