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Ein kleiner ganz groß? Ein Kompromiß für einen guten Preis! Acer
Erfahrungsbericht von xxxKisuhanayorixxx über Acer Aspire 1410 07.01.2011
Produktbewertung des Autors:
Verarbeitung
ausgezeichnet
Akkulaufzeit
sehr lang
Kontraste
gut
Festplatten-Kapazität
groß
Bedienung/Ergonomie
ausgezeichnet
Software-Ausstattung
gut
Pro:
Preis - Leistungsverhältnis , besser als typische Nettops, viele Anschlussmöglichkeiten, HD - fähig
Kontra:
Leistungsniveau deutlich unter Laptop/Desktop - Niveau, im Vergleich zu Standart - Nettops teuer
Empfehlenswert?
Kompletter Erfahrungsbericht
- Ein erster Überblick - =========================== Der Name Aspire ist einigen ja schon ein Begriff aus der "Normalgröße-Serie" von Acer. Aber auch das kleine Aspire 1410 mit seinem 11,6"-Display wird darunter geführt. Es scheint wie ein etwas gewachsenes Nettop und kommt mit ähnlichen Akku-Laufzeiten daher. Ansonsten bietet es aber deutlich mehr - wenn auch nicht annähernd auf Desktop-PC-Niveau oder dem Niveau größerer Notebooks.
So richtig als Notebook traut man sich auch nicht es zu nennen, aber Nettop wäre beinahe schon eine Beleidigung. Wie man es auch nennen mag - es bietet einiges, aber es ist definitiv nicht für jeden zu empfehlen. Mit einem Kaufpreis zwischen 400-500Euro ist es definitiv nicht nur hinsichtlich der Leistung überhalb von "normalen Nettops". Zudem muss man sich bei jedem PC-Kauf - unabhängig von Notebook oder PC - vorher ganz genau bewusst werden, was man genau braucht.
Ich versuche einmal das schwierige Thema einer PC-Bewertung in den Griff zu bekommen und hier etwas sortiert eine Mischung aus subjektivem Erfahrungsbericht und (möglichst) objektiver Meinung zu verbinden.
- Technische Daten - ======================= 11,6" LED-Backlight LCD-Display (1366x768) Intel Celeron Dual Core mit je 1,2Ghz 2GB Arbeitsspeicher Intel GMA4500HD Grafik 320GB Festplatte Windows 7 Home Premium 64bit starker 6 Zellen-4400mAh-Akku WLAN b/g/n, (optional UMTS-Modul), Speicherkartenlesegerät HDMI-, VGA-Anschluss, 3x USB 2.0, Kopfhörer und Mikrofon-Anschluss, RJ-45-Anschluss, Webcam (lowlight optimiert)
- Der große Unterschied zum Nettop - ======================================= Die meisten Nettops werden mit Intel Atom-Prozessoren angetrieben, neuerdings teilweise sogar mit Atom DualCore-Prozessoren. Diese bieten einen extrem niedrigen Stromverbrauch, allerdings auch mangelhafte Leistung. Natürlich reicht diese für Office-Betrieb und Internet-Surfen aus, aber eben auch nicht mehr für viel mehr. Daher kommt auch der Ursprung des Namens "Nettop".
Beim Acer Aspire darf man hier etwas mehr erwarten. Intels Celeron SU2300 ist mit Sicherheit nicht die Messlatte von Leistung, aber definitiv um einiges leistungsstärker. Dennoch - an Desktop-CPUs kommt er lange nicht heran. Die Celeron-Serie hat nur eine abgespeckte Befehlssatz-Unterstützung, bietet wenig Cache und ist trotz Dual-Core-Fähigkeit natürlich mit 1,2Ghz je Core arg niedrig getaktet. Wer ein ultraportables Gerät will, muss eben verzichten können. Das Niveau eines "üblichen Nettops" übesteigt das Aspire 1410 hier aber dennoch spielerisch.
Der Arbeitsspeicher. Hier werden von Werk an 2GB Arbeitsspeicher eingebaut. Dies ist - gerade im Betrieb mit Windows 7 - wichtig und bringt einiges an Leistungsreserven mit sich - ein weiterer Vorteil zu den meisten Nettops, wo nur 1GB Arbeitsspeicher verbaut wird.
Die Festplatte ist mit 320GB üppig und recht flink - hier wurde mit gedacht!
Mit Windows 7 Home Premium 64bit wurde ein richtiges Schmankerl vergeben. Nicht nur sieht die Home Premium Version dank Aero und zusätzlichen Funktionalitäten um einiges besser aus als die Starter Edition, es bietet auch zusätzliche Funktionen und dank 64bit Unterstützung noch einmal ein paar Prozent mehr Leistungsfähigkeit. Zumal manche Einschränkungen der Windows 7 Starter Edition beinahe schon lächerlich wirken: So darf bei Windows 7 Starter Edition beispielsweise nicht einmal das Hintergrundbild geändert werden.
Die Grafikkarte ist mit Sicherheit alles andere, als das Gelbe vom Ei, aber sie ist zunächst einmal, um das positiv zu betrachten, HD-fähig und bietet die Möglichkeit HD-Videomaterial wieder zu geben. Betrachtet man das Ganze noch einmal von der Seite des technisch Möglichen, so ist das gar nicht mal schlecht. Es gibt kaum leistungsfähige Grafiklösungen für Notebooks dieser Größenordnung. Hier ist der Spielraum oftmals einzig nach unten vorhanden. Sollten ältere Spiele lauffähig sein und wenigstens etwas von dem System erwartet werden können, so sind Chipsätze wie ION, ION2 oder Intels HD-Lösungen auf jeden Fall Vorraussetzung.
- Die Praxistests - ====================== 3Dmark06 ist ein zuverlässiges Benchmark Programm um die Spieletauglichkeit zu testen. Das ist natürlich beinahe schon peinlich, ein solches Sub-Notebook, Nettop oder wie auch immer man es nennen mag, einem 3D-Test zu unterziehen, aber hier wird genau der Spaghat zwischen Nettop-Subnotebook-Notebook deutlich.
Bisher haben Nettops in diesem Programm zwischen 40 und 200 Punkte erreicht. Der Acer Aspire 1410 erreicht immerhin schon einmal 548 Punkte, was immerhin schon einmal einiges mehr an Leistung bietet. Vergleicht man es mit einem Desktop-PC wird man dann allerdings wieder auf den Boden der Tatsachen zurück geholt: Mein PC erreicht 8954 Punkte (2x3Ghz, 4GB Arbeitsspeicher, Radeon HD3450).
Das Hochfahren: Flink. Lediglich wenn gerade ein Update installiert wird beim Herunterfahren oder konfiguriert wird beim Hochfahren fühlt man sich aufgehalten. Hier bemerkt man die Stärke des DualCore-Prozessors und des akzeptablen Arbeitsspeichers.
Das Arbeiten: Für alle Office-, Internet- und Kommunikationsanwendungen ist der Aspire 1410 definitiv mehr als gut geeignet. Das Reaktionsvermögen ist schnell, das Arbeiten, auch mit mehreren Programmen und Fenstern stellt kein Problem dar. Hier stellt sich Zufriedenheit ein und man bekommt nicht den Eindruck, dass man an einem kleinen Nettop/Subnotebook sitzt.
Das Spielen: Hier kommen wir zu einer der absoluten Schwachpunkte. Die verbaute Grafikkarte ist zwar HD-fähig, allerdings heißt das noch lange nicht, dass das Gerät Spiele-tauglich ist. Sagen wir es so: Ältere Spiele können laufen, teils sogar flüssig, wenn man kompromissbereit ist mit den Qualitätseinstellungen und die Auflösung herunterschraubt. Freude ist aber etwas anderes.
- Getestete Spiele - ================= Gothic 3 - 800x600, Qualitätseinstellung so niedrig wie es irgend ging: leichtes Ruckeln, kein Spielspaß möglich durch miserable Grafik und Qualität
Neverwinter Nights - 1366x768, Qualitätseinstellungen mittelmäßíg: ruckelfrei, zügige Ladevorgänge, alles super
Dungeon Siege - 1024x768, Qualitätseinstellungen Maximal: ruckelfrei, zügige Ladevorgänge, alles super
Fiesta Online - 1024x768, Qualitätseinstellugen niedrig: in Gegenden mit wenigen Nutzern recht flüssig bis okay, in der Stadt teilweise stark ruckelnd bis kaum reagierend
- Festplatte - ================== Die hier verbaute Festplatte ist definitiv flink, gerade und insbesondere wenn man bedenkt, dass es sich um eine 2,5" Festplatte handelt.
Verbaut wurde eine Hitachi HTS545032B9A300 mit 320GB Kapazität. Der sequentielle Lesedurchsatz (mit Crystal Disk Mark ermittelt) ist mit knappen 59MB/s schnell, der Schreibdurchsatz mit knappen 58MB/s ebenfalls. Für Festplatten üblich bricht der Lese- und Schreibdurchsatz bei kleinen Dateien zusammen.
- Anschlüsse und Kommunikationsmöglichkeiten - ================================================= == Video: VGA und HDMI. Das ist recht selten, gerade in diesem Bereich. Der HDMI-Port ist 720p fähig und gibt auch den Ton an das angeschlossene Gerät weiter. Wahlweise kann man aber auch mit VGA verbinden, gerade für Präsentationen mit einem Beamer oft sehr praktisch.
USB: 3x, USB2.0 - zügig und gut. Einen Anschluss links, zwei rechts.
Audio: Ein Anschluss für Kopfhörer, gleichzeitig SPDIF-Anschluss, ein weiterer für ein Mikrofon.
Netzwerk: RJ45-Anschluss.
Drahtlos: WLAN-n, leider kein Bluetooth, je nach Modellserie mit UMTS-Modem
Speicherkarten-Lesegerät: für SD/SDHC-Speicherkarten, hoher Lese- und Schreibdurchsatz (meine schnellste Speicherkarte kam an seine Grenzen mit 20MB/s - nicht das Lesegerät).
- Zuverlässigkeit - =============== Im Rahmen. Abstürze gab es bisher nur gelegentlich, wenn man das Notebook aus dem Standby-Modus heraus holen wurde. Dies kommt allerdings selten vor.
- Tastatur & Maus - ================ Hier ist man auf allen Ebenen zufrieden. Das Touchpad ist zwar klein, aber es ist mit Multitouch und somit mit Gestensteuerung ausgestattet, was in der Praxis viel Zeit spart und praktisch ist. Die Tastatur hat eine angenehme Haptik. Die Größe des Laptops wirkt sich positiv auf die Tastatur aus, der Platz wird optimal genutzt und die Tasten lassen sich angenehm bedienen und sind nicht zu klein. Der Druckpunkt ist deutlich wahr nehmbar.
- Betriebsgeräusche - =================== Im normalen Office-Betrieb und Ruhezustand sind die Lüftergeräusche kaum wahrnehmbar. Und selbst beim Spielen, wo dem Notebook ja wahrlich alles abverlangt wird, erhöhen sich die Lüftergeräusche zwar merklich, aber alles andere als störend! Hier kann ich definitiv nur loben!
- Akkulaufzeit - ============= Die Laufzeit variiert natürlich nach den Ansprüchen - hier sind aber normalerweise zwischen 3 Stunden (höhere Leistungsansprüche) und 5 Stunden (helles Display, WLAN an, Surf- & Office-Betrieb) drin. Dies sind für mich hilfreichere Angaben als die theoretische Maximal-Betriebszeit ohne am Laptop zu arbeiten bei abgeschalteten Elementen und minimaler Display-Helligkeit.
- Fazit - ============ Wer ein ultraportables Notebook sucht, der mehr Leistung als in den üblichen Nettops sucht, aber keinen Anspruch an ein Highend-Gerät hat, ist hier gut bedient. Mit den größeren Laptops oder Desktop-PCs ist der Acer Aspire 1410 aber definitiv unterlegen. Eine Leistungssteigerung ist in dieser Größenordnung möglich, aber auch mit einem wesentlich höheren Budget verbunden. Hier kann man schnell in einem vierstelligen Kostenbereich liegen. Somit ist das Acer Aspire ein gesunder Kompromiß zwischen hoher Mobilität, Leistung und Preis. Das Preis-/Leistungsverhältnis empfinde ich persönlich als durchaus ausgewogen und gut.
Pro: Top Preis und Leistung! Kontra: Schlechte Webcam
Ich besitze das Acer Aspire 1410 Netbook seit einigen Wochen und möchte hier von meinen Erfahrungen berichten. Gekauft wurde es bei o2 für ca. 550 EURO. (24 x 20,- + 1x50 EUR) Das Acer Aspire 1410 wird als Notebook und manchmal auch Netbook beworben, ich ...
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