Clint Eastwood spielt mal wieder einen harten Knochen, mit dem man sich nicht anlegen sollte
17.11.1999
Details:
Humor
Spannung
Action:
Romantik:
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 jwi
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Der alternde Einbrecherprofi Luther Whitney (Clint Eastwood) möchte vor seinem endgültigen Ruhestand noch einmal ordentlich abräumen und will die Villa des greisen Multimillionärs Sullivan (E. G. Marshall, 'Kennwort 777', 1948!) ausräumen. Doch er wird gestört. Die junge und deftig angeheiterte Gattin des Hausherrn erscheint mit einem reichlich rabiaten Liebhaber (Gene Hackman) auf dem Plan. Von seinem Versteck aus wird Luther Zeuge, wie das Liebesspiel zur Schlägerei eskaliert und schließlich in der Erschießung der Frau gipfelt. Dann kommen andere Typen rein, räumen alles auf und machen sich mit äußerster Professionalität an das Beseitigen der Spuren. Luther kann sich zunächst keinen Reim darauf machen und stiehlt sich vorsichtshalber mit einem wichtigen Beweisstück davon. Später muß er feststellen: Der gewalttätige Liebhaber war niemand anders als der Präsident der Vereinigten Staaten höchstselbst. Dessen 'Absolute Power' bekommt Luther nun deutlich zu spüren, denn einige skrupellose Agenten vom Secret Service, angeführt von Stabschefin Gloria Russell (Judy Davis, 'Barton Fink'), versuchen mit allen Mitteln, an das verschwundene Beweisstück zu kommen. In die Zange genommen wird Luther zudem noch von einem gewissenhaft ermittelnden Polizisten (Ed Harris, 'The Rock'), dem der geschickte Einbrecherkönig bislang immer entschlüpfen konnte. Luthers Toleranz ist jedoch am Ende, als die Agenten seine Tochter, Staatsanwältin Kate (Laura Linney, 'Zwielicht'), ins Visier nehmen, um ihn unter Druck zu setzen.
War bis dahin die Handlung insgesamt zwar nicht sonderlich glaubwürdig und auch nicht immer schlüssig, so gerät spätestens an diesem Punkt das Drehbuch von William Goldman ('Maverick') komplett aus den Fugen. Da schiebt einer der Secret Service-Typen Kate mit ihrem Wagen einen Abhang hinunter. Er kontrolliert aber nicht, ob sie auch wirklich tot ist, obwohl er alle Zeit der Welt hat. Dann erscheint Luther auf der Szene, und der sollte schließlich auch angelockt werden. Doch was macht der Agent? Er verschwindet. Warum? Er hat doch nur auf Luther gewartet, oder nicht? Später taucht er im Krankenhaus auf, um Kate dort umzubringen. Wozu dieses Risiko? Woher weiß der Typ überhaupt, daß sie überlebt hat und wo sie liegt? Schade. Denn der Film hat viele starke Szenen. Die Dialoge mit Ed Harris sind wunderbar, auch der zuweilen recht böse Humor kann passagenweise entzücken. Doch ein Thriller braucht als Basis nun einmal eine wasserdicht konstruierte Story, kein Flickwerk, das am Ende jämmerlich auseinanderbricht und den Zuschauer ratlos vor den Trümmern der inneren Logik stehenläßt.
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21.08.2002 17:46
Schön zu lesen... lg Star16
21.08.2002 17:46
Ich habe da eine ähnliche Meinung wie du! lg Star16