Abitur in den Bundesländern - Tipps & Tricks

Abitur in den Bundesländern - Tipps & Tricks

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... So möchte ich heute über den Grund dieser Inaktivität schreiben: Mein Abitur. Natürlich habe ich noch nicht weder die schriftliche noch die mündliche Prüfung hinter mir, doch ich befinde mich seit Wochen schon in der heißen Lernphase. Zum Aspekt des Lernens vor allem der zeitlichen Einteilung ... Bericht lesen





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EIN WEITERER SCHRITT IN RICHTUNG ZUKUNFT
Erfahrungsbericht von virtus über Abitur in den Bundesländern - Tipps & Tricks
03.03.2003


Produktbewertung des Autors:   


Pro: eröffnet viele Chancen
Kontra: viel Arbeit

Empfehlenswert? ja 

Kompletter Erfahrungsbericht

Einige werden sich schon darüber gewundert haben, dass man von mir die letzten Wochen nichts gehört hat. So möchte ich heute über den Grund dieser Inaktivität schreiben: Mein Abitur. Natürlich habe ich noch nicht weder die schriftliche noch die mündliche Prüfung hinter mir, doch ich befinde mich seit Wochen schon in der heißen Lernphase. Zum Aspekt des Lernens vor allem der zeitlichen Einteilung sage ich später noch mehr.
Da ich noch einige Zeit in diesem Bereich eingespannt bin, warne ich schon mal alle vor, dass meine Zeit den nächsten Monat noch stark eingeschränkt sein wird. Danach bin ich aber wieder häufiger hier.

Das Abitur
Das Abitur, die allgemein Hochschulreife, kann man an einem Gymnasium im nach 13 in manchen Bundesländer sogar nach 12 Jahren erreichen. Da ich im schönen Lande Hessen lebe und zur Schule gehe, muss oder musste ich 13 Jahre zur Schule gehen.
Da man in der Oberstufe keine Noten, sondern nur noch Punkte bekommt, wird aus diesen Punkten ein Durchschnitt errechnet. Wenn dieser 4,0 oder besser ist, so hat man das Abitur bestanden. Es ist jedoch ratsam bei der heutigen Arbeitsplatz- und Wirtschaftssituation den bestmöglichen Abschluss zu machen und seine eigenen Möglichkeiten nicht zu verschwenden. Früher hat es in den meisten Fällen noch gereicht, wenn man das Abitur einfach nur bestanden hatte, heute ist jedoch der Schnitt von großen Bedeutung.
Um die Qualität des Abiturs wieder zu heben, versucht man jetzt das Zentralabitur in Hessen einzuführen, was es in einigen anderen Bundesländern schon gibt. Dies betrifft mich jedoch nicht mehr, aber ich persönliche finde vergleichbare Schulabschlüsse äußerst gut.

Die Entscheidung
Man sollte am besten schon in der 9 oder 10.Klasse sich entscheiden, ob man das Abitur machen will und vor allem ob man es auch machen kann. Bei mir in der Schule gibt es eine ganze Reihe von Leuten, die es sicher nicht schaffen werden und bei denen dies auch absehbar war.
So sollte man nach seinen Begabungen schauen und dann eine Ausbildung oder eine Lehre ergreifen. Ein handwerklicher Beruf ist schließlich keine Schande, auch wenn das in der Öffentlichkeit oft suggeriert wird.
Wenn man nun das Abitur machen will und auch die geistigen Voraussetzungen dazu hat, muss man nun mit Blick auf die späteren Prüfungsfächer eine Auswahl treffen.
Dieser Auswahl sind je nach Schule oder Bundesland einige Grenzen gesetzt.
In Hessen war es bisher so, dass jeweils eines der vier Prüfungsfächer aus dem Bereich der Sprachen, der Natur- und Gesellschaftswissenschaften stammen musste. Nach der neuesten Oberstufenordnung, die mich nicht mehr betrifft, gibt es jetzt fünf Prüfungsfächer, von denen drei vorbestimmt sind, nämlich Deutsch, Mathe und Englisch.
Ferner musste ich mich nach meiner Schule richten. Diese schrieb vor, dass einer der zwei Leistungskurse eine Fremdsprache sein musste.
So muss man in seiner Auswahl den Spagat zwischen einem späteren Beruf und einer möglichst hohen Punktzahl wagen. Denn es hilft wenig nur die leichten Kurse zu belegen mit denen man später nichts mehr anfangen kann.
Ferner sollte man sich die zu wählenden Lehrer genau ansehen, um so mögliche persönliche Probleme mit diesen ausschließen zu können.
Als nächstes sollte man sich bewusst machen, welche Fächer man da überhaupt gewählt hat und ob man überhaupt der richtige Schüler-Typus dafür ist.
Dabei kann man zwei Schüler-Typen attestieren: Entweder den Lern-Typus oder den Versteh-Typus. An sich haben alle Schüler diese beiden Eigenschaften, aber oft überwiegt die eine Sache. Ferner muss man noch zwischen verschiedenen Unterrichtsinhalten differenzieren.
Da dies jetzt wohl nicht ganz so verständlich war, werde ich euch das man an meinem Beispiel erklären.
Mein erster Leistungskurs ist Griechisch. Dafür braucht man ein hohes Maß Verständnis für den Satzaufbau und die Sprachstruktur. Der Lernteil dagegen ist etwas weniger, deshalb muss man für dieses Fach einfach ein Verständnis haben, wobei der Arbeitsaufwand nicht zu unterschätzen ist und man eine Menge lesen muss, wobei man hier eben auch Interesse am Fach benötigt.
Mein zweiter Leistungskurs ist Geschichte. Hier ist es ähnlich, wie bei Griechisch. Ich musste praktisch nie irgendwelche Jahreszahlen auswendig lernen, sondern es ging darum historische Zusammenhänge zu verstehen. So kann man hier zwar so viel Lernen wie man will, aber im Endeffekt kommt man nicht viel weiter damit.
Mein drittes Prüfungsfach ist Biologie. Hier geht es wenig um das Verstehen. Am deutlichsten wird dies durch den Vergleich mit der Chemie. Wahrend man für die Biologie unglaublich viele Fakten wissen muss, muss man die Chemie mit ihren verschiedenen Reaktionsarten einfach verstanden haben.
Mein viertes Prüfungsfach ist Gemeinschaftskunde, bei dem man Verständnis für politische und wirtschaftliche Prozesse braucht.
So wird hier deutlich, dass man sich der Art des Faches bewusst sein muss und man nicht einfach sagen kann, dass man es einfach verstehen wird. Ich habe auf diese Weise gemerkt, dass ich im sprachlichen Bereich eigentlich überhaupt keine Verständnis-Probleme habe, jedoch in den Naturwissenschaften mir das Lernfach Biologie näher kommt.
Deshalb rate ich euch: Überlegt euch gut, was ihr wählt und bezieht dabei eure Erfahrung mit dem jeweiligen Fach. Vor allem beobachtet eurer Lernverhalten und euer Verständnis für die jeweilige Unterrichtsmaterie.

Das Lernen
An sich lernt man ja seit der ersten Klasse, aber für das Abitur am relevantesten sind in Hessen drei Halbjahre, nämlich 12/1, 12/2 und 13/1. So sollte man, wenn man nicht schon vorher ein ordentliches Heft oder einen ordentlichen Ordner geführt hat, ab der 12.Klasse damit schleunigst anfangen, da man auf diese Weise sich das Lernen um einiges erleichtert. Ich persönlich hatte zwar meistens einen ordentlichen Ordner, habe aber dann mir ein ausgezeichnetes Heft mit einer Reihe von zusätzlichen Notizen ausleihen können. Dies ist an sich die komfortabelste Variante, aber da man keine Garantie dafür hat, sollte man selber Vorsorge treffen, denn sonst steht man ziemlich dumm da.
Im Laufe der 12.Klasse solltet ihr nun überlegen, wie viel Zeit ihr für den Unterrichtsstoff benötigt, ohne Stress zu bekommen. Ich habe deshalb nach Sylvester ganz allmählich mit dem Lernen angefangen und bin nun einen Monat vor der schriftlichen Prüfung in allen drei Fächern so weit, dass ich mir keine großen Sorgen machen muss. Wenn ich mir dagegen viele andere bei mir in der Schule ansehe, sieht das ganz anders aus. Die meisten haben bisher immer noch nicht angefangen.

Die Motivation
Oft hat man während diesen zwei Jahren vor allem wenn man erst Abitur in der 13.Klasse macht Motivationsprobleme. Ich persönliche möchte auch endlich auf die Universität, wobei mich davon mein Staatsdienst noch einmal ein halbes Jahr abhält.
So muss man sich persönlich ein Ziel setzen, damit man etwas hat worauf man hinarbeiten kann.
Außerdem muss man wenn man auf die Punkteberechnung sieht, die Motivation aufrecht erhalten, aber sich gleichzeitig nicht unter Druck zu setzen. In Hessen kann man maximal 840 Punkte erreichen. Da erscheint es verschwindend gering, ob man jetzt mal zwei oder drei Punkte mehr oder wenige bekommt. Dabei kann man sich sagen, dass trotzdem jeder Punkt zählen kann, wenn man an der Grenze zu einem Durchschnitt steht. Auf der anderen Seite muss man sich nicht unter Druck setzen und man sich auf Grund der 840 Punkten nicht wegen einem oder zwei Punkten ärgern muss.

Neben diesen reinen Lernaktivitäten gehört zum Abitur natürlich noch einiges mehr, um das man sich auch kümmern muss, wenn einem die Schulzeit in guter Erinnerung bleiben soll.
Dazu gehört vor allem die Abi-Zeitung und die zahlreichen Abi-Feiern, die man organisieren muss. Feiern wollen alle, aber nur wenige wollen dafür arbeiten.
Hier sollte man sich einbinden und auch wenn manche querschießen sich für schöne Veranstaltungen einsetzen.

Außerdem sollte man sich schon einmal nach einer Universität oder einer Ausbildungsstätte umsehen, damit man nachdem Abi und dem Staatsdienst keine Zeit verliert. Ich der Zeit zwischen dem mündlichen und dem schriftlichen Abitur werde ich noch die eine oder andere Universität besuchen.

Fazit
Das Abitur ist der förmliche Abschluss der Schullaufbahn und jeder hat es in der Hand ihn so gut wie möglich zu gestalten, das kostet aber eine Menge Zeit, die man für andere Dinge dann eben nicht hat. Diese Zeit muss man sich dann aber auch nehmen und ich hoffe meine treuen Leser haben dafür Verständnis. Doch nach dem Abitur sieht die Sache ja auch wieder ganz anders aus.
Vielen Dank fürs Lesen und ich freue mich schon auf zahlreiche Kommentare.

   
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