Erfahrungsbericht über

Acer Aspire ONE 751

Gesamtbewertung (7): Gesamtbewertung Acer Aspire ONE 751

 

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Lieblingsklapprechner

4  29.07.2010

Pro:
Ergonomie, Linuxtauglichkeit, RAM - Aufrüstbarkeit

Kontra:
fast zu langsam

Empfehlenswert: Ja  Der Autor besitzt das Produkt

Details:

Verarbeitung

Kontraste

Festplatten-Kapazität

Gewicht

Installation

Software-Ausstattung

Support/Service

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Konsumist

Über sich: Ich möchte, dass Du meinen Bericht nur dann liest, wenn Du Dich für einen Bericht über das betreffen...

Mitglied seit:30.06.2004

Erfahrungsberichte:26

Dieser Erfahrungsbericht wurde von 31 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

zu dem glänzenden Bildschirm


Diese Zeilen, die in Ermangelung eines Internet-/WLAN-Zuganges in einer Strandbar ihren Weg nach Ciao erst heute Abend finden werden, werden in der strahlenden Sonne geschrieben. Die Diskussion über matte und glänzende Bildschirme ist schon fast so alt wie die erste Generation Asus' EEE-Rechner. Diese Diskussion findet fast ausschließlich im Internet statt und wird dort ziemlich emotional geführt. Ich habe bereits mein zweites Mobiltelefon mit glänzendem Farbbildschirm und habe seit dem zweiten schon keine "Angst" mehr vor ihnen.
Bei diesem glänzenden Bildschirm, dem des Asus Aspire One 751, ist die angenehmste Position die, in der ich die Sonne direkt im Rücken habe. Das ist nun eine reine Praxiserfahrung, mit der ich nicht gerechnet habe, und die es hier auch gar nicht zu erklären gilt.
Wenn ich nun mit der Sonne im Rücken in den (meistens in negativem Kontext Schminkspiegel genannten) Bildschirm schaue, dann gibt es drei Bereiche.
  • Es spiegelt sich der Himmel, oder
  • es spiegelt sich der unmittelbare Hintergrund (also ich mich selber).
  • Und dann gibt es noch einen Bereich, der sich aus den beiden oben genannten zusammensetzt, der sich also im Schatten meiner selbst befindet.
    Die Darstellung im Display ist (auch hier wieder zu meinem Erstaunen) im erstgenannten der drei Bereiche am angenehmsten. Hättet Ihr es geahnt?
    Nun kann ich mir tatsächlich den passiven Modus des OLPC-Klapprechners vorstellen, in welchem die Hintergrundbeleuchtung abgeschaltet wird und sich das Bild einzig durch Spiegelung des Umgebungs(sonnen)lichts auf der Flüssigkristallanzeige ergibt.

An Bildbearbeitung in der Sonne ist allerdings tatsächlich nicht zu denken, aber Dokumentbearbeitung und Rechercherei im Internet ist sehr gut möglich.

Ich habe keinen direkten Vergleich zu einem matten Display, aber ich kann mir schwer vorstellen, dass ein solches nun hier in dieser Situation angenehmer wäre. Am störendsten jetzt in der Sonne sind Verunreinigungen auf dem glänzenden Display. Wie schön, dass solche Bildschirme einfach zu reinigen sind. Ich frage mich nur noch, was ich mir dazu zulegen sollte. Ein Mikrofasertuch aus dem Supermarkt oder ein Brillenputztuch?
Wenn ich an die matten Displays meiner alten Laptops und der Bürorechner denke, die schon nach einem halben Jahr so hoffnungslos verdreckt sind, könnte ich mir fast vorstellen, dass glänzende in der Sonne unangenehmer wären. Aber wer weiß, vielleicht ist da auch der Wunsch der Vater des Gedanken.

Arbeitsspeicher

Acer lässt sich von Microsoft und Intel vorschreiben, welche Spezifikationen ein Budget-PC haben darf, damit sie noch Rabatte für Prozessoren, Chipsätze und Betriebssysteme bekommen. Daher hat der Rechner im Auslieferungszustand nur 1GB RAM. Dieser ist aber austauschbar, denn im Gegensatz zu anderen Klapprechnern (anderer Hersteller) ist der Arbeitsspeicher nicht verlötet. Es ist ein Speicherbaustein, der problemlos durch einen anderen mit 2GB ersetzt werden kann. Dies war eines meiner Kaufargumente und dies habe ich auch gleich am zweiten Tag getan.

die Tastatur


Grandios! Die volle Breite hat sich jetzt schon bewährt! Ich wüsste gar nicht, was mir entgangen wäre, hätte ich tatsächlich den lange angekündigten und nie auf den Markt gebrachten 2140er HP mit brauchbarer Auflösung bekommen.
Die Tastatur an besagtem HP wäre zwei Zentimeter weniger breit gewesen. Ich glaube nicht, dass ich an dem Gerät blind hätte schreiben können, wo ich doch täglich im Büro an einer "echten" Tastatur arbeite.
Etwas störend ist das Fehlen eigenständiger 'Pos1'- und 'End'-Tasten. Diese sind zZt nur über eine Kombination aus 'Fn'- und 'Bild ab'- bzw 'Bild auf'-Taste zu erreichen. Ich schreibe "zZt", da ich gerade den naiven Einfall habe, 'Bild ab' und 'Bild auf' auf 'Druck' und 'Pause' zu verlegen, und dann 'Pos1' und 'Ende' auf die ehemaligen 'Bild ab'- und 'Bild auf'-Positionen zu verlegen.
Desweiteren ist der Druckpunkt der Tasten sehr angenehm (vielleicht sogar optimal?), und die lieblose Formgebung wie bei den Chiclet-Tastaturen stört mich wider Erwarten nicht. Ich dachte zunächst, dass das Aufgeben der leicht konkaven Formgebung, das Generationen von Tasten hatten, der Haptik undienlich wäre, aber das scheint nicht der Fall zu sein. Jedenfalls bin ich schon blind am Schreiben, wie ich das an "echten" Tastaturen schon eine Weile tue.

das Gehäuse


Warum muss ein Klapprechner wesentlich größer sein, als sein als Bildschirm oder Tastatur? Das ist doch Platzverschwendung. Solche Geräte werden oftmals hergestellt und man begreift nicht, wieso das so ist.
Bei diesem Rechner ist das nicht der Fall. Der Abstand zwischen rechtester bzw. linkester Taste und dem Gehäuserand an der breitesten Stelle ist kleiner als 8mm!
Anfangs störte mich der Akku, der an der Gehäuserückseite herausragt, und die Tiefe des Rechners um ganze 19mm vergrößert. Das war aber eher so eine Kopfsache - nun nach über einem Jahr regelmäßigem Gebrauch (auch mobil) stört er mich gar nicht mehr. Aber solle ich mal einen Ersatzakku brauchen, versuche ich einen zu bekommen, der nicht über das eigentliche Gehäuse hinausragt.
An Haltbarkeit habe ich gottlob noch nichts auszusetzen. Es gibt keinen Verschluss der kaputt gehen könnte und die Scharniere halten den Bildschirm gut in der freigewählten Neigung. Sie sind weder schwer- noch leichtgängiger geworden. Aber so soll es ja auch sein.
Soll ich lobend erwähnen, dass der An-/Aus-Taster bei geschlossenem Deckel nicht zu erreichen ist? Mein erster 3000-Marks-Klapprechner hatte einen Schalter, der nicht vom zugeklappten Deckel verdeckt wurde und deswegen beim Transport leicht aktiviert werden konnte. Ich denke allerdings, dieser Fehler wird von keinem Klapprechnerhersteller mehr gemacht, und die Schalterposition darf daher auch nicht als lobenswertes Merkmal herausgestellt werden, was ich aber anscheinend gerade tat
Sondertasten hat das Gerät keine, lediglich zwei Hebeltaster zum (De-)Aktiviern der Bluetooth- und WLAN-Module. Der WLAN-Schalter hat zwei Richtungen, der Bluetooth- nur eine. Funktional gesehen bin ich dem Unterschied noch nicht auf die Schliche bekommen. Die Funktionalität ist sowohl unter Linux als auch unter Windows verfügbar, lediglich die Statusleuchtdiode des WLAN-Moduls bequemt sich in Diensten des Pinguins nicht.

Lüftergeräusch


Es gibt mindestens drei verschiedene Lüftungsstufen. Bei der kleinsten ist nur die Festplatte zu hören, wenn man sein Ohr ganz dicht an den Rechner hält. Wenn man den Rechner nur wenig benutzt und im Akkubetrieb hat, herrscht diese Lüftungsstufe vor.
Im Netzbetrieb wird diese nie erreicht, hier herrscht immer mindestens die zweitkleinste Lüfterstufe. Diese ist nun so laut wie zwei moderne Notebook-Festplatten. Wenn man sehr gute Ohren hat, kann man nun in todstillen geschlossenen Räumen (auch die Fenster müssen zu sein) den Rechner hören, wenn man sich in normalem Arbeitsabstand davor befindet.
Ist es sehr warm oder fordert man den Rechner sehr, dann gibt es noch höhere Lüftungsstufen. Diese sind aber selbst dann nicht so laut wie Laptops aus den frühen 2000ern.
obacht

Es scheinen 11.6- und 12-Zöller auf den Markt zu kommen (Ich erinnere mich nicht genau, welche das sind.), die die 10-Zoll Tastaturen (also keine volle Breite) ihrer Vorgänger bzw. kleiner Brüder "auftragen" werden. Bei denen füllt dann die Tastatur zwar die volle Breite, allerdings ist der wichtige Teil der Tastatur schmaler und der freie Platz ist dann mit separaten bzw. anders angeordneten Bildab- und Bildauftasten aufgefüllt worden. Käufer, die auch an echten Tastaturen arbeiten, werden damit weniger zufrieden sein.

die Linux-Unterstützung:


Gleichzeitig mit dem Rechner kaufte ich mir blind und ohne irgendwelche Tests gelesen zu haben das flache externe DVD-Laufwerk von LG (inkl. Brennfunktion), das mittels USB angeschlossen wird, auch über USB mit der nötigen Energie versorgt wird, sich dabei nicht ganz an die Spezifikationen für den zulässigen Energiekonsum von USB-Geräten hält und sich nun auch langsam zum Klassiker entwickelt. Soweit ich es blicke, gibt es das Laufwerk nun in einer dritten Variante. (Ich spreche von "dem" Laufwerk, da sich die verschiedenen Varianten vom Gehäuse her nicht (oder bloß in der Farbgebung) unterscheiden. Es ist natürlich möglich, dass sich das Innenleben der Varianten stark oder gar komplett unterscheidet. Meine Erfahrungen gelten somit für das Laufwerk GP08.
Dieses USB-DVD-Laufwerk wird vom BIOS einwandfrei erkannt und somit kann man auch von dem Laufwerk booten.
Dies funktioniert sowohl mit Ubuntu 9.04 als auch den Virensuch- und Reparatur-Linuxen Knoppicillin und Desinfec't.
Kurz vor dem Rechner erschien die ct' mit einer Linux-Sonderausgabe, die dem interessierten Leser aktuelle, technische und auch sehr praktische Informationen sowie auf Silberscheibe die populärsten Versionen zu dem freien Betriebssystem bot. Ich habe von DVD ein Ubuntu 9.04 installiert.
Es stellte sich umgehend heraus, dass die Grafiklösung von Intel (GMA 500) ziemlich schlecht unterstützt wird, aber Internetsuchmaschinen lieferten schnell eine Lösung, die anfänglich auch sehr gut lief.
Links dazu:
http://www.tipsandthoughts.com/?p=4
http://lesestube.wordpress.com/2009/10/19/ubuntu-9-04-auf-acer-aspire-one-751-fixed/
http://lesestube.wordpress.com/2009/10/23/neuer-ubuntu-9-04-kernel-auf-acer-aspire-one-751/
Insgesamt läuft das 9.04er-Ubuntu nun seit einem Jahr ohne Probleme, welche sich nicht lösen ließen.
Normalformatige Videos von youtube laufen problemlos. Alles aufwändigere zehrt aber hart an den Grenzen des Klapprechners.
Es werkelt ja nur ein 1,3GHz-Prozessor (wenn auch mit HT, das heißt manche Dinge kann er "gleichzeitig" und für das Betriebssystem sieht es tatsächlich so aus, als habe er einen Zweikernprozessor) und das ist arg mager. Es reicht nur für Büroarbeit, Gemaile und Gesurfe. Bei manchen aufwendigen Webseiten hört der Spaß allerdings auf. Hier muss ein Flashblocker her, der einem etwas mehr überlässt, wieviel der knappen Ressourcen für Werbung genutzt werden.
Die Ruhezustand-Unterstützung ist durchwachsen. Suspend-to-RAM funktioniert unter Ubuntu-Linux nicht (kein Problem unter Windows). Suspend to RAM funktioniert unter beiden Betriebbssystemen.
Die WLAN-Unterstützung ist unter Linux etwas problematisch. Manchmal kommt keine Verbindung zu irgendeiner Basisstation. Nach regelmäßiger WLAN-Benutzung habe ich endlich festgestellt, dass der Rechner bezüglich der Stromversorgung so wieder aus dem Ruhezustand aufwachen muss, wie er auch in den Ruhezustand geschickt worden ist. (Dh wenn der Rechner im Akkubetrieb in den Ruhezustand geschickt worden ist, muss er auch im Akkubetrieb wieder aufgeweckt werden. Das gilt auch für den Netzbetrieb.) Wenn man dies beherzigt, tauchen keine Probleme auf. Das WLAN-Lämpchen am Gehäuse funktioniert überhaupt nicht, auch wenn WLAN aktiviert ist.

Akkulaufzeit


Im Mischbetrieb mit eingeschaltetem WLAN schafft man fünf Stunden. Ohne WLAN bei reinem Texteditorbetrieb habe ich einmal acht Stunden geschafft.

PS


In meine Produktbewertung (oben, vier Sterne) ist das Preis-/Leistungsverhältnis nicht miteingeflossen. Inklusive P.-/L.-Verhältnis hätte ich vor einem Jahr die Höchstpunktzahl vergeben.
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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
Ciaobock

Ciaobock

13.08.2010 00:36

Brauchbarer und - zumindest für CIAO - noch sehr hilfreicher, wenn auch etwas oberflächlicher und unkritischer Bericht. Vor allem hinsichtlich der objektiven Performance hätte ich ein paar Worte erwartet (dass ein ATOM Netbook keine Bäume ausreißt weiß jedes Kind!), dass aber weder CPU voll getaktet noch die USB 2.0 Performances ausgereizt werden, ist sicher auch im Netbook Markt ein Argument. Auch der Support von ACER ist meiner Erfahrung nach (2 Notebooks in 2 Jahren) eine ziemliche Nullnummer und hätte eine Erwähnung verdient. Meine Akkulaufzeit mit WLAN liegt allerdings immer bei annähernd sieben Stunden und ohne WLAN und Bluetooth habe ich schon einige Male die 10 Stunden Grenze übertroffen und das ist wirklich Top! Gruß, Bernd

E-pro

E-pro

29.07.2010 15:41

Wenn du die Sonne im Rücken hast, nützt dir ein matter Bildschirm auch nichts! Man wird außer der matten Oberfläche des Monitors nichts erkennen.

rixxxi

rixxxi

29.07.2010 15:22

wäre ich froh mein laptop würde solch eine akkuzeit schaffen der kommt mal gerade an 2 h dran....LG

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