Es begann alles mit einer Suche nach einem bezahlbaren Laptop als Desktop-Ersatz. Ich wollte etwas, worauf ich spielen kann, und es durfte nicht zu teuer sein. Ein Laptop war nötig, weil ich das Teil sehr oft transportieren muss und da ein PC oder Barebone zu unhandlich wären. Der Laptop hat bei Atelco 1380 EUR gekostet.
Gehäuse und Anschlüsse
Der Laptop ist in einem dunklen grau gehalten. An der linken und rechten Seite sind vorne interne Lautsprecher eingebaut. Sie klingen annehmbar, können akzeptabel laut sein und wenn man direkt vor dem Laptop sitzt, hört man deutlcih, ob das Geräusch von links oder von rechts kommt. Auf der linken Seite befinden sich (von vorne nach hinten): Ein Schalter, mit dem man die WLAN-Karte ein- und ausschalten kann, je ein 3,5mm-Anschluss für Kopfhörer und Mikrofon, ein PCMCIA-Slot, eine Infrarotschnittstelle und der erse USB-Port.
Hinten befinden sich (von links nach rechts):
Firewire, Video-Out, Netzwerk, Modem, 2 USB-Ports ein VGA-Anschlus, ein Parallelport und ein K-Lock-Schlitz für die üblichen Notebook-Schlösser. Auf der rechten Seite befinden sich ein Lüftungsschlitz und der Stromanschluss.
Der K-Lock-Anschluss ist mit einer Metallplatte verstärkt, was das herausbrechen des Schlosses deutlich erschweren dürfte. Diese Schlösser dienen aber eher der Abschreckung und gegen Gelegenheitsdiebe, man bekommt sie recht leicht vermutlich auch mit einer kleinen Zange durch.
Es fehlen ein serieller Port und Anschlüsse für PS/2-Mäuse und Tastaturen. Wenn man diese Ports braucht, wie ich, möchte ich davor warnen, Dockingstations zu kaufen. Ich habe mehrere probiert, keine hat funktioniert. Vieleicht würde die von Acer was bringen, aber die kostet über 100 EUR. Mit einem USB-Hub, einem USB-2-COM und einem USB-2-PS/2-Adapter klappt alles EINIGERMAßEN. Will heißen, wenn man NumLock aktiviert, und eine Cursortaste oder eine der darüberligenden Tasten (ENTF, POS1 etc.) drückt, wird die Zwischenablage mit einem Screenshot gefüllt. Unangenehm. Kann aber auch am Adapter liegen, welcher übrigens von DIGITUS ist.
Vor der Tastatur, neben dem Touchpad, befinden sich Aufkleber, die einem verraten, was für ein Gerät man hat. (mit recht genauen Angaben). Sehr praktisch, so muss man die Spezifikationen nicht lange suchen, wenn man einen neuen Treiber will.
Akku
Bei dem für einen Laptop sehr wichtigen Teil handelt es sich um einen Lithium-Ionen-Akku (Li-Ion), welcher eine Laufzeit von bis zu fünf Stunden hat, zumindest laut Herstellerangabe. Das Gute: Diese Angabe ist vermutlich korrekt, vieleicht hält er sogar länger. Das gilt natürlcih nur, wenn man Strom spart, indem man z. B. die Displaybeleuchtung dimmt, die Prozessorstromsparfunktion aktiviert (Tools gibt es überall im Internet) etc.
Eingabegeräte
Wenn man den Laptop aufklappt, sieht man erst einmal eine normale Laptop-Tastatur, welche sich relativ gut bedienen lässt. Ich bevorzuge zwar trotzdem meine externe A-Shape, aber mit ein wenig Gewöhnung kann man die interne sicher auch gut benutzen. Nur liegen einige tasten, besonders ENTF, EINFG etc. an sehr ungewohnten Stellen. Bei aktiviertem PadLock funktioniert ein Teil der Tastatur als NumPad, sodass man nicht mehr schreiben kann, bzw. nur Mist rauskommt. Logisch, wenn man statt "J" "1" eingibt...
Weiterhin ist ein sehr gutes Touchpad vorhanden, welches meine Vorstellungen von diesen Teilen sehr verbessert hat. Wenn man Schweißfinger hat, denkt es ab und zu, dass der Finger noch drauf ist, wenn er es nicht mehr ist, das lässt sich aber durch sorgfältige Einstellung des sehr umfangreichen Treibers vermeiden. Leider hat das Touchpad nur zwei Tasten und keine Scrolltaste/-rad, dafür kann man einen Teil des Touchpads zum Scrollbereich erklären. (Wenn man dann dort eine Bewegung ausführt, wird nicht die Maus bewegt, sondern gescrollt). Ein Ministick ist nicht vorhanden.
Weiterhin erkennt das Gerät es, wenn das Display geschlossen wurde, und kann z. B. den Ruhezustand aktivieren. Diese Erkennung findet über eine Gummitaste statt, die man auch mit der Hand betätigen kann. Weiterhin wird die Hintergrundbeleuchtung abgeschaltet, wenn das Display geschlossen ist.
Der Hauptschalter dient zum Einschalten des Laptops, zum Auslösen einer unter Windows frei definierbaren Aktion oder, wenn man ihn länger als 4 Sekunden gedrückt hält, zum sofortigen ausschalten des Gerätes.
Außerdem sind zwei frei konfigurierbare Tasten forhanden, die standartmäßig mit Mailclient und Browser belegt sind.
Umbau
Das optische Laufwerk kann während des Betriebs gewechselt werden, man muss nur einen Sieber verschieben und das Laufwerk herausziehen. Der Akku ist genauso leicht zu entfernen. Bei der Festplatte muss man schon eine Schraube lösen, genauso wie bei der Klappe, hinter der der Arbeitsspeicher ist. Insgesamt also ein sehr sehr schönes Bild.
Robustheit
Das Gerät ist sehr robust, mir ist es schon einmal, nachdem ich über ein Netzwerkkabel gestolpert bin, vom Tisch auf einen zum Glück gepolsterten Bürostuhl gefallen, aber es ist nichts passiert!
Komponenten
Im Rechner werkelt ein Intel Pentium M mit 1,5 GHz. Das mag zwar als sehr wenig erscheinen, ist es aber nicht, da es sich um einen Laptop-Prozessor handelt. (Ein Athlon 2400+ ich auch mit einem Intel mit 2400 MHz zu vergleichen, arbeitet aber nur mit 2000 MHz!) Der Vorteil dieses wunderbaren Teils ist, dass es recht gut Strom spart und sich, wenn es wie z. B. beim Schreiben nicht unter Belastung steht, kaum erwärmt. Deswegen muss der Lüfter selten anspringen, selbst bei Spielen schaltet er sichab und zu aus!Zum Spielen ist eine ATI Mobility Radeon 9700 eingebaut, sie hat leider nur 64 MB Grafikspeicher. (ECHTEN Speicher, die Karte ist spieletauglich)
Eine WLAN-Karte ist vorhanden, sie kann jedoch keinen Passive Mode, d. h. WLANs, die ihre Kennung nicht senden, werden nicht gefunden, wenn man diese Kennung nicht eingibt.
Der Laptop hat einen 15"-TFT, der für die Auflösung 1024x768 ausgelegt ist. Es gibt auch eine Variante mit höherer Auflösung. Mein Display hat einen Pixelfehler, ein Pixel zeigt eine Farbe nicht an.
Der Laptop hat ein 60-GB-Festplatte sowie einen Multiformat-DVD-Brenner. Ein Diskettenlaufwerk ist nicht vorhanden.
Mitgeliefert wird WinXP Home (schon aktiviert) und ein bisschen Kleinkram, viel ist es nicht gerade, sowie 3 Recovery-CDs. Deren Inhalt ist auch auf der völlig überdimensionierten Recovery-Partition gespeichert, die bei mir nicht mehr existiert...
Es handelt sich um ein Centrino-Notebook, nur der Vollständigkeit halber.
Spieletauglichkeit
3DMark 03: 2500 Punkte. Damit für einen Laptop recht vernünftig. Der beste Laptop, den ich testete, hatte einen Athlon64 und hatte 2700 Punkte, also kein allzu großer Unterschied. Far Cry stellt sich beim Auto-Einstellen auf neidrige Qualität ein und läuft flüssig. Selbiges gilt für Doom 3. Auf meinem Athlon 2400+ Desktop mit einer nicht gerade teuren GraKa lief FarCry mit "Normal", vieleicht hat auch das Auto-Einstellen Mist gebaut. Der Laptop ist also durchaus noch spieletauglich, allerdings wird er vermutlich die Spiele, die in einem oder zwei Jahren rauskommen, nicht mehr so toll finden.
Na ja, ein Laptop ist halt kein vollwertiger Desktopersatz, aber der hier ist für diese Aufgabe schon recht geeignet.
Zubehör
Mitgeliefert wurden an Hardware ein Netzadapter, zwei Modemkabel und der Akku, was recht mager ist. Ein Netzwerkkabel wäre wünschenswert gewesen.Dazugekauft habe ich:
USB 2.0-Hub mit eigenem Netzteil für 20 EUR
USB-zu-PS/2-Adapter und USB-zu-seriell-Adapter für 35 EUR
Externes Diskettenlaufwerk für 35 EUR
Tasche für 20 EUR
Zudem hatte ich noch einen alten Low-Power USB1-Hub.
Fazit
Ich hoffe, der Bericht hat euch gefallen und war ausführlich genug.
Das
Notebook ist einwandfrei für meine Zwecke geeignet, ich hätte vermutlich kaum eine bessere Wahl treffen können. Ich kann damit spielen, es ist leise, ich kann es rumtragen und lange auf Akku arbeiten, es ist leicht, das Display ist gut lesbar, die Festplatte dürfte noch einige Zeit reichen, und für die, die keine Ahnugn von Computern haben, liegt eine sehr detailierte Anleitung bei. Es gab eine Variante bei Saturn und MediaMarkt, soweit ich weiß unter dem Namen Extensa 2902, mti exakt den gleichen Komponenten, bis auf die 20 GB größere Festplatte, für 20 EUR mehr.
Also, wer spielen will und trotzdem mobil sein will, ist hier vermutlich richtig. Wer einen Desktopersatz braucht, auch. Ich empfehle jedoch, eine USB-Maus und -Tastatur zu verwenden, um dem Stress mit den Adaptern zu entgehen. Ich hatte Pech, da ich eine A-Shape-Tastatur wollte und es keine mit USB gab. Na ja, es funktioniert wie es soll. Und das ist das wichtigste.
Bilder gibt es bei Bedarf, sobald ich meine Digicam ausgepackt und angeschlossen hab.
19.09.2005 14:17
Der Bericht hat mir gut gefallen, der Rechner nicht ganz so. Shine On, Frank
09.08.2005 00:39
Hab auch enen Acer. Bis auf das Netzteil, das seinen Geist aufgab, bin ich sehr zufrieden. LG Konrad
05.08.2005 15:42
Ich hab auch einen ACER TravelMate, mit dem bin ich ebenfalls sehr zufrieden. Sie kosten zwar einen Tick mehr als andere Notebooks, sind es aber glaub ich auch wert. Wirklich guter Bericht! lg Sabine