Abels & Langels (Repetitorium)

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Ich habe das Abels & Langels Rep 2002/03 in Köln und ab und zu in Bochum besucht. Ich war vollauf zufrieden und kann es nur empfehlen. Ausschlaggebend war für mich, dass es nur 6 Monate dauert und mir bereits beim Probehören die Dozenten sehr zugesagt haben. Die 6 Monate sind für viele ... Bericht lesen





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6 Monate reichen
Erfahrungsbericht von bagger99 über Abels & Langels (Repetitorium)
08.10.2004


Produktbewertung des Autors:   


Pro: Dozenten, parallele Lernvorgaben
Kontra: Ö - Recht vielleicht etwas knapp

Empfehlenswert? ja 

Kompletter Erfahrungsbericht

Ich habe das Abels & Langels Rep 2002/03 in Köln und ab und zu in Bochum besucht. Ich war vollauf zufrieden und kann es nur empfehlen.

Ausschlaggebend war für mich, dass es nur 6 Monate dauert und mir bereits beim Probehören die Dozenten sehr zugesagt haben. Die 6 Monate sind für viele eher abschreckend ("Wie soll man denn in 6 Monaten das alles schaffen? Das ist doch viel zu kurz!"), aber ich kann sagen, dass es reicht.

Das Problem ist nämlich, dass man den meisten Kram innerhalb eines Jahres sowieso wieder vergisst. Hier setzt Abels & Langels an. Man bekommt das System eingehämmert, wie man jeden unbekannten Fall zumindest in den sieben Punkte Bereich hinein lösen kann, anstatt Standard-Probleme noch und nöcher auswendig zu lernen. Auch die banale Aussage, man solle doch erst mal ins Gesetz schauen, bevor man gehetzt eingetrichtertes Wissen aufs Blatt schreibt, wird immer wieder gepredigt. Mit der Zeit erkennt man, dass Gesetze durchaus logisch aufgebaut sein können und wertvolle Gehirnkapzität für Sachen benutzt werden kann, die eben nicht durch einfaches Nachschlagen im Gesetz nachgelesen werden können.

Zwar werden alle Standard-Probleme angesprochen, bei vielen wird dann aber eher darauf hingewiesen, man solle sich das doch zu Hause noch mal anschauen. Nur die kniffligen Sachen werden im Rep erörtert. Das finde ich OK, denn die meisten die Standardfälle sind ohnehin schon in Lehrbüchern tausendmal durchgesprochen worden. Mein Problem und das vieler anderer Kandidaten war/ist wohl eher: Wie bringe ich mein Wissen innerhalb kürzester Zeit aufs Papier?

Bei Abels & Langels bekommt man genau das beigebracht. Die meisten Examensfälle werden in einem Baukastenprinzip zusammengebastelt, und da vielen öfters nicht ganz klar ist, wo man was hinschreiben soll, steht und fällt eine Klausur mit einem stringenten logischen Aufbau (schon aus Zeitgründen).

Wie gesagt muss man in den sechs Monaen auch einiges zu Hause machen, aber in meinem Augen ist es auch nicht Sinn des Repetitoriums, Standard-Fälle durchzukauen.

Im Gegensatz zur Uni kann sich ein Dozent eines Repetitoriums auch trauen, den Kandidaten zu sagen, was dran kommen könnte und was man getrost weg lassen kann, da es für eine Klausur einfach nichts her gibt. OK, damit lehnen sich Dozenten sich vielleicht etwas weit aus dem Fenster ("Sie haben gesagt, es kommt nicht dran! Ich verklage Sie!" ;-)), aber ich bin diesen Tipps gefolgt und gut damit gefahren. Man kann sowieso nicht alles lernen! Das ist unmöglich!

Im BGB und Strafrecht wird der Stoff gut abgedeckt. Der Ö-Recht-Teil deckt in erster Linie Verwaltungsrecht ab. Grundrechte kommen da m.E. etwas zu kurz. Der verwaltungsrechtliche Teil ist aber super.

Die Dozenten sind ohne Zweifel das Beste bei Abels & Langels.

Herr Langels übernimmt BGB und Strafrecht (in Bochum übernimmt Strafrecht Herr Beuchel, den ich allerdings als AG-Leiter aus Düsseldorf kenne und gut finde). Herr Langels ist mit Verlaub etwas arrogant und distanziert, aber mich störte das nicht. Es spricht sehr ruhig, gibt immer die Chance, Fragen zu stellen (wenn er auch gerne die Fragen in einer Fragerunde sammelt) und kann diese auch beantworten. Auch nach der Stunde beantwort Herr Langels geduldig Fragen.
Er versucht schwierige Fragen einfach darzustellen, was ihm auch gelingt.
Unter Strich ein sehr guter Dozent.

Das absolute Highlight, geradezu Infotainment, ist Ö-Recht bei Herrn Dr. Stark. Dieser Mann hat es nicht nur geschafft, dass ich den Aufbau von sämtlichen verwaltungsrechtlichen Verfahren im Schlaf konnte (A und O, da man ansonsten im Ö-Recht eh nur labert), nein ich habe mich auf jede Stunde gefreut! Im Ö-Recht! Er vermittelt den Stoff auf sehr unterhaltsame Art und Weise und der Effekt, dass einem Spaß macht, führt dazu, dass man auch wirklich etwas lernt. Er war allerdings in seiner Heimatstadt Köln besser drauf als in Bochum (Anreise ??).

Das Repetitorium kostet 150 € im Monat. Es findet an drei Tagen pro Woche statt. Eine Lektion dauert 4 Stunden.

Das Material ist NICHT im Preis einbegriffen. Es kostete meines Wissens 250 € (bin mir aber nicht sicher).

Es besteht zum Großteil aus den normalen A&L Skripten, die auch im Buchhandel gekauft werden können (allerdings günstiger). Der Vorteil ist natürlich, dass der Autor Herr Langels vor einem steht und ma ihm bei einem Verständnisproblem gut fragen kann.

Die Materalien im Ö-Recht sind - nunja - ausbaufähig. Der Ordner ist OK, es steht auch vieles drin, aber nur mit dem Ordner habe ich mich nicht vorbereitet und das würde ich auch keinem empfehlen.

Super sind die Ordner, mit denen man ein zum Rep paralleles Lernprogramm für die 6 Moante aufbaut. Es gibt Zeitvorgaben ("Widmen Sie sich diesem Thema mind. 30 min im Skript unter ....."), Kontrollfragen, Schaubilder, Verweisungen auf Lehrbücher, Verweise auf wichtige Entscheidungen etc.

Es gibt einen Klausurenkurs. Man gibt eine Klausur ab und bekommt sie später korrigiert zurück. Davon habe ich aber nur wenig Gebrauch gemacht, da ich lieber den Klausurenkurs an der Uni mitgemacht habe. Ich kann über die Qualität der Korrekturen daher nichts sagen.

Man kann das Rep in Deutschland überall besuchen. Wenn ich z.B. an dem Köln-Termin keine Zeit hatte, bin ich nach Bochum gefahren. In Köln waren auch ab und zu einige Bonner zu Besuch.

Es sind so 25-40 Leute da, was ich als recht angenehme Größe empfand.

Achja eine Frage, die Euch vielleicht interessiert. Ich habe mit Abels und Langels in meinem zweiten Versuch in NRW meinen Punkteschnitt in den Klausuren verdoppelt, nachdem ich ein Jahr zuvor nur mit dem Uni-Rep mein Examen mehr oder weniger in den Sand gesetzt habe. Hat mich auch von der Qualität (und leider auch der Notwenigkeit) des Reps überzeugt

So, und jetzt gutes Gelingen fürs Examen!!   

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