C. Eastwood auf Hochtouren - Absolute Power
16.04.2001
Pro:
Regisseur und Hauptdarsteller Eastwood läuft zur Höchstform auf
Kontra:
Höchtens für die US - Regierung . . .
Empfehlenswert:
Ja
Details:
Humor
Spannung
Action:
Romantik:
mehr
 W.W.S.
Über sich:
Mitglied seit:01.01.1970
Erfahrungsberichte:104
Dieser Erfahrungsbericht wurde von 10 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
Luther Whitney (Clint Eastwood) führt ein zurückgezogenes Leben. Seine freie Zeit verbringt er am liebsten in Galerien, wo er Bilder alter Meister kopiert, oder einfach in aller Ruhe im eigenen Heim. Hinter dieser bürgerlichen Fassade verbirgt sich jedoch ein in die Jahre gekommener Meisterdieb, der zu den besten seines Fachs gehört. Nach einem Aufenthalt im Gefängnis soll endgültig Schluß sein und Luther möchte sich zur Ruhe setzen. Ein allerletzter Coup soll für die nötige finanzielle Aufbesserung seiner Rente sorgen. Der Plan ist gut ausgetüftelt: Während der Multimillionär und Gönner des Präsidenten, Walter Sullivan (E. G. Marshall), auf den Bahamas weilt, bricht Luther in dessen Villa ein. Alles läuft bestens, und schon bald ist der Tresor ausgeräumt. Aber dann geht einiges schief: Unverhofft kommt die Dame des Hauses, Christy Sullivan (Melora Hardin) nach Hause – und sie ist nicht alleine. In ihrer Begleitung befindet sich ihr Liebhaber, kein Geringerer als der US-Präsident Alan Richmond (Gene Hackman). Als der betrunkene Politiker versucht, Christy zu vergewaltigen, setzt diese sich mit einem Brieföffner zur Wehr – und wird prompt von zwei Leibwächtern des Präsidenten erschossen. Während das FBI und die Stabschefin des Weißen Hauses, Gloria Russell (Judy Davis), alles daransetzen, um den unangenehmen Zwischenfall zu vertuschen und alle Spuren beseitigen, will Luther die Schuldigen überführen. Und er hat dabei einen Trumpf im Ärmel: der Brieföffner mit Christy´s Fingerabdrücken und dem Blut des Präsidenten daran befindet sich in seinem Besitz. Allerdings muß er sich sehr vorsehen, denn er hat nicht nur die Polizei in Gestalt des anhänglichen Detective Seth Frank (Ed Harris), die ihn des Mordes an Christy verdächtigt, am Hals, sondern auch die beiden Killer, die den unliebsamen Zeugen aus dem Weg räumen wollen. Als die karrieresüchtige Stabschefin auch noch Luthers Tochter in die Auseinandersetzung mit einbezieht, schlägt der mit allen Wassern gewaschene Luther unerbittlich zurück ... Regisseur und Hauptdarsteller Clint Eastwood, der auch einen Teil des Soundtracks komponierte, inszenierte 1996 einen unverblümten Kommentar auf die Vorgänge im Weißen Haus in der Clinton-Ära, das Drehbuch basiert auf dem Roman "Der Präsident" von David Baldacci. Das Salz in diesem atemberaubenden Actionthriller mit vielschichtigen Charakteren sind die lakonischen und oftmals witzigen Dialoge zwischen Eastwood und Harris. Darüber hinaus sind alle Akteure sind glänzender Spiellaune, einzig Judy Davis als ehrgeizige Stabschefin wirkt etwas blaß und farblos. Der Film kam in den vereinigten Staaten gut an – wohl auch oder vielleicht gerade deswegen, weil die US-Bürger ihrer Regierung und den Behörden dahinter so ziemlich jede Schandtat und Schweinerei zutrauen.
Mein Fazit: Wenn Ihr 115 Minuten (Originallänge) Zeit habt, dann schaut Euch den Film an! Viel Spannung beim Schauen wünscht Euch Mit freundlichen Grüßen W.W.S.
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16.04.2001 21:50
Sehr gut geschrieben, aber ein paar Absätze wären hilfreich beim flüssigen lesen. Gruß Björn!