Acer TravelMate 4502WLMi

Acer TravelMate 4502WLMi

Notebook - Intel Pentium M 725 / 1.6 GHz / 2 MB Cache - Festplattenspeicher: 60 GB - RAM: 512 MB mehr

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Kontra: magere Softwareausstattung, nur 1 Jahr Hersteller - Garantie - Service, durchschnittliche Sound - Eigenschaften

Empfehlenswert? ja 

Kompletter Erfahrungsbericht

Im Folgenden schildere ich meine Erfahrungen, die ich in bislang einmonatiger Benutzungszeit mit dem Acer 4502WLMi-M11 (das ich nachfolgend das 4502 nenne) gesammelt habe. Ein Monat reicht natürlich nicht aus, um eine verlässliche Aussage über die Langzeitqualität zu treffen, aber immerhin ist es eine ausreichend lange Zeit, um augenfällige Stärken und Schwächen im täglichen Umgang zu bemerken. Das 4502 habe ich dabei bislang täglich mehrere Stunden genutzt, und wir haben mittlerweile Freundschaft geschlossen ;-).

Das 4502 kostet nach der unverbindlichen Preisempfehlung von Acer 1499 Euro. Der Straßenpreis liegt zum Teil aber bis zu 100 Euro darunter, je nach Händler.

Beim 4502 handelt es sich um ein Notebook mit neuester Mobiltechnologie: Der Pentium M 725-Prozessor ist erst seit kurzem auf dem Markt, und die Grafikkarte ATI Mobility Radeon 9700 ist derzeit eine der schnellsten für Notebooks, auch wenn sich gerade die Mobilversionen der ATI X-Reihe und die Nvidia 6xxx Go!-Derivate anschicken, sie in Sachen Grafik- und Rechenpower zu überflügeln. Bis die beiden letzteren die 9700 flächendeckend abgelöst haben, wird´s aber wohl noch eine Weile dauern.

VERARBEITUNG UND DESIGN

Das 4502 gefällt mit einer guten Verarbeitung: nichts knarzt, knarrt oder klappert, alle Spaltmaße sind sehr eng und gleichmäßig, und auch regelmäßiger Transport in einer Laptoptasche hat das 4502 in meinem Besitz bislang völlig kalt gelassen.

Die Note 1 verpasst das 4502 bei der Verarbeitung trotzdem, und das ist der Tastatur geschuldet, die nicht zu den Vorzeigeexemplaren ihrer Gattung zählt.
An der Funktionalität gibt es zwar nichts auszusetzen, da alle Tasten einwandfrei funktionieren, doch biegt sich die Tastatur ein wenig durch und federt etwas nach beim Tippen.
Zudem ist sie sehr flach und klingt recht klapprig, hell und laut. Vielschreiber sollten daher unbedingt vor dem Kauf probetippen, um herauszufinden, ob sie mit der Tastatur klarkommen. Wer nicht regelmäßig längere Texte schreibt, sollte indessen gar keine Probleme mit ihr haben.

In Sachen Design hat Acer im Vergleich zu bisherigen Modellen glücklicherweise nachgebessert.
Zeichneten sich die bislang verkauften Modelle durch eine unmögliche Material- und Farbwahl aus – grobporiger Kunststoff in einem tristen Dunkelgrau, was weder besonders hübsch noch allzu hochwertig aussah - , kommen die aktuellen Acers im sog. „Folio“-Design daher. Dieses ist – wenn ich die Werbeaussagen diesbezüglich korrekt interpretiere – einer Aktenmappe nachempfunden, wie der zur Zeit der Erstellung dieses Berichtes aktuelle Flash-Trailer unter http://global.acer.com/ anschaulich darlegt.
Wie die Konkurrenz auch, erstrahlen die Acers jetzt in recht edel aussehendem Silber, die Tastatur und der innere Displayrahmen sind davon schwarz abgesetzt.
Schön, dass Acer jetzt auch mal ein paar Designer eingestellt hat ;-).

Zudem ist das 4502 auffallend flach, was ebenfalls dem nicht viel Wärme entwickelnden Prozessor geschuldet ist.

Weniger schön ist allerdings ein anderes Detail - wie alle anderen Notebookhersteller erliegt auch Acer dem Drang, seine Geräte flächendeckend mit allen möglichen Stickern der verschiedensten Firmen zu verunstalten.
Beim 4502 prangt rechts ein mehrere Quadratzentimeter großer Aufkleber, der die technischen Vorzüge des Gerätes aufzählt; links haben sich Microsoft, Intel und ATI mit jeweils etwas kleineren Aufklebern verewigt.
Das Entfernen der Sticker gelingt zwar, ist aber mit Friemelei und Aufwand verbunden. Zumal der praktische Nutzen solcher Werbe-Insignien sehr zweifelhaft sein dürfte - zumindest bei Geräten, die nicht als Aussteller im Laden stehen.

AKKULAUFZEIT

Eine der großen Stärken der neuen Mobilprozessoren liegt darin, dass sie relativ wenig Strom verbrauchen.
Das gilt selbstredend auch für den neuen 725, der unter normaler Rechenlast so genügsam mit dem Strom umgeht, dass 4,5 Stunden Akkulaufzeit kein Problem sind.
Dabei unterstützt ihn die 9700-Grafikarte, die ebenfalls mit einer Stromspartechnologie („Powerplay“) aufwarten kann, die den Energieverbrauch abhängig von der gerade abgerufenen Rechenleistung regelt.
Allerdings taktet das 4502 im Akkubetrieb standardmäßig auf knappe 600 MHz herunter, so dass nicht die volle Prozessorleistung zur Verfügung steht. Bei Aktivitäten wie Internet-Surfen, Texte schreiben etc. fällt das indessen nicht auf; bei rechenintensiven Anwendungen wie 3D-Spielen ist jedoch ein Leistungseinbruch gegenüber dem Netzbetrieb festzustellen.
Wer auch im Akkubetrieb die volle Rechenleistung will, muss in den Windows XP-Energieoptionen unter dem Punkt „Systemsteuerung“ das Energieschema „Tragbar/Laptop“ durch „Dauerbetrieb“ ersetzen.
Das mitgelieferte Netzteil gehört zu den zierlichsten, die ich je bei einem Notebook gesehen habe. Der Transport dieses Netzteilchens sollte in der Tat keine besondere Härte darstellen, wenn das 4502 doch mal einen kompletten Arbeitstag durchhalten soll. Umgekehrt proportional dazu verhält sich der Akku, der an der Hinterseite des Notebooks über die gesamte Gehäusebreite des Notebooks verläuft und der schon als tragendes Teil gelten darf: entfernt man ihn, steht das Notebook nicht mehr gerade auf dem Tisch.

RECHEN- UND GRAFIKLEISTUNG

Die vor etwa anderthalb Jahren eingeführten Pentium M-Prozessoren waren geeignet, den Notebook-Käufer gelinde zu verwirren: galt bis dahin der Grundsatz, dass mehr GHz auch automatisch bessere Rechenleistung bedeutete, musste beim Pentium M umgedacht werden.

Da dieser Prozessor aufgrund seiner inneren Struktur pro Takt viel effizienter rechnet als ein Pentium 4 klassischer Prägung, kommt er mit geringeren absoluten Taktfrequenzen aus als seine Vorläufer, erreicht dabei aber die gleiche Rechenleistung.
So kann man grob sagen, dass die Taktfrequenz eines Pentium M multipliziert mit 1,5 ungefähr die Taktrate eines klassischen Pentiums ergibt, der genauso schnell rechnet wie der jeweilige Pentium M.
Der im 4502 verbaute 725 mit 1,6 GHz Taktfrequenz entspricht also in etwa einem Pentium 4 mit 2,4 GHz Taktfrequenz, was übersetzt bedeutet: er ist so schnell, dass auch die rechenintensivsten aktuellen Anwendungen ohne Probleme laufen – Punkt.

Ähnlich verhält es sich bei Anwendungen, die Echtzeit-3D-Berechnungen erfordern. In erster Linie wären hier natürlich Spiele zu nennen. Solche Anwendungen erfordern die Anwesenheit eines möglichst leistungsstarken separaten Grafikbeschleunigers, und die ATI 9700 erfüllt dieses Kriterium ohne große Mühe.
Grundsätzlich ist sie so schnell, dass geschätzte 98% aller derzeit auf dem Markt befindlichen Spiele in sehr guter Qualität – also in hohen Auflösungen und mit ebensolchen Grafikdetails – zum Laufen zu bekommen sind.
Bei vielen aktuellen Spielen kann man sogar die besonders rechenintensiven Zusatzfunktionen „Kantenglättung“ und „anisotropischer Filter“ aktivieren, die für ein noch flimmerfreieres und auch in die dreidimensionale Tiefe klareres Bild sorgen. Mitunter muss man dann für hohe Bildwiederholraten die Bildschirmauflösung auf 800x600 Pixel heruntersetzen; dennoch ist das Bild durch die aktivierte Kantenglättung und das reduzierte Bildflimmern besser als in hohen Auflösungen ohne Kantenglättung.
Selbst das derzeit anspruchsvollste und aufwendigste Spiel „Doom 3“ läuft mit hohen Bildwiederholraten von 40 bis 70 fps, allerdings muss man hier die Auflösung auf 800x600 Bildpunkte herunterschrauben und die Textur-Qualität auf „Low“ setzen. Auch die eben erwähnte Kantenglättung muss zugunsten einer schnellen Spielegeschwindigkeit ausnahmsweise ausgeschaltet bleiben. Da die sonstigen aufwendigen Grafikeffekte wie Echtzeitschatten und besonders detaillierte Spezialeffekte aber aktiviert bleiben können, tut das der grafischen Pracht keinen wirklichen Abbruch und wird die ganz überwiegende Mehrheit der Nutzer völlig zufrieden stellen.

Insgesamt ist das 4502 in Sachen Leistungsniveau voll auf der Höhe der Zeit, was Notebooks angeht.

LÄRMENTWICKLUNG

Eigentlich ein überflüssiger Gliederungspunkt, denn das 4502 macht keinen Lärm – zumindest nicht unter normaler Rechenlast. Der Lüfter springt hier nur ca. drei Mal pro Stunde an und lüftet auch dann nur jeweils 20 Sekunden durch, bevor er wieder verstummt. Bei besonders rechenintensiven Anwendungen sieht das naturgemäß anders aus – 3D-Spiele laufen nur maximal eine Minute ohne Lüfter. Dessen Laufgeräusch ist im übrigen – wenn er denn mal anspringt – zwar vernehmlich, aber zumindest bei vorhandenen Hintergrundgeräuschen erträglich und nicht weiter störend.

BILDSCHIRM

Das 4502 besitzt ein 15,4 Zoll-Breitbild-Display in WXGA-Auflösung, also mit 1280 x 800 Bildpunkten.
Diese Auflösung sorgt dafür, dass das Bild scharf ist, ohne dass Details wie Schriften unnötig klein wirken.
Die Qualität des Schirms ist erfreulich gut: die Helligkeit ist hoch (auf maximaler Stufe sogar ZU hoch für Innenräume), die Farben sind unverfälscht und satt dargestellt, die Blickwinkelabhängigkeit niedrig, die Ausleuchtung gleichmäßig.
An die Qualität der mittlerweile bei einigen Fabrikaten verbauten sog. „Glare“-TFTs – die sich durch eine relativ stark spiegelnde Oberfläche, aber nochmals sattere und plastischere Farben auszeichnen – kommt das 4502-Panel zwar nicht heran; trotzdem darf seine Qualität als sehr gut gelten.
Erfreulich: auch bei schnellen Bewegungen in Filmen oder Action-Spielen sind keine Schlieren zu entdecken.

BRENNER

Das 4502 ist mit einem DVD-Dual-Brenner von LG ausgestattet, der DVD-Plus- und DVD-Minus-Rohlinge brennen kann. Das tut er völlig klaglos und zuverlässig.
Mittels eines Firmware-Updates kann dem Brenner auch das Brennen von Double-Layer-DVDs mit doppelter Datenkapazität als herkömmliche DVDs beigebracht werden. Ein Firmware-Update sollte aber nur vornehmen, wer in dieser Hinsicht beschlagen ist - im ungünstigsten Fall kann ein fehlgeschlagenes Firmwareupdate in einem zerstörten DVD-Brenner resultieren.

SOUND

In Sachen Sound setzt Acer beim 4502 auf eine integrierte Soundkarte von Conexant. Die Sound-Qualität ist ordentlich, wenn auch nicht überragend: bei angeschlossenen Lautsprechern oder HiFi-Anlagen verzerrt das Audio-Signal, wenn man an der Player-Software die Lautstärke voll aufdreht. Dieser unschöne Effekt tritt beim Erhöhen der Lautstärke über den Systemregler von Windows XP (Tastatur-Shortcut: FN und Links-/Rechts-Taste) oder über den Regler an den angeschlossenen Audiogeräten nicht auf.
Die eingebauten Lautsprecher des 4502 klingen erwartungsgemäß bescheiden: zwar klar und auch laut, aber viel zu hell und nicht mal ansatzweise mit Bässen. Nur als Notlösung zu gebrauchen.

WLAN

Da es sich bei dem 4502 um ein Gerät mit dem Centrino-Paket handelt – also Pentium M-Prozessor plus Intel-eigene WLAN-Lösung – ist das Einloggen in vorhandene Funknetze kein Problem. Die Empfangsleistung ist dank im Deckel integrierter Antenne exzellent.
Gewöhnungsbedürftig: eine große rote LED an der Vorderseite des Books blinkt permanent, wenn kein Netz in Reichweite ist, ansonsten leuchtet sie dauerhaft. Wen das stört und wer das WLAN vorübergehend auch nicht braucht, kann die WLAN-Funktion durch einen Druck auf diese LED komplett ausschalten.

AUSSTATTUNG

Die Schnittstellenausstattung des 4502 ist erwartungsgemäß umfangreich: alles, was zeitgemäß ist, ist an Bord – USB, FireWire, Infrarot und S-VHS-Buchse sind ebenso versammelt wie Audio out- und Line in-Buchsen.
Die Anordnung der Schnittstellen ist dabei etwas ungewöhnlich: die beiden letztgenannten sowie eine USB-Schnittstelle sind an der Vorderseite angeordnet, der Rest rechts an der Seite.
Die Anordnung vorne ist ungewohnt, aber nicht mal unpraktisch: wer schnell mal ein Mikrofon oder externe Boxen einstöpseln will, kann das ohne Verrenkungen erledigen, zumal diese Geräte ja ohnehin nicht dauerhaft angeschlossen bleiben. Zudem ist zwischen Vorderseite des Notebooks und Tastatur eine recht große Fläche als Handauflage, so dass selbst eingestöpselte Kabel beim Tippen nicht wirklich stören.

Die Softwareausstattung ist vergleichsweise mau: die absoluten Basics wie eine Brenn-Suite (NTI CD&DVD Maker 6.7, kein Nero, aber leicht zu bedienen, mit großem Funktionsumfang und sehr zuverlässig) und Norton AntiVirus sind zwar ebenso dabei wie eine ebenfalls von NTI stammende Datensicherungssoftware (leider ohne die Möglichkeit des Erstellens von Festplatten-Images), doch wer auch ein Office-Paket sucht, der schaut bereits in die Röhre.
Auch Tools zur Grafik- und Musikbearbeitung fehlen völlig, wenn auch der Windows Movie Maker für rudimentäre Filmbearbeitungsaufgaben und der Windows Media Player zum Abspielen diverser Mediadateien natürlich zusammen mit Windows XP dabei sind.
Zudem liegt die Cyberlink Power DVD5-Software bei, die das Abspielen von DVDs erlaubt. Allerdings produziert diese zum Teil störende Bildruckler bei der Wiedergabe. Woran das genau liegt, konnte ich bei meinem 4502-Exemplar bislang nicht eruieren; Abhilfe schafft allerdings der Umstieg auf ein alternatives DVD-Abspielprogramm wie z.B. den kostenlosen und sehr guten Media Player Classic (MPC, nicht zu verwechseln mit den alten Windows Media Player-Versionen von Microsoft!). Auch das Abschalten von Anti-Viren-Scannern und dem WLAN-Modul bringt eine gewisse Besserung.

Eine weitere diskussionswürdige Eigenheit bei der Ausstattung ist der Umstand, dass Acer keine vollwertige Windows XP-Installations-CD belegt, sondern auf eine sog. Recovery-Lösung zurück greift, um dem Benutzer das Neuaufsetzen des Systems zu ermöglichen.
Im Gegensatz zu klassischen Installationslösungen wird hier ein auf insgesamt drei CDs gespeichertes Image – also quasi eine digitale Blaupause des Ausgangszustandes, in dem sich das 4502 softwaremäßig bei der Auslieferung befand - zurückgespielt. Dies kennt man auch von Datensicherungswerkzeugen wie DriveImage u.a., die im Notfall das komplette Zurücksetzen des Systems auf einen gespeicherten Zustand erlauben.

Positiv an dieser Lösung ist, dass dabei nur die Systempartition C: neu formatiert und damit gelöscht wird – andere angelegte Partitionen, wie die standardmäßig eingerichtete Datenpartition D:, bleiben unberührt.
Außerdem ist das Zurückspielen des Systems innerhalb von einer halben Stunde erledigt (allerdings ohne die notwendige Neuinstallation von Windows-Updates und von benötigten Programmen mitzurechnen) und auch für völlige Technik-Laien sehr einfach zu bewerkstelligen.

Negativ fällt indessen auf, dass diese Einfachheit zu lasten der Auswahl von wichtigen Parametern geht, die bei einer Neuinstallation normalerweise zu beachten sind. So ist es unmöglich, das Dateisystem NTFS als bevorzugtes Dateisystem einzustellen – das 4502 formatiert gnadenlos im mittlerweile veralteten und unsichereren FAT32-Dateisystem. Hier hilft nur das Konvertieren von FAT32 nach NTFS – wie das genau geht, ist unter Windows XP mittels Start – Hilfe und Support – Suchbegriff „NTFS konvertieren“ nachzulesen. Allerdings kommt es nach dem Konvertieren von FAT32 nach NTFS zu einer geringfügig langsameren Rechengeschwindigkeit des Computers, was aber nichts spezifisch mit dem 4502 zu tun hat, sondern bei jedem Rechner unter diesen Umständen der Fall ist.
Speziell bei der beim 4502 verwendeten Recovery-Lösung ist indes auch das Verändern und Anlegen von Partitionen im Zuge des Neuaufsetzens des Systems unmöglich – die Recovery-Lösung fragt erst gar nicht danach.
Die Funktionen „Reparaturinstallation“ (ermöglicht bei herkömmlichen Windows XP-Installations-CDs das Neuinstallieren von Windows, ohne installierte Programme und Dateien anzutasten) und „Wiederherstellungskonsole“ (erlaubt das manuelle Reparieren von wichtigen Systemdateien) existieren ebenfalls nicht.

Das mag man als konsequente Ausrichtung auf technisch unbeschlagene Nutzer des 4502 loben, die mit allzu vielen technischen Finessen gar nicht belästigt werden möchten. Der einigermaßen versierte Windows-Nutzer wird sich aber bevormundet vorkommen und die fehlenden Eingriffsmöglichleiten in das System vermissen.

Insgesamt ist die Ausstattung des 4502 auf das Nötigste beschränkt, bei vielen Anwendungsbereichen ist der Nutzer darauf angewiesen, auf bereits in seinem Besitz befindliche Software zurück zu greifen oder sich die benötigten Programme anderweitig zu beschaffen.

FESTPLATTE

Im 4502 ist eine Festplatte verbaut, die 60 GB fasst (eigentlich nur 56 GB, aber das großzügige Aufrunden ist ja mittlerweile Usus in der Computerwelt).
Diese Kapazität qualifiziert die Platte nicht als eine der größten am Markt: andere Notebooks warten mittlerweile mit 80 oder – ganz neu – gar 100 GB Kapazität auf.

Zusätzlich gehen von vornherein weitere 3 GB Festplattenplatz verloren – diese werden von einer sog. „versteckten“ Wiederherstellungsfunktion in Beschlag genommen, die es ermöglicht, das System auch ohne Recovery-CDs wieder in den Ausgangszustand zu versetzen.

Letztlich kann die Größe der Festplatte an sich aber nicht als Qualitätsmerkmal herangezogen werden, da es ganz von den Anforderungen des einzelnen Users abhängt, ob der Speicherplatz ausreicht oder nicht. Ich persönlich bekomme die 60 GB bei meinem 4502 jedenfalls nicht voll, wenn ich nur das aufspiele, was ich tatsächlich brauche.

Eine Besonderheit an der Festplatte ist das Zugriffsgeräusch. Dieses ist zwar nicht lauter als bei anderen Notebooks auch, klingt aber recht hell und metallisch. Das fällt zwar auf, stört aber nicht wirklich.

SONSTIGE AUFFÄLLIGKEITEN

Neben den bereits oben erwähnten kleineren Unregelmäßigkeiten gibt es leider noch drei weitere störende Details, die im täglichen Gebrauch des 4502 auffallen: zum ersten nervt Windows XP mit installiertem Service Pack 2 in unregelmäßigen Abständen mit der Fehlermeldung, dass an einem USB-Anschluß die zulässige Stromspannung überschritten sei und fordert den Nutzer dazu auf, den USB-Anschluß zurückzusetzen. Dies tritt auch und gerade dann auf, wenn gar kein USB-Gerät angeschlossen ist. Die Lösung ist zwar recht einfach – Klick auf das Warnsymbol in der Taskleiste, Klick auf „USB-Anschluß zurücksetzen“ und fertig - , aber es irritiert schon etwas. Laut der Acer-Support-Webseite ist das Problem sowohl bei Acer als auch bei Microsoft bekannt; an einer Lösung werde derzeit gearbeitet.

Zum zweiten kann sich das 4502 bei aktiviertem Ruhezustand nicht den Akkustand merken, wenn man während des Ruhezustands die Verbindung zum Stromnetz abzieht, um beispielsweise das Gerät mitzunehmen: selbst wenn der Akku randvoll geladen ist, hat er nach dem nunmehr akkubetriebenen Aufwachen aus dem Ruhezustand angeblich nur noch 66 % Ladekapazität. Was selbstredend etwas verwirrend ist, aber durch einen recht einfachen Workaround behoben werden kann: wenn man das 4502 bei voll aufgeladenem Akku vom Stromnetz trennt und dann einmal im Akkubetrieb einen kompletten Ruhezustand-Zyklus fährt - also Ruhezustand aktivieren und 4502 danach wieder aufwecken - , vertragen sich Akkuanzeige und Ruhezustand plötzlich problemlos.
Im Standby-Betrieb konnte ich dieses lästige Phänomen einer (zunächst) fehlerhaften Akkuanzeige nicht beobachten.

Und zum dritten kommt es zu Unverträglichkeiten zwischen dem im Ausgangszustand aufgespielten Treiber für das Synaptics Touchpad und dem Service Pack 2 für Windows XP. Dies führt dazu, dass das Scrollen von Textblöcken im Akkubetrieb mitunter zum Nervenspiel wird, da das 4502 nach dem Beginn eines Scrollvorganges manchmal gar nicht mehr mit dem Scrollen aufhören will und die entsprechende Seite unkontrolliert auf und ab wandert.

Auch wenn mindestens zwei dieser Phänomene mit dem Service Pack 2 zusammenhängen und ohne Service Pack 2 nicht vorkommen – hier sollte Acer mit der Unterstützung von Microsoft noch nachbessern, um Irritationen bei der Kundschaft zu vermeiden.

Das TravelMate 4502 wird mit kleinerer Festplatte (40 GB) und Windows XP Home Edition auch als Acer Extensa 3002WLMi verkauft, allerdings nur bei ausgewählten Händlern wie Media Markt und Saturn.

GARANTIE

Acer bietet eine sog. International Travellers Warranty, die europaweiten Reparaturservice im Schadensfall beinhaltet, aber seit kurzem leider nur noch ein Jahr ab Kaufdatum läuft.
Gegen Zuzahlung von 149 bzw. 199 Euro kann diese Garantie auf drei Jahre erweitert werden; die teurere Variante umfasst zusätzlich eine Vollkaskoversicherung gegen Diebstahl und Beschädigung des Gerätes.
Allerdings ist wohl das eigenhändige Einschicken des Gerätes notwendig, es wird also nicht von einem Transportunternehmen eigens zuhause beim Kunden abgeholt.

Von all dem unberührt bleibt natürlich die gesetzliche Gewährleistung von 2 Jahren, die der Händler in jedem Fall übernehmen muss – im Reparaturfall ist hier der Händler, bei dem das 4502 erworben wurde, Ansprechpartner.

FAZIT

Das Acer TravelMate 4502WLMi-M11 ordnet sich im Gesamtbild in der oberen Mittelklasse der Notebookwelt ein und überzeugt mit guter Verarbeitung, neuester Technik, schneller Rechengeschwindigkeit und gutem bis sehr gutem Display.

Nur durchschnittliche Qualitäten weisen die Tastatur, die Soundkarte und die Software-Ausstattung auf.

Im Zusammenspiel mit dem – grundsätzlich unbedingt zu empfehlenden - Service Pack 2 für Windows XP kommt es leider zu kleineren nervigen Bugs in der Bedienung, wobei hier Hoffnung besteht, dass zukünftige Microsoft- und Acer-Patches sowie Treiber-Aktualisierungen Abhilfe schaffen.

Die Festplatte ist mit 60 GB Datenfassungsvermögen nicht mehr die allergrößte im aktuellen Konkurrenz-Umfeld. Es hängt jedoch von den persönlichen Anforderungen des Benutzers ab, ob der Speicherplatz ausreicht oder nicht – also vor dem Kauf über diesen Punkt nachdenken.

Alles in allem kommt das 4502 nicht an – einige Hundert Euro teurere - High-End-Geräte von Herstellern wie Samsung, IBM oder Toshiba heran.

Der Abstand zu dieser „Premium-Klasse“ ist jedoch erstaunlich gering, zumal man auch bei teureren Geräten von vermeintlich renommierteren Markenherstellern nicht vor unliebsamen Garantiefällen gefeit ist. Hier spreche ich aus leidvoller Erfahrung.

Das Acer TravelMate 4502WLMi ist daher in seiner Preisklasse und auch darüber hinaus eine in jedem Fall beachtenswerte Kaufalternative.

   



Acer TravelMate 4502WLMi

Allgemein

MPN: LX.T5006.197, LX.T5006.201, LX.T5006.215, LX.T5006.270

Systemtyp: Notebook

Betriebssystem: Microsoft Windows XP Professional

Herstellergarantie: 1 Jahr Garantie

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