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ABIT NF7-S

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Bye Bye, VIA - Hallo NForce2!

5  28.04.2003 (29.04.2003)

Pro:
hervorragende Stabilität und Performance, offizieller 200 MHz FSB CPU - Support, hohes Overclocking - Potenzial, läuft bei mir 240 MHz FSB !

Kontra:
Kleinigkeiten, CPU -  und IDE - Sockel liegen etwas ungünstig

Der Autor besitzt das Produkt

Details:

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Terminator-II

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...schon wieder ein neues Mainboard? Jo! Jedoch von meinem letzen Gigabyte enttäuscht, nebenbei von VIA auch nicht mehr gerade begeistert, sollte es diesmal ein wirklich innovatives und (für PC-Verhältnisse) zukunftssicheres Super-Mainboard werden! Auschlaggebend für meine Kaufentscheidung waren diesmal nicht alleine Reviews und Vergleichstests (was der Grund für meinen vorherigen Gigabyte-Fehltritt war), sondern vor allem auch die fast ausschließlich positiven Comments anderer User, die dieses Abit-Board schon besaßen. Und so habe ich es gefunden - nach längerem recherchieren, informieren und vergleichen habe ich mich für Abits NF7-S in seiner aktuellen Revision 2.0 entschieden!

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■ DAS ABIT NF7-S

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Das Board ist im Abit-typischen schwarz-rotem Karton materialgerecht und sicher verpackt. Beginnen wir wir dem Lieferumfang - nach dem öffnen der Box findet man neben dem eigentlichen Mainboard natürlich auch diverses, "serienmäßig" mitgeliefertes Zubehör. Folgendes liegt dem Mainboard bei:

• ein UDMA-IDE-Kabel 80-polig, für IDE-Festplatten / CD-ROMs
• ein IDE <> S-ATA-Adapter mit S-ATA-Daten- und Stromkabel
• ein Floppykabel für das PC-Diskettenlaufwerk
• zwei Slotbleche mit jeweils zwei USB 2.0-Anschlüssen
• ATX-Blende für die Rückseite des PC-Towers
• Treiber-CD-ROM
• ein mehrsprachiges Handbuch

Das NF7-S bietet einen Serial-ATA (S-ATA) Kontroller mit RAID-Unterstützung, mit dem man zwei Festplatten im Verbund betreiben kann. Was man unter solchen Umständen eigentlich als Zubehör erwartet, wären auch -zwei- S-ATA-Adapter. Mit einem solchen Adapter können gewöhnliche IDE-Festplatten an den S-ATA-Controller angeschlossen werden. Leider liegt aber nur -ein- Adapter bei. Um RAID auch mit normalen IDE-Festplatten nutzen zu können, muß man sich also einen zweiten S-ATA-Adapter extra anschaffen - welcher immerhin 20 bis 30 Euro kostet. Irgendwelche Bonus-Software sucht man ebenso vergeblich, mehr als die Treiber sind nicht auf der CD zu finden. Das Zubehör hält sich also bei Abit in Grenzen und ist nur durchschnittlich, wenigtens vom Lieferumfang her war mein letztes Gigabyte doch merklich besser ausgestattet.

Das NF7-S ist nur wenige Wochen nach Auslieferung der Rev 1.2, in seiner neuen und aktuellen Revision 2.0 erschienen. Diese bietet nun erstmals offiziellen Support für AMD-CPUs mit 200 MHz Frontside-Bus (FSB). Wem das jetzt nichts sagt: ein AMD Duron 900-Prozessor hat z.B. einen 100 MHz FSB, ein Athlon XP 2000+ schon 133 MHz. Selbst eine aktuelle und schnelle AMD Barton XP3000+ CPU bietet nur 166 MHz FSB. Jede Erhöhung des FSB bringt einen enormen Leistungsschub mit sich. Jetzt kann man sich hoffentlich vorstellen, wie eine CPU mit 200 MHz FSB erst loslegt! Zu erkennen ist diese neue Revision 2.0 auch an der ungewöhnlichen Farbe des Mainboards, welche von "bleichbraun" ins "bräunlich-knallorange" wechselte! Was mir auf den ersten Blick gut gefiel, war der großzügige Abstand vom AGP-Slot zu den PCI-Slots. So erhält der Grafikkartenlüfter genügend Luft zum kühlen, ohne von zu nah installierten PCI-Karten behindert zu werden. Weiterhin ist die Northbridge des NF7-S mit einem großzügigen Lüfter versehen worden. Insgesamt sind drei Molex-Anschlüsse für CPU- und weitere Lüfter auf dem Board zu finden.

Der CPU-Sockel ist meiner Meinung nach zu weit außen angebracht, nämlich fast genau am Rand des Mainboards. Dies sorgt beim Einsatz eines CPU-Kühlers je nach Bauart und Tower für z.T. erheblichem Platzmangel, da das Netzteil gleich angrenzt. Bei Kühlern mit seitlichen Lüftern kann es passieren, das der (blasende) CPU-Lüfter und der (absaugende) Netzteillüfter "Auge in Auge" liegen - die Kühlleistung des CPU-Lüfters wird beeinträchtigt. Ebenso liegen die IDE-Anschlüsse etwas ungünstig - genau längst der Speichersockel. Sind hier die IDE-Kabel einmal eingesteckt, tut man sich im Nachhinein recht schwer, RAM-Module ein- oder auszustecken, da man dann ständig die IDE-Kabel im Weg hat. Auffällig war, daß ältere Bios-Versionen (bei mir zu Beginn Rev. 12) sowohl Mainboard- als auch CPU-Temperaturen ca. 8° bis 10° zu hoch angaben. Ein Bios-Update ab Rev. 14 beseitigt zwar den Umstand der zu hohen CPU-Temperaturen, entschärft aber auch gleichzeitig die RAM-Timings etwas. Eine hervorragende Alternative zum originalen Bios bieten übrigens diverse Bios-Mods von Fans, die den Abit-Bios'en einen klasse Feinschliff verpaßt haben - dazu unten mehr!

Die Spannungen werden trotz Marken-Netzteil alle mehr oder weniger stark untervoltet. Bei eingestellten 1.75 Volt im BIOS erhalte ich nur 1.68 bis 1.70 Volt unter Windows. Dieses Symphtom wurden auch von anderen Usern bestätigt. Die von Haus aus ungekühlte Southbridge des NForce2-Chipsatzes
Bilder von ABIT NF7-S
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ABIT NF7-S Bild 61761 tb
das Abit NF7-S Rev 2.0
wird ab 166 MHz Frontsidebus relativ heiß. Hier habe ich mit einem kleinen Kühlkörper samt Lüfter Abhilfe schaffen können. Der integrierte Serial-ATA (S-ATA)-Controller bietet eine maximale Übertragungsrate von 150 Megabyte pro Sekunde und soll gegenüber seinem Vorgänger, dem normalen IDE-Controller, mehr Übertragungsleistung bieten - warum wurde er dann aber an den PCI-Bus mit angebunden, dessen maximales Datentransfer-Limit schon bei 133 MB/sek. (wohlgemerkt für -alle- Slots zusammen) erreicht wird? Dies kann die Vorteile von schnellem Serial-ATA gleich wieder beeinträchtigen, da die Daten einen Umweg über den "Flaschenhals" PCI-Bus nehmen müssen. Für mich ist dies zwar nicht relevant, da ich S-ATA vorerst nicht benutzen werde - es ist aber sicher etwas ärgerlich für User, die S-ATA schon von Anfang an einsetzen wollen.

So, alles in allem hört sich dieser erste Eindruck doch eher etwas negativ an. Aber halt! Im Prinzip sind das größtenteils Kleinigkeiten! Bevor nun irgendjemand einen falschen ersten Eindruck erhält, kommen wir nun zu den positiven Features und Aspekten, von dem das Board wirklich jede Menge besitzt!

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■ DIE FEATURES

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Das Abit NF7-S basiert auf dem innovativen und äußerst leistungsfähigen NVidia NForce2-Chipsatz, der wirklich sehr viel für sein Geld bietet. Dank der umfangreichen Ausstattung des Mainboard dürften in den meisten Fällen zusätzliche PCI-Karten überflüssig werden, und damit verbunden, auch nicht wenige Euros eingespart werden können! Gut, was bietet das NF7-S denn nun im einzelnen?

• NVidia NForce2-Chipsatz

die "Steuerzentrale" des Mainboards. Er ist für das Zusammenspiel aller Komponenten im PC verantwortlich. Offiziell unterstützt werden alle erhältlichen AMD Duron-, Thunderbird-, Athlon XP-, Barton- und Sempron-CPUs mit bis zu 200 MHz FSB. Der NForce2 ist ein sehr vielseitiger und leistungsstarker Chipsatz. Er bietet u.a. DualDDR400-Zweikanal-RAM-Support, 6-Kanal-Audio in echter Dolby Digital 5.1-Qualität, einen Firewire-Controller und viele weitere, innovative Features.

• Serial-ATA-150 RAID-Controller (onboard, deaktivierbar)

der neue Serial-ATA-Standard bietet eine (theoretisch) max. Übertragungsrate von 150 MB/sek. An ihn kann man entweder ein einzelnes S-ATA-Laufwerk anschließen, oder auch zwei (möglichst identische) Festplatten bündeln. Diese werden dann vom System als eine einzelne HD angesehen und bieten dadurch eine verdoppelte Übertragungsleistung. Mit dem o.g. beiliegendem S-ATA-Adapter kann man auch ein gewöhnliches IDE-Laufwerk an den S-ATA-Kontroller anschließen. Die neuen S-ATA-Anschlußkabel sind dabei sogar noch dünner als z.B. ein gewöhnliches USB-Kabel.

• UDMA/133 IDE-Controller

zwei Anschlüsse für insgesamt bis zu vier typischen IDE-Laufwerken wie Festplatten, DVD-ROM, Brenner usw. sind vorhanden. "133" steht für die (wiederrum theoretisch) erreichbare, maximale Übertragungskapazität des Controllers von 133 MB/sek. In der Praxis erreicht man allerdings nie solch hohe und optimale Übertragungsraten, da diese auch vom PCI-Bus und den Festplatten selbst technisch eingeschränkt werden. Nichtsdestotrotz arbeitet der IDE-Controller recht flott im Vergleich zu anderen, mir bekannten UDMA/133-Controllern.

• Dual Channel-DDR-RAM Interface

hier kann man bis zu drei 184-polige DDR-RAM-Module installieren. Neben den bisherigen PC1600 (DDR200)-, PC2100 (DDR266)- und PC2700 (DDR333)-Modulen werden auch schnelle PC3200 (DDR400)-RAM-Module unterstützt. Das besondere ist nun die Kanalbündelung des Speichers. Installiert man anstelle eines einzelnen zwei (möglichst identische) RAM-Module, werden diese dann im Zweikanalbetrieb (Dual Channel) angesprochen - so wird z.B. aus zwei DDR400-Modulen quasi ein DDR800-Modul! Und dies sorgt für einen merklich höheren Speicherdurchsatz.

• SoundStorm™ 6-Kanal Audio (onboard, deaktivierbar)

weiterer Bestandteil des NForce2 ist integriertes 6-Kanal Audio. Die APU (Audio Processing Unit) liefert dabei echten Dolby Digital 5.1-Sound und bietet Unterstützung für Echtzeit-Audiokodierung. Zusammen mit dem optischen S/PDIF Out-Anschluß heißt dies in der Praxis, daß man sich mit dem NF7-S eine vollwertige und hochwertige Dolby Digital 5.1-Surroundanlage einrichten kann! Ein gewöhnlicher Stereobetrieb ist damit aber ebenso möglich.

• Firewire IEEE 1394 (onboard, deaktivierbar)

dieser Controller stellt eine Mischung aus USB- und LAN-Karte dar. Der Firewire-Anschluß bietet bi-direktionale Datenübertragung, also in beide Richtungen gleichzeitig, und ermöglicht dabei Übertragungskapazitäten von bis zu 400 MBit/sek. Es können dabei bis zu 64 Geräte daran angeschlossen werden, die auch im laufenden Betrieb gewechselt werden können.

• Realtek RTL8101 10/100MBit-Controller (onboard, deaktivierbar)

Eine vollwertige, integrierte Netzwerkkarte, die 10 MBit- und 100 MBit-Datenübertragung ermöglicht. Full-Duplex-Übertragung, also senden und empfangen gleichzeitig, wird unterstützt. Der Betrieb eines DSL-Modems ist mit dieser Karte ebenfalls machbar. Die Leistung der ist trotz "Realtek" übrigens hervorragend und bietet einen hohen, stabilen Datentransfer bei geringer CPU-Last. Unsere bisherigen Intel Pro/100+ PCI-Netzwerkkarten konnten das nicht besser.

• AGP- und PCI-Slots

Der speziell für Grafikkarten vorhandene AGP-Slot unterstützt Grafikkarten mit AGP 2x (132 MHz) / AGP 4x (264 MHz) und AGP 8x (528 MHz)-Standard und ist AGP 3.0 kompatibel. Falls benötigt, können sonstige Erweiterungskarten in einen der fünf freien PCI-Slots installiert werden.

• USB 2.0-Controller (onboard, deaktivierbar)

insgesamt sind sechs USB-Geräte anschließbar. USB 2.0 unterstützt Datentransferraten von bis zu 480 MBit/sek. Damit ist USB 2.0 ungefähr 40x so schnell wie eine ältere USB 1.1-Schnittstelle. Er ist abwärtskompatibel, d.h. auch ältere USB 1.1-Geräte können weiterhin verwendet werden.

• Sonstiges

Ansonsten sind natürlich alle Anschlüsse vorhanden, die man auch bei jedem anderen Mainboard finden kann. 1x Diskettenlaufwerk, 2x PS2 für Maus und Tastatur, 2 serielle und 1 paralleler Anschluß. Auch ein am Netzteil vorhandener ATX 12V Stecker, der bisher nur bei Pentium 4-Platinen zum Einsatz kam, kann beim NF7-S eingesteckt werden und sorgt für eine stabilere Spannungsversorgung. Für Lautsprecher findet man ebenso entsprechende Anschlüsse. Einzig ein Gameport-Anschluß ist nicht zu finden. Das Board unterstützt alle aktuellen Stromspar- und "Wake-on-LAN"-Funktionen.

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■ DAS BIOS

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Abit ist mittlerweile für sein großes Übertaktungspotenzial bekannt, dies spiegelt sich auch entsprechend im Award-Bios (bei mir Rev 26) wieder. Man kann alle relevanten Einstellungen im Bios vornehmen, nerviges konfigurieren über Jumper oder DIP-Schalter auf dem Board entfallen beim NF7-S vollständig. Im Bios findet man alle Einstellungen, die des Overclockers Herz höher schlagen lassen! Besonders erwähnenswert ist hierbei Abits "SoftMenu III"-Option. Hier lassen sich alle Spannungen und Taktraten vollkommen separat und großzügig regeln - wichtig fürs Overclocking, denn beim übertakten wird so gut wie immer auch eine höhere Volt-Spannung notwendig. Folgende Einstellungen sind möglich:

Frontsidebus:100 - 300 MHz
Multiplikator: x5.0 - x22.0
Speichertakt: 200 - 266 - 333 - 400 MHz
CPU-Kernspannung: 1.10V bis 2.30v
Speicherspannung: 2.4v - 2.5v - 2.6v - 2.7v -2.8v - 2.9v
AGP-Spannung: 1.5v - 1.6v - 1.7v - 1.8v
Chipsatz-Spannung: 1.6v - 1.7v

Mit solchen Optionen bleiben wirklich keine Wünsche offen! Das NF7-S kann man, auch für PC-Verhältnisse, als zukunftssicher bezeichnen. Selbst heute liefert das Board mit einem mobilen Athlon XP-M, 1024 MB Speicher und einer aktuellen GeForce 6-Grafikkarte noch Leistung im Überfluß. Außerdem ist es durchaus möglich, den Takt des Frontsidebusses noch um einiges höher als 200 MHz einzustellen. Gute Hardware vorrausgesetzt, sind von vielen Usern durchaus stabile Einstellungen von bis zu 250 MHz Frontsidebus erreicht worden! Der bei anderen Chipsätzen und solch hohen Bustakten kritische PCI-/AGP-Teiler spielt beim NForce2 dabei keine Rolle - er ist vollkommen unabhängig vom Frontsidebus und taktet stets mit standardmäßigen 33/66 MHz. Wegen des Frontsidebusses brachte bei mir oben erwähntes Bios-Mod den Durchbruch, denn mit Abit´s org. Bios (egal welche Version) kam ich kein einziges MHz höher als 200 MHz - die Ergebnisse mit dem Bios-Mod findet ihr im Fazit!

Leider sind die BIOS-Einstellungen im Handbuch nur sehr knapp und in englisch erläutert. Auf manche Einstellungen wird im Handbuch auch überhaupt nicht eingegangen. Meist wird nur die jeweilige Einstellung und deren Vorgabewert erwähnt - aber was es denn bewirkt oder welcher Wert empfehlenswert ist, bleibt recht oft ungeklärt. Laien sind hier schnell überfordert, aber auch Fortgeschrittene kommen bei der einen oder anderen Einstellung schon mal ins grübeln. In Sachen BIOS hätte das Handbuch wirklich eine Überarbeitung nötig. Aber dennoch, auch PC-Laien, die von komplizierten BIOS-Einstellungen nach wie vor eher abgeschreckt werden, können auf jeden Fall einen Blick ins BIOS riskieren. Mit der Option "Load optimized Defaults" wird das BIOS bzw. Mainboard mit nur einem Tastendruck einigermaßen leistungsfähig eingestellt - Leistung, die man ansonsten schlichtweg verschenkt. Fortgeschrittene User sollten sich die manuellen Einstellungen, soweit möglich, Punkt für Punkt vornehmen, nur dann läuft das NF7-S zur Höchstform auf!

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■ BETRIEB UND FAZIT (Update 09.2005)

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Ich habe zwei NF7-S Rev 2.0 seit über zwei Jahren in Betrieb und bin trotz kleinerer Schönheitsfehler nach wie vor vollkommen begeistert von diesem Mainboards! Die unglaubliche Performance läßt eindeutig über so manche Kleinigkeit hinwegsehen, und dank dieser Leistung kann der Athlon 64 noch eine ganze Weile warten! Ich war bis zu diesem Board eindeutig kein Fan des Übertaktens, aber das Abit NF7-S hat meine Meinung dazu grundlegend verändert! Das Board läuft trotz Overclockings vollkommen überzeugend, stabil und zuverlässig, von Anfang an und bis heute. Als CPU wurde zunächst ein Athlon XP 1700+ mit dem höchst overclocking-fähigen "JIUHB"-Stepping installiert. Dieser Prozessor lief auf dem NF7-S und Abit´s org. Bios D26 bis vor wenigen Wochen mit echten 2300 MHz bei 200 MHz Frontsidebus. Ging ich auch nur 1 MHz über diese magische 200 MHz-Grenze, höher, stellte sich das Board quer und nichts ging mehr. Ich hatte mich schon damit abgefunden, als ich kürzlich auf eine modifizierte Bios-Variante gestoßen bin. Siehe da - mit diesem Bios (D26 Manta Rays XT, Link siehe unten) kam ich plötzlich ohne Murren auf stabile 216 MHz Frontsidebus!

Vor wenigen Wochen schließlich wurde der altgediente Athlon XP1700+ gegen einen mobilen Athlon XP-M 2400+ ausgetauscht. Und dieser läuft nun auf dem NF7-S mit 2400 MHz ebenso stabil - allerdings bei sagenhaften 240 MHz Frontside-Bus! Als Speicher hatte ich mich für Twinmos- / Winbond PC3200 (DDR400) entschieden. Die anfänglichen 2x 256 MB RAM habe ich mittlerweile durch einen zusätzlichen 512 MB-Riegel von MDT aufgestockt. Diese Kombination arbeitet bei besagten 240 MHz Frontside-Bus im Dual Channel-Betrieb auch bei agressiven 8-3-3-3-CL2.5 Speichertimings ohne Probleme zusammen, und ich erhalte einen Speicherdurchsatz von rund 3100 MB/sek.! Als das NF7-S veröffentlicht wurde, laß man noch öfter über diverse Probleme, z.B. Soundaussetzer, zu hohe CPU-Last bei IDE-Zugriffen oder korrupten BIOS-Inhalten. Dies konnte und kann ich bis heute absolut nicht bestätigen. Als die ersten NForce2-Mainboards erschienen sind, gab es bei bestimmten Hardwarekombinationen in der Tat einige Schwierigkeiten. Mittlerweile sind die "NForce" Mainboard-Treiber aber vollkommen ausgereift, aus meiner Sicht absolut kompatibel geworden und sorgen nun auch bei anfangs problematischen Hardware-Konfigurationen für Ruhe und einen sauberen Betrieb.

Unterm Strich gesehen, kann ich dieses Board auch Mitte 2005 nur zu 100% empfehlen! Sicher gibt es ein paar Kleinigkeiten zu bemängeln, aber dennoch - das wichtigste, nämlich ein schneller und stabiler Betrieb wird gewährleistet, und das sogar mit Bravour! Das meiste, das Abit in der Werbung verspricht, wird gehalten, einiges sogar weit übertroffen! Knappe 2300 MHz mit 216 MHz Frontsidebus in Verbindung mit einem XP1700+ und 2400 MHz bei sensationellen 240 MHz Frontside-Bus mit einem XP-M2400 sprechen wohl eine deutliche Sprache- meine Benchmarks geben neue Rekord-Ergebnisse aus, aber auch ohne diese spürt man den enormen Leistungzuwachs auf jeden Fall! Mittlerweile sind erweiterte Versionen des NF7-S erschienen: das NF7-S2 bietet ein überarbeitetes Layout mit besser platzierten Steckplätzen sowie natives S-ATA - ohne Umweg über den PCI-Bus. Das NF7-S2G verfügt darüber hinaus über eine Onboard Gigabit LAN-Karte. Ein weiterer Abkömmling ist das AN7, bei dem die eh schon tollen Overclocking-Eigenschaften des NF7-S nochmals verfeinert wurden. Ohne Frage, NVidia ist mit dem NForce2-Chipsatz ein kleines Meisterwerk gelungen, Abit aber ebenso, da sie mit ihrem NF7-S die maximale Leistung aus dem NForce2-Chipsatz herausgeholt haben! Das NF7-S geht nun allmählich in den Ruhestand und ist momentan (09/2005) ab rund 45 Euro im Handel erhältlich. Ich gebe diesem Hammer-Mainboard die volle Punktzahl!

CU,
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                      ©09.2005


■ ABIT NF7-S REV 2.0
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• positiv
+ stabil, schnell, für PC-Verhältnisse zukunftssicher
+ im höchsten Maße übertaktbar (bei mir bis 240 MHz FSB!)
+ Dual Channel RAM
+ BIOS sehr umfangreich einstellbar
+ gute Board-Ausstattung
+ Abstand AGP-Slot zu den PCI-Slots
+ faires Preis-/Leistungsverhältnis

• negativ
- Position des CPU- und der IDE-Sockel
- S-ATA Controller läuft über den PCI-Bus
- Temperaturanzeige bei älterem Bios 8 - 10° zu hoch
- NForce2 Southbridge wird ab 200 MHz sehr heiß
- nur durchschnittliches Zubehör
- BIOS-Optionen werden im Handbuch schlecht erklärt

• PRODUKTINFOS, TREIBERSOFTWARE
www.abit.com.tw - Downloads / Treiber / NF7-S 2.0

• D26 MANTA RAYS XT - DAS WOHL BESTE MOD-BIOS FÜR DAS NF7-S
http://forum.abit-usa.com/showthread.php?t=63255&page=7&pp=10

• PREIS (Stand 09/2005)
Abit NF7-S: ab ca. 45 Euro

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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
ISchoenherr

ISchoenherr

20.08.2005 12:39

Sehr schöner Bericht, aber von so was hab ich nun wirklich keine Ahnung.

Glubsch_oO

Glubsch_oO

29.10.2004 03:46

hier fehlt ja wohl rein gar nichts! Der Bericht hat ein b.h. verdient!

Mr_Boom_Boom

Mr_Boom_Boom

10.08.2004 19:42

Dank Deinem Bericht hab ich das Board jetzt auch, danke nochmals! LG, Mattl

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