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ABRAZO
Bedingt durch meine Haupttätigkeit als selbstständige Haushaltshilfe lasse ich mich ab und zu dazu hinreißen, Neuentdeckungen im Bereich Reinigungsmittel auszuprobieren, in der Hoffnung, dass es die Arbeit erleichtert. So auch gedacht beim Kauf von Abrazo.
Was ist Abrazo?
Abrazo ist ein Reinigungskissen aus einem Stahlwolleband, welches wie eine Roulade zusammengerollt wurde. Es hat ungefähr die Größe einer Streichholzschachtel und ist in der Farbgebung dunkelgrau, wobei die geriffelte Oberfläche an manchen Stellen von einem rosa trockenem Seifenpulver überschattet wird. Jedoch befindet sich dieses Seifenpulver nicht nur auf der Oberfläche, sondern das komplette Kissen wurde damit versorgt.
Verpackung:
Eine einfache in rosa gefärbte Pappschachtel mit einer Unmenge an Informationen. Dazu gehören unter anderem Umweltinformationen, Produktinformationen und Reinigungshinweise.
Umweltinformationen:
Biologisch abbaubare Rohstoffe Frei von Phosphaten, Farbverstärkern und optischen Aufhellern. Umweltverträgliches Reinigen durch die Abrasivwirkung der feinen Stahlwolle in Kombination mit fettlösender Pflanzenseife.
Inhaltsstoffe:
Über 30 % Seife, unter 5 % nichtionische Tenside, Farb- und Parfümstoffe.
Hersteller und Vertrieb:
OSCAR WEIL GmbH 77933 Lahr www.abrazo.de
Kosten:
12 Kissen = 1,99 Euro bei Aldi
Anwendungsmöglichkeiten:
Nach Aussage des Herstellers können damit folgende Gegenstände beziehungsweise Materialien ohne Probleme gereinigt werden. Töpfe und Pfannen aus Edelstahl, Flächen aus Holz, Metall und Stein, Email, Gusseisen, harter Kunststoff, Kochfelder aus Glaskeramik, Porzellan, Kacheln und Spiegel.
Handhabung:
Das Reinigungskissen mit kaltem Wasser befeuchten, aber bitte nicht im Wasser ersaufen, da das Kissen dann beim Trockenprozess (nach vollendeter Arbeit) beginnt sich einen Rostfilm zuzulegen. Mit dem befeuchteten Kissen beginnt man dann die zu reinigenden Flächen zu bearbeiten. Beim Abreiben der Gegenstände entwickelt sich der rosa milde Seifenschaum. Hat das Kissen seine Arbeit erledigt, wird es in seinem augenblicklichen Zustand wieder weggelegt. Ich stecke es immer wieder in den Pappkarton zurück, wobei die anderen noch nicht benutzten Kissen aber keinen Schaden nehmen. Der Hersteller gibt dem Verbraucher aber auch die Möglichkeit, sich bei ihm eine extra Ablageschale (kostenlos) zu bestellen. Warum sie nicht gleich mitgeliefert wird? Man möchte die Umwelt schonen und unnötigen Abfall vermeiden.
Meine Erfahrungen:
Bei mir zu Hause habe ich mit Abrazo Töpfe aus Edelstahl und die Spüle gereinigt. Beides mit zufriedenstellendem Ergebnis. Sie bekamen ihren ureigenen Glanz zurück. Nur den äußeren Boden bei meinen Töpfen (jahrelange Gasflammenbenutzung) konnten sie nichts anhaben. Auch kleinere Spuren von Kalkablagerungen (entstanden durch Wasser kochen) wurden von ihm nicht geknackt. Anders bei meiner Spüle. Ich muss dazu schreiben, es ist keine neue Spüle, denn die komplette Küche war beim Einzug vor ca. 3 Jahren bereits vorhanden. Hier schaffte das Kissen auch leichte Verkalkungen. Kratzerbildung gab es keine.
Weitere Erfahrungen was Steinflächen und Glaskeramik betreffen habe ich privat und auch in einem meiner Haushalte gesammelt. Die Steinflächen waren mit angetrockneten Essensresten versehen, die ohne Probleme vom Kissen beseitigt wurden. Sehr skeptisch war ich bei der Glaskeramik. Gibt es wirklich keine Kratzer? Aber übermütig wie ich nun mal bin, wurde es einfach ausprobiert. Zwar habe ich einen Glaskeramikschaber, aber der nahm nur Verkrustungen weg, die sein Messer fassen konnte. Ständig blieben die Ringe, die eine Heizfläche symbolisieren mit kleinen schwarzen Flecken behaftet. Das Reinigungskissen schaffte diese Flecken ohne große Kraftanstrengung. In meinem zu betreuenden Haushalt ebenso, wobei die Glaskeramik dort immer in einem sehr schmutzigen Zustand ist. Nach dem Entfernen des Schmutzes wird der Seifenschaum von mir mit einem feuchten sauberen Tuch abgewischt und dann nachgetrocknet. Sicherlich kommt jetzt die Frage, dafür könnte ich auch einen speziellen Glaskeramikreiniger nehmen. Aber klar doch! Es gibt für alle Verschmutzungen nicht nur einen Reiniger. Jedoch habe ich meine verbliebenen Flecke auf der Glaskeramik damit nicht entfernen können. Dies lag sicherlich an unserem Vormieter, der sich mit der Reinigung keine große Mühe gemacht hatte.
Bei aller Putzwut, die ich manchmal an den Tag lege, habe ich auch meinen Linoleumboden in der Küche damit bearbeitet, weil beim Wischen einfach kein Erfolg zu verzeichnen war. Ist natürlich eine langwierige Arbeit mit dem kleinen Ding, war aber sehr erfolgreich und hielt auch eine Weile an.
Wie man oben lesen konnte, können auch noch andere Flächen aus unterschiedlichsten Materialien mit Abrazo gereinigt werden. Ich werde mir aber hier jetzt nichts aus den Fingern saugen, um unbedingt etwas zu schreiben. Meine Erfahrungen damit sind gleich Null oder werden von anderen Mitteln, die ich als effektiver empfinde, erledigt.
Ich habe in anderen Berichten gelesen, das sich die Hausfrau über die Rostentwicklung auf dem Kissen geärgert hat und der Geruch nicht angenehm war. Wie schon erwähnt, nicht im Wasser ersaufen und auch nicht abspülen nach der Arbeit. Das Kissen wird beschäumt weggelegt und behält so seinen speziellen Rostschutzfaktor und ist lange zu gebrauchen. Wer natürlich mit einem Kissen sehr viel auf einmal putzt, muss dann schon selbst entscheiden, ob es in den Mülleimer wandert oder nicht. Meistens wird einem dabei die Entscheidung leicht gemacht. Nach mehrmaligem ausgiebigem Putzen beginnt sich das Kissen aufzulösen. Sollte aber nur die Glaskeramikfläche oder ein bis zwei Töpfe gereinigt werden, kann man es getrost fünf bis sechs mal zur Anwendung bringen. Und eins noch. Bei mehrmaliger Anwendung nicht aufgeben, wenn der Schaum sich nicht gleich zeigt. Denn er muss dann erst aus dem Inneren des Kissens an die Oberfläche kommen.
Was den Geruch angeht, kann ich eigentlich nichts negatives Schreiben. Bei mir stinkt er jedenfalls nicht. Er hat zu Anfang einen leichten frischen Seifengeruch, der aber in kürzester Zeit verfliegt. Meine Hände wurden ebenfalls nicht angegriffen.
Zu ergänzen wäre noch, dass ich auch meine Armaturen von Spüle, Waschbecken und Dusche damit bearbeitet habe. Dabei verschwanden leichte Kalkablagerungen sofort. Stärkere mussten mehrmals behandelt werden. Die zu reinigenden Stahlflächen und Armaturen bekamen den Abperleffekt und verblieben einige Tage im schönsten Glanz. Bei beschichteten Pfannen sollte an verdeckter Stelle eine Testreinigung vorgenommen werden.
Das Kissen ist kein Weltwunder, jedoch für manche Reinigungsarbeiten eine Erleichterung. und erhält meine Empfehlung.
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10.02.2008 18:34
ich glaube das ist der Klassiker unter den Reinigern, meine Oma hat ihn schon verwendet und das ein oder andere Loblied gesungen! lg schlumpf
01.08.2007 13:46
Mein Bügeleisen ahb ich damit wieder sauber bekommen :-
14.07.2007 16:39
gute emfehlung