Erfahrungsbericht Acer Travelmate 291LCI
13.01.2004 (18.07.2004)
Pro:
Leise, gute Verarbeitung, Akkulaulaufzeit
Kontra:
Softwareausstattung, Display, unsichere Voreinstellung
Empfehlenswert:
Ja
Details:
Verarbeitung
Akkulaufzeit
Kontraste
Festplatten-Kapazität
Bedienung/Ergonomie
Software-Ausstattung
mehr
 Bio-logisch
Über sich:
Mitglied seit:28.12.2003
Erfahrungsberichte:10
Vertrauende:4
Dieser Erfahrungsbericht wurde von 60 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
Anfang Dezember habe ich mir das oben genannte Notebook im Mediamarkt meines Vertrauens gekauft. Hier nun ein erstes Fazit mit Erfahrungsbericht:
1.Ausstattung 1.1. Hardware - Intel Pentium M 1,4 GHZ - Intel 855GM Shared – Memory Grafikkarte - Intel WLAN (Centrino) - 15 Zoll XGA Display - 40 GB HD ATA/100HDD - DVD/CDRW – Laufwerk QSI CDRW/DVD SBW.242 - 512MB SDRAM - 3 * USB2 - je 1 * Parallel, Firewire, PCMIA, VGA, Video, Modem, Ethernet, Mikrofon, Kopfhörer - Gewicht Notebook mit Akku ca. 3kg Das Notebook kommt in einem einfachem Karton mit Tragegriff. In diesem befinden sich neben dem Gerät selber unter anderem - ein Netzteil von Liton (angenehm klein, wird im Betrieb jedoch recht warm) - zwei verschiedene Kabel für das Modem (Mit je ca. 3m Länge) - Gedrucktes Handbuch - Lithium – Ionen Akku (14,8V, 4,3Ah, Ladestrom maximal 3,0A)
Was fehlt ist - ein Diskettenlaufwerk - Netzwerkkabel (sowohl Crosslink, als auch normal) - Es sind leider keine PS2 und Serielle Schnittstelle vorhanden - Die Soundkarte hat nur einen Mono - Mikrofon - Eingang, keinen Stereo Line – In 1.2. Software Die Softwareausstattung ist sehr dürftig: Es ist lediglich Microsoft Windows XP – Home vorinstalliert und auf einem Festplattenimage auf 3 CDs enthalten. Damit ist keine wirkliche Neuinstallation mit Einrichtung nach persönlichen Wünschen möglich, sondern man kann lediglich den Status bei Neukauf wiederherstellen. Es ist ebenfalls nicht möglich, mit diesen CDs an eine Reperaturkonsole zu gelangen, falls der PC nicht von der Festplatte bootet: Hierfür muss man sich von Microsoft.de die entsprechenden Installationsdisketten herunterladen.
Mitgeliefert wird: - ein DVD – Player (vorinstalliert, funktioniert) - ein Brennerprogramm (vorinstalliert, NTI CD & DVD Maker: bietet nur minimale Funktionen) - Eine CD mit einer Testversion von Norton Antivirus (3 Monate lauffähig, danach muss man ihn selber kaufen) Die bereits vorinstallierte Software ist nicht auf einer eigenen CD enthalten, sondern lediglich mit auf dem Image: Einmal gelöscht, lässt sie sich so nicht wieder neu installieren. Was fehlt: - Es ist leider kein Officepaket und keine Bildbearbeitung enthalten. Es währe schön, wenn Acer hier zumindest mit freier Software aushelfen würde (Openoffice.org oder ähnlich)
1.3 Verarbeitung Das Gerät ist im wesentlichen gut verarbeitet: Es klappert und knackt nichts, weder beim öffnen und schließen des Displaydeckels, noch beim schreiben. Die Tastatur ist für ein Notebook wirklich gut. Einen Schwachpunkt gibt es aber, den Displaydeckel selber:
- Er wirkt recht "wabbelig", wenn man von oben auf ihn draufdrückt. Eine zusätzliche Versteifung im Innern wäre hier erforderlich. - Das Spaltmaß liegt bei ca. einem Millimeter. Das höhrt sich nicht nach viel an, zumal links und rechts je ein Gumminoppen zum abfedern angebracht ist. Genau das ist aber das Problem, da - der Verschluss des Deckels mittig angebracht ist. Dort befindet sich unterhalb des Hebels zum öffnen ein schmaler, kaum 1,5 Millimeter dicker Plasikstreifen zwischen dem Hebel selber und dem darunterliegendem dunkleren inneren Rahmen. Beim schließen läßt es sich kaum vermeiden, dass das Deckel auf das untere Gehäuse durchgebogen wird. Der schmale Plastikstreif hält dieser Belastung jedoch nicht auf Dauer stand, er ist bei mir bereits jetzt gebrochen. Es scheint jedoch keine negativen Auswirkungen auf die Stabilität zu haben. 2. Der Betrieb 2.1. Der Einstieg Vor der ersten Inbetriebnahme muss noch der Akku eingesetzt oder das Gerät an das Stromnetz angeschlossen werden. Danach kann das Laptop zum ersten mal gestartet werden: Dieser erste Start dauert zirka 5 Minuten, wo ein so genannter "Wizzard" durch die ersten Schritte leitet: Es wird ein erster Benutzer eingerichtet und einige Grundeinstellungen vorgenommen. Der Wizzard ist sehr einfach gehalten und sollte auch von unerfahrenen Benutzern gemeistert werden. Was mir nicht gefallen hat ist, dass dieser Benutzer ohne Passwort und mit vollen Administationsrechten ausgestattet ist. Zu dem wird als Dateisystem FAT32 eingesetzt.
2.2. Sicherheit Diese Konfiguration ist aus Gründen der Sicherheit kritisch zu betrachten: Wenn der Standartbenutzer Administrationsrechte hat, so erhält diese auch jeder zufällig eingefangene Virus und kann ungleich mehr Schaden anrichten. Beim Einrichten eines Benutzers mit eingeschränkten Rechten kommt eine Warnung, man möge den Benutzer doch mit Administationsrechten ausstatten, da sonst einige Programme nicht lauffähig seien. Das ist zwar richtig, aber im Falle eines Virus, Dailers oder Wurmes ja auch erwünscht. Selbst wenn man diese Warnung ignoriert, ist es auf Grund der FAT32 Partition auch normalen Benutzern möglich, fast alle Dateien und Ordner im System zu verändern. Hier sollte also eine Umstellung des Dateisystems auf NTFS erfolgen. 2.3. Sonstiges zum Betrieb - Das Windows – XP so viel besser sei wie die Vorgänger kann ich nicht bestätigen: Es gibt zwar mal wieder jede Menge neuer grafischer Spielereien, die jedoch meistens nicht richtig funktionieren. Zumindest läuft es im Vergleich zu Windows 98 stabil (bisher sind zwei Abstürze zu vermelden). - Die Tastatur und das Touchpad sind in Ordnung. Für längeres Arbeiten sollte man sich jedoch eine USB – Maus und Tastatur zulegen. ACHTUNG: Im Systray gibt es ein Icon für das Touchpad. Mit Rechtsklick auf dieses gelangt man in eine Menü, wo es einen unbeschrifteten Haken gibt. Wenn dieser deaktiviert wird, ist das Touchpad abgeschaltet, und lässt sich nur noch mit einer USB – Maus reaktivieren. - Die Komponenten des Laptops arbeiten alle problemlos. Lediglich die Infrarot Schnittstelle muss im Bios manuell aktiviert werden. - Die konventionelle Netzwerkkarte ist ziemlich wählerisch, was die zu verwendenden Kabel anbelangt. Verschiedene Kabel, die mit anderen Geräten gut zusammenarbeiten, funktionieren nicht. - Auch aktuellere Spiele wie Warcraft3 laufen noch annehmbar. Natürlich darf man an die Intel – Karte keine überzogenen Ansprüche stellen. - Die Akkulaufzeit liegt zwischen 2 (Volllast mit CD – Laufwerk und USB – Maus) bis zu 5 Stunden (bei normaler Büroarbeit und Surfen). Laden dauert bis zu 4 Stunden. - Die Lautstärke ist angenehm leise, der Lüfter läuft jedoch relativ viel. Die Lautsprecher sind wie bei Laptops üblich nichts für Audiophile. - Das Display ist nicht das beste, die Farben werden verfälscht dargestellt: Bei hellen Gelbtöne erkennt man einen leichten Rotstich. Zwar kann man mit dem Grafikkartentreiber das rot etwas herrausnehmen (-4 rot), dann wirkt das Bild aber zu kalt. Auch der Sichtwinkel ist ziemlich eng. - Das CDRW / DVD Laufwerk ist auf Dauer doch ziemlich laut. Außer dem hatte ich Probleme beim Brennen auf Audiocds. Wenn sie zu schnell gebrannt werden, dann gibt es Probleme beim Abspielen auf vielen Geräten. Daher mache ich das nur noch mit 4fach Geschwindigkeit.
3.Linux Grundsätzlich kann ich nichts negatives feststellen, alle wichtigen Funktionen werden unterstützt: - 3D – Beschleunigung - ACPI - Sondertasten - Soundkarte - Brenner/DVD usw... Bei den von mir getesteten Distributionen war die Installation bei Suse Linux 9.0 am einfachsten. Bei Knoppix, Mandrake und Fedora war ein neuer Kernel (2.6.0) nötig, um ACPI zu nutzen. Für das Modem ist die Installation eines nicht- GPL- Treibers nötig, was aber keinerlei Probleme bereitet. Einzig für die WLAN – Karte ist noch kein nativer Treiber vorhanden, es gibt aber verschiedene Projekte um die Windows – Treiber mittels Emulatoren zu benutzen. (Ich habe dies aber noch nicht selber getestet).
Aktualisierung 18.7.04: Da mittlerweile einige Zeit vergangen ist, ein kleines Update was Linux anbelangt. Intel entwickelt mittlerweile einen eigenen, nativen Treiber für die W-Lan - Karte (ipw2100). Dieser ist zwar noch nicht fertig, allerdings ist bereits jetzt eine Vorabversion erhältlich. Diese Vorabversion ist in Suse 9.1 enthalten, alternativ zu ndiswrapper, einem Modul, um den Windows - Treiber unter Linux verwenden zu können. Beide Treiber lassen sich komfortabel über Yast2 einrichten. Die zugehörigen Projekte sind bei sourceforge.net gehostet. Alternativ bietet linuxant eine weitere Möglichkeit, den Windowstreiber unter Linux zu verwenden. Weitere Informationen zu Linux auf diesem Notebook: http://tuxmobil.org/acer.html http://perso.wanadoo.es/jtur/AcerTM290/acertravelmate290.html
4. Service Der Telefonsupport ist gut erreichbar und macht einen recht kompetenten Eindruck. Verwirrend ist die Garantiepolitik von Acer: Im Karton ist ein Zettel, wo draufsteht "Notebook Travelmate 1 Jahr Mail-in Carry-in" Garantie. Laut Preisliste sind aber 2 Jahre Garantie mit einem Jahr Internationalem Reisedienst enthalten. Die Hotline hat mir das Modell von der Preisliste bestätigt, allerdings habe ich dies nirgends schriftlich gefunden.
Der Akku als Verschleißteil hat nur ein halbes Jahr Garantie und ist weitgehend in den folgenden Angeboten ausgenommen. Man kann im Handel zusätzliche "Garantiepakete" kaufen: 1.) Eine Verlängerung der Garantie auf 3 Jahre für 149 Euro (Einschicken) 2.) 3 Jahre Verlängerung mit Abholservice für 200 Euro 3.) Eine Europaweite Versicherung und Garantieverlängerung auf ebenfalls insgesammt 3 Jahre für das Gerät, auch gegen Schäden durch Eigenverschulden. Diese kann man aber nur bis 30 Tage nach Abschluss des Kaufvertrages abschließen (was aber nicht aus der Broschüre im Karton hervorgeht!). 299 Euro kostet der Spass.
Zumindest bei der Europagarantie gibt es warscheinlich günstigere Angebote von richtigen Versicherungen, umgerechnet 200 DM pro Jahr erscheint mir sehr teuer. 5.Abschließender Kommentar Würde ich das Gerät wieder kaufen? Vielleicht. Das Gerät ist mit 1299 Euro zwar nicht gerade billig, und dafür ist insbesondere die Softwareausstattung bescheiden ausgefallen. Dieser Mangel lässt sich jedoch mit freier und kostenloser Software weitgehend beheben. Es wäre von Acer nur konsequent eine Variante des Notebooks ganz ohne Betriebssystem zu vertreiben (wie z.B. bei Asus): So könnte sich der Kunde selber eine Vollversion das gewünschten Systemes kaufen und müsste nicht mit dieser abgespeckten Recovery – Version vorlieb nehmen, die er ja auch bezahlt. Das Gerät hat auch seine Vorzüge, dazu gehöhren die Akkulaufzeit, die im großen und ganzen gute Verarbeitung und, für mich persönlich wichtig, die Linuxtauglichkeit.
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22.06.2005 11:57
Alles vorhanden, was man benötigt zum Kauf und drumherum, ein super Bericht, dafür natürlich ein bh von mir. Ciao sagt Marika
21.09.2004 10:20
sehr aufschlussreicher bericht. MfG M
06.09.2004 18:31
einfach nur super.