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Rettungsringe ohne Seenot

5  07.03.2002

Pro:
Diät geht

Kontra:
Alles was viel kostet (Zeit und Geld)

Empfehlenswert: Ja 

ET

Über sich: Unabhängiger Versicherungsmakler und ehrenamtlich Tätig. Auf Twitter findet ihr von mir Tipps zu ...

Mitglied seit:05.12.1999

Erfahrungsberichte:319

Vertrauende:70

Dieser Erfahrungsbericht wurde von 73 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

Ein Gewichtsproblem hatte ich noch nie. Pah, ich doch nicht. Ein Mannsbild in den besten Jahren. Mit 18 eher mager, dann kräftiger, aber nie dick.

Und dann kam es, wie es kommen musste. Die Bürotätigkeit nahm zu und mir ihr mein Körpergewicht. Anfangs kompensierte mein junges Alter wohl noch die nebenbei eingeführten Süssigkeiten.

Dann aber kam der Tag X. Der Tag an dem ich die 30 überschritt. Irgendwie schien das der Startschuss für eine zweite Wachstumsphase meines Körpers gewesen zu sein. Statt in der Höhe wollte mein Körper doch prompt in der Mitte von mir in sämtliche Richtungen wachsen.

Anfangs versuchte ich die Sache einfach zu leugnen. Als das nichts half, versuchte ich mir einzureden, ich sei 18. Schliesslich machte ich ja meinen Körper verantwortlich, der ja so merkwürdig reagierte, seit meinem 30. Lebensjahr.

Als das auch nichts half stiess ich auf die Möglichkeit, dass ich vielleicht schwanger bin. Mein Hausarzt hielt die Sache für unglaubwürdig und ich glaubte ihm schliesslich, da ich nach 12 Monaten immer noch schwanger war und es keine Anzeichen von Wehen gab. Die Theorie, dass ich vielleicht eine ähnliche Schwangerschaftszeit wie ein Elefant habe, verwarf ich selbst gleich.
Schliesslich wollte ich meinen Hausarzt nich allzusehr belasten.

Da meine Frau, wie ja viele Frauen ständig, immer für Diäten offen war, probierten wir so einiges aus. Doch entweder es scheiterte an den viel zu hohen Kosten, oder an dem viel zu grossen Aufwand.

Welcher berufstätige Mensch hat denn jeden Tag stundenlang Zeit seine Diätrezepte zu kochen.

Einzig die Aldidiät war günstig und zumindest teilweise schnell zu realisieren.

Auf Dauer aber hilft auch das nichts. Bis, ja bis wir endlich das ultimative Konzept ausgearbeitet haben.
Wir haben uns von all unseren gesammelten Diäten die Rezepte herausgesucht, die wir realisieren können. Das heisst, der Preis stimmt, der Aufwand stimmt.

Was man auf jeden Fall nicht machen sollte: Wer vorher öfters Süssigkeiten gegessen hat, dem wird es schwer fallen ganz darauf zu verzichten. Und an die immer wieder vorgeschlagenen Alternativen kann man getrost auch verzichten, denn ein chinesischer Reiskräcker schmeckt halt nicht so gut wie Nachos mit leckerer Sosse.
Lieber anfangs die Menge reduzieren. Wer statt einer Tafel einfach mal 1-2 Riegel isst, der ist 1. befriedigt (OK, rein aufs Essen bezogen), 2. stolz, dass er sich kontrollieren kann.

Zu den Essenportionen empfielt sich immer eine ausreichende Menge Salat. Das sättigt zusätzlich.

Und bitte nicht nur Mineralwasser trinken. Der bläht den Bauch auf und man kommt sich dicker vor als nötig.

Einfach mal ein paar Schorlen mixen. Denn Fruchtsaft pur ist auch nicht gerade das Gelbe vom Ei.

Worauf man weitgehend auch verzichten sollte ist Süsstoff. Der Körper wird durch den Süsstoff getäuscht und man bekommt mehr Hunger.

Und bitte, bitte keine Gewaltdiäten oder Slim Gedöhns und ähnliches. Wer genug Disziplin hat und es durchällt nimmt natürlich ab. Aber 1. ist es nicht der gesündeste Weg und 2. ist man irgendwann so geil auf ein richtiges Essen, dass der JojoEffekt vorprogrammiert ist.

Wichtig ist auch die täglich Bewegung. Wer zu faul zum joggen ist sollte zumindest täglich ein wenig spazieren gehen. Und wenns regnet...naja...wozu hat man Partner/Partnerin.

Wer trotzdem die strenge Hand eines Buches braucht, der sollte es zumindest mit der Trennkostdiät probieren. Funktionier wirklich, ist uralt, wird in Krankenhäuser bei bedürftigen Patienten angewandt und lässt sich einfach realisieren. Einfach mal im Buchhandeln nach Fachlektüre schauen. Die Lebensmittelgruppen anschauen und daraus beliebig etwas zusammenstellen. Wie das geht steht in jedem Buch über Trennkost.

Mir persönlich hat geholfen, dass ich nach jedem Male Sünden eine zusätzliche Sporteinheit eingeführt habe. Da der Mensch von Natur aus Faul ist und ich mich aufgrund dieser Theorie als richtiger Mensch fühle war mir das mit den täglich 12 Stunden Sport zu viel, so dass ich freiwillig nicht ständig sünde. Essentechnisch mein ich.

Und noch etwas: Bier macht nicht dick ! Ein Glas Rotwein hat mehr Kalorien. Dick macht nur das drumherumgegesse.

Für weitere Tipps stehe ich gerne zur Verfügung. Jedenfalls bin ich wieder zufrieden und mein Foto hier bei Ciao passt locker ins Hochformat
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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
Kruemel1984

Kruemel1984

09.08.2003 01:46

Super Bericht! Liest sich sehr unterhaltsam. LG Kruemel ;)

Ciao-Ranitzki

Ciao-Ranitzki

22.03.2002 12:18

Siehe Amazon.de *Fit for life* - beste Erfolge. Gruß, Ciao-Ranitzki

Annemaus14

Annemaus14

21.03.2002 10:13

Bin ich froh, dass ich mir (noch) keine Gedanken darüber machen brauche. Super Bericht, jetzt kann ich gut gelaunt zur Schule. By, Annemaus14

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