Produktbewertung des Autors:
| Pro: |
verständlich geschrieben |
| Kontra: |
Aufbau, Informationsfülle, stupide Rechenbeispiele |
| Kompletter Erfahrungsbericht |
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Abi Pocket Teacher Physik
== Einleitung ==
Die (vorerst) letzte Abiturprüfung steht kurz bevor, und zwar die mündliche im Fach Physik. Daher hab ich mir schon vor einigen Monaten den Abi Pocket Teacher Physik zugelegt. Das entsprechende Werk für Geschichte hat sich schon als durchaus nützlich erwiesen, da konnte man ja eigentlich nichts falsch machen. Wie hilfreich war der kleine Taschenlehrer aber wirklich?
Aufbau und Inhalt
Die einzelnen Kapitel umfassen zwischen 15 und 45 Seiten, je nachdem wie ergiebig die einzelnen Themen sind. Inhaltlich werden alle Themen abgedeckt, die für die Oberstufe vorgesehen sind (zusätzlich noch die Thermodynamik). Beginnend mit der Mechanik und mechanischen Schwingungen und Wellen geht es weiter mit der Elektrizitätslehre (die den größten Teil ausmacht), gefolgt von elektromagnetischen Schwingungen und Wellen, der Wellentheorie des Lichts, der Photonentheorie und schließlich der Atomphysik. Im Anhang findet man nochmal alle wichtigen Formeln und Konstanten zusammengefasst, falls man Probleme beim Rechnen von Aufgaben haben sollte.
Meine Meinung
Leider ist der kleine Helfer in Physik nicht so gut wie andere der Reihe. Das wird zum Teil schon im oben dargestellten Aufbau deutlich. Während die Themen Mechanik und E-Lehre jeweils in einem großen Kapitel behandelt werden, wird es im Bereich Schwingungen und Wellen ziemlich unübersichtlich. Da hat mir sogar das Schulbuch mehr gefallen. Dort wurden diese Themen in ein, zwei großen Kapiteln beschrieben. Wieso werden diese Themen aber so zerpflückt im Pocket Teacher? Beispiel: Auf Seite 87 endet der Teil zu mechanischen Wellen, auf Seite 143 geht es dann erst weiter mit den elektromagnetischen Wellen. Natürlich ist diese Lücke gemacht worden, damit Kenntnisse von der E-Lehre vorhanden sind, wenn es um Elektromagnetische Wellen geht. Aber dann wäre es auch sinnvoller gewesen, die mechanischen Wellen nach hinten zu verschieben.
Außerdem fällt negativ auf, dass die letzten Kapitel allesamt sehr kurz gefasst sind und man erstmal den größeren Zusammenhang nicht erkennt.
Positiv hingegen ist der Sprachstil. Einige Dinge werden durch den einfach gehaltenen Text klarer, wodurch bei Missverständnissen und Verständnisproblemen Abhilfe geschafft wird. Vor allem bei bestimmten Versuchen, die im Schulbuch oft zu ausführlich und zu umständlich dargestellt werden, kann das helfen. Ebenso gut: Es wird großer Wert auf die Erläuterung von technischen Anwendungen gelegt. Dadurch vergisst man immerhin nicht, dass die Physik auch irgendeinen Nutzen hat ;-)
Nicht zufriedenstellend jedoch sind dann die Rechenbeispiele. Diese sind meist dort vorzufinden, wo zuvor eine wichtige Formel in einem hervorgehobenen Merk-Kasten festgehalten wurde. Dabei wird in den Aufgaben allerdings nichts weiter verlangt, als einfach nur stur Werte für diverse Größen einzusetzen - ganz ohne weitere Überlegungen. Das erscheint doch recht stupid, zumal kein Bezug zum Nutzen der Formel genommen wird. Da machen es andere Lernhilfen schon viel besser - sei es die Abiturhilfe vom Duden oder "fit fürs abi" vom Schroedel-Verlag. Komplexe Aufgaben werden gestellt und in einem Lösungsteil verständlich gelöst
Fazit
Alles in allem eignet sich der Abi Pocket Teacher Physik dazu, sich das ein oder andere Thema nochmal vor Augen zu führen. Vor allem der beschreibende und erklärende Teil zu einem Experiment kann sich als nützlich erweisen, weil der Text einfacher gehalten ist als das Schulbuch. Doch lassen Informationsfülle, Aufbau und die Rechenbeispiele oft zu wünschen übrig. Daher nur eine bedingte Empfehlung. Wer wirklich Hilfe sucht, sollte es mit den oben genannten Büchern versuchen.
Vielen Dank fürs Lesen und Bewerten! Dieser Bericht erscheint auch auf anderen Plattformen!