Erfahrungsbericht über

Acer DRAM 64 MB

Gesamtbewertung (266): Gesamtbewertung Acer DRAM 64 MB

 

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~ So billig wie nie ~

5  03.09.2001

Pro:
günstig wie nie, deutliche Leistungssteigerung

Kontra:
womöglich braucht man nächstes Jahr wieder mehr

Empfehlenswert: Ja  Der Autor besitzt das Produkt

ambrador

Über sich: Liebe Faker-Jäger, lest doch erstmal meine Visitenkarte, bevor ihr mein Gästebuch zumüllt! Besten Da...

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Dieser Erfahrungsbericht wurde von 230 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

Ich erinnere mich noch gut, daß ich vor einigen Jahren für 4 Megabyte Arbeitsspeicher ca. 100,- DM zahlen mußte. Diese Zeiten sind glücklicherweise vorbei. Speicher gehört heute eher zu den günstigen Artikeln im PC-Bereicht. Trotzdem sollte man sich vor dem Kauf von Speicher erstmal ein paar Gedanken machen und evtl. nicht einfach beim billigsten Anbieter zugreifen.


V O R B E M E R K U N G E N ___

SD-RAM eigenet sich grundsätzlich für Mainboards, die für AMD Prozessoren ausgelegt sind. Neue Intel-Boards benötigen teuren Rambus Speicher. Wer Intel kauft, muß also auch beim Speicher ordentlich draufzahlen. (Zwar gibt es inzwischen auch einige Boards, die Intel Prozessoren mit SD-RAM unterstützen. Allerdings rät selbst Intel vom Gebrauch dieser Boards ab).

SD-RAM gibt es inzwischen in der 4. Generation. Angefangen hat alles mit SD-RAM, der mit 66 Megahertz getaktet wurde. Danach kam 100er und 133 MHz Speicher. Inzwischen wird auch Arbeitsspeicher als DDR (Double Data Rate = Doppelte DatenRate) verkauft, wie er schon länger für Grafikkarten verwendet wird. Meine Meinung bezieht sich allerdings auf den derzeit hauptsächlich aktuellen SD-RAM mit einer maximalen Taktung von 133 Megahertz.

SD-RAM mit 66 oder 100 Megahertz wird eigentlich nicht mehr verkauft. Allerdings sollte 133er SD-RAM auch problemlos mit weniger Megahertz betrieben werden können.

DDR SD-RAM benötigt spezielle Mainboards, die noch teuerer sind als die Standardmodelle. Davon abgesehen gehört dem DDR RAM sicherlich die Zukunft, da die höhere Datenrate der Leistung moderner Prozessoren sehr gut entspricht.


A U F G E P A S S T ! _______

SD-RAM wird derzeit üblicherweise in vier Größen angeboten: von 64 Megabyte, über 128, 256 bis hin zu 512 Megabyte. Welche Größe für welchen Anwender richtig ist, ist allerdings nicht ganz einfach zu ermitteln. Als Faustregel kann natürlich immer gelten: Je mehr desto besser.

Vorsicht ist allerdings bei Prozessoren vor der Athlon/Duron Ära geboten. AMD K6 Prozessoren (ausgenommen K6/2+ und K6/3+) haben keinen integrierten Cache. Dadurch ist der cachebare Bereich durch den auf den Mainboard integrierten Cache-Speicher beschränkt. In der Regel verkraften diese Boards nicht mehr als 128 Megabyte. Wenn mehr eingebaut wird, führt das zu einer rapiden Leistungseinbuße und ist in den seltesten Fällen nützlich.

Alle anderen dürfen getrost zuschlagen, solange noch Steckplätze auf dem Mainboard frei sind. Um das herauszufinden sollte das Mainboard-Handbuch konsultiert werden. Normalerweise ist nur ein Steckplatz beim Kauf bestückt und mindestens noch einer frei. Einige ältere Boards kommen mit Speierbausteinen, die größer als 256 Megabyte sind nicht zurecht. Auch hier sollte vor dem Kauf ein Blick ins Handbuch geworfen werden.

Abschließend nur noch ein Hinweis. Windows wird nicht unbedingt schneller durch mehr Speicher. Bei 512 Megabyte ist das absolute Maximum erreicht. Mehr bringt nichts und wirkt sich eher negativ auf die Gesamtleistung aus.


Die Q U A L der W A H L ____

Hat man sich endlich entschieden seinen Speicher aufzurüsten kommt die schwierigste Entscheidung. Welcher Speicher soll es sein? Wie groß? Marke, oder No-Name? Kann ich den alten weiterverwenden? Natürlich sollte letztere Frage zuerst geklärt werden. Handelt es sich beim alten Speicher um 133er? Dann ist die Antwort: Er kann drin bleiben. Handelt es sich um 66er oder 100er würde ich zum Austausch raten.

Derzeit reichen 256 Megabyte eigentlich für jeden vorzustellenden Normalfall aus. Ob das nächstes Jahr auch noch so ist, vermag ich nicht zu prophezeien. Auf alle Fälle würde ich nur auf 256 Megabyte aufrüsten, wenn mindestens ein Steckplatz frei bleibt. Wenn nicht, würde ich einen billigen 128er Riegel kaufen und ein wenig Geld für das nächste Jahr zur Seite legen und hoffen, daß es dann 512 Megabyte zu einem Preis gibt, für den ich heute (nur) 256 Megabyte bekomme.

Bei der Frage, ob No-Name-Speicher verwendet werden kann gehen die Meinungen weit auseinander. Ich betreibe meinen Duron 800 mit 2x128 MB 133er No-Name Speicher. Solange der Rechner mit Standard-Einstellungen betrieben wird gibt es keine Probleme. Sobald ich aber ein wenig Übertakte heißt es aufpassen. Bei einem Grundtakt von 114 Megahertz (Grundeinstellung 100 Megahertz) macht der Speicher nicht mehr mit und ich muß ihn auf 114 Megahertz betreiben. Infineon Markenspeicher läuft problemlos bei 114 Megahertz Grundtakt in 133 Einstellung (also auf 147 Megahertz). Fraglich ist allerdings, wie sich der Speichertakt auf die Gesamtleistung auswirkt. Ich betreibe meinen Rechner jetzt mit 114 Megahertz Grund- und Speichertakt und bin mit der Leistung sehr zufrieden. Wer wirklich das Allerletzte aus seinem Rechner rausholen möchte, kommt wohl nicht um Markenspeicher herum, auch wenn der immer ein wenig teurer ist als No-Name-Speicher.

Anzumerken ist auch, daß No-Name-Speicher oft Speicher ist, der beim Qualitätscheck der Markenhersteller durchgefallen ist. D.h. nicht die Spezifikationen erfüllt, die Markenhersteller für ihren Speicher aufgestellt haben. So kann es also vorkommen, daß No-Name Speicher schon von Beginn an Probleme macht (dann kann man ihn allerdings umtauschen), oder aber nur knapp "durchgefallen" ist und sich sehr gut übertakten läßt.

Zusammenfassen würde ich sagen, daß No-Name-Speicher für den "Normalanwender" absolut ausreichend ist. Ich kenne keinen Fall, in dem No-Name-Speicher kaputt gegangen ist, nachdem er erstmal lief. Sollten nach der Aufrüstung direkt Probleme auftreten würde ich den Speicher zumindest beim Händler testen lassen oder probeweise auf einem Austausch bestehen.


E I N B A U _____

Die Steckplätze für die Speicherriegel sind eigentlich sehr einfach zu erkennen. Meistens sind sie recht nahe am Netzteil angeordnet und haben an ihren Enden 2 weiße Plastikklammern, die zur Befäßtigung des Riegels dienen.

SD-RAM gibt es sowohl einseitig als auch beidseitig bestückt. Beide Arten sollten in modernen Mainboards problemlos laufen.

Wichtig beim Einbau ist Richtung. Jedes SD-RAM hat zwei Einkerbungen auf der Seite, die in den Steckplatz gesteckt wird. Bei ausreichendem Licht ist die richtige Orientierung leicht vom Steckplatz abzulesen.

Der Speicher sollte vorsichtig in den Steckplatz gesteckt werden. Danach wird er mit den weißen Klammern arretiert. Zum Abschluß würde ich empfehlen den Speicherbaustein noch einmal behutsam, aber mit ausreichend Kraft in den Steckplatz hineinzudrücken, da ich es schon erlebt habe, daß auch arretierter Speicher noch keinen Kontakt hatte und vom Mainbaord nicht erkannt wurde.

Nach dem Einbau (der natürlich im ausgeschalteten Zustand stattfindet) sollte der Rechner gestartet werden. Zu Beginn des Bootvorgangs zeigt der Rechner den gefundenen Speicher an. Hier sollte sich also etwas geändert haben. Wenn nicht ist der Speicher nicht fest genug eingebaut, defekt oder nicht mit dem Mainbaord kompatibel. Sollte sich beim Booten gar nichts tun, sondern nur ein Piepen ertönen, findet der Rechner gar keinen Speicher. Auch in diesem Fall sollte der Einbau, oder der Speicher auf seine Funktionsfähigkeit überprüft werden.

Insgesamt ist Speichereinbau sicherlich eine der einfachsten Umbauten am PC und sollte in allgemeinen auch von Laien bewerkstelligt werden können. Auch ist Speicher eher selten defekt, so daß eher mit wenig Problemen gerechnet werden kann.


P R E I S _______

Tja, was soll ich dazu sagen? Der Preis ging in den letzten Monaten dermaßen in den Keller, daß ich kaum wage hier definitive Zahlen zu nennen (Man beachte auch die Hinweise auf den Preislisten von PC-Händeln: Prozessor und Speicher sind Tagespreise!). Ich werde es trotzdem tun und mich an die Preise von www.evendi.de am 03.09.2001 orientieren. Beim ortsansässigen Händler dürften die Preise allerdings ein wenig höher liegen.

Noname:
64 MB - 30 DM
128 MB - 50 DM
256 MB - 70 DM
512 MB - 100 DM

Marke:
64 MB - kein Angebot gefunden
128 MB - 60 DM (Infineon)
256 MB - 120 DM (Infineon)
512 MB - kein Angebot gefunden


F A Z I T _____

Speicher ist derzeit so günstig wie nie. Auch wenn der Preis evtl. noch weiter sinkt, würde ich schon jetzt sagen: Wer ihn braucht und nicht kauft, ist selber Schuld. Gerade wenn nur 64 oder 128 Megabyte eingebaut sind, bringt ein Speicherausbau in der Regel einen deutlich spürbaren Preformance-Gewinn. Und auch der Einbau ist eigentlich kinderleicht. Meine uneingeschränkte Empfehlung: KAUFEN!

so long

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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
ralf_donald

ralf_donald

06.01.2002 14:27

Speicher ist aber noch billiger geworden

Soundchen

Soundchen

02.11.2001 23:44

Ich habe am Montag meinen PC von 64 MB RAM auf 320 MB RAM aufgerüstet (also einen 256 MB-Riegel eingebaut) und merke deutlich den unterschied. Ich habe einen billigen No-Name-Speicher genommen, gerade mal 59,95 bei Comtech!!!

Deuterium

Deuterium

16.10.2001 20:02

Also ich habe DDR à 266 Mhz und damit geht echt die Post ab! Kann ich nur weiterempfehlen zudem die Preise auch auf gleichem Niveua liegen.

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